Brennpunkt  .   Kamerun

Von allen Seiten unter Druck – Bericht eines zweifach Entführten in Kamerun

Die Bevölkerung leidet doppelt im Bürgerkrieg, denn der Gegner ist nicht nur das Militär der Regierung, sondern auch die eigenen Unabhängigkeitskämpfer. Je länger der Konflikt dauert, desto mehr kommen Geschäftsleute, Handwerker und jeder, der Geld haben könnte, in die Schusslinie des Konflikts. Frieden braucht Gerechtigkeit und Rechtsstaatlichkeit – dafür setzen wir uns ein!

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Gute Nachricht zum Neuen Jahr: Gemeinsam für neue Jobs in Kamerun

„Nach Schätzungen der Weltbank überweisen Mitglieder der afrikanischen Diaspora in Deutschland jährlich 1,2 Mrd. € in ihre Herkunftsländer, um damit Familie, Freunde und Bekannte zu unterstützen. Genau dort setzt Widu an als Online Plattform zur Förderung von Kleinunternehmen in Kamerun und Ghana mit der Diaspora in Deutschland. Die Plattform ist seit 14. November unter widu.africa als Umsetzung des Marshallplans für und mit Afrika durch gezielte Förderung und Finanzierung von Kleinunternehmen Online. Die vom BMZ und GIZ ins Leben gerufene initiative fördert konkret die Schaffung von nachhaltigen Arbeitsplätzen durch „Beschäftigungsförderung im informellen Sektor in Afrika durch die Hebelung von Diaspora Geldtransfers“. Private Gelder, so genannte „Remittances“ aus Deutschland werden durch öffentliche Zuschüsse gehebelt. „Es sollen mehr Mittel in Investitionen und weniger in den Konsum fließen.“ Zuschüsse des BMZ werden im Verhältnis 2:1:1 zu den Beiträgen der Diaspora Klein-Unternehmen in Kamerun zur Verfügung gestellt.
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Bon Secours Kamerun e.V. – Hilfe, die ankommt

Ein kleiner aber feiner Hilfsverein in Meckenheim bei Bonn leistet seit über 10 Jahren effektiv und effizient Hilfe zur Selbsthilfe in Kamerun. Durch die anglophone Krise kam zum Schwerpunkt „Medizinische Hilfe“ ein zweites Standbein dazu, nicht weniger wichtig und äußerst nachhaltig: Bildungsangebote für Geflüchtete Familien, Schulbesuch für die Kinder von Flüchtlingen. Mit verhältnismäßig geringem Mitteleinsatz helfen Kamerunerinnen und Kameruner ihren Landsleuten, Bon Secours Kamerun e.V. unterstützt sie dabei nachhaltig und wirkungsvoll.
Bon Secours Kamerun e.V. hat seine im September 2019 angelaufene Kampagne, die Flüchtlingskindern in Bafoussam und an vielen anderen Orten die Rückkehr zur Schule ermöglicht, gut dokumentiert. Hier der ausführliche Projektbericht, weitere folgen im vierteljährlichen Rhythmus.
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Frieden lernen – Teach peace

„Sysy House of Fame“ ist eine Nichtregierungsorganisation (NGO) in Kamerun, die eine nachhaltige Entwicklung durch die Einbindung von Gemeinschaften in Kunst, Kultur und Technologie vorantreibt. Sysy House of Fame ist zu einer wachsenden Stimme in Fragen der Qualität der Bildung (SDG 4), der Gleichstellung der Geschlechter (SDG 5) und von Frieden, Gerechtigkeit und starken Institutionen (SDG 16) geworden. Die Gründerin und treibende Kraft von Sysy House of Fame ist uns persönlich bekannt und verdient jede Aufmerksamkeit und Unterstützung,

Im Nordwesten Kameruns hat Sysy House of Fame in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen, Draufsicht und Yems Shows das Projekt „Girls in Arts“ organisiert, um Mädchen und Frauen, die vom bewaffneten Konflikt betroffen sind, die Möglichkeit zu geben, ihre Erfahrungen im Schattentheater zu erzählen Geschichten, ohne den Mitgliedern der Gemeinschaften zu schaden.

Mit verschiedenen Themen wie Verlust, Liebe, Schmerz, Bürde und Frieden setzt sich Sysy House of Fame für die Rückkehr des Friedens in den beiden englischsprachigen Regionen Kameruns ein.

Für Njobati Sylvie (27), Gründerin von Sysy House of Fame, ist „das Schattentheater eine umfassende und ansprechende Möglichkeit, die Menschen zu erreichen, insbesondere die jungen Menschen, die sich leicht radikalisieren lassen.“

Die Konzeption des Schattentheaters, das der Gemeinschaft helfen möchte, durch Kunst einen Bildungsabschluss zu erreichen, basiert auf wahren Lebensgeschichten der Mädchen und Frauen.

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Die verzweifelte Suche nach Bildung: Home Schooling und geheime Schulen

Was BBC berichtet, bestätigen uns die Partner im Anglophonen Kamerun aus verschiedenen übereinstimmenden Quellen. Einzelne Schulen gehen insgeheim wieder in Betrieb, viele Eltern ermöglichen ihren Kindern via Homeschooling Zugang zu Unterricht und Prüfungsvorbereitungen, wenn sie die Kinder nicht längst auf teure Privatschulen im französisch sprachigen Kamerun geschickt haben. Wer auf diese Weise wieder in den Genuss von Bildung kommt, gehört zu den Glücklichen. Hundertausende Kinder im englischsprachigen Kamerun warten seit mehr als drei Jahren darauf, wieder zur Schule gehen zu können. Ihr Recht auf Bildung kümmert den Präsidenten Paul Biya ebenso wenig wie Emmanuel Macron oder Angela Merkel.
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Druck auf Frankreichs Präsident wächst

Eine Gruppe von Akademikern und Menschenrechtsaktivisten hat den Start des Pariser Friedensforums genutzt, um Druck auf Präsident Macron auszuüben, er solle den „beträchtlichen Einfluss“ Frankreichs zu nutzen, um Kameruns anhaltenden Konflikt zu beenden. Mehr bei: Deutsche Welle
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Deutsche Welle: Kanadische Universität dokumentiert Gewalt gegen die anglophone Bevölkerung in Kamerun

https://www.dw.com/en/universities-to-track-atrocities-in-anglophone-cameroon/a-51620438
Die University of Toronto in Kanada hat sich mit Universitäten in anderen Teilen Afrikas und der Welt zusammengetan, um eine Datenbank einzurichten. Der Lead liegt bei Dr. Christopher Fomunyoh, Senior Associate für Afrika am gemeinnützigen National Democratic Institute in Washington.

„Dies ist eine sehr willkommene Initiative der University of Toronto in Kanada und vieler anderer Universitäten, einschließlich der University of California Berkeley, der University of Essex und der University of Pretoria in Südafrika. Die Tatsache, dass diese renommierten Universitäten der Krise in Kamerun Aufmerksamkeit schenken und entschlossen sind, auch die begangenen Gräueltaten zu dokumentieren und Beweise für diese Gräueltaten zu sichern, ist eine wunderbare Entwicklung. Ich denke, es zeigt, dass diese Krise internalisiert wird und dass diejenigen, die Gräueltaten begehen, letztendlich zur Rechenschaft gezogen werden. Die Beweise werden jetzt nicht nur von Konfliktparteien, Einzelpersonen, NGOs oder kirchlichen Gruppen und Menschenrechtsgruppen vor Ort gesammelt, sondern auch von akademischen Institutionen auf internationaler Ebene. Es wird sichergestellt, dass keine Straflosigkeit herrscht und die Täter zur Rechenschaft gezogen werden.“

Dr. Christopher Fomunyoh

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Bistum Limburg leistet beispielhafte Hilfe für Kumbo (North West Kamerun)

Eine ausgezeichnete Hilfe vor Ort leistet das katholische Bistum Limburg über die Partner und Caritas im Nordwesten Kameruns. Die Abteilung Weltkirche des Bistums hat außerdem ein informatives Faltblatt erstellt, das die Fakten des Kamerun-Konflikts kurz und prägnant zusammenfasst und konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigt (siehe unten).
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Deutsche Welle: Einreiseverbot für Kamerunische Journalistin

Wie verrückt: hat Australien Angst vor der schwarzen Frau? Hätten die australischen Einreise-Behörden genau hingesehen, hätten sie den Hut ziehen müssen vor dieser mutigen Journalistin: Frau Mimi Mefo ist erst kürzlich aus Kamerun nach Deutschland gezogen, wo sie bei der DW zunächst ein Praktikum absolvierte und anschließend einen Vertrag als freie Mitarbeiterin unterschrieb. Dort leistet sie eine hervorragende Arbeit, um die bedrückende Situation von Frauen und Mädchen in Kamerun bekannt zu machen und die Sicht der Opfer von Bürgerkriegen weltweit in die Medien zu bringen. Mefo hatte im Dezember 2018 international für Schlagzeilen gesorgt, als sie in ihrem Heimatland Kamerun für vier Tage festgenommen worden war. Mehr dazu bei DW.
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Folter nach Schulbesuch

Wissen wir eigentlich, was es für ein Vorrecht ist, dass unsere Kinder Tag für Tag die Schule besuchen können? Viele Bürgerinnen und Bürger in Deutschland wünschten, das wäre in Kamerun auch möglich und unsere Bundeskanzlerin würde nach drei Jahren endlich Stellung beziehen zum Krieg der dortigen Regierung gegen ihre eigene englischsprachige Bevölkerung.

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Was ist Frieden?

Ein Animationsfilm der Wanderausstellung „Frieden machen“ von: Politikmuseum e.V. Kann man Frieden machen? Wenn ja, wie? Darf man sich in die Konflikte anderer Länder und Gesellschaften einmischen? Aber auch umgekehrt: Gibt es nicht eine Verantwortung zu helfen, wenn wir sehen, dass Menschenrechte verletzt werden – egal wo? und was ist Frieden überhaupt?

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Ein notwendiges Zeichen der Demut – Kamerun im Deutschlandfunk Kultur

Es ist noch immer möglich, in Deutschland über Kamerun zu berichten, ohne die anglophone Krise mit einem Wort auch nur zu erwähnen. Das ist traurig und unangemessen für die Betroffenen im englischsprachigen Kamerun, die sehr darauf warten, dass in Deutschland dieser unselige Bürgerkrieg der kamerunischen Regierung gegen seine eigene Bevölkerung endlich öffentlich wahrgenommen und politisch thematisiert wird. Dennoch ist dieser Artikel hörens- und lesenswert, nicht nur für Deutsche…

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„Nach dem Dialog ist der Konflikt zunehmend brutaler geworden“

Diese Stimme aus dem Land darf als repräsentativ gelten für die Ängste und Sorgen großer Teile der Bevölkerung in Kamerun:

„Ein großer nationaler Dialog. Hunderte Kameruner aus dem ganzen Land und aus der Diaspora hat die Regierung eingeladen, um die so genannte anglophone Krise zu lösen, bei der seit 2016 mehr als 3000 Menschen gestorben und rund eine halbe Million zu Flüchtlingen geworden sind.

Nach dem Dialog ist der Konflikt zunehmend brutaler geworden. Die so genannte Amba-Boys, kämpfen im Busch gegen die Armee. Menschen werden ermordet, eingeschüchtert und entführt. Beide Seiten, Separatisten und Armee, laden Schuld auf sich.

Erstens denke ich, die Regierung hat keinen guten Willen, um eine Lösung zu finden. Föderalismus ist eines der Schlüsselwörter der Krise. Denn die Gründe für die Krise liegen in der schlechten Regierungsführung: die Menschen werden nicht an Entscheidungen beteiligt.

Zweitens ist die Freilassung von Sessoko Ayuk Tabe und seinen Leuten ein Schlüssel für einen Ausweg aus der Krise. Aber er wird noch immer im Staatsgefängnis festgehalten.

Drittens: die Lösung liegt bei Paul Biya und nicht im Parlament.“ 

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Danke für Ihre Gebete. Wir benötigen sie mehr denn je!

„Vielen Dank für alle Gebete für Kamerun. Die Woche des sogenannten Nationalen Dialogs war sehr blutig für uns in Bali. Das Militär drang mit Panzerwagen in den gesamten Ort ein und tötete viele Menschen, darunter einige unserer Mitglieder der PCC. Die Leute fliehen in den Regenwald und ins Farmland. Wir brauchen Eure Gebete mehr denn je. Gott segne Euch.“

Partnerschaftsnachricht am Sonntag 6. Oktober 2019 aus Bali/Northwest Cameroon
Beispiel für Fürbitten für die Partner in Kamerun und weltweit zum download.
Quelle: Pfr. i.R. Ludwig Damian (BMDZ)
Predigtskizze für einen Partnerschaftssonntag oder einen Gottesdienst der Information und Fürbitte für die Partner in Kamerun zum download.
Quelle: Pfr. Christian Neie-Marwede, Dekanat Witzenhausen (EKKW).
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Biya unter Druck: Militärgericht ordnet Freilassung von Kamto an

Ein Gericht in Yaoundé hat heute die Freilassung des Oppositionsführers Maurice Kamto angeordnet. Er war monatelang von Diktator Paul Biya gefangen gehalten worden, angeblich weil er Demonstrationen für Demokratie und Menschenrechte in Kamerun organisiert hatte. Mit ihm kamen mehr als 100 inhaftierte Mitglieder seiner Partei MRC (Movement for the Rebirth of Cameroon) frei.

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Communiqué WCC und WCRC zur anglophonen Krise

Intensiv haben Direktpartnerschaften und Kirchenbezirke, die über die Basler Mission mit der presbyterianischen Kirche in Kamerun (PCC) verbunden sind, darauf hingearbeitet. „Dass der ökumenische Rat der Kirchen und der Weltbund der reformierten Kirchen ein ökumenisches Forum zur anglophonen Krise ins Leben ruft, ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem echten Dialog für Frieden durch Gerechtigkeit in Kamerun“, freut sich Partnerschaftskoordinator Pfarrer Johannes Stahl (Basler Mission Deutschland / EMS Stuttgart). Information, Prävention, Begegnung/Networking und Stärkung der Partner in Kamerun und Deutschland für Frieden durch Gerechtigkeit sind für die BMDZ seit Beginn der Krise in Kamerun wesentliche Aufgaben.

World Council of Churches (WCC)
World Communion of Reformed Churches (WCRC)
All African Conference of Churches (AACC)
African Communion of Reformed Churches (ACRC)
Basel Mission German Branch
Presbyterian Church (U.S.A) Presbyterian Mission
United Evangelical Mission (UEM)
Presbyterian Church in Cameroon (PCC)

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Ökumenischer Rat der Kirchen und reformierter Weltbund stärken Presbyterianischer Kirche in Kamerun in der anglophonen Krise den Rücken

Basler Mission Deutschland und andere sind Teil einer Friedens-Initiative der Weltkirche in der anglophonen Krise in Kamerun. Die Basler Partnerkirche PCC als eine der am stärksten betroffenen Kirchen erfährt Rückenwind und setzt sich für den Friedensprozess und Dialog in Kamerun ein.
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Dialogversprechen ohne Zusagen provoziert neue Gewalt

https://www.dw.com/en/africalink-on-air-11-september-2019/av-50390145

Pfarrer Johannes Stahl im Interview Deutsche Welle zur Aufrichtigkeit des Dialogangebots von Paul Biya
Rechtsanwalt und Gründer des Zentrums für Menschenrechte und Demokratie in Afrika (CHRDA) und Präsident des Konsortiums der Anglophonen Zivilgesellschaft in Kamerun Dr. Agbor Felix Nkongho Balla, fordert die internationale Gemeinschaft auf, die Menschenrechtsverletzungen in Kamerun zu stoppen.
„Biya’s Dialog hat das Ziel, die Internationale Gemeinschaft ruhig zu stellen, und nicht, die Krise in Kamerun zu lösen“ – stellt Wanah Immanuel Bumakor, Sprecher von ACT in Kamerun, nach der Präsidentenrede zur Anglophonen Krise fest.
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Fünf Fallstricke: Rede des Präsidenten zur Krise im Anglophonen Kamerun

Die mit Spannung erwartete Rede des Diktators Paul Biya geriet zur Provokation, weil er weder auf die eklatanten Menschenrechtsverletzungen der Militärs noch die berechtigten Forderungen der Separatisten einging. Als Reaktion kündigten die Separatisten neue Anschläge und Generalstreiks an: die Lage in Kamerun eskaliert.

Rede von Biya im Wortlaut (englisch)

Article on „Pitfalls“ of Biya in english Language

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Gottesdienstbesucherin in Bambui von Kugeln getroffen

Am Sonntag, 8. September 2019 starb Mrs Bih Justina in Bambui / Tubah Presbytery auf dem Weg zum Gottesdienst. Nach Augenzeugenberichten geriet sie in einen Schusswechsel zwischen Militärs und Sezessionisten. Das Militär in Kamerun lässt nicht erkennen, dass seine Aufgabe darin besteht, das Leben der Zivilisten zu beschützen. Dieses unmenschliche Verhalten ist eine der Hauptursachen, weshalb die anglophone Bevölkerung dem frankophonen Präsidenten Paul Biya eine friedliche Lösung nicht zutraut.
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Aus der Pfalz auf Mission in Kamerun

Jung, dynamisch, mutig, auf Überraschungen gefasst – wer als junger Mensch die Chance ergreift, die Partnerkirche in Kamerun kennen zu lernen, hat etwas für das Leben gelernt.

Hier geht’s zum Abschlussbericht von Ruth und Johanna

Als Freiwillige im ÖFP-Programm der Evangelischen Mission in Solidarität haben Ruth Günther und Johanna Körner wichtige Erfahrungen in Bafoussam gemacht. Gastgeberin war die Presbyterianische Kirche in Kamerun (PCC), die aus der Arbeit der Basler Mission entstanden ist. Bafoussam liegt im französischen Teil des Landes. Kaum vorstellbar und doch wahr: von der schrecklichen Krise im englischsprachigen Teil ist dort nichts zu spüren, wären da nicht die vielen Tausend Geflüchteten, die unter äußerst beengten Verhältnissen bei Freunden und Verwandten unterkommen.
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In Nkambe (Donga Mantum, NWR) ein Schein von Normalität: Schuljahr hat begonnen

Für Schülerinnen und Schüler der Grund- und Oberschule sowie des Kindergartens in Nkambe hat am Montag 2. September das Schuljahr 2019/20 regulär begonnen. Wie lange werden die Soldaten von Paul Biya für die Sicherheit der Schüler sorgen? Die internationale Aufmerksamkeit bringt den Schulkindern Zugang zu Bildung. Deshalb halten wir die Aufmerksamkeit aufrecht, so gut es irgend geht. Hinschauen lohnt!
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Schüsse am Sonntagmorgen – Gottesdienstbesucher in Kumba-Fiango fürchten um ihr Leben

In Europa kann sich das kein Mensch vorstellen. Die Menschen besuchten gestern früh in Erwartung von spiritueller Zeit in einem geschützten Raum den Gottesdienst. Dort finden sie sich in Todesangst unter den Sitzbänken wieder, während die Nachbarschaft erschüttert wird von Schüssen und Kriegslärm. Während eigentlich die erste und zweite Schriftlesung zu hören sein sollte, hören die Menschen Todeslärm. Keiner weiß, wann ihn ein Querschläger oder eine gezielte Kugel trifft.

Diese Krise dauert schon viel zu lange und die Menschen wollen nur noch eines: raus, in Sicherheit!

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Schulprojekt für traumatisierte Flüchtlingskinder

Die Kinder aus den Partnerbezirken im anglophonen Kamerun sind die Leidtragenden. Sie tragen eine Hauptlast des Konflikts, an dem sie ganz und gar unschuldig sind. Nicht nur, dass viele Schulen geschlossen sind und sie seit drei Jahren keinen Unterricht mehr besuchen können, mussten viele auch mit ansehen, wie engste Familienangehörige oder Freunde ums Leben kamen. Für solche Kinder wurde jetzt in Bafoussam ein Schulsozial-Projekt ins Leben gerufen.
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Kinder tragen die Hauptlast, während der bewaffnete Konflikt weitergeht

Die internationale Abteilung der Deutschen Welle (DW) leistet eine gute Nachrichtenabdeckung zur Krise in Kamerun – leider nur in englischer Sprache. Einige Browser (wie Chrome) bieten aber eine interessante Funktion: den automatischen Übersetzer. Einmal angeklickt, kann man den Bericht in flüssigem Deutsch lesen.
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Verurteilt: lebenslänglich!

Die Situation in den Provinzen Nordwest und Südwest bleibt angespannt. In den frühen Morgenstunden des 20. August 2019 wurden zehn Verantwortliche der Unabhängigkeitsbewegung, darunter Julius Ayuk Tabe, von einem Militärgericht in Yaoundé zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Regierung Kameruns bleibt unterdessen den Beweis schuldig, dass sie willens und in der Lage ist, der Bevölkerung des englischsprachigen Teils von Kamerun ein Leben in Freiheit und Würde zu ermöglichen. In Bamti (Bui, Nordwest Kamerun) wurden unlängst drei Personen getötet, ein Haus und eine öffentliche Wasserquelle zerstört. Tägliche Schießereien in Bamenda und anderen Städten gehören zum Alltag. Unzählige der 530.000 (Quelle: UNHCR) aus ihren Häusern Vertriebenen vegetieren beinahe schutzlos in notdürftigen Behausungen im Regenwald oder bevölkern die überfüllten Städte im frankophonen Teil des Landes. Kinder tragen die Hauptlast, während der bewaffnete Konflikt weitergeht, mehr als 74 sind laut UNICEF zerstört. Seit nunmehr drei Jahren bleiben die meisten Schulen im Englischsprachigen geschlossen.

Unterdessen arbeiten internationale und nationale Akteure kontinuierlich daran, die rivalisierenden Parteien dieses anhaltenden Bürgerkriegs zum Waffenstillstand und aktiver Teilnahme an Friedensverhandlungen zu bewegen. Am ersten und letzten Mittwoch des Monats tragen die Frauen schwarz auf Initiative der Frauen in Südwest. Für Frieden durch Gerechtigkeit in Kamerun hat das Netzwerk Basler Mission Deutschland & Kooperationen am 23. Juli 2019 in Anwesenheit von zwei Abgeordneten des Deutschen Bundestags fast 7.000 Unterschriften präsentiert. Zur selben Stunde starben in Bafut (Nordwest) Unschuldige durch die anhaltende Gewalt von Militär und Sezessionisten. Der vergessene Konflikt in Kamerun ist auf dem Weg, sich zur Katastrophe auszuwachsen.

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23. Juli 2019 Öffentliche Präsentation der Unterschriften aus Deutschland für Frieden durch Gerechtigkeit in Kamerun

Die Unterschriftenaktion für „Frieden durch Gerechtigkeit in Kamerun“ ist im gesamten Bundesgebiet auf Resonanz gestoßen. Es sind 6.868 Unterschriften aus allen Postleitzahlbereichen Deutschlands eingegangen. Danke für diese große Unterstützung! Die Unterschriften und den damit verbundenen Aufruf für Frieden durch Gerechtigkeit möchten wir am Dienstag 23. Juli 2019 der Öffentlichkeit vorstellen:
 
Dienstag, 23.07.2019 ab 15.30 Uhr Stehempfang, 16 Uhr Veranstaltungsbeginn in Stuttgart-West, Vogelsangstr. 66 A (Tagungsstätte EMS)
 
MdB Dr. Stefan Kaufmann (Stuttgart) und MdB Dr. Christoph Hoffmann (Bad Krotzingen) haben ihr Kommen zugesagt. Nach Aussage der kirchlichen Hilfswerke sei „die größte Katastrophe das Vergessen“. Der Konflikt in Kamerun steht an erster Stelle auf der NRC-Liste der vergessenen Konflikte. Dem möchten wir im Namen der zahlreichen Kamerun-Partnerschaften mit dem Aufruf für Frieden durch Gerechtigkeit entgegen wirken.

„Die Unterschriften-Aktion war ein Volltreffer. Als Teil des Advocacy Netzwerkes für Frieden durch Gerechtigkeit in Kamerun freuen wir uns als Vorstand BMDZ (Basler Mission Deutscher Zweig e.V.) über die große Unterstützung und begrüßen, dass sich so viele Personen und Kirchenbezirke in ganz Deutschland mit dem Anliegen einer gewaltfreien Lösung solidarisieren.“
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Frieden stiften – PCC Pfarrerin zum Studium in Österreich

PCC Pfarrerin Anye Bih berichtet in Wien und eine Woche später beim Kamerun-Netzwerk in Salzburg von ihrer Spendenfinanzierten Weiterbildung in Konfliktbewältigung (Innsbruck) und über die Friedensarbeit der PCC in Kamerun. Der Evangelische Arbeitskreis für Weltmission (EAWM) in Österreich engagiert sich in vorbildlicher Weise für das Empowerment von Friedensstiftern in Kamerun (Klick auf Bild für weitere Informationen)

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Angriff auf schweizer Journalist „inakzeptabel“

Paul Biya trägt den anglophonen Konflikt Kameruns durch seine mondänen Aufenthalte im Genfer „INTERCONENTAL“ in die Schweiz. Klicken Sie hier für den gut recherchierten Bericht der Neuen Züricher Zeitung NZZ
Tageszeitungen in der Schweiz haben als erste von dem Zwischenfall am Mittwoch berichtet. Paul Biya behandelt die Journalisten seines Gastgebers wie die im eigenen Land: mit Gewalt.
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O komm, Du Geist des Friedens

Pfingsten 2019 in Deutschland und in Kamerun. Fast genau ein Jahr ist „Brennpunkt Kamerun“ online. Wer steht hinter dem Informationsdienst und was ist die Motivation?

„Ist es wirklich erst ein Jahr, dass wir mit dem Brennpunkt online sind?“, fragt Pfarrer Johannes Stahl, Initiator und Redakteur des Online-Informationsdienstes. „Mehrere Bezirkssynoden und Tausende mit Ihrer Unterschrift unterstützen den Aufruf für Frieden durch Gerechtigkeit, das ist ein großartiger Erfolg“. Hauptamtlich arbeitet Stahl als Partnerschaftskoordinator und Bildungsreferent für Südsudan, Nigeria und Kamerun für die Basler Mission Deutschland in der EMS Stuttgart. Großteils ehrenamtlich kümmert er sich um seriöse Informationen aus dem anglophonen Teil Kameruns, denn „Wahrheit sei das erste Opfer des Krieges“. Dabei ist es Stahl wichtig, nicht parteiisch aufzutreten, sondern für gewaltfreien Dialog und friedensfördernde Maßnahmen. „Die Nachrichten in den Social Media überschlagen sich. Aber vieles sind Fake News, die wir sortieren und klären müssen, alles andere wäre verantwortungslos“, sagt der Afrika-Referent der Basler Mission Deutschland. Eine Dienstreise als Partnerschaftspfarrer des ev. Kirchenbezirks Göppingen hat ihn 2010 erstmals in die ehemalige deutsche Kolonie geführt. „Wir haben den Menschen Kameruns gegenüber eine Verpflichtung aus der Geschichte. Dabei haben die Kamerun-Partnerschaften viel zum gegenseitigen Verständnis beigetragen. Ohne die vielen Kamerun-Freunde aus den zahlreichen Direktpartnerschaften in Baden, Württemberg und Hessen wäre so ein Online Informationsdienst gar nicht möglich.“ Entscheidend aber seien die Kontakte im Land, BrennpunktKamerun lebe von Augen- oder Ohrenzeugen. Ein sehr zuverlässiges Netzwerk sind die Kirchen, allen voran die Basler Partnerkirche Presbyterian Church in Cameroon (PCC), der Stahl durch viele Besuche und Gegenbesuche verbunden ist. Durch die Krise im Anglophonen haben sich auch Kontakte zu den Katholiken und Baptisten intensiviert, so unterhält beispielsweise das Bistum Limburg seit vielen Jahrzehnten eine lebendige Partnerschaft zur Diözöse Kumbo. „Das ist das einzig Gute, was ich der Katastrophe abgewinnen kann“, meint Stahl: „Dass wir in Deutschland und der Schweiz jetzt intensiver zusammen arbeiten und uns austauschen, ist ein Gewinn.“ So komme etwa der Rechtsanwalt Dr. Agbor Balla, der am 23. März 2019 in Stuttgart den Anstoß zur aktuellen Unterschriftenaktion „Frieden durch Gerechtigkeit“ gab, am 12. Juni in die Schweiz. „Als Basler Mission sind wir seit 200 Jahren gewohnt, grenzüberschreitend zu arbeiten. Das zahlt sich bis heute aus.“ Pfingsten ist das Fest des grenzüberschreitenden Verstehens, das gibt den Christinnen und Christen in Kamerun ebenso Hoffnung wie in Deutschland und der Schweiz. „Ich gebe die Hoffnung für Frieden in Kamerun nicht auf“. Damit, ist sich Stahl sicher, ist er nicht allein.

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Erdölraffinerie Sonara wird ein Raub der Flammen

Ein verheerender Brand gestern Nacht hat Sonara, die große Ölraffinerie in Limbe an der Atlantik Küste Kameruns, zerstört. Die Lieferverträge seien ausgesetzt, die meisten Mitarbeiter würden arbeitslos, heißt es.
Eine neue Stufe der Eskalation in einem Bürgerkrieg der anglophonen Krise, den niemand gewinnen kann. Der große Verlierer ist die Bevölkerung und damit auch unsere Partner in der PCC. Frieden durch Gerechtigkeit in Kamerun, Unterschriftenliste hier auf www.BrennpunktKamerun.org oder www.bmdz-online.org

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BMDZ Nothilfe kommt an

Die Göppinger haben über die Direktnothilfe der Basler Mission Deutschland gespendet. In Bamenda wurden notwendige Hilfsmittel gekauft und mit viel Wagemut, Geschick und Einsatz von den Partnern in die betroffenen Gebiete Menchum / NW Kamerun gebracht.
„Wir sagen DANKE an unsere Partner in Göppingen (Kirchenbezirk in Württemberg) für ihr Mitgefühl und Hilfe für Binnenflüchtlinge im Kirchenbezirk Menchum (NW Kamerun)“ Die Vorsitzende des Kirchenbezirks Madame Thega Esther und Dekan Nchotu Moses Shu.
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Putin schützt Biya

Paul Biya dankt dem russischen Botschafter persönlich. Warum? Montag, 13. Mai 2019: Russland springt bei einem Treffen in Arria, das der UN-Sicherheitsrat in New York zur humanitären Lage in Kamerun anberaumt hatte, der kamerunischen Regierung bei. „Alles deutet darauf hin, dass einige unserer Kollegen (Vereinigte Staaten von Amerika, Norwegen, Vereinigtes Königreich, Deutschland, Dominikanische Republik …) über eine Intervention in Kamerun nachdenken. Im Moment haben wir allen Grund zu der Annahme, dass Kamerun dieses heikle Problem allein lösen kann.“ Mit dieser Meinung dürfte Putin ziemlich alleine stehen.
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Unterschreiben jetzt! Für Frieden durch Gerechtigkeit in Kamerun

Täglich gehen ausgefüllte Unterschriften bei der Basler Mission Deutschland in Stuttgart ein. Um die von den Partnern in Kamerun gewünschte Million zu erreichen, braucht es noch viele viele Unterschriften. Machen Sie mit, laden Sie sich den Aufruf samt Unterschriftenliste hier herunter und laden Sie Freunde und Kollegen ein. Jede Unterschrift ist ein Zeichen für Frieden und Gerechtigkeit für Kamerun!
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frei gelassen

frei und gelassen
in Christus
frei und gelassen aber bedroht
die ordnung der etablierten das lassen sie sich nicht gefallen
und schlagen ins gesicht
was schlägst du mich?
fragt Christus habe ich übel geredet so beweise
und Hannas sandte ihn gebunden
zu dem hohen priester der seine ordnung bedroht sah und sie schlugen ihn
ans kreuz
gewalt hat die
ohnmächtigen
stets aufs kreuz gelegt Aber das ist nicht das ende
dies ist mein geliebter Sohn meine geliebte Tochter
frei und gelassen
sollst du sein und
leben

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Paul Biya und die Schweiz

https://www.welt-sichten.org/artikel/35927/der-praesident-geniesst-den-genfer-luxus

Unter dem Titel „Der Präsident genießt den Genfer Luxus“ geht WELTSICHTEN in einem sauber recherchierten Artikel den Gerüchten nach, dass der kamerunische Präsident Paul Biya Millionen aus kamerunischen Staatskasse in der Schweiz verprasst. Auch in Baden Baden hat der Diktator schon viel Geld ausgegeben.
Paul Biya und die Schweiz

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berührt – bewegt – befreit

Passion und Mitleiden, Schmerz spüren und Trauer zulassen, Hoffen und Auferstehen. Die Kamerun-Partnerschaft Kirchenbezirk Göppingen hat in einer berührenden Passionsandacht in der Stiftskirche Bad Boll dem Leiden der Partner in Menchum gedacht: Informieren, Beten, Schweigen, Singen und Unterschreiben für Frieden und Gerechtigkeit in Kamerun.
 
Danke an Familie Hilsenbeck und Pfarrer Schart, Bad Boll und an die Mitglieder Partnerschaftsausschuss im Kirchenbezirk Göppingen.

Johannes Stahl, Partnerschafts-Koordinator Basler Mission/EMS Stuttgart

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„Ich möchte meine Freunde zurück und meine Schule!“

Wie erleben Kinder die Krise in Kamerun? 

Fai Alison (Name geändert), ein Viertklässler aus Nseh, einem Dorf im Bui Bezirk, musste fliehen. Er ist heute einer von etwa 500.000 Internally Displaced People (IDPs, Binnenflüchtlinge) in Kamerun. Der Zwölfjährige erzählt:
„Sie kommen! Leute, rennt! Sie sind schon im Mbovem Dorf, rennt schneller…“ Dies sind die letzten Worte seines Lehrers, an die sich Alison erinnert. Es waren die letzten Worte, die er in dem Klassenzimmer seiner Schule im November 2016 gehört hat. Er und alle anderen dachten, sie würden nach ein paar Tagen zurückkommen. Das hat sich als Märchen entpuppt, heute sind die Türen der Cameroon Baptist School Nse, die er besuchte, von Spinnweben versiegelt, in den Klassenzimmern tummeln sich Ziegen.
Alison verbrachte viele Tage in einem abgelegenen Dorf, wo er seine Mutter auf der Farm unterstützte, während seine Schwester von einer Tante in die Hauptstadt Yaoundé (im französischsprachigen Teil Kameruns) gebracht wurde. Nachdem er zwei Jahre in dem Dorf seiner Mutter in der Landwirtschaft geholfen hatte, nahm ihn die Tante seiner Mutter mit in die englischsprachige Hauptstadt des Nordwestens nach Bamenda, wo er jetzt bei einer Familie wohnt, sich um ein einjähriges Mädchen kümmert und als „Hauslehrer“ angestellt ist. Doch das stellt ihn nicht zufrieden. Er sagt, dass er die Gemeinschaft der anderen Kinder und seine Freunde sehr vermisst.
Dann erzählt Alison, dass er Albträume hat, wenn er an seinen Vater und seine Freunde denkt. Die schlimmsten Träume hat er, wenn er hört, dass das Militär wieder ein Dorf angegriffen hat auf der Suche nach „Ambazonia“ Kämpfern. „Jeder wird geschlagen mit großen Militär-Schlagstöcken und manche werden getötet.“
„Meine Schwestern hat „Lamnso“ (die Sprache des Nso-Volks) verlernt und ist schon in der zweiten Klasse der Sekundarschule. Sie kann Englisch sprechen. Ich möchte sein wie sie“, sagt er. „Ich möchte zurück in die Schule. Mein schlimmster Verlust ist die Farm und Wohnhaus unserer Großfamilie und die Kirche von Ngendzen, die beide dem Feuer zum Opfer gefallen sind. Ngendzen ist das Dorf, wo ich in der Landwirtschaft gearbeitet und mit meiner Großmutter Erdnüsse gegessen habe. Das Knallen von Gewehrschüssen jagt mir immer Angst ein und ich bete jeden Tag, dass die Dinge wieder normal werden, so dass ich zur Schule gehen kann. Unglücklicherweise bin ich inzwischen zu alt für die Grundschule, aber ich wäre total happy, wieder zur Schule zu gehen.“
Aus Lamnso übersetzt von D.G.A.B
 
Lamnso’ wird von der Nso’-Gruppe im Bui-Bezirk der Region Nordwest Kameruns gesprochen. Wörtlich übersetzt bedeutet Lamnso’ „Sprache der Nso‘-Menschen“. Es handelt sich dabei um eine Grasland-Bantusprache, die zur Ost-Ring-Gruppe der Grasland-Sprachen im engeren Sinne gehört. Nach der Internetdatenbank „Ethnologue“ gibt es etwa 240.000 Sprecher des Lamnso‘ (Lewis et al. 2015), von denen die meisten im traditionellen Nso’-Stammesfürstentum leben, welches auch Teil des Bui-Bezirkes ist.

Die Person, die das Interview mit dem Jungen geführt hat, ist persönlich bekannt. Sie steht in Kontakt mit Kindern von IDPs und sagt, es sei eine Geschichte, wie sie jetzt viele Kinder erzählen in Kamerun. Aber es hört niemand zu.
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Wie sogenannte Freiheitskämpfer ihrer eigenen Bevölkerung schaden

Das „Journalducameroun“ berichtet von der Entführung von mindestens drei Müllwerkern in Bamenda durch unbekannte bewaffnete Männer. Sollten wie schon vor vier Wochen die Freiheitskämpfer der sogenannten „Ambazonier“ dahinter stecken, zeigt dieses Beispiel, wie im Namen der Freiheit das eigene Volk terrorisiert wird. Die Angst der Bevölkerung: „jetzt können wir bald wieder, wie vor einem Monat zusammen mit Ratten über Abfallberge klettern in der Stadt.“
Nicht nur sind die sogenannten Freiheitskämpfer, die durch Verhaftung und Mord an ihren Freunden durch das Militär radikalisiert wurden, für den Rückzug der staatlichen Müllabfuhr aus weiten Teilen des englisch sprachigen Kameruns verantwortlich, sondern mit weit dramatischeren Folgen auch für geschlossene Schulen. Seit bald drei Jahren hat die Jugend des anglophonen Kamerun keine Chance mehr auf Bildung und Unterricht: eine „verlorene“ Generation?
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Chiefs in Ndu und Boyo ermordet

Sub Chief von FUH im Landkreis Ndu (Donga Mantum), seine Ecellence Fai Ngantu Noah Bongung, vom Militär ermordet

Nur zwei Tage nach dem Mord am Sub Chief von Boyo wurde der zweithöchste traditionelle Herrscher in Ndu Opfer der Willkür von Regierungssoldaten, berichtet Prince Nfor Hanson Nchanji. „Wer als traditioneller Herrscher im anglophonen Kamerun nicht die Meinung der Regierung teilt, wird kalt gestellt.“

Am Montag 08. April 2019 stürmten Militärs den Ort Ndu und erschossen drei Männer. Der traditionelle Herrscher und ein junger Mann wurden entführt und später an einer Straßenkreuzung tot aufgefunden. Nach unbestätigten Berichten warf die Regierung ihnen vor, Freiheitskämpfer unterstützt zu haben.

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Auf dem Weg zum Gottesdienst einfach erschossen

Ein Opfer des „Lockdown“ (Geisterstadt) der sogenannten Freiheitskämpfer: diese junge Frau starb im Molyko Solidarity Krankenhaus. Gestern früh war sie auf dem Weg zum Gottesdienst, als unbekannte Männer auf sie anlegten und das Feuer eröffneten. Auf eine junge wehrlose Frau! Die Situation in Molyko, Mile 16/17 und Muea ist äußerst angespannt.

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Vier-Wochen-Streik löst neue Fluchtwelle aus

Längst hat sich die Strategie der Unabhängigkeitskämpfer, durch Schulstreiks und Marktstreiks (Ghost Town) das Einlenken der Regierung zu erzwingen, zu einer Form der Gewalt an den Schwächsten der Schwachen entwickelt: Frauen und Kinder leiden besonders unter dem faktischen Hausarrest, zu dem die Amba-Bewegung jetzt erneut aufgerufen hat und den sie gegebenenfalls auch mit Gewalt durchsetzt.

Nicht alles, was im Journal du Cameroun steht, ist eine seriöse Nachricht. Doch der drohende vier-Wochen-Streik und die dadurch einsetzende neue Fluchtwelle aus dem Gebiet um Buea (Fako South) gilt als bestätigt.“Ich möchte das Leiden des letzten Generalstreiks (vom Februar 2019) nicht noch einmal erleben“ – so wird ein Flüchtender auf dem Weg in die französisch-sprachige Wirtschaftsmetropole Douala zitiert. Doch (zu) viele vor ihm haben bereits den Weg in den Osten des Landes gesucht, was neues Elend verursacht. Denn sind die Vorräte und wenigen Ersparnisse erst einmal aufgebraucht, droht ein Leben auf der Strasse.
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Frauen für Frieden protestieren gegen die Zerstörung von Krankenhäusern

Bei der Bewegung „Frauen für Frieden“ (Women for Peace) sind auch Männer willkommen. Hier hält ein mutiger Demonstrant das Schild hoch, das auf die massive Zerstörung von Gesundheitsstationen und Krankenhäusern im anglophonen Landesteil hinweist. Egal ob durch marodierende Freiheitskämpfer, Militär oder Fahrlässigkeit wie Kurzschluss: immer sind die Leidtragenden Kranke, Alte und Frauen, die immer weitere Wege für medizinische Hilfe auf sich nehmen müssen. Oder gar nie dort ankommen.

Jede und jeder kann mitmachen: Plakat kopieren und ausdrucken, dann ein Foto von sich mit dem Plakat machen und das Foto via facebook oder stahl@ems-online.org online stellen.
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Draufsicht Bamenda – Friedens- und Filmprojekt. Sehenswert!


Die Stimmen junger Menschen beklagen den Frieden angesichts der sozio-politischen Spannungen, welche die englischsprachigen Regionen Kameruns infolge des kolonialen Erbes erschüttert haben. Diese jungen Leute rufen die Gewalttäter auf poetische Weise auf zu friedlichen Mitteln, um die Krise zu beenden. Wie Ghandhi glauben sie, dass FRIEDEN MÖGLICH ist. #PeaceIsPossible „Let’s Keep Peace“ ist eine Produktion von Draufsicht Bamenda und der Young African Leaders Initiative Nigeria Cohort Three. – Von der aktuellen soziopolitischen Krise geplagt, zeigen junge Menschen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten ihre Ansichten.

Es ist eine Tatsache, dass unbewaffnete Zivilisten, die nicht wissen, wie diese Krise tatsächlich begann, den Preis in harter Währung bezahlen. Sie sterben jeden einzelnen Tag. Wir jungen Leute glauben, dass der Frieden uns aus den Fesseln derer, die uns jeden Tag töten, befreien kann. Wir beten für Frieden. Das ist die einzige Lösung für dieses Problem, an dem wir ertrinken. Leben sind verloren, Eigentum und Arbeitsplätze wurden uns genommen. Frieden ist der einzige Weg, der dieses Problem lösen kann. Tod und Geburt sind sich zu nahe gekommen, der Tod ist an die Stelle der Geburt getreten. Ich lache und bin glücklich mit meinen Jungs, aber das Nächste was ich sehe ist Blut, weil unschuldige als Verdächtige gelten. Sie töten unsere Männer, entführen unsere Kinder und stürzen uns in tiefsten Schmerz. Die Mutter Erde weint. Wie lange werde ich weiter schlucken? Sie gehen als Lebende weg, aber als Leichen kommen sie zurück. Ich höre noch immer mein Baby weinen! Es zerreißt mich, dass ich es nicht erreichen kann, denn zwischen meinem Baby und mir ist der Tod!

Die Autorität, mit der sie vorgeben. Ihr Land zu schützen, ist dieselbe Autorität, die meinen Körper und meine Blöße schützen müsste. Aber der Schütze geht frei, mein Volk bezahlt die, die schießen, mit ihrem Leben. Zivilisten leiden wie Gras unter den Auswirkungen Ihrer Elefantenshows. Können die Elefanten nicht aufhören, auf uns herumzutrampeln? Sie flüstern uns ein: Waffen zu tragen, eine Pistole halten sei Stärke und keine Feigheit, aber wir lassen uns nicht täuschen. Waffen legt ab, nehmt allen Mut zusammen und redet endlich miteinander. Stoppt den Krieg! Kommt zusammen! Gemeinsam treten wir ein für Frieden.

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