Brennpunkt  .   Kamerun

Adventsgebet für Kamerun

Organisieren Sie in der Adventszeit ein Friedensgebet für Kamerun. Danke für Idee und Vorlagen aus dem Bistum Limburg und von der Basler Mission Deutschland.

Hier finden Sie hilfreiche Materialien:

Ablaufplan Friedensgebet Kamerun

Liedblatt final

Unser Geist ist in Ängsten Psalm Fürbitten

Stimmen aus Kamerun – kurz 11-2018

Brennpunkt Kamerun_Farbvarianten

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Markt in Bamenda abgebrannt

Vergangene Woche sind mehr als 200 Marktstände auf dem Central Market in Bamenda (NW Kamerun) abgebrannt. Ein elektrischer Defekt wird vermutet, aber auch Brandstiftung kann nicht ausgeschlossen werden. Mehr als 200 Marktbeschicker (meist Frauen und ihre Großfamilien) stehen wirtschaftlich vor dem Nichts.

https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=917749365101756&id=821568421386518

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In seiner Heimat mit dem Tod bedroht

Ich habe Pastor Paul Nillong aus Kamerun kürzlich in Ellwangen kennengelernt. Mutig setzt er sich für die Menschenrechte in seiner Heimat ein. Jetzt berichtet die Schwäbische über sein Schicksal:

https://www.schwaebische.de/landkreis/ostalbkreis/ellwangen_artikel,-in-seiner-heimat-ist-paul-nillong-mit-dem-tod-bedroht-_arid,10968823.html

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Hunderttausende in Kamerun auf der Flucht

Genf. Die Gewalt im Westen Kameruns hat nach UN-Angaben Hunderttausende Menschen in die Flucht gezwungen. In dem afrikanischen Land irrten 436 000 Binnenflüchtlinge umher, so das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte am Dienstag in Genf. Über 30 000 Menschen seien zudem in das benachbarte Nigeria geflohen. Die UNO forderte die Armee und die Separatisten auf, Zivilisten zu schonen. epd/nd

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Hunger, Verletzte, Entführte, Tote – „wir weinen, wir sterben, niemand sieht es“

Heute 22.11.2018 wieder Berichte über mehr als 30 tote Unabhängigkeitskämpfer in Nordwest Kamerun, Mayo Binka area bei Nkambé. Schreckliche Bilder aus Bali und Kumfutu von toten jungen Männern, so viel Hoffnung, so viel Leben zerstört! In Kumba Meme District vorgestern 9 Schüler und ein Lehrer entführt, in Buea am Montag mehrere Universitätsprofessoren entführt. Wo das Militär auf Separatisten trifft, wird kurzer Prozess gemacht. Die kamerunische Armee stellt Bilder von toten jungen Männern in FlipFlops ins Netz und behauptet, die hätten gegen das Militär gekämpft. Die Wahrheit stirbt in Kamerun schon lange, jetzt hungern immer mehr Menschen in diesem eigentlich so fruchtbaren und schönen Land, wo niemand hungern müsste: „wir weinen, wir sterben, niemand sieht es“

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Rev COSMAS OMBOTO ONDARI durch Militärkugeln getötet

Der katholische Priester Rev. Fr. Cosmas Oboto Ondari starb am Mittwoch Nachmittag in Kembong, Diözöse Mamfe, laut Augenzeugenberichten vor seiner Kirche im Kreuzfeuer kamerunischer Soldaten. Cosmas Oboto Ondari wurde 33 Jahre alt. Er war im April mit Geflüchteten nach Kembong zurückgekehrt, nach dem im Dezember 2017 viele Häuser vom Militär niedergebrannt worden waren. Mit Rev Ondari starb Mr. Johnson Ndip Nchot, nur wenige meter von Rev. Ondari entfernt. Friede ihren Seelen.

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145 Dörfer abgebrannt

Anfang Juni 2018 wurden über 60 Dörfer gezählt, die vom kamerunischen Militär angezündet worden sind, immer wieder verbrannten Alte und Schwache bei lebendigem Leib. Inzwischen hat sich die Zahl mehr als verdoppelt, eine Liste von Mitte November nennt 125 Namen von Dörfern und Städten, in denen Häuser angezündet wurden. O God have mercy.

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Kriegshandlungen in Kumbo. Wum/Menchum. Die Menschen leiden wie Hunde, die Zivilbevölkerung hungert

Die Nachrichten aus Nordwest Kamerun reißen nicht ab. Verzweifelte Hilferufe erreichen uns aus Kumbo, wo es in der letzten Woche wieder zu Schusswechseln, Brandanschlägen, Folter und Diebstahl durch die Angehörige der kamerunischen Armee kam. Zivilisten geraten in das Kreuzfeuer, Straßensperren der Unabhängigkeitskämpfer verhindern, dass Lebensmittel in die Stadt und das Hinterland transportiert werden können. „Wir wissen nicht, was wir essen sollen, wenn es nicht bald aufhört“, schreibt ein junger Mann aus Kumbo. Auch ehemalige Freiwillige, die in Kumbo viele Freunde haben, erreichen ähnliche Nachrichten. Fast dasselbe passiert in der Menchum Region, in Esu und Weh, wie die Partner des Kirchenbezirks Göppingen berichten. Häuser werden wahllos niedergebrannt, weil das Militär dort Rebellen vermutet. Die Angst ist grenzenlos. Wie kann unsere Bundesregierung hier einfach zusehen? Wie kann Präsident Macron und mit ihm die Staatschefs der sogenannten wichtigsten Länder dieser Welt der Toten der Weltkriege gedenken und zum Frieden aufrufen, aber weiter Rohöl und Rohstoffe aus Kamerun importieren und das Regime dort mit Millionen Euro versorgen? Wie kann die Schweiz und die Bundesrepublik den altersschwachen Kamerun-Präsidenten Paul Biya seit über 30 Jahren in Genf und Baden Baden residieren und kuren lassen, während sein Volk vor die Hunde geht? Sind wir noch zu retten?

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Wir weinen, wir sterben, niemand sieht es

Wir weinen, wir sterben, niemand sieht es

von Elisa Rheinheimer-Chabbi 14.11.2018

Es sollte ein Telefoninterview werden wie andere auch. Doch was Elisa Rheinheimer-Chabbi heute erlebte, als sie mit einem Pfarrer in Kamerun sprach, wurde zum Dokument der Verzweiflung. Es zeigt, wie fatal sich falsche Hilfe aus Deutschland auswirken kann. Reverend James Gong hat Todesangst. In seinem Land herrscht Bürgerkrieg: »In den Augen unserer Regierung sind wir nicht länger Menschen.«

Reverend James Gong ist Pfarrer in Kamerun. Mit seiner Familie lebt er im Westen des Landes, in dem Ort Ndop. Am Mittwoch, 14. November, ist er mit Publik-Forum zu einem Telefonat verabredet, um über die Situation in seiner Heimat zu berichten, die sich immer mehr zuspitzt. Eine Telefonverbindung kann nicht aufgebaut werden, und so sende ich Fragen per WhatsApp und James Gong, der eigentlich anders heißt, beantwortet sie in Echtzeit schriftlich und per Sprachnachricht.
»Wir sind unter Beschuss« ist das Erste, was er sagt. »Jetzt gerade.«

Publik-Forum.de: Herr Gong, wo sind Sie gerade?

James Gong: Ich bin in meinem Haus, das kann ich schon seit Tagen nicht mehr verlassen. Ich liege hier auf dem Boden während wir sprechen, denn draußen fallen Schüsse. Es gibt genug Menschen, die sogar in ihrem Haus getötet wurden von Gewehrkugeln. Deshalb liege ich.

Am anderen Ende der Leitung hört man ein Huhn gackern, dann metallene Geräusche. Sind es Schüsse? Continue reading „Wir weinen, wir sterben, niemand sieht es“

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Alle in Kamerun entführten Schüler und Lehrer frei

YAOUNDE. Eine Woche nach ihrer Entführung sind auch die letzten vier der mehr als 80 von Rebellen verschleppten Schüler und Lehrer in Kamerun wieder frei.

Die beiden 11 und 17 Jahre alten Schüler sowie ein Lehrer und der Schulleiter seien in Sicherheit, erklärte der Vorsitzende der presbyterianischen Kirche Kameruns, Samuel Fonki Forba, am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Die Schüler und Lehrer waren in der Nacht zum 5. November aus einer weiterführenden Schule der Kirchengemeinschaft in Bamenda im Nordwesten Kameruns entführt worden. Die Kirche hatte daraufhin ihre Schulen in der Region aus Sicherheitsgründen geschlossen. Die meisten Geiseln wurden nach zwei Tagen freigelassen.

Die Behörden vermuten Separatisten der englischsprachigen Minderheit Kameruns hinter der Entführung. Die Mehrheit der 23 Millionen Kameruner spricht französisch. In den vergangenen Jahren hat sich in der englischsprachigen Minderheit im Grenzgebiet zu Nigeria eine gewalttätige Separatistenbewegung gebildet.

https://www.nachrichten.at/nachrichten/weltspiegel/Alle-in-Kamerun-entfuehrten-Schueler-und-Lehrer-frei;art17,3062005

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Du Gott des Friedens – Fürbitten für Kamerun aus dem Partnerbezirk Heidenheim

Du Gott des Friedens, so viel Blut und Tränen wurden und werden in diesen Tagen in Kamerun vergossen – auch in unserem Partnerbezirk in Bali. Wehre doch dem Töten und Zerstören. Schenke Gedanken des Friedens und der Versöhnung in die Herzen und Sinne der verfeindeten Parteien.

Du Gott der Liebe, dir sei Dank, dass die 80 entführten Schülerinnen und Schüler aus Nwen/Bamenda wieder frei sind. Lass auch den Schuldirektor und Lehrer von Ngwen und die entführten Schüler und Lehrer aus unserem Partnerbezirk Bali bald frei kommen und heile die Wunden an Leib und Seele.

„Ich will euch trösten wie einen seine Mutter tröstet (Jes. 66,13)“ so versprichst du uns durch deinen Propheten Jesaja. Tröste all diejenigen, die Angehörige und Freunde in diesem Konflikt verloren haben. Lass sie die Hoffnung auf eine friedliche Beilegung des Streits nicht aufgeben. Stärke unsere Schwestern und Brüder in unseren Partnerbezirken und den Kriegsgebieten – erhalte ihnen und uns den Glauben und die Hoffnung.

Quelle: Pfarrer Rolf Bareis, Sontheim/Brenz

Der Dekan des Heidenheimer Partnerbezirks Bali-Nyonga hat geschrieben, dass auch aus dem Internat in Bali „CPC Bali“ Schüler und ein Lehrer entführt worden seien… …die haben es nicht in die Nachrichten geschafft. Sie sind nach unseren Informationen auch noch nicht befreit.
Dekan Anjoambom schreibt: „Shooting is still going on. Christians cannot return (Anm.: wer in größere Städte fliehen konnte ist weg aus Bali, das inzwischen fast einer Geisterstadt gleicht). CPC Bali was involved in the kidnapping too as some students and a teacher of CPC were kidnapped. We are just surviving in the middle of heavy gunshots and only trusting in God. We thank you people for the prayers and concerns. We only pray that this war should end fast as children can not even go to school. It is very worrying and we are like helpless now. God should protect us and our children…“
Was sich auf der Straße bewegt wird unter Beschuss genommen, sowohl von den Soldaten der Kameruner Armee als auch den Separatisten (die keine einheitliche Größe sind, sondern mindestens 6 verschiedene Organisationen). Inmitten des Kugelhagels und der Zerstörung harren unsere Kolleginnen und Kollegen aus und versuchen den Menschen Trost und Hoffnung zu geben.

Täglich hören wir von andauernden Kämpfen und unmotivierten Schießereien auf Straßen, in Dörfern und Städten in Southwest und Northwest Cameroon. Die Kämpfe der kamerunischen Armee gegen die Anglophone Zivilbevölkerung gehen offenbar unvermindert weiter.

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„GEWALT ERZEUGT GEWALT – WIR STEHEN IN DER VERANTWORTUNG“: LANDESBISCHOF CORNELIUS-BUNDSCHUH ZUR ESKALATION IN KAMERUN

Die Evangelische Kirche in Baden (EKIBA) hat auf die Gewalt gegen die Zivilbevölkerung in Kamerun mit einer deutlichen Stellungnahme und Pressemitteilung reagiert. Landesbischof Cornelius-Bundschuh betont die Mitverantwortung der Gesellschaft und Regierung von Deutschland und Frankreich für die englisch Sprechende Minderheit in Kamerun. „Wer will, dass die Menschen in Kamerun in Frieden leben können, muss den Dialog fördern“, so der badische Landesbischof. Lesen Sie den ganzen Text:

2018-11-08 Kamerun Stellungnahme Landesbischof zu Kamerun

2018-11-08 PM Kamerun

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Alle 78 Schüler und der Fahrer sind frei!

https://www.tagesschau.de/ausland/kamerun-schueler-entfuehrung-103.html

Aufatmen am Morgen. Heute früh um 6 Uhr kam die erlösende Nachricht, dass alle Schülerinnen und Schüler einschließlich des Fahrers befreit sind! Der Schuldirektor und ein Lehrer sind jedoch noch in der Hand der Entführer, deren Identität bis jetzt nicht geklärt ist. Es wird dazu aufgerufen, für die beiden zu beten. Die Schüler werden in Bamenda betreut.

In der ARD wird der Moderator der PCC, Rt. Rev. Samuel Fonki Forba, mit den Worten zitiert: „Die Kirche werde ihre Schulen in der Region aus Sicherheitsgründen bis auf weiteres schließen. Wir haben die Eltern angerufen und ihnen gesagt, dass sie ihre Kinder jetzt wieder nach Hause mitnehmen können.“ Das bedeutet einen weiteren Rückschlag im Bemühen der kirchlichen Schulen im Anglophonen Kamerun, den Kindern und Jugendlichen trotz der politischen Krise eine gute Schuldbildung zu ermöglichen. Kinder, die seit über zwei Jahren nicht zur Schule gehen können und Jugendliche, denen damit der Zugang zu den Abschlussprüfungen und zur Universität verwehrt ist, gehören zu den am nachhaltigsten Betroffenen Opfern dieses unsäglichen Bürgerkriegs.

Message des Moderators:
„Praise God 78 children and the driver have been released. The Principal and one Teacher are still with the kidnappers. Let us keep praying. For now we still do not know the kidnappers until we interview the students.“

Wer sind die Täter?
Dazu gibt es im Netz eine intensive Diskussion. Die Regierung schiebt die Schuld auf die Separatisten, die Separatisten verdächtigen die Regierung. An Spekulationen beteiligen wir uns nicht. Doch es scheint überlegenswert, was eine reflektierte Stimme aus Kamerun dazu sagt:

„Die gesamten Umstände der Entführung lassen eigentlich nur eine Schlussfolgerung zu. Der kamerunische Staat mit seinen Sicherheitskräften war entweder direkt oder indirekt an der Entführung beteiligt. Schauen wir uns die Verhältnisse in Bamenda an:

  1. Die Schule wird wie alle anderen Internatsschulen permanent durch die Armee bewacht
  2. Die ganze Stadt ist voll mit Armee, Gendarmerie und Polizei
  3. Es gibt über das gesamte Stadtgebiet Kontrollpunkte der Armee, insbesondere an den Einfallstraßen
  4. Es gibt eine nächtliche Ausgangssperre
  5. Für die Entführung einer solchen Größenordnung bedarf es einer gut geplanten Logistik inklusive große Busse oder LKW

Unter diesen Umständen ist es eher unwahrscheinlich, dass lokale Amba Boys zu solch einer Aktion in der Lage sind. Ein Schulgelände ist relativ abgeschottet, dennoch scheint es kaum möglich, 80 Menschen unbemerkt zu entführen. Ein pikantes Detail ist das Video der ersten Entführung vom 31.10. Der Entführer spricht ein sehr schlechtes Pidgin Englisch mit französischen Akzent. Der Blogger Boris Bertold identifizierte den Mann als einen Angehörigen der Armee aus der Centre Region.“ Sein Name wird mit Mr. Mveng Armel Rostand angegeben.

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PCC Internat gestürmt, fast 80 Schüler in Bamenda entführt

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-11/kamerun-entfuehrung-schueler-bewaffnete

Alle große Medien berichten von der Entführung von 79 Studierenden und 3 Lehrern der PSS Ngwen in Bamenda. Die Kirchenleitung unserer Partner PCC  (Presbyterian Church in Cameroon) bestätigt, mit den Entführern in Kontakt zu sein. Augenblicklich versucht man, eine Namensliste der Entführten zusammen zu stellen. Vollkommen unklar ist, um wen es sich bei den Entführern handelt. Zugleich ist es unstrittig, dass in der Vergangenheit erheblicher Druck von den ambazonischen Unabhängigkeitskräften ausging, um Schulbesuch zu verhindern und den zweijährigen Schulstreik aufrecht zu erhalten. Von Seiten der Kirchenleitung werde man alles tun, um die Kinder und Lehrer zu befreien, heißt es. Wir denken an die Betroffenen, an die Eltern und Geschwister und an unsere Partner in der PCC. Mein Gott, warum?

Ein sogenannter „Ambazonische Regierungsrat“ hat sich umgehend von der Entführung distanziert. Die Gruppe von Exil-Kamerunern, die in Ohio USA ihren Sitz hat, ist allerdings nur eine von sieben Diaspora-Gruppen, über die nach Insider-Informationen die „Amba-Kämpfer“ oder „Amba-Boys“ im Anglophonen Kamerun gesteuert werden. Nach anderen Informationen stecke die kamerunische Regierung hinter der Entführung, habe sie aber den Amba Boys in die Schuhe geschoben, nur um jetzt um so entschlossener gegen sie vorgehen zu können. Spekulationen, wilde Gerüchte – all das hilft weder den Eltern noch den Betroffenen. Die Bundesregierung sollte alles dafür tun, damit Frankreich und Großbritannien ihren Einfluss auf den scheinbar demokratisch gewählten Paul Biya geltend machen, um den Anglophonen Konflikt zu beenden und die Menschenrechte in ganz Kamerun wieder zu etablieren.

 

 

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Nothilfeprojekt Kamerun braucht weiter Unterstützung!

Die Not im Anglophonen Kamerun ist weiter sehr groß. Die Basler Mission 21 ist gemeinsam mit den Kirchen und fünf weiteren NGOs in Kamerun engagiert, viel Not konnte bereits gelindert werden. Doch die Herausforderung ist groß. Noch immer kommen neue Flüchtlinge in die Behelfslager, weil ihr Dorf abgebrannt wurde oder das Militär ihnen zusetzt.

Unterstützen Sie jetzt das Nothilfeprojekt in Kamerun.

Herzlichen Dank!

Spenden: Evangelische Bank eG

DE91 5206 0410 0000 0011 80   BIC: GENODEF1EK1

Nothilfe und Wiederaufbau Kamerun

Zum NOTHILFE-Projekt Kamerun schreibt der Leiter der Internationalen Beziehungen von Mission 21 in Basel, Jochen Kirsch:

Nach intensiven Vorbereitungen haben wir ein umfassendes ökumenisches humanitäres Hilfsprogramm zur Unterstützung der notleidenden Bevölkerung im anglophonen Kamerun gestartet. Die Kirchen nehmen in diesem Konflikt eine zentrale Rolle ein: Sie sind für beide Konfliktparteien eine wichtige und unüberhörbare Stimme in der Anwaltschaft für die Wahrung der Menschenrechte und als Mahner für die Wiederherstellung einer Gesellschaftsordnung in Kamerun, die geprägt ist von der Suche nach Frieden in Gerechtigkeit. Sie sind allseits anerkannte Mittler zwischen den Konfliktparteien. Wir wollen die großen Kirchen Kameruns in dieser wichtigen Aufgabe nicht alleine lassen!

Vor diesem Hintergrund hat die Basler Mission 21 in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen (UNOCHA), der PCC, der katholischen Kirche, dem Verband baptistischer Kirchen (Cameroon Baptist Convention, CBC) sowie weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen ein ökumenisches Nothilfe und Wiederaufbauprogramm in Kamerun lanciert (Ecumenical Relief and Rehabilitation Programme: ERRP), um der notleidenden Bevölkerung umfassende und nachhaltige Hilfe zu leisten. Damit wird das kirchliche Engagement professionalisiert, Einzelaktionen werden zu einem synergetischen Ganzen ergänzt und koordiniert, und es wird sichergestellt, dass Hilfe jenseits konfessioneller oder religiöser Zugehörigkeiten nachhaltig dort ankommt, wo und wie sie am meisten gebraucht wird.

Basler Mission – Deutscher Zweig e.V.

Mitglied in der Evangelischen Mission in Solidarität e.V.
Vogelsangstr. 62
70197 Stuttgart
Kamerun Partnerschaftskoordinator
Pfr. Johannes Stahl
Tel.: +49 711 636 7825
Fax: +49 711 636 2005
stahl@ems-online.org

www.bmdz-online.org

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US Missionar und Vater von acht Kindern in NW Kamerun getötet

Sein Bruder ist State Representative im US-Staat Indiana, doch das half Charles Wesco in der aktuellen Gewaltspirale in Kamerun nicht. Der US Missionar der Baptisten war am Dienstag morgen mit seiner Frau, einem Sohn und einem Mitarbeiter zum Einkaufen zwischen Bambili und Bamenda unterwegs, als ihn eine Gewehrkugel im Kopf traf. Er wurde in eine Gesundheitsstation und anschließend in ein Krankenhaus in Bamenda gebracht, doch die Ärzte konnten das Leben des 44-jährigen Vaters von acht Kindern nicht retten. Ein weiterer Fall von völlig sinnloser Gewalt in der Auseinandersetzung zwischen dem kamerunischen Militär und Unabhängigkeitskämpfern. Der Kampf um die Wahrheit hat bereits begonnen. Augenzeugen sprechen von Soldatenkugeln, die kamerunische Regierung spricht von Kreuzfeuer. Das macht Charles Wesco nicht mehr lebendig. Er hatte sich mit seiner Familie zwei Jahre lang auf den Einsatz in Nordwest-Kamerun vorbereitet.

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Anglophone Krise in Kamerun spitzt sich weiter zu – Priesterschüler von Militär ermordet

Ein ergreifender Bericht von Deutschen Welle zum sinnlosen Tod des Priesterschülers Gerard in Bamenda

Mehr zur Gewaltspirale in Kamerun finden Sie hier:

https://www.dw.com/de/anglophone-krise-in-kamerun-spitzt-sich-weiter-zu/av-45964722

Der Beitrag auf Youtube:

https://www.youtube.com/watch?v=qvxDft9gcno

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taz: Der Alte bleibt im Amt. DW: sinnlose Gewaltspirale in Kamerun

https://www.dw.com/de/sinnlose-gewaltspirale-in-kamerun/a-45962009

Was das für die Bevölkerung bedeutet, zeigt ein Bericht aus zuverlässiger Quelle über ein längeres Telefongespräch mit einer Freundin in Kumbo. Sie sagt:

Nach der Wahl verschlechtere sich die Situation weiter, denn seit über 3 Wochen sind alle Straßen blockiert. Es fahren weder Autos noch Bikes. Deshalb werden die Lebensmittel in Kumbo knapp und die Preise steigen täglich. Die einzigen verfügbaren Lebensmittel müssten aus den Dörfern über Schleichwege getragen werden. Ein Sack Reis koste mittlerweile 22.000 CFA (34 € – aber der Tageslohn eines Arbeiters liegt bei gerade einmal 1.500 CFA). Das Militär kontrolliere die Wassertanks und die Marktstände und würde täglich nur 1 bis 3 Stunden erlauben, dass man an Wasser oder Nahrungsmittel komme. Generell habe man in Kumbo jeden Tag Angst auf der Straße erschossen zu werden, deshalb gehe man nur raus, wenn unbedingt nötig. Auch die Farmen werden nicht mehr bestellt.

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Alle Familien im Anglophonen sind inzwischen vom Blutvergießen betroffen! – Aktueller Bericht und Apell der der Presbyterianischen Kirche in Kamerun

Presbyterianische Kirche in Kamerun
Büro des Moderators, Synod Office, Buea

An alle Menschen guten Willens 10. Oktober 2018
Bericht über Angriffe auf Mitarbeitende der PCC im fortdauernden bewaffneten Konflikt innerhalb der Anglophonen Gemeinschaft
Die Presbyterianische in Kamerun (PCC) wird in jüngster Zeit zunehmend Ziel einer ansteigenden Welle von gezielten Attacken auf ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auf ihre Einrichtungen. Die Aggressoren kommen sowohl aus dem Militär als auch von Bewaffneten, die aus der anglophonen Gemeinschaft stammen. Viele Christen wurden entführt, geschlagen, verfolgt, tödlich verwundet und umgebracht. Das Ausmaß und Anzahl des zerstörten Eigentums sind verstörend.
Besonders betroffen machen uns die bösen und grausamen Angriffe, Entführungen und Morde an Lehrern, ihren Familien und Pfarrfamilien in jüngster Zeit.

Der Bericht/Aufruf im englischen Original ist erhältlich bei Stahl@ems-online.org

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Krisenintervention KAMERUN am 11. Okt. 2018 im Deutschen Bundestag

Die zum Teil gut informierten und engagierten Redebeiträge der MdBs über die Mediathek des Bundestags ansehen: 

https://www.bundestag.de/mediathek?videoid=7280737#url=L21lZGlhdGhla292ZXJsYXk/dmlkZW9pZD03MjgwNzM3&mod=mediathek

Sehr engagierte und gut informierte Redner*innen wie Uwe Kekeritz, Thorsten Frei, Dr Christoph Hoffmann, Kathrin Vogler haben Wesentliches auf den Punkt gebracht. Doch die Bundesregierung und die Abgeordneten werden an ihren Taten gemessen werden. Und davon war bei den Regierungsparteien herzlich wenig die Rede . Dass Günter Nooke alle drei Jahre dem kamerunischen Präsidenten die Hand schüttelt und sich um den kulturellen Beitrag der Chiefs & Nobles in Kamerun bemüht, das reicht einfach nicht!

Die Bundestagsrede von MdB Thorsten Frei ansehen:

https://www.youtube.com/watch?v=qvxDft9gcno

Die Bundestagsrede von MdB Dr. Christoph Hoffmann ansehen:

https://www.youtube.com/watch?v=QjkZ5uYCGRw

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WE ARE TOGETHER. Basler Mission Deutschland Seminartag und Celebration kamerunische und ghanaische Gemeinde PCC PCG Stuttgart mit Gedächtnis/Rosenberg und Waldkirche in Stuttgart Kräherwald

share, register and come along. WE ARE TOGETHER. Seminar/Workshop Saturday 13th October 10 am Stuttgart Waldkirche Am Kraeherwald. Saturday 14th October 11 am Stuttgart Waldkirche

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Kreative Wahlstimmen-Auszählung läuft…

…doch das offizielle Wahlergebnis wird erst in 14 Tagen bekannt gegeben. Auffallend oft liegt auf den abfotografierten Wahlergebnissen einzelner Bezirke ein Kandidat vorn: Maurice Kamto (MRC)

Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen

In einem Wahlbezirk von Yaounde ist das Rennen knapper, aber auch da liegt Kamto klar vorn:

Kein automatischer Alternativtext verfügbar.

Oder in einem Bezirk von Bafoussam:

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Was die ARD als Nachricht bezeichnet: Paul Biya hat gewählt

Leider schlecht recherchiert und wertvolle Sendezeit vertan. Dabei wäre es für einen Öffentliche-Rechtlichen wie ARD so einfach, über zahlreiche gut informierte Partner und NGOs in Deutschland so viel Hintergrund mitzunehmen, dass eine Reise nach Kamerun zu tiefgründigem Hintergrund und Interviews führt. Das kann das ZDF eindeutig besser.

Immerhin: die Zahlen stimmen

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Deutschlandfunk: Kamerun Präsident Biya hängt an der Macht

Wahl in Kamerun: Präsident Biya hängt an der Macht

Bei der Präsidentschaftswahl in Kamerun am kommenden Sonntag greift Paul Biya, seit 36 Jahren im Amt, erneut nach der Macht. Wirtschaftskrise, Massenflucht und ein Rebellenkonflikt lähmen das westafrikanische Land. Der greise Präsident ist für viele in der Bevölkerung ein Teil des Problems.

https://www.deutschlandfunk.de/wahl-in-kamerun-praesident-biya-haengt-an-der-macht.724.de.html?dram:article_id=429602

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TANG und BMDZ apellieren an Günter Nooke: „Engagieren Sie sich für Dialog und Menschenrechte in Kamerun!“

The African Network in Germany (TANG) – Das Afrika-Netzwerk in Deutschland unter Vorsitz von Dr. Sylvie Nantcha und die Basler Mission Deutschland (BMDZ) haben einen Apell geschickt an den Afrika-Beauftragten der Bundesregierung, Günter Nooke, an den Regionalbeauftragten für Subsahara-Afrika und Sahel des Auswärtigen Amtes und an Anette Widmann-Maunz, Staatsekretärin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. Hier das Schreiben im Wortlaut:

Appell Brief an Nooke Schmidt Widmann-Maunz zu Menschenrechtsverletzungen in Kamerun Oktober2018

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Kamerunkrise im Deutschen Bundestag

https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2018/kw41-de-kamerun-krise/570766

Am 11. Oktober ist die Kamerunkrise endlich Thema im Deutschen Bundestag. Ein Schimmer Hoffnung – nach einer großen Kraftanstrengung von Misereor, Brot für die Welt, Basler Mission und anderen ist die Krise der Anglophonen im Bundestag angekommen. Danke Fraktion Bündnis90/Die Grünen und FDP. Darüber sprechen ist der Anfang, konkrete Hilfe für die anglophone Bevölkerung und wirtschaftliche Sanktionen für ein korruptes Regime in Kamerun müssen folgen

https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2018/kw41-de-kamerun-krise/570766

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Resolution an Kanzlerin und Landeskirche – Kirchenkreis Witzenhausen EKKW

Der Partnerschaftsausschuss vom Kirchenkreis (Dekanat) im hessischen Witzenhausen / Hessisch-Lichtenau hat durch die Bezirkssynode eine Resolution zur Krise in Kamerun verabschiedet. Es ist zu wünschen, dass viele Kirchenkreise in Deutschland diesem Beispiel folgen

Resolution zu den Menschenrechtsverletzungen im Gebiet unserer Partnerkirche im anglophonen Teil Kameruns28

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Kamerun schlittert in einen Bürgerkrieg – Badische Zeitung

Ein lesenswertes Interview der BZ (Badische Zeitung) mit dem Partnerschaftsexperten und Landeskirchlichen Beauftragten für Mission und Ökumene in Südbaden, Pfarrer Eberhard Deusch

Badische Zeitung Kamerun schlittert in einen Bürgerkrieg

http://www.badische-zeitung.de/ausland-1/kamerun-schlittert-in-einen-buergerkrieg–156910776.html

Pfarrer Eberhard Deusch, Vorstand Basler Mission Deutschland

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Mehrheit in Kamerun ist für Frieden – Druck auf Paul Biya steigt

Der Moderator der PCC verfügt als Präsident des Kirchenbundes in Kamerun über eine gewichtige Stimme. Nun ist es Rt. Rev. Samuel F. Forba gelungen, die Katholische Kirche und den Muslimischen Bund in Kamerun an einen Tisch zu bekommen. Als die religiösen Führer Kameruns repräsentieren sie eine große Mehrheit der kamerunischen Bevölkerung, die nur eines möchte: Frieden und Gerechtigkeit. Der Druck auf Paul Biya im Land ist groß, aber auch die internationale Gemeinschaft, allen voran Frankreich, muss jetzt zusammen stehen und die kamerunische Regierung zu Frieden und Gerechtigkeit verpflichten.

19 SeptDeclaration des Leaders religieux sur la crise sociopolitique NO et SO ANG

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Stop the Blood shed! Song aus Kamerun für Frieden und Dialog

Ein beeindruckendes Zeugnis davon, was die junge Generation im Anglophonen Kamerun sich wünscht: Hört auf mit Waffen, Gewalt und sinnlosem Blutvergießen: redet, redet, lasst uns reden und in Frieden miteinander leben.

Das Video enthält authentische Bilder von Opfern der Gewalt in Kamerun, die für Kinderaugen nicht geeignet sind. Das Musik-Video ist eine Botschaft verzweifelter Hoffnung angesichts soviel sinnloser Gewalt.

 

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77 zivile Opfer der kamerunischen Armee Juni/Juli 2018, Namen und Orte dokumentiert

Alleine in den beiden Monaten Juni und Juli 2018 starben durch die Gewalt der kamerunischen Armee mindestens 77 unbeteiligte Zivilisten im anglophonen Kamerun. Eine kleine aber mutige Gruppe von Menschenrechtlern in Kamerun hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Morde mit Namen der Opfer zu dokumentieren, so dass die Kriegsverbrecher eines Tages in Den Haag zur Verantwortung gezogen werden können. Die dazugehörigen Bilder der entstellten Opfer können hier nicht veröffentlicht werden, sie sind auf Nachfrage zugänglich. Richten Sie bei berechtigtem Interesse Ihre Anfrage an Stahl@ems-online.org 

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How can you shoot your mother?

Gestern Abend bei einem sommerlichen Grillfest in einem wunderschönen Pfarrgarten in Sontheim an der Brenz. Hochrangige Gäste aus Bali Nyonga sind da und erzählen von der aktuellen Situation in Kamerun. Die beinahe romantische Atmosphäre steht in krassem Gegensatz zu der Wirklichkeit in Kamerun, von der die beiden berichten.

Die Frau wurde vor einigen Tagen in ihrem Jeep, den ihr Mann steuerte, von einer Kugel in den Oberschenkel getroffen. Sie sagt: „Ich habe nicht gesehen, wer geschossen hat. Ich habe den Schmerz gespürt und dann das Blut gesehen. Mir wurde schlecht. Mein Mann ist raus und hat geschrien. Ich habe ein Stück Stoff abgerissen und mir den Oberschenkel abgebunden. Ich hatte solche Angst, dass ich verblute. Die Schüsse kamen wie aus dem Nichts, ohne Vorwarnung. Ich sah dann zwei junge Militärs am Straßenrand. Ich habe sie angeschrien: ‚Was macht ihr da? Warum schießt ihr? Schaut her, ich bin verwundet. Ich bin eine Frau! Wie könnt Ihr es wagen, auf Eure Mutter zu schießen? Warum schießt ihr auf Eure Mutter?‘

Ich weiß nicht, ob sie es waren, die geschossen haben. Sie schauten jedenfalls betroffen. Ich hoffe, sie denken nächstes Mal nach, bevor sie abdrücken. Es waren blutjunge Soldaten. Bei den Amba Boys sind Teenager unter Waffen, das muss man sich vorstellen. Wir Mütter weinen um unsere Jungs beim Militär und wir Mütter weinen um unsere Jungs bei den Amba Boys. Es müssten mehr Mütter und Väter aufstehen und gegen das Schießen sprechen. Gewalt ist keine Lösung!“

Der Ehemann ist Schulleiter. Er berichtet, dass zwei Drittel der Schülerinnen und Schüler das letzte Schuljahr absolviert haben. Für ihn ist das ein Erfolg. Andere Schulen mussten schließen. Dort ist es den Amba-Boys gelungen, viele Eltern in Angst zu versetzen und sie davon abzuhalten, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Das hält er für keine gute Strategie. Er sagt: „Viele Ambazonier leben im Ausland. Sie stacheln die bewaffneten Freiheitskämpfer in Kamerun auf, die setzen Eltern unter Druck. Sie sorgen für Feuerüberfälle auf Schulen und verbreiten Angst und Schrecken. Ihre eigenen Kinder gehen in den USA, in Brüssel, Helsinki oder Stuttgart zur Schule. Viele Kinder hier im Anglophonen Kamerun haben seit zwei Jahren keine Schule mehr von innen gesehen. Die jungen Burschen gehen in die Wälder, weil sie keine Jobs finden und Krieg interessant finden. Sie werden bewaffnet und kämpfen gegen das Militär. Es wäre besser, wenn sie zur Schule gehen. Das sage ich nicht, weil ich Lehrer bin. Unser Volk hat keine Zukunft, wenn die Schulen geschlossen sind.
Wir haben unseren Schülerinnen und Schülern das Handy verboten. Sie bekommen auf das Handy schlimme Nachrichten und kommen auf schlechte Gedanken. Handys sind an unserer Schule tabu, damit sich die Schüler auf das Lernen konzentrieren. In diesem Schuljahr haben ohne Ausnahme alle Absolventen ihr Examen bestanden. Das ist ein riesiger Erfolg. Das macht mich stolz.“

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Flucht aus Tombel – ein Augenzeuge berichtet

Telefon-Mitschrift am 13. August 2018 mit Abel, Landwirt in Tombel (Bakossi, Southwest Region), ca 60 Jahre.

Von Dr. Nepomuk Riva (Hannover).
Kontakt:
nepomuk.riva@hmtm-hannover.de

 Es geht uns hier nicht gut. Es geht nicht gut.

Vor über einem Monat gab es eine Schießerei in Tombel, überall waren Schüsse, Schüsse… Meine Enkel waren gerade bei mir in den Ferien. Ich musste gemeinsam mit ihnen fliehen. Wir rannten um unser Leben, rannten, rannten… Ich weiß nicht, wer geschossen hat, es interessiert mich nicht, wer geschossen hat, wir rannten einfach um unser Leben.

Ich bin jetzt in Cola auf der Frankophonen Seite von Bakossi, im Haus meiner Tochter. Erinnerst Du Dich an meine Tochter? Sie ist hier verheiratet, hat selbst eine Tochter, sie trägt den Namen Deiner Frau. Meine ganze Familie ist hier untergekommen. Wir sind 23 Menschen in einem Haus, kannst Du Dir das vorstellen? Ich schlafe auf dem Fußboden.

Wir haben buchstäblich nichts. Ein Deutscher, mit dem ich seit den 1990er Jahren bekannt bin, hat etwas Geld geschickt. Ich habe davon Reis gekauft für die Familie. Wir leben jetzt von Reis, kannst Du Dir das vorstellen? Die Gemeinde gibt uns etwas Fufu. Wir konnten nichts retten. Ich schlafe auf dem Fußboden. Continue reading „Flucht aus Tombel – ein Augenzeuge berichtet“

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9 Tote bei Überfall auf das Dorf Pete bei Kumba

Nach bestätigten Berichten wurden in Pete, einem Dorf bei Kumba, 9 Menschen getötet, abgeschlachtet wie Tiere. Es ist unklar, wer die Täter sind. Zeugen sprechen von Militär. Andere trauen es den Amba-Boys zu. Eine unabhängige Untersuchung wird es wohl nie geben. Die Lage in SouthWest ist außer Kontrolle. Uns liegt ein Videofilm vor mit so abscheulichen Bildern, dass man nur einen Bildschirmausdruck zeigen kann.
„Senseless slaughter of the underprivileged“ – so der Originalton aus Kamerun, ja so muss man es wohl nennen.

Die Jugendgruppenleiterin (Christian Youth Fellowship der Presbyterian Church in Cameroon, CYF) eines der 9 Opfer schreibt:

„Mein Herz ist gebrochen, ein Mitglied unserer Jugendgruppe wurde umgebracht zusammen mit 8 weiteren Familienmitgliedern in seinem Haus. Der einzige, der überlebt hat, ist sein Vater, der zu der Zeit auf seiner Farm (Gemüsegarten, liegt oft außerhalb des Ortes) war. Princewil, der getötete Junge, war noch ein Kind, das ich habe aufwachsen sehen. Ich habe ihn von der Sunday School zu den Young Presbyteriens (YP) begleitet und habe ihn auch zur CYF gebracht. Ein junges, sehr aktives und vielversprechendes Mitglied unserer Jugendgruppe. Mein Gott, warum?“
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Anschlag Mbonge Krankenhaus – Patienten bei lebendigem Leib verbrannt

Das Morden im Anglophonen Kamerun geht unvermindert weiter. Dabei ist den Bildern nicht anzusehen, ob die Untaten vom kamerunischen Militär oder von den sogenannten Amba Boys, also den Unabhängikeitskämpfern begangen wurden. In unbestätigten Berichten heißt es, kamerunische Soldataten hätten in der Kleinstadt Mbonge in Südwest Kamerun Häuser angezündet. Dabei wurden viele Zivilisten getötet und verletzt. Selbst das kleine Kreiskrankenhaus von Mbonge wurde nicht verschont. Bilder zeigen verbrannte Leichen in den Trümmern des Spitals, vermutlich haben es kranke Patienten nicht mehr rechtzeitig geschafft, das brennende Krankenhaus zu verlassen. Von der kamerunischen Regierung wird die Stereotype verbreitet, Unabhängigkeitskämpfer würden in Militäruniformen schlüpfen und solche Untaten begehen. Eine unabhängige Untersuchung wäre unerlässlich, doch die Regierung betrachtet den Bürgerkrieg in Kamerun noch immer als internen Konflikt und wünscht keine Einmischung.

Mbonge Hospital Burnt, Patients Burnt Alive

The genocide in Ambazonia continues unabated. Today the 02.08.18 the Cameroun military attacked the small town of Mbonge in Southern Cameroons burning houses, killing and injuring many Civilians. Even the small district hospital of Mbonge was not spared. As can be seen from the picture, some sicked patient who could not escaped the attack were burnt alive in their sick beds.

There’s a question mark to this. Doubt whether is the military or the ambas.

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Nothilfe für Kamerun – Basler Mission 21 engagiert sich für die Notleidenden

Unterstützen Sie jetzt das Nothilfeprojekt in Kamerun.

Herzlichen Dank!

Spenden: Evangelische Bank eG

DE91 5206 0410 0000 0011 80   BIC: GENODEF1EK1

Nothilfe und Wiederaufbau Kamerun

Nothilfe und Wiederaufbau Kamerun

Zu diesem dringlichen NOTHILFE-Projekt schreibt der Leiter der Internationalen Beziehungen von Mission 21 in Basel, Jochen Kirsch:

Nach intensiven Vorbereitungen starten wir nun ein umfassendes ökumenisches humanitäres Hilfsprogramm zur Unterstützung der notleidenden Bevölkerung im anglophonen Kamerun. Die Kirchen nehmen in diesem Konflikt eine zentrale Rolle ein: Sie sind für beide Konfliktparteien eine wichtige und unüberhörbare Stimme in der Anwaltschaft für die Wahrung der Menschenrechte und als Mahner für die Wiederherstellung einer Gesellschaftsordnung in Kamerun, die geprägt ist von der Suche nach Frieden in Gerechtigkeit. Sie sind daher wichtige und allseits anerkannte Mittler zwischen den Konfliktparteien.

Neben diesem anwaltschaftlichen Eintreten für die notleidende Bevölkerung haben einige Mainline-Kirchen auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene kurzfristig konkrete humanitäre Einzelaktionen gestartet, um die akute Notsituation der Flüchtlinge zu lindern. Diesen fehlt es jedoch noch an Nachhaltigkeit und Professionalität sowie einem gesamthaften ökumenischen Gepräge.

Vor diesem Hintergrund hat Mission 21 nun in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen (UNOCHA), der PCC, der katholischen Kirche, dem Verband baptistischer Kirchen (Cameroon Baptist Convention, CBC) sowie weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen ein ökumenisches Nothilfe und Wiederaufbauprogramm in Kamerun lanciert (Ecumenical Relief and Rehabilitation Programme: ERRP), um der notleidenden Bevölkerung umfassende und nachhaltige Hilfe zu leisten. Damit wird das kirchliche Engagement professionalisiert, Einzelaktionen werden zu einem synergetischen Ganzen ergänzt und koordiniert, und es wird sichergestellt, dass Hilfe jenseits konfessioneller oder religiöser Zugehörigkeiten nachhaltig dort ankommt, wo und wie sie am meisten gebraucht wird.

Basler Mission – Deutscher Zweig e.V.

Mitglied in der Evangelischen Mission in Solidarität e.V.
Vogelsangstr. 62
70197 Stuttgart
Kamerun Partnerschaftskoordinator
Pfr. Johannes Stahl
Tel.: +49 711 636 7825
Fax: +49 711 636 2005
stahl@ems-online.org

www.bmdz-online.org

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Antwort der Bundesregierung auf Stuttgarter Aufruf

Die Bundesregierung setzt sich für die Sicherung des Krankenhausbetriebs in Manyemen ein und für einen inklusiven Dialog von Regierungsvertretern und gemäßigten der Anglophonen ein. Das schreibt Günter Nooke, Afrika-Beauftragter der Bundesregierung, im Antwortschreiben auf den Stuttgarter Aufruf:

Stuttgarter Aufruf – Antwort der Bundesregierung von Günter Nooke Beauftragter der Bundesregierung für Afrika 2007 2018

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Quelle Bamenda – Live-Bericht

Quelle Bamenda July2018

 

Quelle Bamenda July 2018

Dear Relatives and Dear Friends.

Meine Lieben.

Greeting from Quelle-Bamenda.

Die PCC hat letzte Woche eine ganze Liturgie für die Situation in der Kamerun und vor allem der Anglophone Teil betroffen ist, zusammengestellt; die Leute waren in den verschiedenen Kirchen, um für den Frieden zu beten, andere beteten in ihren Häusern, denn letzte Woche hatten wir von Montag bis Mittwoch Ghosttown. Wir als Pfarrfrauen beteten im vergangenen Monat täglich um Mitternacht. Ich sagte einem Mitglied in der Gruppe, dass es für mich nicht gut möglich ist um Mitternacht nach dem ersten Schlaf aufzustehen. Wieso soll es um Mitternacht sein? Er, der Mann einer Pfarrerin, erklärte mir, dass das Gebet contra produktiv sei gegenüber den Mächten der Dunkelheit, die um Mitternacht am stärksten sind.

Wir fühlen sehr mit den Flüchtlingen, die vom Militär aus ihren Dörfern vertrieben werden, weg von ihren Feldern, wo das Mais und die Erdnüsse gepflanzt wurden und nun im hohen Gras ersticken. Frauen und Kinder, die Unterschlupf suchen bei Verwandten oder einfach von einer Kirchgemeinde aufgenommen werden. Ob da nicht eine Hungersnot im Anschluss kommen wird? Unsere Verwandten in Bamessing klagen, dass sie noch so viel Mais hätten und das Neue bald geerntet wird. Kein Platz für das Neue! Continue reading „Quelle Bamenda – Live-Bericht“

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Wahlen in Kamerun – Weltkirche zum Letzten Dinosaurier

In Kamerun wird im Herbst ein neuer Präsident gewählt. Trotz des blutigen Konflikts zwischen den englischsprachigen Regionen und der frankophon dominierten Zentralregierung spricht Vieles dafür, dass Präsident Paul Biya nach seinen 36 Amtsjahren wiedergewählt wird. Doch der Unmut in der jungen Bevölkerung wächst.

Wahlen in Kamerun Weltkirche BLOG Der letzte Dinosaurier

http://weltkirche.katholisch.de/Aktuelles/20180719_Der_letzte_Dinosaurier

 

 

 

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Manyemen wieder in Betrieb

Durch den „Stuttgarter Aufruf“ wurde der internationale Focus auf bedrohte Nothilfezentren wie das Regenwald-Krankenhaus Manyemen gelenkt. Jetzt konnte es den Betrieb wieder aufnehmen, wenn auch nur eingeschränkt.

Unser internationaler Mitarbeiter Martin Witmer, der bis Januar 2018 in Manyemen als technischer Experte tätig war, schildert im Interview die aktuelle Lage. Er erläutert, wie wichtig es ist, dass das Spital den Betrieb zumindest wieder eingeschränkt aufgenommen hat. Dennoch konstatiert er bürgerkriegsähnliche Zustände in Kamerun:

Kamerun_20180717_Laenderinfo_Manyemen_Nothilfeprojekt

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Stuttgarter Aufruf: Antwort Kanzleramt und Auswärtiges Amt in Berlin

Antwort von Kanzleramtsminister Prof. Dr. Helge Braun 06.07.2018:

Antwort Dr Helge Braun Berlin Menschenrechtssituation Kamerun 07-2018

Leider gleichlautend mit dem Schreiben von Prof. Dr. Helge Braun vom 8. Juni 2018:

Antwort Dr Helge Braun Berlin Menschenrechtssituation Kamerun 06-2018

Aussagekräftiger ist das Antwortschreiben aus dem Auswärtigen Amt auf eine Anfrage aus dem Kirchenkreis Witzenhausen:

Antwort Auswärtiges Amt Michael Grimm 1607-2018

ich danke Ihnen für Ihre Mail zur Lage in Kamerun. Ich wurde gebeten Ihnen baldmöglichst zu antworten.

Die Bundesregierung beobachtet die kritische Entwicklung der Lage in den anglophonen Regionen Kameruns von Beginn an.

Seit Oktober 2016 gibt es in den beiden anglophonen Regionen Kameruns (South-West und North-West) eine Protestbewegung gegen die Zentralregierung in Jaunde, in deren Verlauf es zu blutigen Zusammenstößen zwischen Protestierenden und Sicherheitskräften mit Toten und Verletzten gekommen ist. Auslöser waren Demonstrationen und Streiks von Juristen, Schülern und Studenten für eine stärkere Berücksichtigung der traditionellen Eigenheiten der anglophonen Regionen durch die Zentralregierung richteten, u.a. bei Sprache, Kultur und Rechtstradition.

Ein kleiner Teil der Protestbewegung fordert darüber hinaus eine staatliche Unabhängigkeit der beiden anglophonen Regionen. Daneben gibt es auch politische Gruppen, die einen kamerunischen Staat mit föderalen Strukturen fordern, wie er in der von 1961 bis 1972 geltenden Verfassung vorgesehen war. Eine klare Mehrheitsmeinung der Bevölkerung gibt es bisher nicht. Bemühungen der Regierung, im Rahmen einer verstärkten Dezentralisierung eine Lösung zu finden, sind bislang erfolglos geblieben.

Continue reading „Stuttgarter Aufruf: Antwort Kanzleramt und Auswärtiges Amt in Berlin“

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Batibo: Kamerunisches Militär tötet Onkel, Tante, Cousin und entführt ihre fünfjährige Tochter

Report on Batibo and Bambili Massacre 12 July 2018 – AGBOR-BALLA NKONGHO

Dear family, today in Batibo the military killed my aunt and husband, their first child and wife, and then took away alive my cousin’s little daughter of 5 yrs old. From Rev Asenek Cynthia

 

Ich sprach heute mit Rev. Mrs Asenek Cynthia am Telefon. Sie berichtete in Tränen aufgelöst, dass diese Nachricht sie gestern erreicht hat. Sie versucht jetzt alles, um ihren Vater in Batibo zu erreichen, aber der betroffene Teil von Batibo (North West Kamerun) sei vom Militär abgeriegelt, niemand dürfe in das Haus, in dem die Toten liegen.

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Krankenhaus – kein Ort der Zuflucht

Ein Pfarrer aus Batibo (Partnerschaft Öhringen) wird mit dem Bericht zitiert, dass vor vier Tagen das Batibo District Hospital angegriffen und Patienten, Krankenschwestern und der Arzt zusammengeschlagen wurden. Aus Manyemen berichtet ein Arzt, dass er nur seine Schulzeugnisse retten konnte und was er auf dem Leib trägt. Nun gilt seine größte Sorge seinem 18-jährigen Sohn, Absolvent der High School, Student der Wissenschaften, ein sehr guter Fußballer. Sein Leben sei in höchster Gefahr, er möchte ihn so schnell wie möglich außer Landes bringen, damit er nicht zum Opfer der Militärkugeln wird. Es sei jetzt alltäglich, dass man entlang der Straße Patronenhülsen sieht, und viele abgebrannte Häuser, stumme Zeugen des Todes. Es ist nachvollziehbar, dass in den Provinzen South-West und North-West eine große Angst sich breit macht, selbst vor Vertretern der kamerunischen Regierung, die angeblich Hilfe bringen, weil man sie so oft schon enttäuscht und verraten hat.

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Was haben wir mit der Jugend in Kamerun zu schaffen? BMDZ-Nachrichten 4-2018

Antje Böttcher, Partnerschaftsverantwortliche in Lörrach (Kirchenbezirk Markgräfler Land): „Wir sind eine Welt, ein Leib Christi […] Wir brauchen auch die Menschen im Süden, sie zeigen uns, wie an anderen Orten Christsein gelebt wird“.

Lesen Sie mehr zu den direkten Partnerschaftsbeziehungen mit Kamerun von 10 Kirchenbezirken in Baden, Württemberg und Hessen im aktuellen Nachrichtenblatt der Basler Mission Deutschland:

BMDZ Nachrichten 4-2018 Kamerun Partnerschaft

 

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FDP Antrag für Bundestagsbeschluss zur Krise in Kamerun – Drucksache 19/2997

Kamerun-Antrag Hoffmann, Drs. 1902997

Krise in Kamerun: An den Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zur federführenden Beratung wurde ein Antrag der FDP (19/2997) überwiesen, Prävention ernst zu nehmen und die Krise in Kamerun einzudämmen. Die Bundesregierung solle sich um eine Lösung des Konflikts zwischen der anglophonen Minderheit und der Zentralregierung gemeinsam mit den europäischen Partnern und dem Europäischen Auswärtigen Dienst bemühen. 

 https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2018/kw26-de-ueberweisungen/560250

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Listening to the People’s Mission

FINAL COMMUNIQUE 31 june 2018 AN

Es ist nicht so, dass es keine Kommission in Kamerun gäbe, die im Stande wäre, hinzugehen und mit den Menschen zu reden und zuzuhören, was die Menschen wirklich brauchen. Es ist nur leider so, dass ein umfassendes Dokument dieser Kommission von der Regierung entweder nicht zur Kenntnis genommen oder wissentlich ignoriert wird, was für die Betroffenen in South-West und North-West auf dasselbe hinaus läuft. Immerhin: hier ist der Bericht der Kommission, die Ende Mai in Bamenda Gespräche geführt hat zu den Gründen für die Anglophonen Krise und zu den Bedürfnissen der Anglophonen in Kamerun.

 

 

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Was passiert in Belo

Bericht zur Lage in Belo – 05-05-2018

Die Stimme einer jungen Frau in Kumba:

„Oh! sir, I could not help but weep and weep as I go through that article from Belo.
It is indeed a great shame that brothers are fighting against brothers and killing and destroying our country.

It is not happening only in Belo but our entire south west region too. The list of villages that their houses have been burnt and families that have been displaced it devastating. A lot of fighting and killing are still going on.
Even in Kumba we  we have left our beds and now sleep on the floor because we are running from bullet.

I wish our people can fine time to dialogue because it will go along. We must not fight against persons but injustice. Nonviolence should be our weapon.  But I weep over and over because the crisis has escalated and it is still growing worst“

I was busy today volunteering to register some of the internally displaced people in Kumba so that they can receive small gift  to help themselves with.“

Registrierung von Flüchtlingen aus dem kamerunischen Regenwald in Kumba/Kamerun:

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