Brennpunkt  .   Kamerun

Kein Kontakt mehr ins Kriegsgebiet

Für viele Direktpartnerschaften mit Kamerun ist das traurige Wirklichkeit. Der Bürgerkrieg im englisch sprachigen Kamerun hat den Kontakt zu den Partnern abreißen lassen. Oft vergehen Wochen bis zur nächsten Nachricht. Und die Nachrichten, die ankommen, lassen die Partner hier nicht mehr schlafen…

Ein aufrüttelnder Bericht von Katja Dorothea Buck in WELTSICHTEN
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Unterschreiben jetzt! Für Frieden durch Gerechtigkeit in Kamerun

Täglich gehen ausgefüllte Unterschriften bei der Basler Mission Deutschland in Stuttgart ein. Um die von den Partnern in Kamerun gewünschte Million zu erreichen, braucht es noch viele viele Unterschriften. Machen Sie mit, laden Sie sich den Aufruf samt Unterschriftenliste hier herunter und laden Sie Freunde und Kollegen ein. Jede Unterschrift ist ein Zeichen für Frieden und Gerechtigkeit für Kamerun!
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UN-OCHA – aktuelle Zahlen des Schreckens aus Kamerun

Die Zahlen der Binnenflüchtlinge (IDPs), ebenso wie der Betroffenen, Getöteten und auf Nothilfe Angewiesenen Menschen in Kamerun steigt unaufhörlich, unmissverständlich und eindeutig belegt durch Zahlen des United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs (OCHA)
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frei gelassen

frei und gelassen
in Christus
frei und gelassen aber bedroht
die ordnung der etablierten das lassen sie sich nicht gefallen
und schlagen ins gesicht
was schlägst du mich?
fragt Christus habe ich übel geredet so beweise
und Hannas sandte ihn gebunden
zu dem hohen priester der seine ordnung bedroht sah und sie schlugen ihn
ans kreuz
gewalt hat die
ohnmächtigen
stets aufs kreuz gelegt Aber das ist nicht das ende
dies ist mein geliebter Sohn meine geliebte Tochter
frei und gelassen
sollst du sein und
leben

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Paul Biya und die Schweiz

https://www.welt-sichten.org/artikel/35927/der-praesident-geniesst-den-genfer-luxus

Unter dem Titel „Der Präsident genießt den Genfer Luxus“ geht WELTSICHTEN in einem sauber recherchierten Artikel den Gerüchten nach, dass der kamerunische Präsident Paul Biya Millionen aus kamerunischen Staatskasse in der Schweiz verprasst. Auch in Baden Baden hat der Diktator schon viel Geld ausgegeben.
Paul Biya und die Schweiz

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berührt – bewegt – befreit

Passion und Mitleiden, Schmerz spüren und Trauer zulassen, Hoffen und Auferstehen. Die Kamerun-Partnerschaft Kirchenbezirk Göppingen hat in einer berührenden Passionsandacht in der Stiftskirche Bad Boll dem Leiden der Partner in Menchum gedacht: Informieren, Beten, Schweigen, Singen und Unterschreiben für Frieden und Gerechtigkeit in Kamerun.
 
Danke an Familie Hilsenbeck und Pfarrer Schart, Bad Boll und an die Mitglieder Partnerschaftsausschuss im Kirchenbezirk Göppingen.

Johannes Stahl, Partnerschafts-Koordinator Basler Mission/EMS Stuttgart

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„Ich möchte meine Freunde zurück und meine Schule!“

Wie erleben Kinder die Krise in Kamerun? 

Fai Alison (Name geändert), ein Viertklässler aus Nseh, einem Dorf im Bui Bezirk, musste fliehen. Er ist heute einer von etwa 500.000 Internally Displaced People (IDPs, Binnenflüchtlinge) in Kamerun. Der Zwölfjährige erzählt:
„Sie kommen! Leute, rennt! Sie sind schon im Mbovem Dorf, rennt schneller…“ Dies sind die letzten Worte seines Lehrers, an die sich Alison erinnert. Es waren die letzten Worte, die er in dem Klassenzimmer seiner Schule im November 2016 gehört hat. Er und alle anderen dachten, sie würden nach ein paar Tagen zurückkommen. Das hat sich als Märchen entpuppt, heute sind die Türen der Cameroon Baptist School Nse, die er besuchte, von Spinnweben versiegelt, in den Klassenzimmern tummeln sich Ziegen.
Alison verbrachte viele Tage in einem abgelegenen Dorf, wo er seine Mutter auf der Farm unterstützte, während seine Schwester von einer Tante in die Hauptstadt Yaoundé (im französischsprachigen Teil Kameruns) gebracht wurde. Nachdem er zwei Jahre in dem Dorf seiner Mutter in der Landwirtschaft geholfen hatte, nahm ihn die Tante seiner Mutter mit in die englischsprachige Hauptstadt des Nordwestens nach Bamenda, wo er jetzt bei einer Familie wohnt, sich um ein einjähriges Mädchen kümmert und als „Hauslehrer“ angestellt ist. Doch das stellt ihn nicht zufrieden. Er sagt, dass er die Gemeinschaft der anderen Kinder und seine Freunde sehr vermisst.
Dann erzählt Alison, dass er Albträume hat, wenn er an seinen Vater und seine Freunde denkt. Die schlimmsten Träume hat er, wenn er hört, dass das Militär wieder ein Dorf angegriffen hat auf der Suche nach „Ambazonia“ Kämpfern. „Jeder wird geschlagen mit großen Militär-Schlagstöcken und manche werden getötet.“
„Meine Schwestern hat „Lamnso“ (die Sprache des Nso-Volks) verlernt und ist schon in der zweiten Klasse der Sekundarschule. Sie kann Englisch sprechen. Ich möchte sein wie sie“, sagt er. „Ich möchte zurück in die Schule. Mein schlimmster Verlust ist die Farm und Wohnhaus unserer Großfamilie und die Kirche von Ngendzen, die beide dem Feuer zum Opfer gefallen sind. Ngendzen ist das Dorf, wo ich in der Landwirtschaft gearbeitet und mit meiner Großmutter Erdnüsse gegessen habe. Das Knallen von Gewehrschüssen jagt mir immer Angst ein und ich bete jeden Tag, dass die Dinge wieder normal werden, so dass ich zur Schule gehen kann. Unglücklicherweise bin ich inzwischen zu alt für die Grundschule, aber ich wäre total happy, wieder zur Schule zu gehen.“
Aus Lamnso übersetzt von D.G.A.B
 
Lamnso’ wird von der Nso’-Gruppe im Bui-Bezirk der Region Nordwest Kameruns gesprochen. Wörtlich übersetzt bedeutet Lamnso’ „Sprache der Nso‘-Menschen“. Es handelt sich dabei um eine Grasland-Bantusprache, die zur Ost-Ring-Gruppe der Grasland-Sprachen im engeren Sinne gehört. Nach der Internetdatenbank „Ethnologue“ gibt es etwa 240.000 Sprecher des Lamnso‘ (Lewis et al. 2015), von denen die meisten im traditionellen Nso’-Stammesfürstentum leben, welches auch Teil des Bui-Bezirkes ist.

Die Person, die das Interview mit dem Jungen geführt hat, ist persönlich bekannt. Sie steht in Kontakt mit Kindern von IDPs und sagt, es sei eine Geschichte, wie sie jetzt viele Kinder erzählen in Kamerun. Aber es hört niemand zu.
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Trostlose Lage für Kamerun -Flüchtlinge in Nigeria

Die Not der Geflüchteten aus Kamerun ist mit Händen zu greifen. Die Filmsequenz von Al Dschasira macht deutlich, wie trostlos die Lage für die etwa 40.000 Geflüchteten aus Kamerun im Nachbarland ist. Auch für fast eine halbe Million Menschen, die als Binnenflüchtlinge in Kamerun leben, wird die Lage mit jeder Woche prekärer.
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Wie sogenannte Freiheitskämpfer ihrer eigenen Bevölkerung schaden

Das „Journalducameroun“ berichtet von der Entführung von mindestens drei Müllwerkern in Bamenda durch unbekannte bewaffnete Männer. Sollten wie schon vor vier Wochen die Freiheitskämpfer der sogenannten „Ambazonier“ dahinter stecken, zeigt dieses Beispiel, wie im Namen der Freiheit das eigene Volk terrorisiert wird. Die Angst der Bevölkerung: „jetzt können wir bald wieder, wie vor einem Monat zusammen mit Ratten über Abfallberge klettern in der Stadt.“
Nicht nur sind die sogenannten Freiheitskämpfer, die durch Verhaftung und Mord an ihren Freunden durch das Militär radikalisiert wurden, für den Rückzug der staatlichen Müllabfuhr aus weiten Teilen des englisch sprachigen Kameruns verantwortlich, sondern mit weit dramatischeren Folgen auch für geschlossene Schulen. Seit bald drei Jahren hat die Jugend des anglophonen Kamerun keine Chance mehr auf Bildung und Unterricht: eine „verlorene“ Generation?
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Chiefs in Ndu und Boyo ermordet

Sub Chief von FUH im Landkreis Ndu (Donga Mantum), seine Ecellence Fai Ngantu Noah Bongung, vom Militär ermordet

Nur zwei Tage nach dem Mord am Sub Chief von Boyo wurde der zweithöchste traditionelle Herrscher in Ndu Opfer der Willkür von Regierungssoldaten, berichtet Prince Nfor Hanson Nchanji. „Wer als traditioneller Herrscher im anglophonen Kamerun nicht die Meinung der Regierung teilt, wird kalt gestellt.“

Am Montag 08. April 2019 stürmten Militärs den Ort Ndu und erschossen drei Männer. Der traditionelle Herrscher und ein junger Mann wurden entführt und später an einer Straßenkreuzung tot aufgefunden. Nach unbestätigten Berichten warf die Regierung ihnen vor, Freiheitskämpfer unterstützt zu haben.

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Auf dem Weg zum Gottesdienst einfach erschossen

Ein Opfer des „Lockdown“ (Geisterstadt) der sogenannten Freiheitskämpfer: diese junge Frau starb im Molyko Solidarity Krankenhaus. Gestern früh war sie auf dem Weg zum Gottesdienst, als unbekannte Männer auf sie anlegten und das Feuer eröffneten. Auf eine junge wehrlose Frau! Die Situation in Molyko, Mile 16/17 und Muea ist äußerst angespannt.

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Vier-Wochen-Streik löst neue Fluchtwelle aus

Längst hat sich die Strategie der Unabhängigkeitskämpfer, durch Schulstreiks und Marktstreiks (Ghost Town) das Einlenken der Regierung zu erzwingen, zu einer Form der Gewalt an den Schwächsten der Schwachen entwickelt: Frauen und Kinder leiden besonders unter dem faktischen Hausarrest, zu dem die Amba-Bewegung jetzt erneut aufgerufen hat und den sie gegebenenfalls auch mit Gewalt durchsetzt.

Nicht alles, was im Journal du Cameroun steht, ist eine seriöse Nachricht. Doch der drohende vier-Wochen-Streik und die dadurch einsetzende neue Fluchtwelle aus dem Gebiet um Buea (Fako South) gilt als bestätigt.“Ich möchte das Leiden des letzten Generalstreiks (vom Februar 2019) nicht noch einmal erleben“ – so wird ein Flüchtender auf dem Weg in die französisch-sprachige Wirtschaftsmetropole Douala zitiert. Doch (zu) viele vor ihm haben bereits den Weg in den Osten des Landes gesucht, was neues Elend verursacht. Denn sind die Vorräte und wenigen Ersparnisse erst einmal aufgebraucht, droht ein Leben auf der Strasse.
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Frauen für Frieden protestieren gegen die Zerstörung von Krankenhäusern

Bei der Bewegung „Frauen für Frieden“ (Women for Peace) sind auch Männer willkommen. Hier hält ein mutiger Demonstrant das Schild hoch, das auf die massive Zerstörung von Gesundheitsstationen und Krankenhäusern im anglophonen Landesteil hinweist. Egal ob durch marodierende Freiheitskämpfer, Militär oder Fahrlässigkeit wie Kurzschluss: immer sind die Leidtragenden Kranke, Alte und Frauen, die immer weitere Wege für medizinische Hilfe auf sich nehmen müssen. Oder gar nie dort ankommen.

Jede und jeder kann mitmachen: Plakat kopieren und ausdrucken, dann ein Foto von sich mit dem Plakat machen und das Foto via facebook oder stahl@ems-online.org online stellen.
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Draufsicht Bamenda – Friedens- und Filmprojekt. Sehenswert!


Die Stimmen junger Menschen beklagen den Frieden angesichts der sozio-politischen Spannungen, welche die englischsprachigen Regionen Kameruns infolge des kolonialen Erbes erschüttert haben. Diese jungen Leute rufen die Gewalttäter auf poetische Weise auf zu friedlichen Mitteln, um die Krise zu beenden. Wie Ghandhi glauben sie, dass FRIEDEN MÖGLICH ist. #PeaceIsPossible „Let’s Keep Peace“ ist eine Produktion von Draufsicht Bamenda und der Young African Leaders Initiative Nigeria Cohort Three. – Von der aktuellen soziopolitischen Krise geplagt, zeigen junge Menschen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten ihre Ansichten.

Es ist eine Tatsache, dass unbewaffnete Zivilisten, die nicht wissen, wie diese Krise tatsächlich begann, den Preis in harter Währung bezahlen. Sie sterben jeden einzelnen Tag. Wir jungen Leute glauben, dass der Frieden uns aus den Fesseln derer, die uns jeden Tag töten, befreien kann. Wir beten für Frieden. Das ist die einzige Lösung für dieses Problem, an dem wir ertrinken. Leben sind verloren, Eigentum und Arbeitsplätze wurden uns genommen. Frieden ist der einzige Weg, der dieses Problem lösen kann. Tod und Geburt sind sich zu nahe gekommen, der Tod ist an die Stelle der Geburt getreten. Ich lache und bin glücklich mit meinen Jungs, aber das Nächste was ich sehe ist Blut, weil unschuldige als Verdächtige gelten. Sie töten unsere Männer, entführen unsere Kinder und stürzen uns in tiefsten Schmerz. Die Mutter Erde weint. Wie lange werde ich weiter schlucken? Sie gehen als Lebende weg, aber als Leichen kommen sie zurück. Ich höre noch immer mein Baby weinen! Es zerreißt mich, dass ich es nicht erreichen kann, denn zwischen meinem Baby und mir ist der Tod!

Die Autorität, mit der sie vorgeben. Ihr Land zu schützen, ist dieselbe Autorität, die meinen Körper und meine Blöße schützen müsste. Aber der Schütze geht frei, mein Volk bezahlt die, die schießen, mit ihrem Leben. Zivilisten leiden wie Gras unter den Auswirkungen Ihrer Elefantenshows. Können die Elefanten nicht aufhören, auf uns herumzutrampeln? Sie flüstern uns ein: Waffen zu tragen, eine Pistole halten sei Stärke und keine Feigheit, aber wir lassen uns nicht täuschen. Waffen legt ab, nehmt allen Mut zusammen und redet endlich miteinander. Stoppt den Krieg! Kommt zusammen! Gemeinsam treten wir ein für Frieden.

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I have a dream – eine Million Unterschriften für Frieden und Gerechtigkeit in Kamerun

Diesen Traum möchten wir nicht nur träumen, sondern Wirklichkeit werden lassen – gemeinsam mit Ihnen. Dafür brauchen wir Menschen, die Menschen gewinnen und mit uns daran arbeiten, dieses große Ziel bis 1. Juli 2019 zu erreichen. Zum Hintergrund

Unterschriftenliste zum Download

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Rechtsanwalt Dr. Agbor-Balla setzt sich in Kamerun für Menschenrechte ein

Die deutsche Stimme hat in Kamerun Gewicht, sagt Dr Agbor-Balla vom Zentrum für Menschenrechte und Demokratie in Afrika (CHRDA). Die unabhängige, nicht regierungs- oder parteigebundene und nichtkommerzielle Organisation setzt sich ein für Schutz und Ausbreitung von Menschenrechten und Demokratie als politische Kultur in Afrika.

„Ich wünsche mir, dass Kirchen in Deutschland Hebammen sind für einen sicheren Gesprächsraum (Anglophone leadership Conference) als Startschuss für einen inclusiven Gesprächsprozess für Gerechtigkeit und Frieden in Kamerun. Ich wünsche mir außerdem, dass Kirche und Gesellschaft in Deutschland und der Schweiz den Druck aufrecht erhalten auf die kamerunische Regierung wegen schlechter Regierungsführung (bad governance) und für die nachhaltige Etablierung der Menschenrechte im Anglophonen Kamerun.“ Auf Einladung von Dr. Joy Alemazung von Engagement Global und Partnerschaftsreferent Pfr. Johannes Stahl von der Basler Mission Deutschland sprach Dr. Nkongho Felix Agbor-Balla, Rechtsanwalt aus Buea (South West Cameroon) jetzt mit Partnerschaftsverantwortlichen in Stuttgart über die kritische Lage im englischsprachigen Kamerun. Johannes Stahl hat Auszüge aus dem Gespräch dokumentiert.

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Sinnlose Aggression gegen Local Chief in Menchum: sieben tot, zwei schwer verletzt

Donnerstag der 14. März 2019 war ein schwarzer Tag für Wum (Menchum Division, Nordwest-Provinz, Kamerun – Partnerschaftsdekanat des Kirchenbezirks Göppingen bei Stuttgart)
Regierungssoldaten zündeten das Haus von KGR Bong Eric an, Vorsitzender der Kirchengemeinde PC Zonghonchia,Kesu Parish. Sie töteten vier Kinder auf seiner Kaffeeplantage und warfen ihre Leichen in das Feuer. Anschließend griff das Militär in der Nachbarschaft in Ko’ho den Palast des Chiefs an, töteten drei Menschen und warfen auch sie ins Feuer. Ihre Kugeln trafen auch zwei ältere Frauen, die eine ins Gesäß, die andere in das Bein, das so zerstört war, dass es amputiert werden musste. Ihr Menschen, die ihr Gottes Ebenbild seid, betet für die Menschen in der Kesu Gemeinde im Dekanat Menchum. Jetzt fliehen viele Menschen in den Busch auf der verzweifelten Suche nach Sicherheit. Dabei ist es Regenzeit und es ist fürchterlich, ohne Schutz vor Nässe und Kälte Tag und Nacht in den Wäldern draußen zu sein. Ich weine um mein Volk, es ist hart für uns, ich möchte glauben, dass Gott die Antwort weiß.“

Edward Cheng, ehemaliger Bürgermeister von Wum, Vorsitzender Partnerschaftskomitee Menchum.

Trotz aller internationaler Ermahnung und der Beteuerung der kamerunischen Regierung, ihre Militärs zu professionellem Verhalten zu animieren, kam es in der vergangenen Woche wieder zu Ausschreitungen gegen Zivilpersonen. Berichte aus Menchum und Bui erwähnen Greueltaten von Militärs gegen zwei Frauen (Queens) am Hof des Traditionellen Oberhaupts Chief Achuo Eric of Kooh Kesughu. Sein Palast wurde so schwer zerstört, dass das ehrwürdige Oberhaupt der Region nun ohne Obdach ist – ein in der Tradition Kameruns beispielloser Vorgang von Würdelosigkeit und Entehrung. Am Donnerstag seien außerdem mehrere Menschen in Wum Menchum Division zu Tode gekommen, von denen die Regierung vermutete, dass sie mit den Separatisten gemeinsame Sache machten. Aus der benachbarten Region Bui (Kumbo) wird berichtet, dass wiederum Häuser brannten, diesmal acht an der Zahl, was die etwa zehnfache Zahl von Obdachlosen bedeutet, die damit alles verloren haben. Laut Zentrum für Menschenrechte und Demokratie in Afrika (CHRDA) bedeutet der Verlust von Geburtsurkunden, Schulzeugnissen, Universitätsdiploma, Heiratsurkunden und Pässen, die allesamt durch einen Hausbrand unwiederbringlich verloren sind, faktisch die Entzivilisierung der Betroffenen: sie sind damit „Freiwild“ und können nicht mehr in die Stadt und in das zivilisierte Leben zurück kehren. Es sei nichts anderes als ein Vernichtungsfeldzug der kamerunischen Regierung gegen die eigene Bevölkerung.

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Fürchterliche Szenen in Kumbo

Waffenlieferungen nach Kamerun gibt es laut offiziellen Mitteilungen der Bundesregierung von deutscher Seite derzeit nicht, aber „Unterstützung in Ausbildung und Ausrüstung der Armee zum Zwecke der Grenzsicherung“. Gleichwohl gibt es auch keinen Nachweis, dass es nicht genau die kamerunischen Soldaten sind, die von der deutschen Regierung trainiert und mit Ausrüstung versehen wurden, die jetzt in Kumbo und in vielen anderen Städten im anglophonen Kamerun gnadenlos gegen die Bevölkerung vorgehen und vorsätzlich Menschen erschießen.

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Sisterhood Emmanuel aus Bafut vertrieben – Schwesternschaft auf der Flucht

Mit Stickereien und der Herstellung von liturgischen Gewändern finanzierten die Schwestern in Bafut viele Jahre ihren Lebenshalt. Nun sind sie heimatlos und auf Nothilfe angewiesen. (Foto: Annemone Hilsenbeck)

Die Schwesternschaft Emmanuel in Bafut steht seit vielen Jahrzehnten für harte Arbeit und dienende Hingabe. Die frommen Frauen haben in jahrelangem Einsatz eine Schneiderei, eine Bäckerei, Kleinviehhaltung, Milchverarbeitung und ein Gästehaus aufgebaut. Für viele ist die Sisterhood ein Familienersatz und ein Ort der Würde und der Hingabe. Für Gäste war der Ort eine Oase des Friedens. Doch die ist nicht mehr. Eine der Verantwortlichen Frauen berichtet:

Ein Ort des Friedens – die kunstvoll gestaltete Kapelle der Schwesternschaft Emmanuel in Bafut. Wann werden die Schwestern zurückkehren können? (Foto Annemone Hilsenbeck)

„Es wurde immer schwerer für uns in Bafut. Zuerst waren die Strassen dauernd blockiert und sind es noch immer. Jede Bewegung nach Bafut und heraus wurde beinahe unmöglich gemacht. Wir konnten unseren Wagen nicht mehr benutzen, um zum Markt zu fahren. BIR Militär auf der einen und die Amba Boys auf der anderen Seite und wir mitten drin. Das andauernde Gewehrfeuer über Tage, Wochen, jetzt Monate hat viele Schwestern zermürbt, so viele Erfahrungen der Ohnmacht haben uns traumatisiert. Jedes Mal, wenn die Amba Boys auf unser Gelände kamen, wurden wir um Geld erpresst. So hatten wir in Bafut keine Zukunft. Aus diesen Gründen mussten wir unser Zuhause verlassen, was uns sehr schwer fiel. Danke für das Interesse und alle Unterstützung aus Deutschland. Bitte betet für uns. Was wir hier gerade durchmachen, ist nicht einfach.“

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Deutschland verhält sich wie ein Heuchler

„Die deutsche Regierung redet immer von der Wichtigkeit der Menschenrechte, aber in Kamerun gibt es keine Freiheit.“ Mit klaren Worten kritisiert die Kamerunerin Yeye Tatah laut Deutsche Welle die Heuchelei der deutschen Politik. Deutschland müsse sofort alle Gelder stoppen, nicht länger schweigen. Europäische Länder seien in der Pflicht, Verantwortung zu übernehmen, statt an Ressourcen und wirtschaftlich Vorteile zu denken und einen Diktator wie Paul Biya zu stützen, sagt Tatah: „Wie können sie die Augen schließen, wenn in Kamerun jahrelang Menschen umgebracht werden?“

Frankreich hat auf Amerikas Entscheidung zur Reduzierung der Militärhilfe reagiert und erklärt, die ehemalige Kolonialmacht werde weiter im Bereich der Verteidigung mit Kamerun zusammenarbeiten. Auch von der deutschen Regierung kommen trotz intensiver Proteste und Eingaben von NGOs, Kirchenvertretern und Partnerschaftsgruppen bislang keine Signale, dass man bereit ist, den Forderungen nach Menschenrechten und Demokratie auch Taten folgen zu lassen. Trotz klarer Wahlmanipulation hat Deutschland ebenso wie die EU die von der kamerunischen Regierung erst 14 Tage nach dem Wahltag veröffentlichten Wahl“ergebnisse“ vom Oktober 2018 als „legitim und im großen und ganzen korrekt“ anerkannt. Ein Hohn.

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Feuer im Krankenhaus in Kumba, Patienten sterben

In Bamenda heute morgen Gewehr Salven in vielen Straßen, Ähnliches wird aus Buea gemeldet. Das Militär ist unberechenbar. „Amba Boys“ (Unabhängigkeitskämpfer) haben eine Ausgangssperre im Südwesten und Nordwesten verhängt. Durch diesen „lock down“ konnten über viele Tage hinweg die Menschen nicht die Häuser verlassen. Gleichzeitig erhielten wir Berichte von verschiedenen Seiten, dass das Militär den „lock down“ der Unabhängigkeitsbewegung benützt, um Menschen, die sich dennoch auf die Straße wagen, ohne Vorwarnung zu erschießen. Gerade erst kam so in Kumbo eine Frau und ihre Tochter ums Leben. Es ist furchtbar! Depression und Verzweiflung machen sich breit, auch ganz elementare Not: kein Markt, keine Lebensmittel, kein sauberes Wasser: „Im ganzen Monat Februar hatten wir ganze NEUN Tage „freies Leben“, das heisst die Bevölkerung getraute sich an diesen Tagen vorsichtig auf den Markt, wo Berge von Früchten und Gemüse verfaulten. Alles Werk von sogenannten „Ambas“, die damit ein wunderbares, neues, freies Land kreieren wollen.“


englischsprachiger Bericht aus Kamerun über das Krankenhaus in Kumba

In Kumba (Südwest) hat nach übereinstimmenden Berichten das Allgemeine Krankenhaus (General Hospital) gebrannt, ein gut Teil ist zerstört. Zwei, nach anderen Berichten drei Patienten konnten sich nicht mehr retten und starben in den Flammen, ebenso wurden auch Autos und andere Wertgegenstände zerstört. Die Ausgangssperre über Tage zehrt an den Nerven.

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Bürgerkrieg betrifft auch Menschen in Frankophonen Regionen

Ich bin ein Bürger Kameruns aus der Nordwest-Region stammend, und arbeite seit vielen Jahren in der West-Region (frankophon).

Der Autor ist persönlich bekannt. Aus Sicherheitsgründen veröffentlichen wir keine Namen.
  • Ich habe Anfang Oktober 2018 meine Mutter verloren und musste deshalb mit einer Gruppe von acht Familienangehörigen nach Hause reisen, um die Formalitäten und Vorbereitungen für die Beerdigung zu erledigen. Wir waren sechs Frauen, mein Sohn und ich, den größten Teil der Strecke legten wir auf Motorrad-Taxis zurück, denn die Straßensperren waren überall, was uns zusätzliche Kosten verursacht hat.
  • Auf dem Weg wurden wir ständig angehalten, entweder von Amba (Unabhängigkeits-)Kämpfern, oder von Militärangehörigen der Republik Kamerun (BIR – Brigade Intervention Rapide). Wir waren überrascht vom Verhalten der beiden Streitkräfte. Während die Unabhängigkeitskämpfer uns befragten und vorwarfen, was uns denn einfiele, in solch einer unsicheren Zeit zu reisen, aber auch Orientierung wie wir am besten durch kämen, erhielten wir von den Militärs Drohungen in Form von Gewehrkugeln, die über unsere Köpfe pfiffen und immer näher kamen.
  • Dann wurden wir von den BIR’s angehalten und festgesetzt. Sie brachten uns in die Ndu Polizei Station und klagten uns an, wir seien Terroristen. Nachdem sie uns fünf lange Stunden festgehalten hatten, ließen sie uns endlich gehen, aber nicht, bevor ich ein Lösegeld von 30.000 CFA (20 Tagelöhne, ca 50 EUR) bezahlt hatte.
  • Ich weiß bis heute nicht, was aus den vier Motorrad-Taxifahrern wurde, die uns von Kumbo aus transportiert haben. Sie blieben weiter in Gewahrsam der Soldaten und Polizisten, die sich taub stellten, obwohl ich ihnen ihre Unschuld mehrfach versicherte. Unser Weg führte uns von Misaja Subdivision in die Donga-Mantung Division.
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Ein stark verdrängtes Kapitel

Deutschland war keine harmlose Kolonialmacht. Verbrechen in Namibia, Kamerun und anderen Ländern müssen aufgearbeitet werden.

https://www.taz.de

Die konsequente und breite Aufarbeitung der deutschen Kolonial-verbrechen ist überfällig. Wer die Vergangenheit verdrängt, trifft falsche Entscheidungen für Gegenwart und Zukunft. Nach wie vor gehört jedoch die koloniale Fremdherrschaft über Teile Afrikas, Ozeaniens und andere überseeische Gebiete zu einem der am meist verdrängten Kapiteln der deutschen Geschichte. Hartnäckig hält sich die Meinung, Deutschland sei nur eine kleine und harmlose Kolonialmacht gewesen.

Das trübt auch den Blick auf die internationale Verantwortung, die uns durch unsere Kolonialgeschichte zuwächst. Denn wie der Kolonialismus allgemein stellt auch die deutsche Kolonialherrschaft keine historisch abgeschlossene Episode dar, sondern hinterlässt vielfältige, globale Spuren, die noch immer wirkmächtig sind.

Ehemalige Kolonien wie Namibia und Kamerun vermissen zu Recht ein Agieren Deutschlands, das aus dem Bewusstsein erwächst, als Kolonialmacht zu heutigen dort herrschenden Problemen in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik beigetragen zu haben. Hohe Summen von Entwicklungsgeldern sind nur ein Feigenblatt, solange es kein ernsthaftes Bekenntnis zum Völkermord an den Herero und Nama gibt oder sich Deutschland angesichts des sich aufschaukelnden frankophon-anglophonen Konflikts in Kamerunbedeckt hält.

Der Afrika-Beauftragte der Bundesregierung sprach jüngst in einem Interview gar von der vermeintlich zivilisierenden Wirkung des Kolonialismus auf Afrika. Dabei bediente er Vorurteile, die unser Denken über die Kolonisierten prägen.

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Amnesty International: Oppositionellem Prof. Kamto droht die Todesstrafe


Laut Amnesty International drohen dem „Präsidenten der Herzen“ und mutmaßlichen Gewinner der Präsidentenwahl vom Oktober 2018 und seinen Anhängern nun die Todesstrafe. Der diktatorische Präsident Paul Biya (86) schreckt vor nichts zurück, um seine Macht auf ewig zu sichern.
https://www.amnesty.org/en/latest/news/2019/02/cameroon-opposition-leader-and-more-than-a-hundred-supporters-face-the-death-penalty/
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Bafut Massaker 29. Januar

Junge Männer zwischen 14 und 24 Jahren haben in Kamerun derzeit das höchste Todesrisiko. Es sind nicht Drogen oder Verkehrsunfälle, die ihnen das Leben nehmen, sondern das kamerunische Militär. Wird irgendwo ein Stützpunkt der Unabhängigkeitskämpfer vermutet wie hier in Bafut (Nordwest-Provinz) bei Bamenda, wird jeder junge Mann, der sich in der Gegend aufhält, kurzerhand zum Terroristen erklärt. Nach der Ermordung werden den Unglücklichen oft Gewehre in die Hand gelegt, um die Toten mitsamt ihrer vermeintlichen Waffen wie eine Siegestrophäe zu präsentieren. Die Bilder werden vom Militär in Umlauf gebracht, um den Kampfeswillen der Unabhängigkeitsbewegung zu brechen. Doch das Gegenteil wird erreicht. Jeder Tote radikalisiert weitere junge Männer. Gewalt gebiert neue Gewalt. Ein Krieg ohne Aussicht auf ein Ende.

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Oppositionsführer in Haft

Sitzt in Untersuchungshaft: Maurice Kamto von der Bewegung für die Renaissance Kameruns (MRC)Foto: reuters

COTONOU taz | „Niemand kann ihn zu Gesicht bekommen“, so lautet am Dienstagmittag die Nachricht eines Parteigenossen von Maurice Kamto, der vergangenes Jahr dem kleinen Wahlkampfteam des kamerunischen Oppositionsführers angehört hat. Vermutlich hat er die Mitteilung vorsichtig in einem unbeobachteten Moment getippt. „Wir sitzen beide in Untersuchungshaft“, schickt er wenig später eine weitere knappe Mitteilung. Um die 50 Personen seien aktuell inhaftiert. Danach dringen keine Informationen mehr nach draußen.

Mit der Verhaftung von Maurice Kamto hat die politische Krise nach Kameruns Präsidentschaftswahl vom 7. Oktober einen neuen Höhepunkt erreicht. Am Montagabend wurde der 64-Jährige in der Hafenstadt Douala festgenommen. Er hielt sich im Haus von Albert Dzongang, selbst zweimaliger Kandidat und mittlerweile Kamtos Unterstützer, auf. Berichten zufolge gab es ein massives Polizeiaufgebot, bis er gegen 20 Uhr abgeführt wurde. Er soll in die Hauptstadt Yaoundé gebracht worden sein.

Das ist die Reaktion der Regierung auf die Proteste vom vergangenen Samstag. Kamtos Partei, die Bewegung für die Renaissance Kameruns (MRC), hatte zu diesem Termin wie bereits wiederholt zuvor zu Demonstrationen aufgerufen. Denn er, der bekannteste Oppositionspolitiker des 25-Millionen-Einwohner-Landes, sieht sich und nicht den seit 1982 regierenden Präsidenten Paul Biya als wahren Sieger der Wahl vom Oktober.

Das hatte Kamto damals schon keine 24 Stunden nach Schließung der Wahllokale verkündet und von einem „klaren Mandat“ gesprochen. Es war jedoch eine kleine Feier gewesen, vor ein paar Dutzend Journalisten und Parteimitgliedern. Autokorsos oder Straßenumzüge hatte es nicht gegeben. In den offiziellen Ergebnissen erhielt der einstige UN-Mitarbeiter, der auch jahrelang unter Paul Biya gearbeitet hatte, dann lediglich 14,23 Prozent.

Am Samstag schien die Mobilisation zu gelingen. In gleich fünf Städten wurde demonstriert, was Kameruns Behörden offenbar Angst machte. 117 Personen wurden festgenommen. Samira Daoud, stellvertretende Leiterin für West- und Zentralafrika der Menschenrechtsorganisation Amnesty International, forderte am Montagabend: „Die Behörden müssen die Verhafteten unverzüglich und bedingungslos freilassen. Niemand darf verhaftet werden, nur weil er seine Meinung äußert.“

Schüsse sollen gefallen sein

Laut Amnesty sollen Demonstrationsteilnehmer geschlagen worden sein, auch Schüsse wurden offenbar abgefeuert. Regierungssprecher René Emmanuel Sadi hat die Anschuldigungen jedoch zurückgewiesen.

Mehrere Oppositionspolitiker Kameruns solidarisieren sich mit Maurice Kamto. Über Twitter kritisierte Jurist und Menschenrechtsexperte Hilaire Kamga die Entwicklung scharf. Sie sei eine neue Provokation des „illegitimen Regimes von Yaoundé“. In einem weiteren Schreiben forderte er alle Bürger auf, mobilisiert zu bleiben. „Zusammen werden wir gewinnen.“

Akéré Muna, der einen Tag vor der Wahl im Oktober seine Kandidatur zurücknahm, und zur Wahl Kamtos aufrief, sagte, die Regierung würde beim Versuch, ihre Stärke zu zeigen, stattdessen Schwächen aufdecken. Sie würde ein Land verwalten, das auf den Aufstand zusteuert, prophezeit der Jurist.

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Oppositionsführer verhaftet – Botschaften in Paris und Berlin besetzt

Die Botschaft der Republik Kamerun in Berlin-Westend ist in der Nacht zum Sonntag analog zur kamerunischen Botschaft in Paris besetzt worden. „Etwa zehn Personen drangen in das Gebäude ein und stellten politische Forderungen“, sagte ein Sprecher der Polizei am Morgen. Dabei kam es auch zu Beschädigungen in dem Gebäude. Die Polizei rückte mit einem großen Aufgebot in der Ulmenallee an und versuchte, die Menschen aus der Botschaft zu bringen. „Zu den Hintergründen können wir noch nichts sagen. Das müssen wir uns noch genauer ansehen“, sagte der Sprecher weiter. Verletzte habe es bei dem Einsatz bislang nicht gegeben, hieß es. Der Einsatz laufe noch. (dpa)

Hintergrund der Botschaftsbesetzungen ist die von Diktator Paul Biya verlorene Präsidentschaftswahl vom Oktober 2018. Im Zusammenhang mit Demonstrationen in vielen großen Städten Kameruns wurde Ende Januar der Oppositionsführer und eigentliche Wahlgewinner Maurice Kamto verhaftet.

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Massaker in Mpondu Balong / Muyuka Division

25. Januar in Mpondu Balong Muyuka. Die jungen Männer haben Fußball gespielt. Das Militär hat sie umzingelt und erschossen. Keiner überlebte das Massaker.

Es häufen sich Meldungen, dass das kamerunische Militär gezielt junge Männer erschießt. Manche Berichte sprechen davon, dass die Soldaten Anweisung haben, alles, was männlich ist und älter als 12 Jahre, zu töten. In einem Dorf wurde ein Mädchen von Kugeln getroffen. Auf die verzweifelte Frage, warum die Soldaten auf Mädchen schießen, erhielt man zur Antwort: „es hat doch ein rotes Shirt getragen, und die Amba Boys tragen rote Shirts.“

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Erschreckende Zahlen – aktueller UN OCHA Bericht

Die offiziell von UN OCHA erhobenen Zahlen per 31.12.2018 zu Kamerun:

3,700 unbegleitete oder von Eltern getrennte Kinder benötigen Hilfe und Psycho-soziale Unterstützung
40% aller Kliniken und Gesundheitszentren im anglophonen Kamerun können derzeit keine Impfungen vornehmen
85% der Geburten geschehen ohne jede Unterstützung
4 Mio Menschen betroffen
1,3 Mio Menschen in Not
160.000 Menschen akut betroffen durch Tod, Verletzung, Verlust
437.500 Binnenflüchtlinge ohne Dach über dem Kopf
500.000 Menschen in Notbehelfsunterkünften
330.000 Menschen zusätzlich auf Hilfe angewiesen

Der Bericht ist detailliert und lohnt zu lesen. Leider bislang nur in englischer Sprache verfügbar:

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Armee mordet weiter, Dörfer brennen

Angehörige der Armee brennen seelenruhig Häuser nieder. Menschen, die sich ihnen entgegenstellen und das Abbrennen oft in mühsamer jahrelanger Arbeit aufgebauter Farmhäuser verhindern wollen, werden mit dem Gewehr im Anschlag empfangen.

Landwirte und Gemüsefarmer in Kuke Mbomo, einer Stadt in Mbonge County, wurden heute morgen von der Armee gestoppt und brutal erschossen, als sie auf dem Weg zu ihrem Farmland außerhalb des Ortes waren. Das Töten unschuldiger Bürger durch das Militär geht ununterbrochen weiter, niemand scheint es zu kümmern. Die Vereinten Nationen lassen sich noch immer vom 85-jährigen Präsidenten Paul Biya mit der Erklärung beruhigen, es handele sich „um eine interne Angelegenheit Kameruns“.

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Aufführungen, Tanzen, Feiern unter erschwerten Bedingungen: in vielen Gemeinden fällt das Fest der Kinder den Unruhen zum Opfer

Wo der Jahreshöhepunkt der Kinder, das Kindergottesdienst-Fest im Januar stattfinden konnte, waren die Kinder und ihre engagierten Helferinnen und Helfer im Glück. Ein Zeichen des Friedens inmitten von Bedrohung und Gewalt. In vielen Gemeinden musste es dieses Mal leider aus Sicherheitsgründen ausfallen. Die Kinder proben oft monatelang ihren Auftritt in Schauspiel, Tanz und dem Vortragen von auswendig gelernten Bibelsprüchen.
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Kamerun-Krise auf einen Blick

Wenige Menschen wie Julia Kaiser haben die Gabe, einen komplexen Sachverhalt auf einer Seite so anschaulich darzustellen, dass er verständlich wird. Sie hat selbst als junge Freiwillige ein Jahr in Kamerun gelebt. Die Berichte haben sie so berührt, dass sie die Herausforderungen unserer Partner dort mit spitzem Bleistift auf den Punkt brachte. Sehenswert!
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Junger Vater in Bafut erlebt Jahresende nicht – Kamerunische Militärs auf Menschenjagd

Nach einer kurzen Online-Pause finde ich heute 04.01.2019 diese erschütternde Meldung aus Bafut vor, bezeugt vom Bruder des Getöteten, der sich in Deutschland aufhält:

„Am 30. Dezember, Sonntagmorgen, als die noch nicht geflohenen Bafuter auf dem Weg zur Kirche waren, hörte man Schüsse. Es waren schwer bewaffnete Gendarmen des Kamerunischen Militärs, anscheinend auf der Suche nach Rebellen (Amba boys). Alles floh, die Gendarmen umstellten ein Haus im Nfornsoh-Compound. Die älteste Tochter wurde angewiesen, alle Waffen aus dem Haus zu holen, doch da waren keine. Anschliessend stürmten die Gendarmen das Haus, brachen alle Türen auf und fanden nichts. Der Bruder hatte sich im Dachboden versteckt. 

Es war klar, dass er noch irgendwo im Haus war, und er wurde gefunden. 

Dann schleppten sie ihn hinaus, schlugen ihn und machten ihn mit Schüssen in den Oberarm sowie ins Bein bewegungsunfähig. Der dritte Schuss war tödlich. Die Leiche wurde mit einer unbekannten Substanz eingesprayt, man platzierte einige seiner Schreinerwerkzeuge daneben, machte eine Foto und verschwand. Die Familienangehörigen, auch Kinder, waren Zuschauer. Heute war die Beerdigung.“

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Todesrate von Pfarrern und Priestern in Kamerun steigt

Mehr als 20 Pfarrer, Diakonissen und Priester sind im Bürgerkrieg um das Anglophone Kamerun bereits ums Leben gekommen. Unzählige Pfarrhäuser wurden von der Armee abgebrannt, selbst Kirchengebäude, Krankenhäuser oder Fons-Paläste sind nicht sicher. Während solche eklatanten Verletzungen der Menschenrechte passieren, behauptet Präsident Paul Biya noch immer, es handele sich „um eine interne Angelegenheit“
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Merry Christmas – frohe Weihnachten?

Merry Christmas to you all. Frohe Weihnachten Ihnen allen!

Dikome Balue am 25. Dezember 2018, Weihnachtsgruß von Dekan Njasomo

Die Umstände sind nicht einfach für uns in Dikome Balue (Südwest-Provinz Kamerun) und für den ganzen Kirchenbezirk Dikome (Partnerbezirk zu Kirchenkreis Lörrach/Markgräfler Land). Es tut mir leid, dass ich mich nicht früher melden konnte, ich wurde jüngst zweimal attackiert. Auch das Dekanatsbüro in Dikome Balue und alle Häuser wurden von Kameruns Militär heimgesucht. Nicht genug, wurden der Finanzchef des Kirchenbezirks und ich von den Separatisten entführt, in den Busch gebracht und später freigelassen. Beides mal wurden uns die Mobiltelefone weggenommen und weitere Wertsachen geklaut. Den ganzen Oktober war ich im Regenwald, um den Christen dort beizustehen. Die Lage für die Zivilbevölkerung ist schrecklich. Viele Geschichten sind so unappetitlich, dass man sie gar nicht erzählen kann. Gottseidank sind einige von uns am Leben, so dass die Erlebnisse nicht verloren sind. Letzten Sonntag kam ich vom Regenwald zurück. Zugang zu Medikamenten oder ärztlicher Hilfe ist für die meisten Menschen hier praktisch unmöglich. Keine Handys oder das Netzwerk funktioniert nicht, Motorrad-Taxis sind verbrannt oder gestohlen, jedenfalls nicht erreichbar in so entlegenen Gegenden wie unserer. Eine große Zahl älterer Menschen sind gestorben in den letzten Monaten wegen mangelnder medizinischer Versorgung, immer mehr Dörfer werden eingeäschert. Wertvolle Dokumente wie Personalausweis und Geburtszertifikat sind einfach verbrannt, so dass viele nicht mehr im Land reisen geschweige das Land verlassen können. Damit überhaupt Nahrungsmitteltransporte oder einige Medikamente transportiert werden können, müssen wir oft stundenlang mit den Militärs verhandeln. Sie behandeln uns, als ob wir mit den Separatisten unter einer Decke steckten. Es leben keine Zivilisten mehr in den Dörfern von Dikome Balue, nur das Militär. In anderen Dörfern kehrt allmählich der Alltag wieder ein, manche Gegenden sind ruhig. Aber das kann morgen schon wieder anders sein.

Möge das neue Jahr Euch Glück bringen und mögt Ihr reich und satt sein. Ich übersende die herzlichsten Grüße der Christen aus Dikome Balue, sie leben im Regenwald und oben in den Bergen. Leben im Urwald – das musst Du erst einmal erlebt haben. Das ist Gemeinschaft pur, jeder ist auf den anderen angewiesen. Aber die traurige Wahrheit ist, dass jetzt die dritte Welle von Militaristen von Jaunde in unsere Dörfer geschickt wurden, und die Häuser nach Wertvollem durchsucht haben. Alles, was nicht niet- und nagelfest ist, haben sie mitgenommen. Das ist wirklich erschütternd.

Etwa 20 Militärs wurden letzten Sonntag bei Munyenge getötet. Heute morgen gegen 8.30 Uhr hat das Militär Owe passiert, unsere Christen sind alle wieder in den Regenwald geflohen. Denkt an uns, wenn Ihr den Neujahrs-Gottesdienst feiert.

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Stimmen aus Menchum

Eklatante Menschenrechtsverletzungen schildern Augenzeugen in Menchum/Nordwest Kamerun. Diese Berichte bilden die Situation in fast allen Landesteilen des englischsprachigen Kamerun ab. Aus ganz verschiedenen Regionen erreichen uns regelmäßig Berichte, aus denen deutlich wird, dass die kamerunische Armee überall mit derselben menschenverachtenden Brutalität gegen die eigene Bevölkerung vorgeht.
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Hunderttausende in Kamerun auf der Flucht

Genf. Die Gewalt im Westen Kameruns hat nach UN-Angaben Hunderttausende Menschen in die Flucht gezwungen. In dem afrikanischen Land irrten 436 000 Binnenflüchtlinge umher, so das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte am Dienstag in Genf. Über 30 000 Menschen seien zudem in das benachbarte Nigeria geflohen. Die UNO forderte die Armee und die Separatisten auf, Zivilisten zu schonen. epd/nd

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Hunger, Verletzte, Entführte, Tote – „wir weinen, wir sterben, niemand sieht es“

Heute 22.11.2018 wieder Berichte über mehr als 30 tote Unabhängigkeitskämpfer in Nordwest Kamerun, Mayo Binka area bei Nkambé. Schreckliche Bilder aus Bali und Kumfutu von toten jungen Männern, so viel Hoffnung, so viel Leben zerstört! In Kumba Meme District vorgestern 9 Schüler und ein Lehrer entführt, in Buea am Montag mehrere Universitätsprofessoren entführt. Wo das Militär auf Separatisten trifft, wird kurzer Prozess gemacht. Die kamerunische Armee stellt Bilder von toten jungen Männern in FlipFlops ins Netz und behauptet, die hätten gegen das Militär gekämpft. Die Wahrheit stirbt in Kamerun schon lange, jetzt hungern immer mehr Menschen in diesem eigentlich so fruchtbaren und schönen Land, wo niemand hungern müsste: „wir weinen, wir sterben, niemand sieht es“

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Rev COSMAS OMBOTO ONDARI durch Militärkugeln getötet

Der katholische Priester Rev. Fr. Cosmas Oboto Ondari starb am Mittwoch Nachmittag in Kembong, Diözöse Mamfe, laut Augenzeugenberichten vor seiner Kirche im Kreuzfeuer kamerunischer Soldaten. Cosmas Oboto Ondari wurde 33 Jahre alt. Er war im April mit Geflüchteten nach Kembong zurückgekehrt, nach dem im Dezember 2017 viele Häuser vom Militär niedergebrannt worden waren. Mit Rev Ondari starb Mr. Johnson Ndip Nchot, nur wenige meter von Rev. Ondari entfernt. Friede ihren Seelen.

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Kriegshandlungen in Kumbo. Wum/Menchum. Die Menschen leiden wie Hunde, die Zivilbevölkerung hungert

Die Nachrichten aus Nordwest Kamerun reißen nicht ab. Verzweifelte Hilferufe erreichen uns aus Kumbo, wo es in der letzten Woche wieder zu Schusswechseln, Brandanschlägen, Folter und Diebstahl durch die Angehörige der kamerunischen Armee kam. Zivilisten geraten in das Kreuzfeuer, Straßensperren der Unabhängigkeitskämpfer verhindern, dass Lebensmittel in die Stadt und das Hinterland transportiert werden können. „Wir wissen nicht, was wir essen sollen, wenn es nicht bald aufhört“, schreibt ein junger Mann aus Kumbo. Auch ehemalige Freiwillige, die in Kumbo viele Freunde haben, erreichen ähnliche Nachrichten. Fast dasselbe passiert in der Menchum Region, in Esu und Weh, wie die Partner des Kirchenbezirks Göppingen berichten. Häuser werden wahllos niedergebrannt, weil das Militär dort Rebellen vermutet. Die Angst ist grenzenlos. Wie kann unsere Bundesregierung hier einfach zusehen? Wie kann Präsident Macron und mit ihm die Staatschefs der sogenannten wichtigsten Länder dieser Welt der Toten der Weltkriege gedenken und zum Frieden aufrufen, aber weiter Rohöl und Rohstoffe aus Kamerun importieren und das Regime dort mit Millionen Euro versorgen? Wie kann die Schweiz und die Bundesrepublik den altersschwachen Kamerun-Präsidenten Paul Biya seit über 30 Jahren in Genf und Baden Baden residieren und kuren lassen, während sein Volk vor die Hunde geht? Sind wir noch zu retten?

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Wir weinen, wir sterben, niemand sieht es

Wir weinen, wir sterben, niemand sieht es

von Elisa Rheinheimer-Chabbi 14.11.2018

Es sollte ein Telefoninterview werden wie andere auch. Doch was Elisa Rheinheimer-Chabbi heute erlebte, als sie mit einem Pfarrer in Kamerun sprach, wurde zum Dokument der Verzweiflung. Es zeigt, wie fatal sich falsche Hilfe aus Deutschland auswirken kann. Reverend James Gong hat Todesangst. In seinem Land herrscht Bürgerkrieg: »In den Augen unserer Regierung sind wir nicht länger Menschen.«

Reverend James Gong ist Pfarrer in Kamerun. Mit seiner Familie lebt er im Westen des Landes, in dem Ort Ndop. Am Mittwoch, 14. November, ist er mit Publik-Forum zu einem Telefonat verabredet, um über die Situation in seiner Heimat zu berichten, die sich immer mehr zuspitzt. Eine Telefonverbindung kann nicht aufgebaut werden, und so sende ich Fragen per WhatsApp und James Gong, der eigentlich anders heißt, beantwortet sie in Echtzeit schriftlich und per Sprachnachricht.
»Wir sind unter Beschuss« ist das Erste, was er sagt. »Jetzt gerade.«

Publik-Forum.de: Herr Gong, wo sind Sie gerade?

James Gong: Ich bin in meinem Haus, das kann ich schon seit Tagen nicht mehr verlassen. Ich liege hier auf dem Boden während wir sprechen, denn draußen fallen Schüsse. Es gibt genug Menschen, die sogar in ihrem Haus getötet wurden von Gewehrkugeln. Deshalb liege ich.

Am anderen Ende der Leitung hört man ein Huhn gackern, dann metallene Geräusche. Sind es Schüsse? Continue reading „Wir weinen, wir sterben, niemand sieht es“

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Alle in Kamerun entführten Schüler und Lehrer frei

YAOUNDE. Eine Woche nach ihrer Entführung sind auch die letzten vier der mehr als 80 von Rebellen verschleppten Schüler und Lehrer in Kamerun wieder frei.

Die beiden 11 und 17 Jahre alten Schüler sowie ein Lehrer und der Schulleiter seien in Sicherheit, erklärte der Vorsitzende der presbyterianischen Kirche Kameruns, Samuel Fonki Forba, am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Die Schüler und Lehrer waren in der Nacht zum 5. November aus einer weiterführenden Schule der Kirchengemeinschaft in Bamenda im Nordwesten Kameruns entführt worden. Die Kirche hatte daraufhin ihre Schulen in der Region aus Sicherheitsgründen geschlossen. Die meisten Geiseln wurden nach zwei Tagen freigelassen.

Die Behörden vermuten Separatisten der englischsprachigen Minderheit Kameruns hinter der Entführung. Die Mehrheit der 23 Millionen Kameruner spricht französisch. In den vergangenen Jahren hat sich in der englischsprachigen Minderheit im Grenzgebiet zu Nigeria eine gewalttätige Separatistenbewegung gebildet.

https://www.nachrichten.at/nachrichten/weltspiegel/Alle-in-Kamerun-entfuehrten-Schueler-und-Lehrer-frei;art17,3062005

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Du Gott des Friedens – Fürbitten für Kamerun aus dem Partnerbezirk Heidenheim

Du Gott des Friedens, so viel Blut und Tränen wurden und werden in diesen Tagen in Kamerun vergossen – auch in unserem Partnerbezirk in Bali. Wehre doch dem Töten und Zerstören. Schenke Gedanken des Friedens und der Versöhnung in die Herzen und Sinne der verfeindeten Parteien.

Du Gott der Liebe, dir sei Dank, dass die 80 entführten Schülerinnen und Schüler aus Nwen/Bamenda wieder frei sind. Lass auch den Schuldirektor und Lehrer von Ngwen und die entführten Schüler und Lehrer aus unserem Partnerbezirk Bali bald frei kommen und heile die Wunden an Leib und Seele.

„Ich will euch trösten wie einen seine Mutter tröstet (Jes. 66,13)“ so versprichst du uns durch deinen Propheten Jesaja. Tröste all diejenigen, die Angehörige und Freunde in diesem Konflikt verloren haben. Lass sie die Hoffnung auf eine friedliche Beilegung des Streits nicht aufgeben. Stärke unsere Schwestern und Brüder in unseren Partnerbezirken und den Kriegsgebieten – erhalte ihnen und uns den Glauben und die Hoffnung.

Quelle: Pfarrer Rolf Bareis, Sontheim/Brenz

Der Dekan des Heidenheimer Partnerbezirks Bali-Nyonga hat geschrieben, dass auch aus dem Internat in Bali „CPC Bali“ Schüler und ein Lehrer entführt worden seien… …die haben es nicht in die Nachrichten geschafft. Sie sind nach unseren Informationen auch noch nicht befreit.
Dekan Anjoambom schreibt: „Shooting is still going on. Christians cannot return (Anm.: wer in größere Städte fliehen konnte ist weg aus Bali, das inzwischen fast einer Geisterstadt gleicht). CPC Bali was involved in the kidnapping too as some students and a teacher of CPC were kidnapped. We are just surviving in the middle of heavy gunshots and only trusting in God. We thank you people for the prayers and concerns. We only pray that this war should end fast as children can not even go to school. It is very worrying and we are like helpless now. God should protect us and our children…“
Was sich auf der Straße bewegt wird unter Beschuss genommen, sowohl von den Soldaten der Kameruner Armee als auch den Separatisten (die keine einheitliche Größe sind, sondern mindestens 6 verschiedene Organisationen). Inmitten des Kugelhagels und der Zerstörung harren unsere Kolleginnen und Kollegen aus und versuchen den Menschen Trost und Hoffnung zu geben.

Täglich hören wir von andauernden Kämpfen und unmotivierten Schießereien auf Straßen, in Dörfern und Städten in Southwest und Northwest Cameroon. Die Kämpfe der kamerunischen Armee gegen die Anglophone Zivilbevölkerung gehen offenbar unvermindert weiter.

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„GEWALT ERZEUGT GEWALT – WIR STEHEN IN DER VERANTWORTUNG“: LANDESBISCHOF CORNELIUS-BUNDSCHUH ZUR ESKALATION IN KAMERUN

Die Evangelische Kirche in Baden (EKIBA) hat auf die Gewalt gegen die Zivilbevölkerung in Kamerun mit einer deutlichen Stellungnahme und Pressemitteilung reagiert. Landesbischof Cornelius-Bundschuh betont die Mitverantwortung der Gesellschaft und Regierung von Deutschland und Frankreich für die englisch Sprechende Minderheit in Kamerun. „Wer will, dass die Menschen in Kamerun in Frieden leben können, muss den Dialog fördern“, so der badische Landesbischof. Lesen Sie den ganzen Text:

2018-11-08 Kamerun Stellungnahme Landesbischof zu Kamerun

2018-11-08 PM Kamerun

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Alle 78 Schüler und der Fahrer sind frei!

https://www.tagesschau.de/ausland/kamerun-schueler-entfuehrung-103.html

Aufatmen am Morgen. Heute früh um 6 Uhr kam die erlösende Nachricht, dass alle Schülerinnen und Schüler einschließlich des Fahrers befreit sind! Der Schuldirektor und ein Lehrer sind jedoch noch in der Hand der Entführer, deren Identität bis jetzt nicht geklärt ist. Es wird dazu aufgerufen, für die beiden zu beten. Die Schüler werden in Bamenda betreut.

In der ARD wird der Moderator der PCC, Rt. Rev. Samuel Fonki Forba, mit den Worten zitiert: „Die Kirche werde ihre Schulen in der Region aus Sicherheitsgründen bis auf weiteres schließen. Wir haben die Eltern angerufen und ihnen gesagt, dass sie ihre Kinder jetzt wieder nach Hause mitnehmen können.“ Das bedeutet einen weiteren Rückschlag im Bemühen der kirchlichen Schulen im Anglophonen Kamerun, den Kindern und Jugendlichen trotz der politischen Krise eine gute Schuldbildung zu ermöglichen. Kinder, die seit über zwei Jahren nicht zur Schule gehen können und Jugendliche, denen damit der Zugang zu den Abschlussprüfungen und zur Universität verwehrt ist, gehören zu den am nachhaltigsten Betroffenen Opfern dieses unsäglichen Bürgerkriegs.

Message des Moderators:
„Praise God 78 children and the driver have been released. The Principal and one Teacher are still with the kidnappers. Let us keep praying. For now we still do not know the kidnappers until we interview the students.“

Wer sind die Täter?
Dazu gibt es im Netz eine intensive Diskussion. Die Regierung schiebt die Schuld auf die Separatisten, die Separatisten verdächtigen die Regierung. An Spekulationen beteiligen wir uns nicht. Doch es scheint überlegenswert, was eine reflektierte Stimme aus Kamerun dazu sagt:

„Die gesamten Umstände der Entführung lassen eigentlich nur eine Schlussfolgerung zu. Der kamerunische Staat mit seinen Sicherheitskräften war entweder direkt oder indirekt an der Entführung beteiligt. Schauen wir uns die Verhältnisse in Bamenda an:

  1. Die Schule wird wie alle anderen Internatsschulen permanent durch die Armee bewacht
  2. Die ganze Stadt ist voll mit Armee, Gendarmerie und Polizei
  3. Es gibt über das gesamte Stadtgebiet Kontrollpunkte der Armee, insbesondere an den Einfallstraßen
  4. Es gibt eine nächtliche Ausgangssperre
  5. Für die Entführung einer solchen Größenordnung bedarf es einer gut geplanten Logistik inklusive große Busse oder LKW

Unter diesen Umständen ist es eher unwahrscheinlich, dass lokale Amba Boys zu solch einer Aktion in der Lage sind. Ein Schulgelände ist relativ abgeschottet, dennoch scheint es kaum möglich, 80 Menschen unbemerkt zu entführen. Ein pikantes Detail ist das Video der ersten Entführung vom 31.10. Der Entführer spricht ein sehr schlechtes Pidgin Englisch mit französischen Akzent. Der Blogger Boris Bertold identifizierte den Mann als einen Angehörigen der Armee aus der Centre Region.“ Sein Name wird mit Mr. Mveng Armel Rostand angegeben.

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PCC Internat gestürmt, fast 80 Schüler in Bamenda entführt

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-11/kamerun-entfuehrung-schueler-bewaffnete

Alle große Medien berichten von der Entführung von 79 Studierenden und 3 Lehrern der PSS Ngwen in Bamenda. Die Kirchenleitung unserer Partner PCC  (Presbyterian Church in Cameroon) bestätigt, mit den Entführern in Kontakt zu sein. Augenblicklich versucht man, eine Namensliste der Entführten zusammen zu stellen. Vollkommen unklar ist, um wen es sich bei den Entführern handelt. Zugleich ist es unstrittig, dass in der Vergangenheit erheblicher Druck von den ambazonischen Unabhängigkeitskräften ausging, um Schulbesuch zu verhindern und den zweijährigen Schulstreik aufrecht zu erhalten. Von Seiten der Kirchenleitung werde man alles tun, um die Kinder und Lehrer zu befreien, heißt es. Wir denken an die Betroffenen, an die Eltern und Geschwister und an unsere Partner in der PCC. Mein Gott, warum?

Ein sogenannter „Ambazonische Regierungsrat“ hat sich umgehend von der Entführung distanziert. Die Gruppe von Exil-Kamerunern, die in Ohio USA ihren Sitz hat, ist allerdings nur eine von sieben Diaspora-Gruppen, über die nach Insider-Informationen die „Amba-Kämpfer“ oder „Amba-Boys“ im Anglophonen Kamerun gesteuert werden. Nach anderen Informationen stecke die kamerunische Regierung hinter der Entführung, habe sie aber den Amba Boys in die Schuhe geschoben, nur um jetzt um so entschlossener gegen sie vorgehen zu können. Spekulationen, wilde Gerüchte – all das hilft weder den Eltern noch den Betroffenen. Die Bundesregierung sollte alles dafür tun, damit Frankreich und Großbritannien ihren Einfluss auf den scheinbar demokratisch gewählten Paul Biya geltend machen, um den Anglophonen Konflikt zu beenden und die Menschenrechte in ganz Kamerun wieder zu etablieren.

 

 

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Nothilfeprojekt Kamerun braucht weiter Unterstützung!

Die Not im Anglophonen Kamerun ist weiter sehr groß. Die Basler Mission 21 ist gemeinsam mit den Kirchen und fünf weiteren NGOs in Kamerun engagiert, viel Not konnte bereits gelindert werden. Doch die Herausforderung ist groß. Noch immer kommen neue Flüchtlinge in die Behelfslager, weil ihr Dorf abgebrannt wurde oder das Militär ihnen zusetzt.

Unterstützen Sie jetzt das Nothilfeprojekt in Kamerun.

Herzlichen Dank!

Spenden: Evangelische Bank eG

DE91 5206 0410 0000 0011 80   BIC: GENODEF1EK1

Nothilfe und Wiederaufbau Kamerun

Zum NOTHILFE-Projekt Kamerun schreibt der Leiter der Internationalen Beziehungen von Mission 21 in Basel, Jochen Kirsch:

Nach intensiven Vorbereitungen haben wir ein umfassendes ökumenisches humanitäres Hilfsprogramm zur Unterstützung der notleidenden Bevölkerung im anglophonen Kamerun gestartet. Die Kirchen nehmen in diesem Konflikt eine zentrale Rolle ein: Sie sind für beide Konfliktparteien eine wichtige und unüberhörbare Stimme in der Anwaltschaft für die Wahrung der Menschenrechte und als Mahner für die Wiederherstellung einer Gesellschaftsordnung in Kamerun, die geprägt ist von der Suche nach Frieden in Gerechtigkeit. Sie sind allseits anerkannte Mittler zwischen den Konfliktparteien. Wir wollen die großen Kirchen Kameruns in dieser wichtigen Aufgabe nicht alleine lassen!

Vor diesem Hintergrund hat die Basler Mission 21 in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen (UNOCHA), der PCC, der katholischen Kirche, dem Verband baptistischer Kirchen (Cameroon Baptist Convention, CBC) sowie weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen ein ökumenisches Nothilfe und Wiederaufbauprogramm in Kamerun lanciert (Ecumenical Relief and Rehabilitation Programme: ERRP), um der notleidenden Bevölkerung umfassende und nachhaltige Hilfe zu leisten. Damit wird das kirchliche Engagement professionalisiert, Einzelaktionen werden zu einem synergetischen Ganzen ergänzt und koordiniert, und es wird sichergestellt, dass Hilfe jenseits konfessioneller oder religiöser Zugehörigkeiten nachhaltig dort ankommt, wo und wie sie am meisten gebraucht wird.

Basler Mission – Deutscher Zweig e.V.

Mitglied in der Evangelischen Mission in Solidarität e.V.
Vogelsangstr. 62
70197 Stuttgart
Kamerun Partnerschaftskoordinator
Pfr. Johannes Stahl
Tel.: +49 711 636 7825
Fax: +49 711 636 2005
stahl@ems-online.org

www.bmdz-online.org

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US Missionar und Vater von acht Kindern in NW Kamerun getötet

Sein Bruder ist State Representative im US-Staat Indiana, doch das half Charles Wesco in der aktuellen Gewaltspirale in Kamerun nicht. Der US Missionar der Baptisten war am Dienstag morgen mit seiner Frau, einem Sohn und einem Mitarbeiter zum Einkaufen zwischen Bambili und Bamenda unterwegs, als ihn eine Gewehrkugel im Kopf traf. Er wurde in eine Gesundheitsstation und anschließend in ein Krankenhaus in Bamenda gebracht, doch die Ärzte konnten das Leben des 44-jährigen Vaters von acht Kindern nicht retten. Ein weiterer Fall von völlig sinnloser Gewalt in der Auseinandersetzung zwischen dem kamerunischen Militär und Unabhängigkeitskämpfern. Der Kampf um die Wahrheit hat bereits begonnen. Augenzeugen sprechen von Soldatenkugeln, die kamerunische Regierung spricht von Kreuzfeuer. Das macht Charles Wesco nicht mehr lebendig. Er hatte sich mit seiner Familie zwei Jahre lang auf den Einsatz in Nordwest-Kamerun vorbereitet.

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Anglophone Krise in Kamerun spitzt sich weiter zu – Priesterschüler von Militär ermordet

Ein ergreifender Bericht von Deutschen Welle zum sinnlosen Tod des Priesterschülers Gerard in Bamenda

Mehr zur Gewaltspirale in Kamerun finden Sie hier:

https://www.dw.com/de/anglophone-krise-in-kamerun-spitzt-sich-weiter-zu/av-45964722

Der Beitrag auf Youtube:

https://www.youtube.com/watch?v=qvxDft9gcno

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taz: Der Alte bleibt im Amt. DW: sinnlose Gewaltspirale in Kamerun

https://www.dw.com/de/sinnlose-gewaltspirale-in-kamerun/a-45962009

Was das für die Bevölkerung bedeutet, zeigt ein Bericht aus zuverlässiger Quelle über ein längeres Telefongespräch mit einer Freundin in Kumbo. Sie sagt:

Nach der Wahl verschlechtere sich die Situation weiter, denn seit über 3 Wochen sind alle Straßen blockiert. Es fahren weder Autos noch Bikes. Deshalb werden die Lebensmittel in Kumbo knapp und die Preise steigen täglich. Die einzigen verfügbaren Lebensmittel müssten aus den Dörfern über Schleichwege getragen werden. Ein Sack Reis koste mittlerweile 22.000 CFA (34 € – aber der Tageslohn eines Arbeiters liegt bei gerade einmal 1.500 CFA). Das Militär kontrolliere die Wassertanks und die Marktstände und würde täglich nur 1 bis 3 Stunden erlauben, dass man an Wasser oder Nahrungsmittel komme. Generell habe man in Kumbo jeden Tag Angst auf der Straße erschossen zu werden, deshalb gehe man nur raus, wenn unbedingt nötig. Auch die Farmen werden nicht mehr bestellt.

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Alle Familien im Anglophonen sind inzwischen vom Blutvergießen betroffen! – Aktueller Bericht und Apell der der Presbyterianischen Kirche in Kamerun

Presbyterianische Kirche in Kamerun
Büro des Moderators, Synod Office, Buea

An alle Menschen guten Willens 10. Oktober 2018
Bericht über Angriffe auf Mitarbeitende der PCC im fortdauernden bewaffneten Konflikt innerhalb der Anglophonen Gemeinschaft
Die Presbyterianische in Kamerun (PCC) wird in jüngster Zeit zunehmend Ziel einer ansteigenden Welle von gezielten Attacken auf ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auf ihre Einrichtungen. Die Aggressoren kommen sowohl aus dem Militär als auch von Bewaffneten, die aus der anglophonen Gemeinschaft stammen. Viele Christen wurden entführt, geschlagen, verfolgt, tödlich verwundet und umgebracht. Das Ausmaß und Anzahl des zerstörten Eigentums sind verstörend.
Besonders betroffen machen uns die bösen und grausamen Angriffe, Entführungen und Morde an Lehrern, ihren Familien und Pfarrfamilien in jüngster Zeit.

Der Bericht/Aufruf im englischen Original ist erhältlich bei Stahl@ems-online.org

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Krisenintervention KAMERUN am 11. Okt. 2018 im Deutschen Bundestag

Die zum Teil gut informierten und engagierten Redebeiträge der MdBs über die Mediathek des Bundestags ansehen: 

https://www.bundestag.de/mediathek?videoid=7280737#url=L21lZGlhdGhla292ZXJsYXk/dmlkZW9pZD03MjgwNzM3&mod=mediathek

Sehr engagierte und gut informierte Redner*innen wie Uwe Kekeritz, Thorsten Frei, Dr Christoph Hoffmann, Kathrin Vogler haben Wesentliches auf den Punkt gebracht. Doch die Bundesregierung und die Abgeordneten werden an ihren Taten gemessen werden. Und davon war bei den Regierungsparteien herzlich wenig die Rede . Dass Günter Nooke alle drei Jahre dem kamerunischen Präsidenten die Hand schüttelt und sich um den kulturellen Beitrag der Chiefs & Nobles in Kamerun bemüht, das reicht einfach nicht!

Die Bundestagsrede von MdB Thorsten Frei ansehen:

https://www.youtube.com/watch?v=qvxDft9gcno

Die Bundestagsrede von MdB Dr. Christoph Hoffmann ansehen:

https://www.youtube.com/watch?v=QjkZ5uYCGRw

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Was die ARD als Nachricht bezeichnet: Paul Biya hat gewählt

Leider schlecht recherchiert und wertvolle Sendezeit vertan. Dabei wäre es für einen Öffentliche-Rechtlichen wie ARD so einfach, über zahlreiche gut informierte Partner und NGOs in Deutschland so viel Hintergrund mitzunehmen, dass eine Reise nach Kamerun zu tiefgründigem Hintergrund und Interviews führt. Das kann das ZDF eindeutig besser.

Immerhin: die Zahlen stimmen

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Deutschlandfunk: Kamerun Präsident Biya hängt an der Macht

Wahl in Kamerun: Präsident Biya hängt an der Macht

Bei der Präsidentschaftswahl in Kamerun am kommenden Sonntag greift Paul Biya, seit 36 Jahren im Amt, erneut nach der Macht. Wirtschaftskrise, Massenflucht und ein Rebellenkonflikt lähmen das westafrikanische Land. Der greise Präsident ist für viele in der Bevölkerung ein Teil des Problems.

https://www.deutschlandfunk.de/wahl-in-kamerun-praesident-biya-haengt-an-der-macht.724.de.html?dram:article_id=429602

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TANG und BMDZ apellieren an Günter Nooke: „Engagieren Sie sich für Dialog und Menschenrechte in Kamerun!“

The African Network in Germany (TANG) – Das Afrika-Netzwerk in Deutschland unter Vorsitz von Dr. Sylvie Nantcha und die Basler Mission Deutschland (BMDZ) haben einen Apell geschickt an den Afrika-Beauftragten der Bundesregierung, Günter Nooke, an den Regionalbeauftragten für Subsahara-Afrika und Sahel des Auswärtigen Amtes und an Anette Widmann-Maunz, Staatsekretärin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. Hier das Schreiben im Wortlaut:

Appell Brief an Nooke Schmidt Widmann-Maunz zu Menschenrechtsverletzungen in Kamerun Oktober2018

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Kamerunkrise im Deutschen Bundestag

https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2018/kw41-de-kamerun-krise/570766

Am 11. Oktober ist die Kamerunkrise endlich Thema im Deutschen Bundestag. Ein Schimmer Hoffnung – nach einer großen Kraftanstrengung von Misereor, Brot für die Welt, Basler Mission und anderen ist die Krise der Anglophonen im Bundestag angekommen. Danke Fraktion Bündnis90/Die Grünen und FDP. Darüber sprechen ist der Anfang, konkrete Hilfe für die anglophone Bevölkerung und wirtschaftliche Sanktionen für ein korruptes Regime in Kamerun müssen folgen

https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2018/kw41-de-kamerun-krise/570766

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Resolution an Kanzlerin und Landeskirche – Kirchenkreis Witzenhausen EKKW

Der Partnerschaftsausschuss vom Kirchenkreis (Dekanat) im hessischen Witzenhausen / Hessisch-Lichtenau hat durch die Bezirkssynode eine Resolution zur Krise in Kamerun verabschiedet. Es ist zu wünschen, dass viele Kirchenkreise in Deutschland diesem Beispiel folgen

Resolution zu den Menschenrechtsverletzungen im Gebiet unserer Partnerkirche im anglophonen Teil Kameruns28

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