Brennpunkt  .   Kamerun

Katholische Bischöfe drängen Kamerun zu Gesprächen mit den Separatisten

Der Text des offenen Briefes der Bischöfe lautet wie folgt:

Sehr geehrter Herr Präsident Biya,

Wir, die unterzeichnenden römisch-katholischen Bischöfe aus aller Welt, schreiben Ihnen, um Ihre Regierung respektvoll aufzufordern, an den von der Schweiz geführten Friedensgesprächen teilzunehmen. Die Gespräche zielen einzig und allein darauf, die Gewalt in den beiden Regionen Nordwest und Südwest in Kamerun zu beenden.

Wir betonen: wir sind unparteiisch. Wir sind motiviert von der Sorge um das Leiden von unbewaffneten Zivilisten und um die Stabilität und den Wohlergehen Kameruns. Gewalt und Gräueltaten aller Seiten haben mehr als 656.000 anglophone Kameruner aus ihren Häusern vertrieben und 800.000 Kinder aus der Schule (darunter 400.000 aus katholischen Schulen) ausgeschlossen. Sie sind verantwortlich für 50.000 vertriebene Anglophone in Nigeria, für Hunderte von zerstörten Dörfern und für mindestens 2.000 Todesopfer. Jedes dieser Leben ist kostbar, wir trauern um sie und möchten verhindern, dass noch mehr Unschuldige sterben. Es wird für keine Seite einen militärischen Sieg geben. Eine dauerhafte Lösung für Kameruns Probleme kann nur aus einem vermittelten Gesprächsprozess erwachsen, der anglophone bewaffnete Separatistengruppen ebenso einbezieht wie die gewaltfreien Führer der Zivilgesellschaft. Wenn sich alle Parteien so behandeln, wie sie selbst behandelt werden möchten, dann ist eine Lösung möglich.

Wir begrüßen den sogenannten großen nationalen Dialog der kamerunischen Regierung vor einigen Monaten. Die Gewalt wurde jedoch nicht gestoppt. Wir glauben, dass die vorgeschlagenen Schweiz-geführten Gespräche den besten Weg bieten zu einer angemessenen politischen Lösung durch integrative Verhandlungen. Der Erfolg dieser Gespräche wird von entscheidender Bedeutung sein für den Weg Kameruns zur Gewährleistung des Friedens und Ihres Erbes als eines wirksamen Führers in einer unruhigen Region. Es ist unsere aufrichtige Hoffnung, dass alle interessierten Stakeholder an diesen Gesprächen teilnehmen und einen Geist der Zusammenarbeit, des Pragmatismus und des Realismus zeigen, um sicherzustellen, dass diese Verhandlungen von Erfolg gekrönt werden. Dies ist es, was die Menschen in Kamerun, Ihre Söhne und Töchter, Gottes Kinder, erwarten und verdienen. Nur wahrer Frieden wird allen katholischen Diözesen, Kliniken und Schulen, gesegneten Gemeindemitgliedern und Bürgern im Anglophonen dienen, um wieder sicher in Kamerun zu leben.

Hochachtungsvoll,

Bischof Siegfried Jwara, Apostolisches Vikariat, Ingwavuma, Kwa Zulu-Natal, Südafrika

Bischof John Keenan, Diözese Paisley, Schottland

Bischof Noel Simard, Diözese Valleyfield, Quebec, Kanada

Der ehrwürdigste Charles Hammawa Jalingo, Diözese des Staates Tabara, Nigeria

Bischof Mark Davies, Diözese Shrewsbury, England

Erzbischof Peter Loy Chong, Erzdiözese Suva, Fidschi

Bischof Bart van Roijen, Diözese Corner Brook und Labrador, Kanada

Bischof Thomas R Zinkula, Diözese Davenport, Iowa, USA

Bischof Terence Drainey, Diözese Middlesborough, England

Bischof Antonio R Tobias, emeritierter Novaliches, Philippinen

Bischof Albert Thevenot, Diözese von Prinz Albert, Saskatchewan, Kanada

Bischof Ray Browne, Diözese Kerry, Irland

Bischof Jose Cabantan, Diözese Malaybalay, Philippinen

Kardinal Soane Patita Mafi, Diözese Tonga, Südpazifik

Erzbischof Donald Bolen, Erzdiözese Regina, Saskatchewan, Kanada

Bischof Alphonsus Cullinan, Diözese Waterford et Lismore, Irland

cc: Seine Heiligkeit Papst Franziskus

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Viele Kinder unter den 22 Opfern bei Angriff auf das Dorf Ntumbo (NW)

Viele Kinder unter den 22 Opfern bei Angriff auf das Dorf Ntumbo

BBC. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden bei einem Angriff auf ein Dorf im Nordwesten Kameruns mindestens 22 Menschen getötet. Über die Hälfte der in Ntumbo Getöteten waren Kinder, und lokale Medien berichten, dass mehrere Opfer lebendig verbrannt wurden. Niemand hat die Verantwortung für den Vorfall am Freitag übernommen, aber eine der Oppositionsparteien beschuldigte die Armee. Die kamerunische Regierung, die seit mehr als drei Jahren gegen Separatisten in der Region kämpft, bestritt die Beteiligung an dem Angriff. James Nunan, ein Beamter der humanitären Koordinationsagentur der Vereinten Nationen (OCHA) bestätigte der BBC, dass eine schwangere Frau unter den Getöteten sei. Vierzehn Kinder, darunter neun unter fünf Jahren, seien ebenfalls unter den Toten, sagte er. Nunan sagte, der Vorfall habe die lokale Bevölkerung „erschreckt“. „Wer immer die Aggressoren sind, sie haben Drohungen ausgesprochen, dass noch mehr Gewalt bevorsteht“, sagte er. „Die Leute, mit denen wir gesprochen haben, sind extrem traumatisiert und hätten sich so eine Eskalation nicht vorstellen können.“ In einer Erklärung machte eine der wichtigsten Oppositionsparteien des Landes – die Bewegung für die Wiedergeburt Kameruns – das „diktatorische Regime“ und den Chef der kamerunischen Sicherheitskräfte für den Angriff verantwortlich. Agbor Mballa, eine führende Figur in der Separatistenbewegung, ist ebenfalls der Auffassung, dass „staatliche Verteidigungskräfte verantwortlich sind“. Ein Armeebeamter, der von der Nachrichtenagentur AFP zu dem Vorfall befragt wurde, wies die Anschuldigungen ohne weitere Angaben als „falsch“ zurück.

Der Konflikt konzentriert sich auf die Provinzen Südwest und Nordwest in Kamerun, wo der Großteil der Bevölkerung aufgrund alter kolonialer Beziehungen zu Großbritannien Englisch spricht. Bewaffnete Separatistengruppen entstanden 2017 als Reaktion auf das gewalttätige Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen friedliche Proteste. Separatisten haben die Unabhängigkeit für einen neuen Staat erklärt, den sie Ambazonia nennen, aber Kameruns Präsident Paul Biya hat die Gruppen als „Terroristen“ bezeichnet. Seit Ausbruch der Kämpfe sind mehr als 3.000 Menschen gestorben, und mindestens 700.000 Menschen wurden bereits aus ihren Häusern vertrieben. Kameruns Regierung wurde wiederholt Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen, US-Präsident Donald Trump hat daraufhin das Land von bestimmten Handelsprogrammen mit Amerika ausgeschlossen. Die Regierung sagt, Separatisten hätten Dutzende Zivilisten und Sicherheitskräfte getötet, aber es gibt keine offiziellen Zahlen für Zivilisten und Separatisten, die von Regierungskräften getötet wurden.

Übersetzung © Johannes Stahl

Originalbericht auf https://www.bbc.com/

Weitere Quellen:

https://www.france24.com/en/20200217-at-least-22-killed-in-attack-on-village-in-northwest-cameroon

https://www.thenational.ae/world/africa/cameroon-massacre-14-children-among-22-dead-in-anglophone-region-1.980295

https://www.arabnews.com/node/1628871/world

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Human Rights Watch dokumentiert unvorstellbare Gewalt

Human Rights Watch hat die Gewalt im Zusammenhang mit den Parlaments- und Kommunalwahlen am 9. Februar 2020 in Kamerun dokumentiert. Deutsche Medien berichten kaum darüber.

Originalbericht von Human Rights Watch in englischer Sprache (auch in französischer Sprache verfügbar)

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Online-Petition: Gerichtsverhandlung Wilfried Siewe in Kamerun am 7. Februar 2020

Unsere Hoffnung, dass mit den Petitionsübergaben an Botschafter Stell in Hamburg und den Referatsleiter für Internationales Strafrecht, Herrn Hurnaus, in Berlin endlich Bewegung in Wilfrieds Fall kommt hat sich leider nicht bestätigt.


Ich habe mich zwischenzeitlich per Post an Bundesaußenminister Heiko Maas gewandt sich für die Freilassung Wilfrieds aktiv einzusetzen. Leider kam keine Antwort von Herrn Maas, sondern lediglich ein Schreiben aus dem Referat Internationales Strafrecht. Der Minister wisse von Wilfrieds Fall. Im Kern sagt der Brief jedoch, dass die von der BRD bisher geleistete konsularische Betreuung alles ist was derzeit getan werden kann und man warte den Gerichtstermin am 07.02.2020 ab.

1 Jahr warten wir bereits auf Wilfrieds Freilassung…

Vor Weihnachten haben wir mit einer Mahnwache vor dem Rathaus in Erlangen erneut auf Wilfrieds Situation aufmerksam zu machen. Der Oberbürgermeister der Stadt Erlangen, Florian Janik, hat eine kurze Rede gehalten und sich mit uns solidarisch gezeigt. Vor allem die Feiertage waren sehr schwer ohne Wilfried.

Bitte teilt die Petition weiterhin: change.org/wilfried

Ich halte euch weiter auf dem Laufenden.

Eure Layoko und Wilfrieds Freunde

Foto von der Mahnwache in Erlangen (v.l.n.r) : OB Florian Janik, Ehefrau, Stadtrat Jose Ortega

Hintergrund und weitere Informationen:

https://www.frankenfernsehen.tv/mediathek/video/erlanger-in-kamerun-verhaftet-familie-und-freunde-kaempfen-fuer-wilfried-siewes-freiheit/

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Hunderte junger Männer vorsorglich in Gewahrsam – gegen „Kaution“ frei

Dienstag, 04.02.2020. Buea. Nach übereinstimmenden Berichten wurden heute in der Region Südwest Hunderte von Jungen Männern aus Muyuka, Ekona, Inkanta, Muea, Buea Town und benachbarten Dörfern zusammengetrieben und in verschiedenen Polizeistationen und Militärkasernen festgesetzt. Gegen Zahlung einer „Kaution“ zwischen 20 und 50 Tausend CFA (10-30 Tageslöhne, ca. 30-75 €) können sie freikommen.

Wie die zuverlässigen Quelle https://mimimefoinfos.com/ berichtet, haben Ambazonia-Kämpfer im Blick auf die anstehende Doppelwahl einen Generalstreik (Ghost town) angekündigt, der ab Freitag 7. Februar in den Regionen Nordwest und Südwest in Kamerun wirksam wird. Die Sperre soll die für den 9. Februar geplante Doppelwahl (twinvote) stören. Diese Drohungen und sogar Fälle von Folter haben jedoch die meisten Parteien nicht abgehalten, an den Wahlvorbereitungen teilzunehmen. Nur Tage vor der Wahl sollen in verschiedenen Teilen der unruhigen anglophonen Regionen massive Verhaftungen stattgefunden haben (siehe oben). In Wotutu in der Region Südwesten sollen nach den Worten eines Beobachters über 300 junge Männer festgenommen und weggebracht worden sein. „Die Suche nach jungen Männern geht noch weiter“, fügte er hinzu. Ähnliche Verhaftungen sollen auch in anderen Gegenden wie Kumbo in der Division Bui vorgenommen worden sein, nur wenige Tage nachdem Hunderte junger Männer in Bamenda ebenfalls verhaftet worden waren.

Gleichzeitig versuchen viele Einwohner im Anglophonen, ihre Heimat vor den Wahlen und befürchteten Unruhen zu verlassen. Für einen Passagier aus Bamenda ist „der Aufenthalt am Wahltag in der Stadt ein Risiko, das niemand gerne eingeht. Das Militär kann Sie an diesem Tag beschützen, aber was passiert danach, wenn Sie mit den Separatisten allein sind? Das Beste ist also, jetzt zu fliehen.“

Die massive Abwanderung von Menschen aus dem Nordwesten wirft Fragen auf. Die Bevölkerung fühlt sich nicht sicher und fragt sich, wen das vor kurzem von der Regierung im Nordwesten und Südwesten eingesetzte Militär eigentlich schützt.

Mimi Mefo Info.

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Heute war ein schwarzer Tag für die Menschen in Owe / SW Kamerun

Die Region Südwest (SW, französisch: Région du Sud-Ouest) ist eine Region in Kamerun, Hauptstadt ist Buea. 2015 hatte SW etwa 1.553.000 Einwohner. Zusammen mit der Nordwestregion ist es eine der beiden englischsprachigen Regionen Kameruns. Zu SW gehören Fako, Koupé-Manengouba, Lebialem, Manyu, Meme und Ndian. Die Region war bekannt für die erste englischsprachige Universität in Kamerun (University of Buea). Owe (Fako North Presbytery) liegt in der Nähe von Buea und hat ein gemäßigtes Klima. Quelle: Wikipedia

„Heute (Sonntag 2. Februar 2020) war ein schlechter Tag für unseren Ort. Um 5 Uhr morgens marschierte das Militär in Owe ein, verhaftete die meisten Jugendlichen und ließ sie mit Macheten schlagen. Sie brachen in mehrere Häuser ein und plünderten die wertvollsten Gegenstände. Dann zog das Militär nach Ikata, wo dasselbe passierte, aber noch schlimmer: einige Zivilisten wurden getötet, mindestens ein Haus brannte ab samt dem wertvollen Fahrrad des Schatzmeisters unserer Kirche. Die gesamte Bevölkerung von Owe und Ikata hat sich in den Regenwald gerettet. Wie lange soll das dauern? Herr, erbarme dich.
Aber wir haben das nackte Leben gerettet, heute Gottesdienst mit ein paar mutigen Frauen, jetzt sind wir zu Hause.“

Nachtrag 04.02: „Inzwischen sind zwei Drittel der Bevölkerung aus Owe geflohen.“

Dienstag, 28. Januar: „Das Militär ist um 3 Uhr morgens auf der Suche nach Amba Kämpfern in Owe eingedrungen, die Einwohner sind in die Wälder geflüchtet. Das Militär bricht jetzt im Nachbarort Ikata in die Häuser ein.“

BERICHT von den Partnern des Kirchenbezirks Lörrach (Südbaden) in SW Kamerun. Der Partnerbezirk in Kamerun ist die Presbytery Dikome.

Foto: https://www.revolvy.com/page/Dikome%252DBalue Mount Rata in den Rumpibergen

Von dort erreichen uns erschreckende Zahlen (Stand Januar 2020):

Anzahl der verbrannten Häuser: 604 Details: Big Ngbandi 305, Bakumba 88, Mofako Butu 73, Lokando One 8, Ileh 4, Dikome Balue 1, Kumbe Balue 47, Kotto Balue 1, Ikoi Ngolo 23, Ikoti Ngolo 25, Toko Ngolo 6 , Matoh Town 1, Mofako Meteke 18 und Masaka Essomba 4.

Insgesamt 659 betroffene Familien. 218 Kinder haben einen Elternteil verloren oder beide. Die Krise ist ursächlich für 123 Witwen im Kirchenbezirk. Die Anzahl der Binnenvertriebenen im Kirchenbezirk beträgt ungefähr 700. Die leben bei Verwandten. Doch das funktioniert nicht auf Dauer. Viele sind gezwungen, in ihre Heimatdörfer zurückzukehren, doch aufgrund fehlender Kapazitäten können die meisten dieser Dörfer diesen Zustrom nicht aufnehmen. Einige werden vielleicht nie mehr zurückkehren, weil ihre Häuser niedergebrannt, Farmen beschlagnahmt, das Leben bedroht, die Auswirkungen und Erinnerungen an ihre Angehörigen noch sehr frisch sind, besonders die Art, wie sie getötet, missbraucht, vergewaltigt, gefoltert oder verstümmelt wurden. Über 3.000 Menschen leben im Regenwald verstreut, hauptsächlich aus den Dörfern unseres Kirchenbezirks Dikome Balue und Toko Ngolo, zwei Verwaltungsbezirke, aus denen das Volk aus Angst vor Unsicherheiten des Militärs vollständig geflüchtet ist. Andere Orte wie Mofako Butu, Bakumba, Ikoi Ngolo und Ikoti Ngolo sind menschenleer, weildie Dörfer zu 75 Prozent oder ganz verbrannt sind.

Foto: privat
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Doppel-Wahlen am 9. Februar werfen schwere Schatten voraus

Bamali Bewohner in Angst, Amba Kämpfer ziehen umher und zünden Häuser an.
Quelle: Mimi Mefo Info

Bei vielen Einwohnern in Bamali, Ndop im Nordwesten Kameruns macht sich Angst breit, nachdem erneut Häuser in der Gegend niedergebrannt wurden.

„Die Spannungen nahmen zu“ sagen die Einheimischen, „nachdem das Militär das Haus eines mutmaßlichen Amba-Kämpfers in Brand gesteckt hatte. Als das Militär ging, kamen die Amba-Truppen nach Bamali und begannen, die Häuser derer zu anzuzünden, deren Kinder beim Militär sind“, erzählt ein Einheimischer.

„Amba-Jungs haben am Mittwoch, dem 29. Januar neun Häuser in Brand gesteckt. Die Dorfbewohner hätten aus Angst vor militärischen Vergeltungsmaßnahmen das Dorf geräumt“.

Heute morgen, sagt er am 30. Januar, sei das Militär zurückgekehrt und habe weitere Häuser niedergerissen. „Wenn das Militär in Bamali einmarschiert, wird das ganze Dorf niedergebrannt“, äußert der Einheimische seine Befürchtungen.

Vor den sogenannten Doppel-Wahlen im Februar wurden viele Häuser bei Überfällen auf Dörfer in den anglophonen Regionen niedergebrannt. Regierungssoldaten werden mehrere Todesfälle angelastet.

Bild: Archivbild

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Menschenrechte? Militär macht mit Unabhängigkeitskämpfern kurzen Prozess

Foto: privat. Gestern in Mbiame, das kamerunische Militär hinterlässt verbrannte Erde und verbrannte Leichen: „neutralize Amba Boys“.
Um eine Identifizierung zu verhindertn, werden die Leichen an Ort und Stelle verbrannt. Menschenrechte spielen in Kamerun offenbar keine Rolle: wer sollte derzeit in der Lage sein, strafwürdige Aktionen gewaltbereiter Gruppen und der Regierungssoldaten in Kamerun zu anden und die Rechte der Bevölkerung zu schützen? Eine unabhängige Justiz ist in Kamerun jedenfalls nicht in Sicht.

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Eine Chance für Bildung in Menchum (Northwest)?

VON MILDRED NDUM WUNG KUM

Menchum, eine der sieben Divisionen des Nordwestens, ist von der vorherrschenden anglophonen Krise in Kamerun keinesfalls verschont geblieben. In Anbetracht der seit vier Jahren andauernden Krise haben viele Schulen geschlossen. Im Bildungssektor zeigt das Gebiet wieder Dynamik, gleichzeitig hält sich die Empathie mit apatischen Lehrkräften in Grenzen.

Die Region Menchum im Nordwesten ist in großer Verzweiflung. Die Situation ist geprägt durch das Fehlen von Lehrern an Schulen, wohingegen eine beeindruckende Zahl an wissensbedürftigen Schulkindern Tag für die Tag die Schulen besucht. Wir haben die dritte Woche des zweiten Semesters des akademischen Jahres 2019/2020, und dennoch hat die Government High School Wum mit rund 400 eingeschriebenen Schülern weniger als 20 Lehrkräfte. Die Statistik des Schulbesuchs in GBHS Wum an einem ganz gewöhnlichen Tag ist:
Schüler:
Jungs: 08
Mädchen: 19
Gesamt: 27
Lehrer:
Männlich: 00 Weiblich: 00 Administratoren: 02.

„Die Belegschaftsstärke von GBHS Wum beträgt 60, aber nur 8 Mitarbeitende haben während des ersten Semesters 15 Schüler unterrichtet und bewertet“, teilte ein Lehrer mit. „Der Direktor von GBHS Wum ist seit September im Amt. Manchmal ist er der einzige auf dem Campus, der Studenten aktiv unterrichtet“, ergänzte eine weitere Quelle.

Als ich eine Schülerin der fünften Klasse von GHS Wum per Telefon kontaktierte, weinte sie über die Situation, in der sie sich befindet. „Wir Schüler arbeiten alleine, da wir keine Lehrer haben. Wir haben nur einen Geografielehrer und einen Geschichtslehrer. Unseren Schulleiter habe ich nicht in der Schule gesehen, uns wurde gesagt, dass die Lehrer im zweiten Semester kommen würden, aber noch immer ist keiner da. Die Schüler organisieren Nachholkurse und unterrichten sich selbst. Es ist wirklich schwierig, da ich die GCE-Prüfungen ablegen muss. „

Ein Schüler der fünften Klasse der GTHS klagt: „Es arbeiten sehr wenige Lehrer mit uns. Der einzige ernsthafte Lehrer an der Schule war der für Ingenieurwissenschaften. Die anderen sind nicht verbindlich, sie geben uns nur den Arbeitsplan und verschwinden dann wieder. Die Lehrerin für Bauwesen kam ein einziges mal und stellte sich vor. Sie hat uns gesagt, dass sie zurückkommt, um ihre Sachen mitzubringen, aber seitdem haben wir sie nicht mehr gesehen. Wir haben in den meisten unserer Fächer keinen Lehrer, nicht einmal in den Basisfächern wie Mathematik, Englisch und Französisch. Ich hoffe, dass ich für die Prüfung zum Internationalen Technischen Zertifikat zugelassen werde, aber die Lehrer sind nicht da, um uns vorzubereiten. „

„Mein Sohn ist in der ersten Klasse, ich gebe mir Mühe, ihm ein paar Dinge zu Hause beizubringen, weil sie seit Beginn des Schuljahres keine Lektion erhalten haben. Als Elternteil bin ich so enttäuscht von der Verwaltung, weil sie nichts gemacht hat. Dabei wäre es für jeden Lehrer möglich, diese Kinder zu unterrichten „, sagt ein empörter Elternteil.

Die aktuelle Malaise geht offenbar damit einher, dass keine Disziplinarmaßnahmen ergriffen wurden, als die Lehrer es versäumten, ihre Arbeit nach dem ersten Boykott wieder aufzunehmen. Das ermutigt Nachlässigkeit.

Wie gefährlich ist es für einen Lehrer, die Arbeit an der Schule wieder aufzunehmen? „Weder ein Schüler noch ein Lehrer wurden angegriffen. Viele Lehrer beschweren sich darüber, wenn sie nach Wum versetzt werden, aber das Paradoxe ist, dass sie es leicht finden, Wum zu verlassen. Ich sehe Lehrer Waren kaufen und verkaufen, sie machen alle Arten von Arbeit in Wum, aber sie kommen nicht, um zu unterrichten“, klagt ein anderer Elternteil.

 „Es wurde eine Vereinbarung getroffen, wonach ein Militärauto Lehrer befördern soll, die Angst haben, nach Wum zu reisen, aber die Lehrer tauchten am vereinbarten Treffpunkt erst gar nicht auf“, gab ein Schulverwalter bekannt.

Die Stichproben in Wum sind zeichenhaft für die Situation in Menchum, in der Studenten und Schüler mit erheblichen Bildungsdefiziten heranwachsen. Bildungseinrichtungen in den Unterabteilungen Menchum Valley und Furu-Awa sind aufgrund der Drohungen von separatistischen Kämpfern völlig geschlossen.

 „Die Regierung ergreift Maßnahmen, um abwesende Mitarbeiter zu sanktionieren … die Sicherheitslage ist unter Kontrolle“, war das Klischee, das von den Verantwortlichen bei Verwaltungssitzungen wiederholt wurde, statt dass sie dafür sorgten, dass die Lehrer zur Arbeit gingen.

Schülerinnen und Schüler, die sich nach dem Studium sehnen, sind frustriert über die Abwesenheit von Lehrern. Diejenigen, die dringend Bildung brauchen, haben keine andere Wahl, als für sich selbst zu sorgen.

In der gesamten Division Menchum mit mehr als fünfzehn weiterführenden Schulen sind nur fünf weiterführende Schulen funktionsfähig:

Johannes Paul II. Comprehensive College Wum JOPACC
GHS Wum
GBHS Wum
GHS Bafmeng
St. Gabriel Comprehensive College Bafmeng

Mittlerweile sind auch einige Grundschulen, hauptsächlich staatliche und konfessionelle, wieder in Betrieb. Dennoch ist besorgniserregend, wie die Bildung, die doch als vertrauenswürdigster Hoffnungsschimmer bekannt ist, durch die Abwesenheit von Lehrern vereitelt wird. Es ist daher notwendig, Menchum aus dem Zerfall zu retten, damit die künftigen Schatten unserer Zukunft nicht noch dunkler werden.

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Soll die Zivilbevölkerung ausgelöscht werden?

Schwere Verluste in Bali Nyonga: die Regierungstruppen durchsuchen weiterhin Quartiere nach mutmaßlichen Kämpfern für die Unabhängigkeit. „Bei einem der heutigen Überfälle auf Bali wurde ein Kind in Ba Tankohs Anwesen in Njenka Hausa lebendig verbrannt“, sagte ein Verwandter gegenüber Mimi Mefo Info. Ein weiterer schockierender Vorfall war das Verbrennen eines Geisteskranken, sein Name wird mit Charlie wiedergegeben.

„Ungefähr 200 Häuser sind niedergebrannt und haben allein in Bali Nyonga etwa 1.000 Menschen obdachlos gemacht. Was haben Lebensmittel, Haustiere (Schweine, Ziegen), Geschäfte mit dem Krieg zu tun, wenn nicht die Zivilbevölkerung getötet werden soll? “, fragte eine andere Quelle.



Eine Frau aus Bali im Nordwesten erzählte dem seriösen Infodienst Mimi Memo Info jetzt, wie weit ein Soldat ging, um ihr Leben zu retten:

Während einer der zahlreichen Razzien des kamerunischen Militärs vor Monaten in Bali sagte Rita (Name geändert), ihre Familie sei wie viele andere gezwungen gewesen, sich im Busch in Sicherheit zu bringen.

Nachdem sie ein paar Tage dort gewesen war, sei ihr Vater sei zurückgegangen, um zu sehen, ob die Soldaten das Dorf verlassen hatten und ob es sicher war, nach Hause zurückzukehren, aber er wurde erschossen.

Ihre Mutter und zwei ältere Brüder, fügt Rita hinzu, wurden ebenfalls von den Soldaten niedergeschossen, als sie sich auf den Weg ins Dorf machten. Nur sie allein und der 14 Monate alter Sohn ihres Bruders blieben zurück.

Inmitten des Durcheinanders stieß sie auf zwei Soldaten und wurde ins Bein und in den Arm getroffen. Während einer meinte, sie müsse getötet werden, sagte der andere, sie sollten sie gehen lassen. Rite schrie und forderte die Soldaten auf, wenigstens das Kind (den Sohn ihres Bruders) zu schonen, wenn sie schon sie töten wollten. Einer der Soldaten zog sein Gewehr heraus und erschoss seinen Kollegen, der auf Rita gezielt hatte. Er bat sie dann, den anderen zu erklären, dass der Kollege von ambazonischen Kämpfern getötet und sie im Kreuzfeuer verletzt worden war. So kam es und Rita wurde sofort ins Krankenhaus eingeliefert, als die anderen Soldaten eintrafen.

Obwohl sie diesen Soldaten seitdem nicht mehr wieder sah, ist Rita dankbar dafür, dass er zu solchen Mitteln gegriffen hatte, um ihr Leben zu retten, und fügt hinzu: „nicht jeder Soldat lässt sich in einer solchen Situation von seinem Gewissen leiten“.



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Weltgemeinschaft nimmt Kamerun ins Gebet

Die Geschwister in Kamerun haben kürzlich über eine Reihe „barbarischer und unmenschlicher Handlungen wie Schüsse, Tötungen, kolossale und kollaterale Zerstörung von Eigentum durch das Abbrennen von Häusern in einigen Ortschaften und Dörfern im Nordwesten und Südwesten [der anglophonen] Regionen“ des Landes berichtet.

Ein ordinierter Pastor der Presbyterianischen Kirche in Kamerun (PCC) wurde nach einem Gottesdienst auf dem Grundstück der Kirche „misshandelt, eingesperrt, später entlassen und ins Krankenhaus eingeliefert“.

Als Mitglied des Ökumenischen Forums zur Krise des anglophonen Kameruns schließt sich die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WGRK) in Solidarität unseren Schwestern und Brüdern in Kamerun an, die sich diesen täglichen Brutalitäten gegenübersehen. Und die WGRK schließt sich der PCC, einer Mitgliedskirche, an und sagt: „Diese barbarischen und unmenschlichen Handlungen verletzen die Heiligkeit des menschlichen Lebens und sind Gotteslästerung“.

Bitte beten Sie mit uns für unsere Schwestern und Brüder in Kamerun, damit die Gewalt aufhört und eine dauerhafte, gerechte und friedliche Lösung gefunden werden kann.

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AUFRUF der Kirchenleitung PCC – Presbyterian Church in Kamerun

Übersetzung siehe unten
Foto: PCC

21. Januar 2020

AUFRUF der PCC – Presbyterian Church in Kamerun
Hört auf mit dieser Gewalt! Hört auf, Gottes Kinder zu töten! Hört auf, die Erde zu zerstören!
 Seit Wochen gibt es Berichte und grafische Darstellungen von barbarischen und unmenschlichen Handlungen wie Schüssen, Tötungen, kolossalen und kollateralen Zerstörungen von Eigentum durch das Verbrennen von Häusern in verschiedenen Orten und Dörfern im Nordwesten und Südwesten von Kamerun, nämlich: in Babubock und Eyandong in Kupe Muanenguba; Ku-Bome in Mbengwi; Mbiame in Bui; Mbenjom in Awing; Guzang in Batibo; Bali-Kumbat in Ngoketunjia; Buabua und Kimbirivers in Bum. Es gibt eindeutige Hinweise auf die Täterschaft solcher Brutalität und Entmenschlichung von Angehörigen des kamerunischen Militärs, aber auch bewaffnete Kämpfer und Viehtreiber, insbesondere in der Gegend von Bum.

Am vergangenen Sonntag wurde in Sang in Bali-Nyongha ein ordinierter Pfarrer der Presbyterianischen Kirche in Kamerun (PCC) in pastoraler Kleidung nach dem Gottesdienst auf dem Kirchengelände festgenommen. Dieser Pastor erlitt schwere Gewalt, er wurde eingesperrt, später freigelassen und ins Krankenhaus eingeliefert. Diese Akte der Barbarei und Unmenschlichkeit verletzen die Heiligkeit menschlichen Lebens und sind eine Lästerung Gottes.

Darüber hinaus widersprechen diese unmenschlichen Handlungen den Resolutionen und dem Geist des guten Willens im Rahmen des sogenannten Nationalen Dialogs und machen ihn unwirksam. Als Gemeinde Gottes und im Einklang mit unserer prophetischen Stimme verurteilen wir nachdrücklich die Täter dieser Gewaltakte an Gottes Volk und seinen Landsleuten in den Regionen Nordwesten und Südwesten. Diese Gewaltakte schaden den fragilen Bemühungen vor Ort, die Normalität von Menschen und Aktivitäten wiederherzustellen. Es ist nun klar, dass die Begründung für die Durchführung der Wahlen am 9. Februar 2020 in den Regionen Nordwest und Südwest unter solchen Umständen nicht verständlich ist, denn sie lässt keine uneingeschränkte Beteiligung der Bevölkerung zu.

Die Regierung der Republik Kamerun muss jetzt Verantwortung für die Situation vor Ort übernehmen. Sie muss entschlossen vorgehen, um die Resolution des Großen Nationalen Dialogs so umzusetzen, dass ein Ende der Gewalt, ein Gefühl der Gerechtigkeit und eine friedliche Atmosphäre erreicht werden. Wir wiederholen noch einmal die Tatsache, dass Gewalt oder militärische Macht nicht der Ausweg aus dieser Krise sind. Gleichzeitig drücken wir mit diesen Worten die Tränen und Schmerzen der lokalen Bevölkerung aus, die in den Händen bewaffneter Gruppen täglich Belästigungen, Entführungen und Erpressungen erleiden.

Genug ist genug, hört auf mit dieser Gewalt, hört auf, Gottes Kinder zu töten und hört auf, die Erde zu zerstören. Es fördert nichts Gutes und legitimiert keinen Weg und bringt auch keine Fortschritte in der menschlichen Zivilisation. Um Gottes willen können wir eine dauerhafte Lösung für diese Krise finden und Gottes Kindern, der Gerechtigkeit und dem Frieden eine Chance geben und uns den ständigen Blutfluss ersparen!

„Der Friede Gottes, der allen menschlichen Verstand überwindet, bewahre dein Herz und deinen Verstand in der Erkenntnis und Liebe Gottes und seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn. Der Segen Gottes, des Allmächtigen, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, komme über dich und bleibe immer bei dir.“ Amen.

Um des Glaubens willen,

RT. Rev. Fonki Samuel Forba
Moderator, PCC

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Bali-Nyonga: Militär schiesst, legt Feuer, macht Unzählige obdachlos

Foto: PCC. Der schwer verletzte Pfarrer der kamerunischen Partnerkirche, Rev Ndang Walters Nja’ah von der Wainama Parish in Bui Presbytery, ist jetzt in Behandlung

Nach unbestätigten Berichten war zuvor von Unabhängigkeitskämpfern (Ambas) ein Militär-Lastwagen gesprengt worden. Als Vergeltung wird ein ganzer Ort zerstört und die Bewohner in die Flucht getrieben.
Genügen der Regierung Paul Biya etwa 530.000 kamerunische Flüchtlinge im eigenen Land (IDP) immer noch nicht?
Auch im Regenwald (SW, Partnerschaft Markgräfler Land) ist die Bevölkerung massiv unter Druck. Sowieso schon gestraft durch mangelnde Infrastruktur, keine Strasse, kein Strom, jetzt auch kein Mobilnetz für die Geflüchteten im Busch, keine Gesundheitsstation, kein Geld, keine Kollekte für die Kirche, kein Gehalt für die Pastoren, keine Transportmöglichkeiten.
In der ersten Januarwoche fällt das Militär in West Bakossi ein, brechen Häuser auf, nehmen Geld und Wertsachen mit. Die Bewohner rennen um ihr Leben, das Dorf Bakolle Kupemaneguba ist jetzt leer.
Beinahe täglich verursachen Amba-Kämpfer und Biyas Männer neue Tragödien, Hilfsorganisationen und Gelder lässt der Diktator nur zögerlich ins Land. Warum kein offizieller Protest der UN? Warum scheut Deutschland ein klares Wort für Menschenwürde und Gerechtigkeit? Warum zögert die Bundeskanzlerin der Nation, die ab 1884 kamerunische Gebiete mit Waffen in ihre Gewalt brachte?

Haustiere und Lebensmittelversorgung der Bevölkerung werden systematisch zerstört

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Auseinandersetzungen zwischen Amba und Militär verursachen neue Flüchtlingsströme

Auf www.unocha.org wird vom Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen anschaulich, wie stark das Gebiet der Partnerkirche PCC in NW/SW Kamerun von Flüchtlingsströmen zu Jahresbeginn 2020 betroffen ist. Inzwischen liegen gesicherte Berichte vor, dass neuerliche Auseinandersetzungen zwischen Unabhängigkeitskämpfern (Amba) und kamerunischem Militär (BIR) im Raum Bali-Nyonga zu massiven Verwüstungen und Vertreibungen der Einwohner geführt hat (siehe extra Bericht)
Quelle: UN OCHA http://brennpunktkamerun.org/wp-content/uploads/2020/01/Cameroon-Massive-population-displacement-North-West-Flash-update-20-December-2019.pdf
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Von allen Seiten unter Druck – Bericht eines zweifach Entführten in Kamerun

Die Bevölkerung leidet doppelt im Bürgerkrieg, denn der Gegner ist nicht nur das Militär der Regierung, sondern auch die eigenen Unabhängigkeitskämpfer. Je länger der Konflikt dauert, desto mehr kommen Geschäftsleute, Handwerker und jeder, der Geld haben könnte, in die Schusslinie des Konflikts. Frieden braucht Gerechtigkeit und Rechtsstaatlichkeit – dafür setzen wir uns ein!

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Gute Nachricht zum Neuen Jahr: Gemeinsam für neue Jobs in Kamerun

„Nach Schätzungen der Weltbank überweisen Mitglieder der afrikanischen Diaspora in Deutschland jährlich 1,2 Mrd. € in ihre Herkunftsländer, um damit Familie, Freunde und Bekannte zu unterstützen. Genau dort setzt Widu an als Online Plattform zur Förderung von Kleinunternehmen in Kamerun und Ghana mit der Diaspora in Deutschland. Die Plattform ist seit 14. November unter widu.africa als Umsetzung des Marshallplans für und mit Afrika durch gezielte Förderung und Finanzierung von Kleinunternehmen Online. Die vom BMZ und GIZ ins Leben gerufene initiative fördert konkret die Schaffung von nachhaltigen Arbeitsplätzen durch „Beschäftigungsförderung im informellen Sektor in Afrika durch die Hebelung von Diaspora Geldtransfers“. Private Gelder, so genannte „Remittances“ aus Deutschland werden durch öffentliche Zuschüsse gehebelt. „Es sollen mehr Mittel in Investitionen und weniger in den Konsum fließen.“ Zuschüsse des BMZ werden im Verhältnis 2:1:1 zu den Beiträgen der Diaspora Klein-Unternehmen in Kamerun zur Verfügung gestellt.
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Bon Secours Kamerun e.V. – Hilfe, die ankommt

Ein kleiner aber feiner Hilfsverein in Meckenheim bei Bonn leistet seit über 10 Jahren effektiv und effizient Hilfe zur Selbsthilfe in Kamerun. Durch die anglophone Krise kam zum Schwerpunkt „Medizinische Hilfe“ ein zweites Standbein dazu, nicht weniger wichtig und äußerst nachhaltig: Bildungsangebote für Geflüchtete Familien, Schulbesuch für die Kinder von Flüchtlingen. Mit verhältnismäßig geringem Mitteleinsatz helfen Kamerunerinnen und Kameruner ihren Landsleuten, Bon Secours Kamerun e.V. unterstützt sie dabei nachhaltig und wirkungsvoll.
Foto: BonSecours.de Bon Secours Kamerun e.V. hat seine im September 2019 angelaufene Kampagne, die Flüchtlingskindern in Bafoussam und an vielen anderen Orten die Rückkehr zur Schule ermöglicht, gut dokumentiert. Hier der ausführliche Projektbericht, weitere folgen im vierteljährlichen Rhythmus.
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Frieden lernen – Teach peace

„Sysy House of Fame“ ist eine Nichtregierungsorganisation (NGO) in Kamerun, die eine nachhaltige Entwicklung durch die Einbindung von Gemeinschaften in Kunst, Kultur und Technologie vorantreibt. Sysy House of Fame ist zu einer wachsenden Stimme in Fragen der Qualität der Bildung (SDG 4), der Gleichstellung der Geschlechter (SDG 5) und von Frieden, Gerechtigkeit und starken Institutionen (SDG 16) geworden. Die Gründerin und treibende Kraft von Sysy House of Fame ist uns persönlich bekannt und verdient jede Aufmerksamkeit und Unterstützung,
Foto: Sysy House of Fame www.maikemsdairy.com/category/education/

Im Nordwesten Kameruns hat Sysy House of Fame in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen, Draufsicht und Yems Shows das Projekt „Girls in Arts“ organisiert, um Mädchen und Frauen, die vom bewaffneten Konflikt betroffen sind, die Möglichkeit zu geben, ihre Erfahrungen im Schattentheater zu erzählen Geschichten, ohne den Mitgliedern der Gemeinschaften zu schaden.

Mit verschiedenen Themen wie Verlust, Liebe, Schmerz, Bürde und Frieden setzt sich Sysy House of Fame für die Rückkehr des Friedens in den beiden englischsprachigen Regionen Kameruns ein.

Für Njobati Sylvie (27), Gründerin von Sysy House of Fame, ist „das Schattentheater eine umfassende und ansprechende Möglichkeit, die Menschen zu erreichen, insbesondere die jungen Menschen, die sich leicht radikalisieren lassen.“

Foto: Sysy House of Fame

Die Konzeption des Schattentheaters, das der Gemeinschaft helfen möchte, durch Kunst einen Bildungsabschluss zu erreichen, basiert auf wahren Lebensgeschichten der Mädchen und Frauen.

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Die verzweifelte Suche nach Bildung: Home Schooling und geheime Schulen

FOTO: BBC Was BBC berichtet, bestätigen uns die Partner im Anglophonen Kamerun aus verschiedenen übereinstimmenden Quellen. Einzelne Schulen gehen insgeheim wieder in Betrieb, viele Eltern ermöglichen ihren Kindern via Homeschooling Zugang zu Unterricht und Prüfungsvorbereitungen, wenn sie die Kinder nicht längst auf teure Privatschulen im französisch sprachigen Kamerun geschickt haben. Wer auf diese Weise wieder in den Genuss von Bildung kommt, gehört zu den Glücklichen. Hundertausende Kinder im englischsprachigen Kamerun warten seit mehr als drei Jahren darauf, wieder zur Schule gehen zu können. Ihr Recht auf Bildung kümmert den Präsidenten Paul Biya ebenso wenig wie Emmanuel Macron oder Angela Merkel.
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Druck auf Frankreichs Präsident wächst

Eine Gruppe von Akademikern und Menschenrechtsaktivisten hat den Start des Pariser Friedensforums genutzt, um Druck auf Präsident Macron auszuüben, er solle den „beträchtlichen Einfluss“ Frankreichs zu nutzen, um Kameruns anhaltenden Konflikt zu beenden. Mehr bei: Deutsche Welle
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Deutsche Welle: Kanadische Universität dokumentiert Gewalt gegen die anglophone Bevölkerung in Kamerun

https://www.dw.com/en/universities-to-track-atrocities-in-anglophone-cameroon/a-51620438
Die University of Toronto in Kanada hat sich mit Universitäten in anderen Teilen Afrikas und der Welt zusammengetan, um eine Datenbank einzurichten. Der Lead liegt bei Dr. Christopher Fomunyoh, Senior Associate für Afrika am gemeinnützigen National Democratic Institute in Washington.

„Dies ist eine sehr willkommene Initiative der University of Toronto in Kanada und vieler anderer Universitäten, einschließlich der University of California Berkeley, der University of Essex und der University of Pretoria in Südafrika. Die Tatsache, dass diese renommierten Universitäten der Krise in Kamerun Aufmerksamkeit schenken und entschlossen sind, auch die begangenen Gräueltaten zu dokumentieren und Beweise für diese Gräueltaten zu sichern, ist eine wunderbare Entwicklung. Ich denke, es zeigt, dass diese Krise internalisiert wird und dass diejenigen, die Gräueltaten begehen, letztendlich zur Rechenschaft gezogen werden. Die Beweise werden jetzt nicht nur von Konfliktparteien, Einzelpersonen, NGOs oder kirchlichen Gruppen und Menschenrechtsgruppen vor Ort gesammelt, sondern auch von akademischen Institutionen auf internationaler Ebene. Es wird sichergestellt, dass keine Straflosigkeit herrscht und die Täter zur Rechenschaft gezogen werden.“

Dr. Christopher Fomunyoh

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Bistum Limburg leistet beispielhafte Hilfe für Kumbo (North West Kamerun)

Eine ausgezeichnete Hilfe vor Ort leistet das katholische Bistum Limburg über die Partner und Caritas im Nordwesten Kameruns. Die Abteilung Weltkirche des Bistums hat außerdem ein informatives Faltblatt erstellt, das die Fakten des Kamerun-Konflikts kurz und prägnant zusammenfasst und konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigt (siehe unten).

Fotos und Bericht: https://weltkirche.bistumlimburg.de/

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Deutsche Welle: Einreiseverbot für Kamerunische Journalistin

Wie verrückt: hat Australien Angst vor der schwarzen Frau? Hätten die australischen Einreise-Behörden genau hingesehen, hätten sie den Hut ziehen müssen vor dieser mutigen Journalistin: Frau Mimi Mefo ist erst kürzlich aus Kamerun nach Deutschland gezogen, wo sie bei der DW zunächst ein Praktikum absolvierte und anschließend einen Vertrag als freie Mitarbeiterin unterschrieb. Dort leistet sie eine hervorragende Arbeit, um die bedrückende Situation von Frauen und Mädchen in Kamerun bekannt zu machen und die Sicht der Opfer von Bürgerkriegen weltweit in die Medien zu bringen. Mefo hatte im Dezember 2018 international für Schlagzeilen gesorgt, als sie in ihrem Heimatland Kamerun für vier Tage festgenommen worden war. Mehr dazu bei DW.
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Folter nach Schulbesuch

Wissen wir eigentlich, was es für ein Vorrecht ist, dass unsere Kinder Tag für Tag die Schule besuchen können? Viele Bürgerinnen und Bürger in Deutschland wünschten, das wäre in Kamerun auch möglich und unsere Bundeskanzlerin würde nach drei Jahren endlich Stellung beziehen zum Krieg der dortigen Regierung gegen ihre eigene englischsprachige Bevölkerung.

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Was ist Frieden?

Ein Animationsfilm der Wanderausstellung „Frieden machen“ von: Politikmuseum e.V. Kann man Frieden machen? Wenn ja, wie? Darf man sich in die Konflikte anderer Länder und Gesellschaften einmischen? Aber auch umgekehrt: Gibt es nicht eine Verantwortung zu helfen, wenn wir sehen, dass Menschenrechte verletzt werden – egal wo? und was ist Frieden überhaupt?

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Ein notwendiges Zeichen der Demut – Kamerun im Deutschlandfunk Kultur

Es ist noch immer möglich, in Deutschland über Kamerun zu berichten, ohne die anglophone Krise mit einem Wort auch nur zu erwähnen. Das ist traurig und unangemessen für die Betroffenen im englischsprachigen Kamerun, die sehr darauf warten, dass in Deutschland dieser unselige Bürgerkrieg der kamerunischen Regierung gegen seine eigene Bevölkerung endlich öffentlich wahrgenommen und politisch thematisiert wird. Dennoch ist dieser Artikel hörens- und lesenswert, nicht nur für Deutsche…

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„Nach dem Dialog ist der Konflikt zunehmend brutaler geworden“

Diese Stimme aus dem Land darf als repräsentativ gelten für die Ängste und Sorgen großer Teile der Bevölkerung in Kamerun:

„Ein großer nationaler Dialog. Hunderte Kameruner aus dem ganzen Land und aus der Diaspora hat die Regierung eingeladen, um die so genannte anglophone Krise zu lösen, bei der seit 2016 mehr als 3000 Menschen gestorben und rund eine halbe Million zu Flüchtlingen geworden sind.

Nach dem Dialog ist der Konflikt zunehmend brutaler geworden. Die so genannte Amba-Boys, kämpfen im Busch gegen die Armee. Menschen werden ermordet, eingeschüchtert und entführt. Beide Seiten, Separatisten und Armee, laden Schuld auf sich.

Erstens denke ich, die Regierung hat keinen guten Willen, um eine Lösung zu finden. Föderalismus ist eines der Schlüsselwörter der Krise. Denn die Gründe für die Krise liegen in der schlechten Regierungsführung: die Menschen werden nicht an Entscheidungen beteiligt.

Zweitens ist die Freilassung von Sessoko Ayuk Tabe und seinen Leuten ein Schlüssel für einen Ausweg aus der Krise. Aber er wird noch immer im Staatsgefängnis festgehalten.

Drittens: die Lösung liegt bei Paul Biya und nicht im Parlament.“ 

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Danke für Ihre Gebete. Wir benötigen sie mehr denn je!

„Vielen Dank für alle Gebete für Kamerun. Die Woche des sogenannten Nationalen Dialogs war sehr blutig für uns in Bali. Das Militär drang mit Panzerwagen in den gesamten Ort ein und tötete viele Menschen, darunter einige unserer Mitglieder der PCC. Die Leute fliehen in den Regenwald und ins Farmland. Wir brauchen Eure Gebete mehr denn je. Gott segne Euch.“

Partnerschaftsnachricht am Sonntag 6. Oktober 2019 aus Bali/Northwest Cameroon
Beispiel für Fürbitten für die Partner in Kamerun und weltweit zum download.
Quelle: Pfr. i.R. Ludwig Damian (BMDZ)
Predigtskizze für einen Partnerschaftssonntag oder einen Gottesdienst der Information und Fürbitte für die Partner in Kamerun zum download.
Quelle: Pfr. Christian Neie-Marwede, Dekanat Witzenhausen (EKKW).
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Biya unter Druck: Militärgericht ordnet Freilassung von Kamto an

Ein Gericht in Yaoundé hat heute die Freilassung des Oppositionsführers Maurice Kamto angeordnet. Er war monatelang von Diktator Paul Biya gefangen gehalten worden, angeblich weil er Demonstrationen für Demokratie und Menschenrechte in Kamerun organisiert hatte. Mit ihm kamen mehr als 100 inhaftierte Mitglieder seiner Partei MRC (Movement for the Rebirth of Cameroon) frei.

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Communiqué WCC und WCRC zur anglophonen Krise

Intensiv haben Direktpartnerschaften und Kirchenbezirke, die über die Basler Mission mit der presbyterianischen Kirche in Kamerun (PCC) verbunden sind, darauf hingearbeitet. „Dass der ökumenische Rat der Kirchen und der Weltbund der reformierten Kirchen ein ökumenisches Forum zur anglophonen Krise ins Leben ruft, ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem echten Dialog für Frieden durch Gerechtigkeit in Kamerun“, freut sich Partnerschaftskoordinator Pfarrer Johannes Stahl (Basler Mission Deutschland / EMS Stuttgart). Information, Prävention, Begegnung/Networking und Stärkung der Partner in Kamerun und Deutschland für Frieden durch Gerechtigkeit sind für die BMDZ seit Beginn der Krise in Kamerun wesentliche Aufgaben.

World Council of Churches (WCC)
World Communion of Reformed Churches (WCRC)
All African Conference of Churches (AACC)
African Communion of Reformed Churches (ACRC)
Basel Mission German Branch
Presbyterian Church (U.S.A) Presbyterian Mission
United Evangelical Mission (UEM)
Presbyterian Church in Cameroon (PCC)

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Ökumenischer Rat der Kirchen und reformierter Weltbund stärken Presbyterianischer Kirche in Kamerun in der anglophonen Krise den Rücken

Basler Mission Deutschland und andere sind Teil einer Friedens-Initiative der Weltkirche in der anglophonen Krise in Kamerun. Die Basler Partnerkirche PCC als eine der am stärksten betroffenen Kirchen erfährt Rückenwind und setzt sich für den Friedensprozess und Dialog in Kamerun ein.
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Dialogversprechen ohne Zusagen provoziert neue Gewalt

https://www.dw.com/en/africalink-on-air-11-september-2019/av-50390145

Pfarrer Johannes Stahl im Interview Deutsche Welle zur Aufrichtigkeit des Dialogangebots von Paul Biya
Rechtsanwalt und Gründer des Zentrums für Menschenrechte und Demokratie in Afrika (CHRDA) und Präsident des Konsortiums der Anglophonen Zivilgesellschaft in Kamerun Dr. Agbor Felix Nkongho Balla, fordert die internationale Gemeinschaft auf, die Menschenrechtsverletzungen in Kamerun zu stoppen.
„Biya’s Dialog hat das Ziel, die Internationale Gemeinschaft ruhig zu stellen, und nicht, die Krise in Kamerun zu lösen“ – stellt Wanah Immanuel Bumakor, Sprecher von ACT in Kamerun, nach der Präsidentenrede zur Anglophonen Krise fest.
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Fünf Fallstricke: Rede des Präsidenten zur Krise im Anglophonen Kamerun

Die mit Spannung erwartete Rede des Diktators Paul Biya geriet zur Provokation, weil er weder auf die eklatanten Menschenrechtsverletzungen der Militärs noch die berechtigten Forderungen der Separatisten einging. Als Reaktion kündigten die Separatisten neue Anschläge und Generalstreiks an: die Lage in Kamerun eskaliert.

Rede von Biya im Wortlaut (englisch)

Article on „Pitfalls“ of Biya in english Language

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Gottesdienstbesucherin in Bambui von Kugeln getroffen

Am Sonntag, 8. September 2019 starb Mrs Bih Justina in Bambui / Tubah Presbytery auf dem Weg zum Gottesdienst. Nach Augenzeugenberichten geriet sie in einen Schusswechsel zwischen Militärs und Sezessionisten. Das Militär in Kamerun lässt nicht erkennen, dass seine Aufgabe darin besteht, das Leben der Zivilisten zu beschützen. Dieses unmenschliche Verhalten ist eine der Hauptursachen, weshalb die anglophone Bevölkerung dem frankophonen Präsidenten Paul Biya eine friedliche Lösung nicht zutraut.
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Aus der Pfalz auf Mission in Kamerun

Jung, dynamisch, mutig, auf Überraschungen gefasst – wer als junger Mensch die Chance ergreift, die Partnerkirche in Kamerun kennen zu lernen, hat etwas für das Leben gelernt.

Hier geht’s zum Abschlussbericht von Ruth und Johanna

Als Freiwillige im ÖFP-Programm der Evangelischen Mission in Solidarität haben Ruth Günther und Johanna Körner wichtige Erfahrungen in Bafoussam gemacht. Gastgeberin war die Presbyterianische Kirche in Kamerun (PCC), die aus der Arbeit der Basler Mission entstanden ist. Bafoussam liegt im französischen Teil des Landes. Kaum vorstellbar und doch wahr: von der schrecklichen Krise im englischsprachigen Teil ist dort nichts zu spüren, wären da nicht die vielen Tausend Geflüchteten, die unter äußerst beengten Verhältnissen bei Freunden und Verwandten unterkommen.
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In Nkambe (Donga Mantum, NWR) ein Schein von Normalität: Schuljahr hat begonnen

Für Schülerinnen und Schüler der Grund- und Oberschule sowie des Kindergartens in Nkambe hat am Montag 2. September das Schuljahr 2019/20 regulär begonnen. Wie lange werden die Soldaten von Paul Biya für die Sicherheit der Schüler sorgen? Die internationale Aufmerksamkeit bringt den Schulkindern Zugang zu Bildung. Deshalb halten wir die Aufmerksamkeit aufrecht, so gut es irgend geht. Hinschauen lohnt!
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Schüsse am Sonntagmorgen – Gottesdienstbesucher in Kumba-Fiango fürchten um ihr Leben

In Europa kann sich das kein Mensch vorstellen. Die Menschen besuchten gestern früh in Erwartung von spiritueller Zeit in einem geschützten Raum den Gottesdienst. Dort finden sie sich in Todesangst unter den Sitzbänken wieder, während die Nachbarschaft erschüttert wird von Schüssen und Kriegslärm. Während eigentlich die erste und zweite Schriftlesung zu hören sein sollte, hören die Menschen Todeslärm. Keiner weiß, wann ihn ein Querschläger oder eine gezielte Kugel trifft.

Diese Krise dauert schon viel zu lange und die Menschen wollen nur noch eines: raus, in Sicherheit!

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Schulprojekt für traumatisierte Flüchtlingskinder

Die Kinder aus den Partnerbezirken im anglophonen Kamerun sind die Leidtragenden. Sie tragen eine Hauptlast des Konflikts, an dem sie ganz und gar unschuldig sind. Nicht nur, dass viele Schulen geschlossen sind und sie seit drei Jahren keinen Unterricht mehr besuchen können, mussten viele auch mit ansehen, wie engste Familienangehörige oder Freunde ums Leben kamen. Für solche Kinder wurde jetzt in Bafoussam ein Schulsozial-Projekt ins Leben gerufen.
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Kinder tragen die Hauptlast, während der bewaffnete Konflikt weitergeht

Die internationale Abteilung der Deutschen Welle (DW) leistet eine gute Nachrichtenabdeckung zur Krise in Kamerun – leider nur in englischer Sprache. Einige Browser (wie Chrome) bieten aber eine interessante Funktion: den automatischen Übersetzer. Einmal angeklickt, kann man den Bericht in flüssigem Deutsch lesen.
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Verurteilt: lebenslänglich!

Die Situation in den Provinzen Nordwest und Südwest bleibt angespannt. In den frühen Morgenstunden des 20. August 2019 wurden zehn Verantwortliche der Unabhängigkeitsbewegung, darunter Julius Ayuk Tabe, von einem Militärgericht in Yaoundé zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Regierung Kameruns bleibt unterdessen den Beweis schuldig, dass sie willens und in der Lage ist, der Bevölkerung des englischsprachigen Teils von Kamerun ein Leben in Freiheit und Würde zu ermöglichen. In Bamti (Bui, Nordwest Kamerun) wurden unlängst drei Personen getötet, ein Haus und eine öffentliche Wasserquelle zerstört. Tägliche Schießereien in Bamenda und anderen Städten gehören zum Alltag. Unzählige der 530.000 (Quelle: UNHCR) aus ihren Häusern Vertriebenen vegetieren beinahe schutzlos in notdürftigen Behausungen im Regenwald oder bevölkern die überfüllten Städte im frankophonen Teil des Landes. Kinder tragen die Hauptlast, während der bewaffnete Konflikt weitergeht, mehr als 74 sind laut UNICEF zerstört. Seit nunmehr drei Jahren bleiben die meisten Schulen im Englischsprachigen geschlossen.

Unterdessen arbeiten internationale und nationale Akteure kontinuierlich daran, die rivalisierenden Parteien dieses anhaltenden Bürgerkriegs zum Waffenstillstand und aktiver Teilnahme an Friedensverhandlungen zu bewegen. Am ersten und letzten Mittwoch des Monats tragen die Frauen schwarz auf Initiative der Frauen in Südwest. Für Frieden durch Gerechtigkeit in Kamerun hat das Netzwerk Basler Mission Deutschland & Kooperationen am 23. Juli 2019 in Anwesenheit von zwei Abgeordneten des Deutschen Bundestags fast 7.000 Unterschriften präsentiert. Zur selben Stunde starben in Bafut (Nordwest) Unschuldige durch die anhaltende Gewalt von Militär und Sezessionisten. Der vergessene Konflikt in Kamerun ist auf dem Weg, sich zur Katastrophe auszuwachsen.

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23. Juli 2019 Öffentliche Präsentation der Unterschriften aus Deutschland für Frieden durch Gerechtigkeit in Kamerun

Die Unterschriftenaktion für „Frieden durch Gerechtigkeit in Kamerun“ ist im gesamten Bundesgebiet auf Resonanz gestoßen. Es sind 6.868 Unterschriften aus allen Postleitzahlbereichen Deutschlands eingegangen. Danke für diese große Unterstützung! Die Unterschriften und den damit verbundenen Aufruf für Frieden durch Gerechtigkeit möchten wir am Dienstag 23. Juli 2019 der Öffentlichkeit vorstellen:
 
Dienstag, 23.07.2019 ab 15.30 Uhr Stehempfang, 16 Uhr Veranstaltungsbeginn in Stuttgart-West, Vogelsangstr. 66 A (Tagungsstätte EMS)
 
MdB Dr. Stefan Kaufmann (Stuttgart) und MdB Dr. Christoph Hoffmann (Bad Krotzingen) haben ihr Kommen zugesagt. Nach Aussage der kirchlichen Hilfswerke sei „die größte Katastrophe das Vergessen“. Der Konflikt in Kamerun steht an erster Stelle auf der NRC-Liste der vergessenen Konflikte. Dem möchten wir im Namen der zahlreichen Kamerun-Partnerschaften mit dem Aufruf für Frieden durch Gerechtigkeit entgegen wirken.

„Die Unterschriften-Aktion war ein Volltreffer. Als Teil des Advocacy Netzwerkes für Frieden durch Gerechtigkeit in Kamerun freuen wir uns als Vorstand BMDZ (Basler Mission Deutscher Zweig e.V.) über die große Unterstützung und begrüßen, dass sich so viele Personen und Kirchenbezirke in ganz Deutschland mit dem Anliegen einer gewaltfreien Lösung solidarisieren.“
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Frieden stiften – PCC Pfarrerin zum Studium in Österreich

PCC Pfarrerin Anye Bih berichtet in Wien und eine Woche später beim Kamerun-Netzwerk in Salzburg von ihrer Spendenfinanzierten Weiterbildung in Konfliktbewältigung (Innsbruck) und über die Friedensarbeit der PCC in Kamerun. Der Evangelische Arbeitskreis für Weltmission (EAWM) in Österreich engagiert sich in vorbildlicher Weise für das Empowerment von Friedensstiftern in Kamerun (Klick auf Bild für weitere Informationen)

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Angriff auf schweizer Journalist „inakzeptabel“

Paul Biya trägt den anglophonen Konflikt Kameruns durch seine mondänen Aufenthalte im Genfer „INTERCONENTAL“ in die Schweiz. Klicken Sie hier für den gut recherchierten Bericht der Neuen Züricher Zeitung NZZ
Tageszeitungen in der Schweiz haben als erste von dem Zwischenfall am Mittwoch berichtet. Paul Biya behandelt die Journalisten seines Gastgebers wie die im eigenen Land: mit Gewalt.
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O komm, Du Geist des Friedens

Pfingsten 2019 in Deutschland und in Kamerun. Fast genau ein Jahr ist „Brennpunkt Kamerun“ online. Wer steht hinter dem Informationsdienst und was ist die Motivation?

„Ist es wirklich erst ein Jahr, dass wir mit dem Brennpunkt online sind?“, fragt Pfarrer Johannes Stahl, Initiator und Redakteur des Online-Informationsdienstes. „Mehrere Bezirkssynoden und Tausende mit Ihrer Unterschrift unterstützen den Aufruf für Frieden durch Gerechtigkeit, das ist ein großartiger Erfolg“. Hauptamtlich arbeitet Stahl als Partnerschaftskoordinator und Bildungsreferent für Südsudan, Nigeria und Kamerun für die Basler Mission Deutschland in der EMS Stuttgart. Großteils ehrenamtlich kümmert er sich um seriöse Informationen aus dem anglophonen Teil Kameruns, denn „Wahrheit sei das erste Opfer des Krieges“. Dabei ist es Stahl wichtig, nicht parteiisch aufzutreten, sondern für gewaltfreien Dialog und friedensfördernde Maßnahmen. „Die Nachrichten in den Social Media überschlagen sich. Aber vieles sind Fake News, die wir sortieren und klären müssen, alles andere wäre verantwortungslos“, sagt der Afrika-Referent der Basler Mission Deutschland. Eine Dienstreise als Partnerschaftspfarrer des ev. Kirchenbezirks Göppingen hat ihn 2010 erstmals in die ehemalige deutsche Kolonie geführt. „Wir haben den Menschen Kameruns gegenüber eine Verpflichtung aus der Geschichte. Dabei haben die Kamerun-Partnerschaften viel zum gegenseitigen Verständnis beigetragen. Ohne die vielen Kamerun-Freunde aus den zahlreichen Direktpartnerschaften in Baden, Württemberg und Hessen wäre so ein Online Informationsdienst gar nicht möglich.“ Entscheidend aber seien die Kontakte im Land, BrennpunktKamerun lebe von Augen- oder Ohrenzeugen. Ein sehr zuverlässiges Netzwerk sind die Kirchen, allen voran die Basler Partnerkirche Presbyterian Church in Cameroon (PCC), der Stahl durch viele Besuche und Gegenbesuche verbunden ist. Durch die Krise im Anglophonen haben sich auch Kontakte zu den Katholiken und Baptisten intensiviert, so unterhält beispielsweise das Bistum Limburg seit vielen Jahrzehnten eine lebendige Partnerschaft zur Diözöse Kumbo. „Das ist das einzig Gute, was ich der Katastrophe abgewinnen kann“, meint Stahl: „Dass wir in Deutschland und der Schweiz jetzt intensiver zusammen arbeiten und uns austauschen, ist ein Gewinn.“ So komme etwa der Rechtsanwalt Dr. Agbor Balla, der am 23. März 2019 in Stuttgart den Anstoß zur aktuellen Unterschriftenaktion „Frieden durch Gerechtigkeit“ gab, am 12. Juni in die Schweiz. „Als Basler Mission sind wir seit 200 Jahren gewohnt, grenzüberschreitend zu arbeiten. Das zahlt sich bis heute aus.“ Pfingsten ist das Fest des grenzüberschreitenden Verstehens, das gibt den Christinnen und Christen in Kamerun ebenso Hoffnung wie in Deutschland und der Schweiz. „Ich gebe die Hoffnung für Frieden in Kamerun nicht auf“. Damit, ist sich Stahl sicher, ist er nicht allein.

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Erdölraffinerie Sonara wird ein Raub der Flammen

Ein verheerender Brand gestern Nacht hat Sonara, die große Ölraffinerie in Limbe an der Atlantik Küste Kameruns, zerstört. Die Lieferverträge seien ausgesetzt, die meisten Mitarbeiter würden arbeitslos, heißt es.
Eine neue Stufe der Eskalation in einem Bürgerkrieg der anglophonen Krise, den niemand gewinnen kann. Der große Verlierer ist die Bevölkerung und damit auch unsere Partner in der PCC. Frieden durch Gerechtigkeit in Kamerun, Unterschriftenliste hier auf www.BrennpunktKamerun.org oder www.bmdz-online.org

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BMDZ Nothilfe kommt an

Die Göppinger haben über die Direktnothilfe der Basler Mission Deutschland gespendet. In Bamenda wurden notwendige Hilfsmittel gekauft und mit viel Wagemut, Geschick und Einsatz von den Partnern in die betroffenen Gebiete Menchum / NW Kamerun gebracht.
„Wir sagen DANKE an unsere Partner in Göppingen (Kirchenbezirk in Württemberg) für ihr Mitgefühl und Hilfe für Binnenflüchtlinge im Kirchenbezirk Menchum (NW Kamerun)“ Die Vorsitzende des Kirchenbezirks Madame Thega Esther und Dekan Nchotu Moses Shu.
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Putin schützt Biya

Paul Biya dankt dem russischen Botschafter persönlich. Warum? Montag, 13. Mai 2019: Russland springt bei einem Treffen in Arria, das der UN-Sicherheitsrat in New York zur humanitären Lage in Kamerun anberaumt hatte, der kamerunischen Regierung bei. „Alles deutet darauf hin, dass einige unserer Kollegen (Vereinigte Staaten von Amerika, Norwegen, Vereinigtes Königreich, Deutschland, Dominikanische Republik …) über eine Intervention in Kamerun nachdenken. Im Moment haben wir allen Grund zu der Annahme, dass Kamerun dieses heikle Problem allein lösen kann.“ Mit dieser Meinung dürfte Putin ziemlich alleine stehen.
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Unterschreiben jetzt! Für Frieden durch Gerechtigkeit in Kamerun

Täglich gehen ausgefüllte Unterschriften bei der Basler Mission Deutschland in Stuttgart ein. Um die von den Partnern in Kamerun gewünschte Million zu erreichen, braucht es noch viele viele Unterschriften. Machen Sie mit, laden Sie sich den Aufruf samt Unterschriftenliste hier herunter und laden Sie Freunde und Kollegen ein. Jede Unterschrift ist ein Zeichen für Frieden und Gerechtigkeit für Kamerun!
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frei gelassen

frei und gelassen
in Christus
frei und gelassen aber bedroht
die ordnung der etablierten das lassen sie sich nicht gefallen
und schlagen ins gesicht
was schlägst du mich?
fragt Christus habe ich übel geredet so beweise
und Hannas sandte ihn gebunden
zu dem hohen priester der seine ordnung bedroht sah und sie schlugen ihn
ans kreuz
gewalt hat die
ohnmächtigen
stets aufs kreuz gelegt Aber das ist nicht das ende
dies ist mein geliebter Sohn meine geliebte Tochter
frei und gelassen
sollst du sein und
leben

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