Brennpunkt . Kamerun……………

Auf Gemeinschaft setzen: Afrikas ganz eigener Weg in der Corona-Krise

Von Gioia Forster, dpa

In Afrika breitet sich das Coronavirus langsamer aus als andernorts. Doch die Länder leiden stark unter den wirtschaftlichen Folgen der Gegenmaßnahmen. Die Umstände sind einzigartig – und so muss der Kontinent im Kampf gegen die Pandemie besondere Lösungen finden.

Nairobi (dpa) – Seit dem ersten Corona-Fall in Afrika hängt die Pandemie wie ein Damoklesschwert über dem Kontinent. Die Infektionswelle werde Afrika härter treffen als jede andere Region, hieß es anfangs. Die Gesundheitssysteme sind schwach, die Regierungen arm. Doch Monate später haben sich viele der Annahmen nicht bewahrheitet. Staaten sind hart und entschlossen gegen Corona vorgegangen und das Virus breitet sich vergleichsweise langsam aus – gleichzeitig sind die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Maßnahmen vielerorts schlimm. Immer klarer wird: Corona in Afrika, das ist nicht zu vergleichen mit der Situation anderswo. Es braucht eigene Wege.

https://www.greenpeace-magazin.de/ticker/auf-gemeinschaft-setzen-afrikas-ganz-eigener-weg-der-corona-krise-von-gioia-forster-dpa

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Wieder viele Tote durch Gewalt im Anglophonen

Bali (Northwest) kommt nicht zur Ruhe. Laut einer militärischen Erklärung vom Mittwoch, 17. Juni wurden in den letzten Tagen mindestens 24 mutmaßliche separatistische Kämpfer bei einer Reihe von Sicherheitsoperationen in der anglophonen Nordwestregion Kameruns getötet. Die bedeutendsten Zusammenstöße sollen in den Städten Bali, Batibo und Widikum ausgebrochen sein, als Soldaten Straßensperren beseitigten, die angeblich von Separatisten auf Strecken ins benachbarte Nigeria errichtet worden waren. Mindestens 13 mutmaßliche Separatistenkämpfer sollen bei der Operation getötet worden sein, wobei eine Reihe von Waffen beschlagnahmt und mehrere mutmaßliche Rebellenlager zerstört wurden. Obwohl kein Datum für die Operationen angegeben wurde, wird angenommen, dass sie einem Überfall auf die Stadt Mbokam in der Region Bui am Freitag, dem 12. Juni, gefolgt sind, bei dem 11 Menschen getötet wurden. Auch aus den südwestlichen Gebieten zwischen Kumba, Tombel und Buea wird regelmäßig von Toten berichtet.

Zwei unabhängige Quellen in Kamerun beschreiben die aktuelle Lage so:

  • Die Bemühungen der Regierung Biya um Verständigung und Ausgleich seien eher kosmetischer Natur. Unabhängigkeitskämpfer, Miltärangehörige und gewaltbereite Diebe bildeten eine aggressive Gemengelage:  Gewalt sei Teil eines unbarmherzigen Überlebenskampfes geworden und der Besitz einer Waffe mittlerweile eine Einkommensquelle. Wo Viele massiv um das Überleben kämpfen, rückten Ideologien und Utopien in den Hintergrund – es sei eine eigene Konfliktdynamik, die immer mehr den Charakter eines Bürgerkrieges entwickle.
  • COVD-19 wirke in Kamerun wie ein Negativ-Verstärker: vorhandene Ungerechtigkeiten,  Konflikte und bereits vorhandene Unsicherheiten würden noch einmal verstärkt. Zu COVID-19 gebe es viele Gerüchte (z.B. Ansteckungen könnten nur nachts passieren), die verunsichern und die Bekämpfung des Virus erschwerten. Dies wirkt sich aus in zunehmender existentieller Not. Immer größere Teile der Bevölkerung wüssten nicht mehr, wie sie am nächsten Tag ihre Familie ernähren sollen.
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Es ist eine furchtbar hässliche Zeit für Journalisten in Kamerun

Das kamerunische Militär bestätigte den Tod des TV Journalisten Samuel Wazizi. Er wurde nicht mehr gesehen, nachdem die Polizei ihn am 2. August 2019 festgenommen und an das Militärgefängnis überstellt hat. „Wir haben gefragt, ob er ein Verbrechen begangen hat“, wird sein älterer Bruder Abomo Henry Ngoga zitiert. „Sie sagten, er habe nichts getan – es sei nur eine Untersuchung.“

Jetzt wurde bekannt, dass der beliebte Journalist bereits am 17. August in Militärhaft starb. Die Regierung hielt es nicht für nötig, die Öffentlichkeit zu informieren. Erst hartnäckiges Nachfragen und intensive unabhängige Untersuchungen brachten die schreckliche Wahrheit ans Licht.

Samuel Wazizi war das Kürzel des Nachrichtensprechers Samuel Ajiekah Abuwe beim unabhängigen Chillen Muzik and Television (CMTV) in Kamerun.

(c) Mbuh Stella DW

Die Pidgin-Station befindet sich in Buea, der Hauptstadt der Region Südwesten Kameruns. Der Sender erreicht vornehmlich Bürgerinnen und Bürger, die in der anhaltenden blutigen anglophonen Separatistenkrise in Kamerun gefangen sind. Journalisten im instabilen englischsprachigen Südwesten und Nordwesten sind seit Jahren ein Ziel der frankophonen Zentralregierung unter Präsident Paul Biya in Jaunde. Auch aggressive Akte der anglophonen Separatisten zielen auf Journalisten in diesem Gebiet.

Mimi Mefo ist eine von vielen Journalisten, die in den letzten Jahren im zentralafrikanischen Land inhaftiert waren.

Mimi Mefo ist eine preisgekrönte kamerunische Journalistin und DW AfricaLink-Radiomoderatorin

Der Beruf birgt das Risiko, als Regimegegner zu gelten, denn es ist ein Regime, in dem Beamte diktieren wollen, was die Medien der Öffentlichkeit berichten. „Wenn Sie diese Linie nicht einhalten, werden Sie verhaftet und wegen Terroranschlägen angeklagt, insbesondere wenn das Gesagte nicht zugunsten des Regimes war.“

Danke an Jean Marie Ngong Song (in Bamenda, Kamerun) und Josephine Mahachi (DW), die zu diesem Artikel beigetragen haben.

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Biya spricht anlässlich des Nationalen Feiertags von Freude über Unterstützung aus China

Aus der Rede des kamerunischen Staatsoberhauptes anlässlich des Nationalen Feiertags am 20. Mai 2020: „…wir haben die Freude, Unterstützung und Ermutigung von befreundeten Ländern, internationalen Organisationen, nationalen und ausländischen Geschäftsführern sowie verschiedenen Persönlichkeiten wie Herrn Jack MA von der Alibaba Foundation zu erhalten“

Die Erwähnung des chinesischen Milliardärs und Philantropen ist Twitter eine Meldung wert und stößt in chinesischen Medien auf ein freudiges Echo.

Hier die Corona-Rede des Präsidenten im Wortlaut (englisch)

Paul Biya coronavirus speech auf Pidgin: Seven tins di Cameroon president tok for e Covid-19 broadcast (BBC)

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PCC in Zeiten von Corona: Sonntags sechs Gottesdienste und unter der Woche täglich in einem der sieben Stadtteile

Was können wir in der Krise von den Süd-Partnern lernen? Die Partnerkirche PCC in Kamerun findet kreative Wege, um Abstandsgebot und das Bedürfnis nach Gemeinschaft und Gottesdienst zu verbinden. Aus der Partnerschaft Breisgau-Hochschwarzwald/Kumbo (NW) erreicht uns dieser Bericht:

„Seit einem Monat veranstalten wir jeden Sonntag sechs Gottesdienste. Drei Gottesdienste zwischen 7.00 und 8.30 Uhr parallel in drei verschiedenen Räumen: Kirche, Sonntagsschul-Halle und Mehrzweckhalle. Von 8.30 bis 10.00 Uhr parallel drei weitere Gottesdiensten, so können trotz Abstandsgebot alle Gemeindeglieder einen Gottesdienst besuchen. Innerhalb der Woche gibt es zusätzlich kleine Gottesdienste in sieben  verschiedenen Stadtvierteln. Wir beachten die Sicherheitsvorschriften zu sozialer Distanz, Händewaschen, Tragen von Gesichtsmasken und die Verwendung von Desinfektionsmitteln. Die Gottesdienste sind nicht so lebendig wie bisher, aber wir bleiben in Kontakt miteinander und feiern Gottesdienst, weil es ein elementares Bedürfnis der Menschen ist.“

Rev. Thomas Mokoko, Oberkirchenrat in Buea für Kommunikation, predigt in der Kapelle der Kirchenleitung PCC über Freiheit: „Forgive, let it go“ (Brief an die Kolosser Kapitel 3 Verse 12-17)

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Vernetzt für Frieden durch Gerechtigkeit

Der Zivile Friedensdienst ist seit Jahren für Frieden, Gerechtigkeit und Konfliktbewältigung in Kamerun engagiert

Das Cameroon Community Media Network (CCMN) wurde 2015 von der Presbyterian Church in Cameroon und dem ZFD gegründet. Erklärtes Ziel: Einen ausgewogenen, unabhängigen Journalismus fördern und damit ein Gegengewicht zum einseitigen, oft sensationsheischenden Journalismus in Kamerun schaffen.

Die Plattform „Zivile Konfliktbearbeitung“ vernetzt internationale Workshops und Player mit dem Ziel, Gewalt zu überwinden und Wege zum konstruktiven Miteinander in Konflikten zu finden.

Das „Ökumenische Forum für Kamerun“ ist eine Initiative der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WCRC) und des Weltkirchenrates (WCC) in Verbindung mit der Afrikanischen Kirchenkonferenz (AACC), um als Gemeinschaft der Kirchen den betroffenen Kirchen und Menschen im anglophonen Konflikt in Kamerun beizustehen. Am 17. März fand in Yaoundé ein Treffen mit dem Prime Minister der Republik Kamerun statt, den Bericht finden Sie hier.

Koordiniert wird das Forum von Dr. Dr. Armin Zimmermann (Rheinfelden) und Antje Boettcher (Direktpartnerschaft Markgräfler Land – Dikome).

Aktuelle Kampagne der Frauen aus dem englischsprachigen Kamerun in Europa für FRIEDEN, GERECHTIGKEIT und FREIHEIT
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Afrikanische Kirchen waren auf COVID-19 vorbereitet

Genf. ÖRK. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist in großer Sorge über die Auswirkungen, die die neue Coronavirus-Pandemie auf dem afrikanischen Kontinent haben könnte. Die Kirchen in Afrika haben sich aber längst auf die Invasion des stummen und tödlichen Virus vorbereitet. Hier das statement von Dr. Fidon Mwombeki, Generalsekretär der Gesamtafrikanischen Kirchenkonferenz, unten auch auf deutsch:

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Falsche Propheten – Afrika befragt den globalen Norden angesichts der Pandemie

Angesichts der aufkeimenden Corona-Krise schien der westlichen Welt klar, wer das leichteste Opfer dieser globalen Pandemie sein würde: Afrika. Andere wiesen nüchtern darauf hin, dass die Menschen dieses Kontinents wie kaum jemand anders Erfahrung hätten im Umgang mit Virus und Pandemie. Nun melden sich hörenswerte Stimmen aus dem afrikanischen Kontinent zu Wort mit der Frage, warum ausgerechnet das Land, von dem aus die Bill&Melinda-Gates-Stiftung aus versucht, die Welt zu retten, weltweit am schlimmsten von der Pandemie betroffen ist: die USA.

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Auswärtiges Amt: wir verfolgen mit Sorge die Entwicklung der Pandemie in Afrika. Bundesregierung teilt Besorgnis der Direktpartnerschaften zu Covid-19 in Kamerun

Die Kamerun-Direktpartnerschaften BMDZ in Süd- und Mitteldeutschland haben sich am 30. März 2020 mit einem Aufruf zu Solidarität an die Bundesregierung in Berlin gewandt. Auslöser war ein entsprechender Aufruf des entwicklungspolitischen Sprechers der FDP im Bundestag Christoph Hoffmann. Der Aufruf der Kamerun-Direktpartnerschaften im Bereich der Landeskirchen in Baden, Württemberg und Kurhessen-Waldeck zur Solidarität mit Afrika hat in Berlin ein starkes Echo ausgelöst. Hier die Antwort vom Auswärtigen Amt (AA), der Bundesregierung über das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) sowie der Vorsitzenden Unterausschuss für globale Gesundheit MdB Heike Baerens:

Auswärtiges Amt:
„Wir verfolgen mit Sorge die Entwicklung der Pandemie in Afrika“

„Wir müssen in politischer Hinsicht die notwendigen Schlüsse aus der Pandemie ziehen und die globale Ordnung im Sinne von mehr Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Solidarität mitgestalten. Die anstehende EU-Ratspräsidentschaft bietet dazu eine gute Gelegenheit.“
Vorsitzende Unterausschuss Globale Gesundheit im Bundestag, MdB Heike Baehrens, Wahlkreis Göppingen

Aufruf der Kamerun Direktpartnerschaften BMDZ zu Solidarität mit Afrika in Zeiten einer globalen Pandemie:

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Bafut: zwei Amba-Generäle tot? Gesundheitsstation verwüstet

Ende April führte das kamerunische Militär in Bafut (NW Kamerun) eine Operation durch, welche die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzte und deren Folgen jetzt widersprüchlich dargestellt werden. Spricht zB Cameroon Info Net von einer „erfolgreichen“ Mission gegen Separatisten mit 53 Terroristen, die vom Militär ausgeschaltet worden seien, berichtet der seriöse und gut vernetzte Nachrichtendienst Mimi Mefo Info von zahlreichen Opfern unter der Zivilbevölkerung, von sinnloser Zerstörung einer wichtigen Gesundheitsstation und von Vergewaltigung durch das Militär. Die einen sagen, Bafut sei „befreit“, die anderen sehen einen erneuten Akt der Willkür des kamerunischen Militärs ähnlich dem unlängst von der UNO sanktionierten Massaker von Ngarbuh am 14. Februar. Übereinstimmend sagen die verschiedenen Quellen, dass das ehemalige Touristen-Ressort „Saddle Hill Ranch“ in Bafut, das bislang von sogenannten Amba-Boys als Rückzugsort genutzt wurde, jetzt als Militärbasis diene.

Stolz präsentieren Vertreter der kamerunischen Armee Gewehre und Ausrüstung, die man ermordeten Separatisten in Bafut abgenommen habe. Mimi Mefo Info und andere seriöse Quellen berichten stattdessen über den mehrere Tage andauernden Militäreinsatz in Bafut (NW Kamerun) als eine Kette von massiven Verstößen gegen die Menschenrechte und den Schutz der Zivil-Bevölkerung.
Hier wird so schnell niemand mehr behandelt: ein Bild der Verwüstung bietet die Gesundheitsstation Mankwi nach der jüngsten Militäroperation gegen „Terroristen“. Foto: (c) Mimi Mefo Info

Bafut: eine ältere Frau im Spital berichtet Mimi Mefo Info aktuell, Angehörigen des Militärs hätten sie vergewaltigt

Ein ehemaliger Soldat packt aus. Mimi Mefo Info hat mit ihm gesprochen:

Die von der Untersuchungskommission in Aussicht gestellte Bestrafung der Täter des Massakers von Ngarbuh wirbelt in Kamerun gerade viel Staub auf. Was steckt dahinter, fragen sich viele und stellen kritische Fragen, so wie ein ehemaliger Soldat des kamerunischen Militärs, mit dem wir in Kontakt sind. Nennen wir ihn Louis. Er äußert offen sein Misstrauen und glaubt, dass die Regierung diesmal keine Wahl hatte, weil die Augen der Vereinten Nationen auf sie gerichtet waren angesichts der erdrückenden Beweise gegen Angehörige des kamerunischen Militärs.

Louis spricht aus, was sich gerade viele fragen: „warum hat die Regierung das Massaker an 40 jungen, unschuldigen Jungen, Mädchen und einigen alten Eltern in Ekona durch die 21. BIM-Task Force geheim gehalten, die im Jahr 2018 rund um das Betonproduktionszentrum Satom und auf den Bananenplantagen teilweise lebendig begraben wurden?“. Und er führt weitere Fälle von Rechtsverletzungen an, die von der Armee organisiert wurde, zu der er einst gehörte.

Eine der „verheimlichten“ Aktionen der Regierung, von denen Louis spricht, ist „das Massaker von Muyenge, bei dem Kinder und viele andere wie Hunde von der BSA-Einheit (Wasser/Land-Bataillon) aus Tiko hingerichtet wurden, einige davon lebendig begraben, nur um keine Spuren zu hinterlassen. Das ganze Dorf“, erklärt er, „wurde niedergebrannt, nur das Haus des Chiefs von Muyenge blieb übrig, aber auch das war beschädigt.“

„Haben sie auch vergessen, dass Zivilisten in Muyenge, die am Flußlauf beim Palast gerade Trink- und Badewasser holten, abgeschlachtet wurden als Vergeltung, weil zwei Soldaten des kamerunischen Militärs getötet worden waren?“ fragt er weiter. „Warum hat die Regierung geschwiegen nach der Ermordung von Baby Martha durch das in Muyuka neben der Polizeistation stationierte Militär?“

„Manche meiner ehemaligen Kollegen in der Armee sind böse, herzlos und dämonisch. Wie können sie unbewaffnete Menschen töten? Gibt es keine Gefängnisse, in die man die stecken könnte, von denen die Armeee behauptet, Terroristen zu sein? “ Inzwischen weint Louis. Leise fügt er hinzu: „Es ist viel mehr passiert, als irgendjemand weiß, und es ist Zeit für das Militär, Frieden mit der Zivilbevölkerung zu schließen.

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Das Manko der Despotenhilfe – Menschenrechte als hartes Kriterium für EZ

Im Januar berichtete Weltsichten über neuen Kriterien der Entwicklungszusammenarbeit, jetzt werden sie schrittweise umgesetzt

„Im Verhältnis zu den Schwellenländern sollte die Überarbeitung der Länderliste nach Meinung des entwicklungspolitischen Sprechers der FDP-Bundestagsfraktion, Christoph Hoffmann, die Gelegenheit sein, die Zusammenarbeit mit China und Indien auf den Prüfstand zu stellen und vor allem „mit dem großen Manko der Despotenhilfe“ aufzuräumen. Das gelte für Brasilien ebenso wie für Kamerun (…)“ (Weltsichten 1/2020).

Download BMZ Strategiepapier: Entwicklungspolitik 2030 – Neue Herausforderungen, neue Antworten

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Erfahrungen eines Freiwilligen aus Kamerun in Deutschland

Mr Godlove Dzebam ist ein hoffnungsvoller Jungakademiker aus Kamerun. Seine Interessen liegen im pädagogischen Bereich, derzeit ist er Teil eines internationalen Master-Studien-Programms der Universität Bamberg. Vor zwei Jahren hatte er die Gelegenheit zu einem Freiwilligenjahr mit Brot für die Welt in Deutschland. Hier seine Eindrücke in einem lesenswerten Heft voller Leidenschaft und Auferstehungshoffnung – nicht nur zu Ostern.

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Am schlimmsten ist die Ungewissheit – Stimmen der Partner im anglophonen Kamerun zu Corona

Foto: (c) Kamerun-Partnerschaft Breisgau-Hochschwarzwald. Gottesdienst in Kumbo (NW) mit Mundschutz und maximal 50 Besuchern

„Wir sind im Corona-Modus und hoffen einfach, dass sich die Lage möglichst schnell wieder normalisiert. Der „Brennpunkt“ ist ja auf dem neuesten Stand, wie es hier in Kamerun aussieht…und wir leben in diesem Takt – sicher noch entspannter, als in Europa. Das mit Home-Schooling ist nervig, aber gut, wir versuchen, die Kinder in Lernstimmung zu halten. Die politische Situation hier ist nach wie vor katastrophal – in allen Bereichen und auf allen Ebenen…. Es ist sehr schmerzhaft zu sehen, wie zu der politischen Krise jetzt die Sanitäre kommt und die Regierung nicht daran denkt, die Gewalt in der anglophonen Zone zurückzufahren – da geht der Krieg genau wie vorher weiter…
Danke für das Interview mit Dr. Gisela Schneider! Das ist sehr gut, mal keine Panikmache! Sehr wohltuend. Ich sehe das ähnlich, wie dort geschrieben… Hoffen wir also das  Beste!“

„Was die derzeitige Situation anbelangt: wir im Nordwesten haben bisher noch keinen Fall einer Coronainfektion gehabt, aber wir sind generell angewiesen worden, zu Hause zu bleiben, Masken zu tragen, unsere Hände zu waschen, einen Abstand zu anderen Menschen von mindestens 1-2 m einzuhalten und keine Besuche zu machen. So sind meine Frau und ich die meiste Zeit zu Hause. Wir verbringen einige Zeit auf unserem Feld (farm). Wir gehen am Morgen hinaus, arbeiten dort einige Zeit bis 1:00 Uhr mittags. Dann ruhen wir uns aus und verbringen den Abend unter uns.
Unsere Kinder sind nicht hier. Zwei sind in Nigeria, um weiter zu studieren. Die anderen beiden sind in Buea. So sind meine Frau und ich hier allein.  Wir versuchen unsere Sache gut zu machen. Im Hinblick auf unsere Arbeit: wir arbeiten auf dem Feld und schauen, dass wir unseren Alltag gut organisiert verbringen.
Im Hinblick auf die Gemeinde: Wir gehen momentan in kleinen Gruppen (aufgeteilt nach Stadtteilen) in die Kirche. Wir halten in der Kirche einen Abstand von 2 m voneinander. Wir danken Gott, dass unser Kirchengebäude groß genug ist. Wir waschen unsere Hände. An Ostern hatten wir zwei Gottesdienste und hoffen, dass die Verhältnisse bald wieder besser werden. Wir sind wirklich sehr vorsichtig. Wir halten uns daran, die Vorschriften über den Abstand zu anderen Menschen einzuhalten und hören auch genau dem zu, was staatlicherseits gesagt wird.
Wir informieren uns auch sehr gut über die Verhältnisse in Deutschland, Frankreich, Italien, in den USA und sind sehr betroffen angesichts der Nachrichten, die wir von dort erfahren. Wir sind mit den Vorgängen in Deutschland besonders eng verbunden durch das englischsprachige Programm von “Deutsche Welle“ und können dadurch auch etwas nachempfinden, was die Leuten in Deutschland gerade durchmachen. Wir sind bei guter Gesundheit. Herzliche Grüße. Gott möge euch segnen.“

Übersetzt von Uwe Stierlen und Johannes Stahl

Weitere Partner-Infos hier

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Regierungssoldaten müssen sich verantworten – ein erster Schritt auf dem Weg zum Frieden?

Eines der Gräber für die Opfer des Massakers in Ngarbuh (c) Foto: privat. Zieht die Regierung in Jaunde die Verantwortlichen jetzt zur Rechenschaft?

Die Schlussfolgerung eines jetzt veröffentlichten Untersuchungsberichts, dass Soldaten zur Rechenschaft gezogen werden können, bedeutet für den Friedensprozess in Kamerun einiges

Human Rights Watch. (Nairobi, 24. April 2020) – Die Veröffentlichung von Erkenntnissen über ein Massaker in Ngarbuh im Nordwesten Kameruns am 22. April 2020 in Kamerun ist ein wichtiger erster Schritt, um die Wahrheit über die Tötung von Zivilisten durch Regierungstruppen herauszufinden, sagte Human Rights Watch heute.

Bei der Untersuchung der Morde stellte Human Rights Watch fest, dass am 14. Februar in Ngarbuh Regierungstruppen und bewaffnete ethnische Fulani mindestens 21 Zivilisten getötet haben, darunter 13 Kinder und 1 schwangere Frau. Aus der Pressemitteilung der Regierung geht hervor, dass die Ergebnisse einer gemeinsamen Untersuchungskommission in Details erheblich von den Fakten abweichen, die von Human Rights Watch dokumentiert und von weiteren unabhängigen Organisationen einschließlich der Vereinten Nationen bestätigt wurden. Es wird immerhin nun offiziell festgestellt, dass kamerunische Soldaten versuchten, die Wahrheit über die Morde zu vertuschen, und dass die Regierung sich verpflichtet, mit Menschenrechtsorganisationen zusammenzuarbeiten.

„Die Ergebnisse der Kommission zum Massaker in Ngarbuh sind zwar fehlerhaft, aber ein wichtiger erster Schritt in Richtung Gerechtigkeit für diese schweren Verbrechen“, sagte Lewis Mudge, Direktor für Zentralafrika bei Human Rights Watch. „Dieser Bericht sollte jedoch keine einsame Aktion der Regierung bleiben. Eine eingehendere Untersuchung ist erforderlich, um einen klaren Zeitplan für die nächsten Schritte festzulegen und alle Verantwortlichen, einschließlich aller Personen weiter oben in der Befehlskette, zu identifizieren, um sie strafrechtlich zu verfolgen. “

Der Angriff in Ngarbuh war kein Einzelfall, sondern Teil eines größeren Musters schwerwiegender Menschenrechtsverletzungen durch die kamerunischen Sicherheitskräfte in den anglophonen Regionen. Human Rights Watch dokumentiert seit 2017 mehrere missbräuchliche Operationen zur Aufstandsbekämpfung durch die Sicherheitskräfte im Nordwesten und Südwesten.

Human Rights Watch hatte die kamerunische Regierung am 16. April aufgefordert, den vollständigen Bericht der Untersuchungskommission zu veröffentlichen. Ohne den vollständigen Bericht ist es nicht möglich zu verstehen, wie die Kommission zu ihren Schlussfolgerungen gekommen ist, aber die fünfseitige Pressemitteilung enthält genügend Informationen, um eine umfassende Analyse des Berichtsinhalts zu ermöglichen.

Die Kommission stellte fest, dass Sicherheitskräfte und Mitglieder von „lokalen Bürgerwehr-Gruppen“ eine Aufklärungsoperation in Ngarbuh durchführten, bei der sich plötzlich bewaffneten Separatisten gegenüber sahen und 5 von ihnen töteten. Bei dem Feuergefecht wurden 13 Zivilisten getötet. Das Militär versuchte dann, seine Taten zu vertuschen, indem es Häuser verbrannte und einen falschen Bericht über den Vorfall einreichte. Die Kommission identifizierte einen Sergeant, einen Gendarm und einen Soldaten als verantwortlich für die Morde und benannte einen Bataillonskommandeur, der die Operation nicht ordentlich überwachte.

Human Rights Watch stellte fest, dass Regierungstruppen, darunter Mitglieder des Rapid Intervention Battalion (RIB), der Eliteeinheit der kamerunischen Armee, sowie bewaffnete ethnische Fulani 21 Zivilisten in Ngarbuh töteten, fünf Häuser niederbrannten, Dutzende anderer Grundstücke plünderten und Bewohner schlugen. Die bewaffneten Fulani könnten die „lokalen Bürgerwehr-Gruppen“ sein, auf die in der Pressemitteilung der Regierung Bezug genommen wird.

Human Rights Watch sprach mit Zeugen und Anwohnern, die sagten, dass es keine Konfrontation zwischen bewaffneten Separatisten und Sicherheitskräften gegeben habe, dass die Morde absichtlich begangen worden seien und darauf abzielen, die Bevölkerung zu bestrafen, die beschuldigt wird, Separatisten beherbergt und unterstützt zu haben.

In den Wochen nach der Veröffentlichung des Berichts von Human Rights Watch lehnte die Regierung die Verantwortung für die Morde in Ngarbuh ab und führte eine Abwehrkampagne gegen Medien sowie nationale und internationale Organisationen durch, darunter Human Rights Watch und andere Menschenrechtsgruppen sowie UN-Organisationen.

In der Pressemitteilung zur Untersuchung der Gemeinsamen Kommission wurde jedoch Präsident Paul Biya zitiert, dass die Regierung weiterhin bereit sei, mit Menschenrechtsorganisationen zusammenzuarbeiten.

Dies steht in krassem Gegensatz zu den jüngsten Maßnahmen der Regierung. Am 12. April 2019 verweigerten Beamte des internationalen Flughafens Douala der leitenden Forscherin von Human Rights Watch für Zentralafrika die Einreise, obwohl sie ein gültiges Visum hatte. Trotz zahlreicher Auskunftsersuchen wurde nie eine Erklärung für die Verweigerung ihrer Einreise gegeben.

„Die Entscheidung der Regierung, die Ergebnisse der Kommission zu veröffentlichen, ist hoffentlich ein Signal für ein Ende der Ablehnung und des Versteckens der Wahrheit über Missbrauch“, sagte Mudge. „Wir sind optimistisch, dass dies neue Möglichkeiten bietet, als unabhängige Mitarbeiter mit der Regierung zusammenzuarbeiten, um den Missbrauch durch staatliche und nichtstaatliche Akteure zu beenden.“

Übersetzung: Johannes Stahl.

Das Englische Original dieses Artikels finden Sie hier: https://www.hrw.org/news/2020/04/24/cameroon-massacre-findings-made-public

Weitere Human Rights Watch-Berichte über Kamerun finden Sie hier: https://www.hrw.org/africa/cameroon

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Neue Töne von der Regierung Biya

Kaum eine andere Schreckenstat in Kamerun in den letzten Monaten hat solch eine starke Resonanz ausgelöst wie das „Massaker von Ngarbuh“ vom 14. Februar 2020. Anders als bei allen bisherigen Übergriffen und Massakern wurde von der kamerunischen Regierung auf Druck der Vereinten Nationen eine Untersuchungskommission eingesetzt, und anders als bei den meisten Kommissionen wurde jetzt ein Untersuchungsbericht veröffentlicht! Bischof George Nkuo, Bischof von Kumbo (NW), schreibt zu dem Bericht der Kommission, der er selbst angehörte:

„Dieser Bericht der Regierung Kameruns ist öffentlich und darf zitiert werden. Der wesentlich neue Aspekt bezüglich unserer Regierung ist, dass es überhaupt einen Untersuchungsbericht gibt. Solange ich mich erinnern kann, hat  es zu keiner Untersuchung in der Vergangenheit (vielleicht höchstens einer einmal) je einen veröffentlichten Bericht gegeben. Dies ist für uns der größte Erfolg und wir konnten eine Schlüsselrolle dabei spielen, die Beweisführung zu ermöglichen. Es ist der Arbeit der Justice & Peace Commission und den Caritas Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verdanken, die vor Ort bei den Menschen tätig sind und Tatsachen dokumentieren konnten. Bis heute beherbergen wir in einer Einrichtung des Bistums Kumbo einige der überlebenden Opfer. Dank der Notfallhilfen des Bistums Limburg konnten wir diesen Opfern Hilfen anbieten.“

Danke an die Abteilung Weltkirche des Bistums Limburg, die uns diese wichtigen Dokumente zur Verfügung gestellt hat

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Afrika ist nicht Italien – Dr. Gisela Schneider im Interview

Afrikakennerin Dr. Gisela Schneider, Ärztin, Direktorin des Deutschen Instituts für ärztliche Mission (Difäm) und Vorsitzende der Württembergischen Arbeitsgemeinschaft für Weltmission (WAW) mit einer nüchternen Analyse und ermutigenden Einsichten zur aktuellen Situation. Danke an Weltsichten für dieses starke Interview in der aktuellen Ausgabe!

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Kameruns Windmühlenkampf gegen das Virus

Was wird, wenn die Infektionswelle auch Länder erfasst wie Kamerun, die ihr so gut wie nichts entgegenzusetzen haben? Der kamerunische Autor und Blogger Florian Ngimbis hat einen Vorgeschmack davon erhalten und liefert ein bissiges Résumé. Danke an Dr. Nepomuk Riva für diesen Medientipp.

Die Neue Zürcher Zeitung NZZ berichtet nicht nur aktuell und gut recherchiert über den Anglophonen Konflikt in Kamerun, sie gibt auch dem kamerunische Autor und Blogger Florian Ngimbis ein Forum. Lobenswert!
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Covid-19 Gebete der Presbyterianischen Kirche

Gebet ist nicht alles, aber ohne Gebet ist alles nichts. Zum höchsten Fest der Christenheit, Ostern und Auferstehung des Herrn, stellt der Ausschuss für den Pfarrdienst unserer presbyterianischen Partnerkirche in Kamerun PfarrerInnen und Gottesdienstleitenden eine Sammlung von Gebeten in der aktuellen Krise zur Verfügung. Übersetzt von Pfr. Johannes Stahl

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Who do I want to be during Covid19 – Was wir von unseren Partnern in Afrika lernen können

Gute Partner stellen sich gegenseitig in Frage. Wer möchte ich sein in der Corona-Krise? Niemand braucht im Angstbereich, der menschlich ist, zu verharren. Gemeinsam mit den Partnern in den Lern- und Wachstumsbereich aufbrechen – welch eine Ermutigung in der Krise! (Übersetzung: Johannes Stahl)

In meiner Osterpredigt 2020 gehe ich auf die Botschaft unserer Partner aus Afrika ein.
https://www.youtube.com/watch?v=3ECJKSd749w

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Good Friday Message – Karfreitagspredigt aus der Presbyterianischen Partnerkirche in Kamerun

Der langjährige Partnerschaftssekretär und neu gewählte Generalsekretär der Presbyterianischen Kirche in Kamerun (PCC), Rev. Miki Hans Abia predigt zu Karfreitag in der Chapel im Synod Office (Kirchenleitung) in Buea. Hörenswert!
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Life-Blog ARD: In Afrika wächst die Zahl der Infizierten

Laut Life-Ticker der ARD Tagesschau wächst die Zahl der Infizierten auf dem afrikanischen Kontinent:
Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Afrika hat laut der Weltgesundheitsorganisation die Marke von 10.000 überschritten. Mehr als 500 Infizierte seien gestorben, teilte die WHO am Mittwoch in Brazzaville mit.
Die Corona-Pandemie könnte für Tausende Menschen in Afrika den Tod bedeuten und soziale und wirtschaftliche Verwüstung hinterlassen, warnte die WHO-Regionaldirektorin Matshidiso Moeti. Die Zahl der an Covid-19 Erkrankten auf dem Kontinent wachse rasant, teilte die WHO weiter mit.
Inzwischen sein 52 Länder betroffen, Erkrankungen seien aus großen Städten und ländlichen Gegenden gemeldet worden. Der erste bestätigte Fall war am 14. Februar in Ägypten registriert worden. Viele Experten warnen, die schwachen Gesundheitssysteme in Afrika seien dem Virus nicht gewachsen.
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Bauchgefühl und ganz viel Nähe – Partnerschaftsbesuch in Kamerun gelungen!

Die Südwestpresse, Region Göppingen, berichtete am Montag, 6. April ausführlich über den erfolgreichen Partnerschaftsbesuch der Göppinger Delegation unter Leitung von Annemone Hilsenbeck in Kamerun. Nicht nur gerade rechtzeitig vor der Corona-Krise, sondern auch pünktlich zur Einsetzung des Partnerschaftssekretärs Dekan Miki Hans Abia als Generalsekretär seiner Kirche, der Presbyterianischen Kirche in Kamerun (PCC) am 15. März 2020. So konnte die Göppinger Delegation auch die Grüße der Basler Mission Deutschland und der Direktpartnerschaften in Deutschland überbringen.

Mehr zu Partnerschaft des Kirchenbezirks Göppingen mit der Presbytery Menchum in Nordwest Kamerun hier

Mehr von der ausgezeichneten Pressearbeit der Südwestpresse hier: https://www.swp.de/

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Direktpartnerschaften stellen sich hinter MdB Aufruf zu Solidarität mit Afrika

Wir appellieren an die Bundesregierung, im Rahmen der Nothilfe und der Entwicklungszusammenarbeit zu reagieren und die Gesundheitssysteme in Afrika gemeinsam mit der EU schnellst möglich zu stabilisieren.Darüberhinaus soll im Rahmen der deutschen Ratspräsidentschaft ab September 2020 ein Schwerpunkt auf die Überarbeitung der Entwicklungspolitik der EU gelegt werden.

wir stellen uns hinter den Aufruf von MdB Dr. Christoph Hoffmann, der in der aktuellen weltweiten Krise Hilfen fordert für Afrika zur Bekämpfung des Coronavirus. Der Erreger der Lungenkrankheit sei bereits in mehr als 50 afrikanische Staaten aufgetaucht, erklärte der entwicklungspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion. „Die Auswirkungen des Virus werden für den afrikanischen Kontinent wegen des schwächeren Gesundheitssystems und der Armut viel verheerender als in Europa sein“, warnte Hoffmann. „Es ist damit zu rechnen, dass die Todesrate der Infizierten in Afrika am höchsten sein wird.“

  • Direktpartnerschaft Breisgau Hochschwarzwald – Kumbo (NW Kamerun)
  • Direktpartnerschaft Markgräflerland – Dikome (SW Kamerun)
  • Direktpartnerschaft Überlingen-Stockach – Bakossi (SW Kamerun)
  • Direktpartnerschaft Konstanz – Donga Mantum (NW Kamerun)
  • Direktpartnerschaft Freudenstadt – Meta (NW Kamerun)
  • Direktpartnerschaft Ravensburg – Limbe (SW Kamerun)
  • Direktpartnerschaft Tübingen – Douala/Bafoussam/West (Kamerun)
  • Direktpartnerschaft Göppingen – Menchum (NW Kamerun)
  • Direktpartnerschaft Heidenheim – Bali (NW Kamerun)
  • Direktpartnerschaft Öhringen – Batibo (NW Kamerun)
  • Direktpartnerschaft Witzenhausen/Eschwege – Meme North (SW Kamerun)
  • Direktpartnerschaft Landesverband Kindergottesdienst ELKW – PCC Sunday School (Kamerun)
  • Geschäftsführendes Pfarramt Evangelische Gedächtnis – und Rosenbergkirchengemeinde in Partnerschaft mit der Gemeinde anderer Sprache und Herkunft Presbyterianische Kirche in Kamerun PCC Stuttgart, Pfarrerin Heidi Essig-Hinz
  • Pfarrerin Dorothea Holzapfel, Vorsitzende Förderkreis Waisenhaus Rechafond, Reichenbach
  • Partnerschaftskoordinator Pfr. Johannes Stahl, BMDZ
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wir stehen zusammen – we are together

In unzähligen Partnerschaften sind Menschen in Afrika und Europa verbunden. Für die Basler Mission – Deutscher Zweig (www.bmdz-online.org) koordiniert Pfarrer Johannes Stahl neben der Verbindung zur Partnerkirche PCOSS im Südsudan und EYN in Nord Nigeria zur Presbyterianischen Kirche (PCC) in Kamerun 12 Direktpartnerschaften von Kirchenbezirken und Landesverbänden in Deutschland. Trotz oder gerade in der Krise, die uns verbindet, stehen wir zusammen und beten für die Anderen.
Das MÖD der Evangelischen Kirche in der Pfalz und die Evangelische Kirche in Hessen-Nassau teilen dazu eine Gebetsvorlage in vielen Sprachen: Hier oder
https://www.ekhn.de/service/massnahmen-gegen-corona/oekumene-gebete-und-infos.html
Partnerschaftskoordinator Pfr. Johannes Stahl (BMDZ) ermutigt die Partnerschaftsgruppen und Kamerun-Freundinnen und Freunde in Deutschland, angesichts der Covid-19-Krise weltweit partnerschaftlich füreinander einzutreten und Fürbitte zu leisten.
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Informieren, aufklären, zur Selbsthilfe helfen – die Partner in Afrika stellen sich Covid-19 entgegen

(c) Kumbo-Partnerschaft Breisgau-Hochschwarzwald: vor ihrer Kirche in Kumbo (NW Kamerun) hat sich die PCC Gemeinde mit Mundschutz versammelt. Versammlungen mit mehr als 50 Personen sind auch in Kamerun seit Tagen verboten.

Die Kirchenleitung PCC hat bereits am 18.03. ihre Mitglieder informiert:

Seriöse Formate wie The Daily Show mit Susan Tatah informieren und klären auf: https://www.facebook.com/tatah.susan/videos/10222011744192720/?t=1609

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Kamerun und Covid-19

Viele deutschsprachige Partner und Freunde sind sehr besorgt, wie sich die Bedrohung durch die Corona-Pandemie in Kamerun auswirkt. Die kamerunische Regierung ergreift seit heute weitreichende Maßnahmen im Kampf gegen Corona. Download in englischer Sprache hier

Die Deutsche Botschaft in Jaunde informiert:

Am 17.3.2020 hat die kamerunische Regierung 13 Maßnahmen verabschiedet, um die Ausbreitung von COVID-19 einzudämmen. Seit dem 18.3.2020 gelten in Kamerun die folgenden Maßnahmen: 
1. Schließung der Grenzen (Ausnahme: Frachtflugzeuge und –Schiffe)
2. Aussetzung der Visaerteilung für CMR
3. Schließung der Schulen und Ausbildungsstätten
4. Versammlungsverbot für Gruppen über 50 Personen
5. Verschiebung von Schul- und Universitätssportveranstaltungen aller Art
6. Schließung von Restaurants usw. ab 18 Uhr
7. Geordneter Zugang zu Märkten und Lebensmittelgeschäften
8. Fahrten in Städten und außerhalb sind nur in Ausnahmefällen gestattet
9. Abstand halten im öffentlichen PersonenverkehrHotels, Fahrzeuge usw. können von den Behörden für Krisenmaßnahmen beschlagnahmt werden
10. Nutzung von digitaler Kommunikation bei Meetings über 10 Personen
11. Keine Auslandsdienstreisen im öffentlichen Dienst
12. Hygienevorschriften 

Die Maßnahmen sind für die nächsten 30 Tage, d. h. bis zum 16.04.2020 festgelegt, eine Verlängerung ist möglich. Diese Vorschriften sind von allen sich in Kamerun befindenden Personen einzuhalten, den Vorgaben der hiesigen Behörden und Sicherheitsdienste ist uneingeschränkt nachzukommen. Dazu gehört auch, dass Reisen im Land bis auf weiteres nicht stattfinden sollen. Eine Folge dieser Maßnahmen ist, dass nach aktuellem Informationsstand der Botschaft bis auf weiteres keine Flüge mehr nach Europa abfliegen werden. Dies betrifft sowohl Air France als auch Brussels Airlines. Flüge in den nächsten Tagen, für die Sie ggf. Tickets gebucht haben, werden oder sind bereits gestrichen. Die Botschaften der EU-Mitgliedsstaaten im Land werden die Situation ihrer nun in Kamerun gestrandeten Staatsangehörigen gegenüber der kamerunischen Regierung verdeutlichen und sich dafür einsetzen, dass möglichst bald Flüge Kamerun anfliegen und verlassen können. Für deutsche Staatsangehörige und ihre (ggfs. auch ausländischen) Familienangehörigen, die im selben Haushalt leben:Informationen zum aktuellen Lagebild werden lediglich an die in ELEFAND hinterlegten E-Mail Adressen versandt. Sollten Sie weiteren deutschen Staatsangehörigen begegnen, die in einer Notlage sind, verweisen Sie diese bitte auf die E-Mail-Anschrift konsularinfo@jaun.diplo.de. Parallel zu ELEFAND sollten Sie sich auch die Registrierungsmöglichkeit auf condor.com/flyhome nutzen. 

Klicke auf das PCC Icon um das gesamte Dokument der PCC Kirchenleitung zur Corona-Krise in Kamerun zu lesen.
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Partnerkirche PCC im Anglophonen Kamerun feiert zweite Amtszeit von Rt. Rev. Samuel Fonki und Einführung von Synod Clerk Rev. Miki Hans Abia

In angespannter Sicherheitslage feierte die Basler Partnerkirche Presbyterianische Kirche in Kamerun (PCC) am Sonntag 15.03.2020 „Thangsgiving and Introduction“ der neuen Kirchenleitung in Buea, soweit das in Krisenzeiten eben möglich ist. Neben hochrangigen Vertretern der afrikanischen Kirchen und der kamerunischen Regierung war unter den Ehrengästen für die Direktpartnerschaften in Deutschland eine Delegation des Kirchenbezirks Göppingen unter Leitung der Partnerschaftsvorsitzenden Annemone Hilsenbeck (Bad Boll). Wir wünschen Moderator Rt Rev Samuel F. Fonki, Synod Clerk Rev Miki Hans Abia und dem Finanzvorstand der Kirche, Mr Ngole Mbuayo Ndive Mosaka in diesen schweren Zeiten Gottes Beistand, Kraft und Weisheit für Wege des Friedens und der Gerechtigkeit in Kamerun.

Das Video vom PCC Gottesdienst in Buea mit dem Grußwort von Frau Hilsenbeck hier (HiTV Cameroon): https://www.facebook.com/HiTvCam/videos/1110053742696032/

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Deutschland und Frankreich legen bei Waffenexport zu

Weltweit steigt die Zahl der bewaffneten Konflikte stetig an. Was tun wir in Deutschland und Frankreich, wo unsere Politiker stets beteuern, dass uns Frieden und Gerechtigkeit in der Welt wichtig sind und es darum gehe, europäische Werte zu verteidigen? Wir steigern unsere Waffenexporte (Grafik: Tagesschau, 10.03.2020)! Dabei ist der Zusammenhang zwischen Kriegswaffen und Flüchtlingsströme längst bekannt. Von den Kriegswaffen, die im Anglophonen Konflikt in Kamerun zum Einsatz kommen und ursächlich sind für inzwischen 750.000 Geflüchtete, werden die wenigsten im Land selbst hergestellt: sie werden importiert!
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Für Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

Unsere Partner SHF Kamerun haben einen SDG Zaun in Zusammenarbeit mit UN Cameroon und Alliance Francaise geschaffen, ein starkes Friedenssymbol mitten in Bamenda

Angesichts zunehmender Sorge um Ziele für nachhaltige Entwicklung sucht Sysy House of Fame (SHF) nach alternativen Wegen, um die Bedeutung dieser globalen Ziele zu kommunizieren. Street Arts haben ein enormes Potenzial, um die Veränderungen zu kommunizieren, die notwendig sind, und die Zukunft die wir uns wünschen: #futurewewant. Graffiti ist eine Form der Straßenkunst, die von SHF eingeführt wurde, um ein breites und integratives Publikum zu erreichen. Sie bringt die Dringlichkeit von globalen Maßnahmen zum Ausdruck, um die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen.

Dieses Projekt entstand aus der Partnerschaft zwischen dem Sysy House of Fame (SHF) und den Vereinten Nationen in Zusammenarbeit mit Alliance Francaise. Produziert von Christo Becks, Kayaman und Bamako brachten die Künstler ihr Verständnis und Ideen zu den SDGs auf den Zaun rund um die Alliance Francaise in Bamenda, die täglich mindestens 5000 Menschen Zuflucht bietet. Am Sonntag 1. März startete dieses einmonatige Projekt, das die Leiterin der UN-OCHA, Bamenda Ilham Moussa feierlich eröffnete und der Gemeinschaft in der anhaltenden Krise alles Gute wünschte. Njobati Sylvie, CEO und Projektkoordinatorin, stellte den über 300 anwesenden Gästen die Mauer vor. Sie ist Teil verschiedener Spiele und Aktivitäten für Menschlichkeit und Vielfalt, um das Verständnis der Menschen für die SDGs zu verbessern. Im Gefolge des bewaffneten Konflikts teilen verschiedene UN-Organisationen, die bei dieser Gelegenheit anwesend waren, die Träume und Visionen junger Menschen und begleiteten die Zukunftsvisionen mit ermutigenden Worten.

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Präsident Macron: ich weiß, was im Anglophonen passiert. Kamto ist frei, weil wir Druck machen auf Biya

Eines der ganz seltenen Interviews mit Präsident Macron zum anglophonen Konflikt in Kamerun, zu Demokratie und dem Einfluss von Frankreich auf die Machthaber in Kamerun. Transkribiert und übersetzt von Noémi Böttcher, die darauf hinweist, dass in dem Stimmengewirr leider nicht alles zu verstehen ist. Entsprechend ist die Übersetzung unvollständig und ohne Gewähr.

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Berliner Zeitung über Schulen im anglophonen Kamerun: Folter statt Unterricht

Das ist der Schlafsaal der Secondary School (Oberstufe) in Bafut. Die Schule wurde von Rebellen zerstört und steht seitdem leer. Bafut liegt 20 Kilometer nördlich von Bamenda in der Nordwest-Provinz von Kamerun. Foto: Johannes Dieterich
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Tag der Fürbitte für die Opfer des Massakers in Ngarbuh

Bischof George (DC Kumbo) ruft zu einem Tag des Gebets und der Trauer am Freitag, den 21. Februar im gesamten Bistum Kumbo auf. Hier das Schreiben des Bischofs.
Auch das Bistum Limburg möchte ein Zeichen der Solidarität setzen und der Opfer gedenken. Wir bitten Sie, die Betroffenen in das persönliche Gebet einzuschließen oder auch für sie im Gottesdienst zu beten. Auf Initiative der Abteilung Weltkirche findet am Freitag, den 21. Februar um 12.30 Uhr ein Friedensgebet in der Stadtkirche Limburg statt. Sie sind herzlich eingeladen teilzunehmen.

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Katholische Bischöfe drängen Kamerun zu Gesprächen mit den Separatisten

Der Text des offenen Briefes der Bischöfe lautet wie folgt:

Sehr geehrter Herr Präsident Biya,

Wir, die unterzeichnenden römisch-katholischen Bischöfe aus aller Welt, schreiben Ihnen, um Ihre Regierung respektvoll aufzufordern, an den von der Schweiz geführten Friedensgesprächen teilzunehmen. Die Gespräche zielen einzig und allein darauf, die Gewalt in den beiden Regionen Nordwest und Südwest in Kamerun zu beenden.

Wir betonen: wir sind unparteiisch. Wir sind motiviert von der Sorge um das Leiden von unbewaffneten Zivilisten und um die Stabilität und den Wohlergehen Kameruns. Gewalt und Gräueltaten aller Seiten haben mehr als 656.000 anglophone Kameruner aus ihren Häusern vertrieben und 800.000 Kinder aus der Schule (darunter 400.000 aus katholischen Schulen) ausgeschlossen. Sie sind verantwortlich für 50.000 vertriebene Anglophone in Nigeria, für Hunderte von zerstörten Dörfern und für mindestens 2.000 Todesopfer. Jedes dieser Leben ist kostbar, wir trauern um sie und möchten verhindern, dass noch mehr Unschuldige sterben. Es wird für keine Seite einen militärischen Sieg geben. Eine dauerhafte Lösung für Kameruns Probleme kann nur aus einem vermittelten Gesprächsprozess erwachsen, der anglophone bewaffnete Separatistengruppen ebenso einbezieht wie die gewaltfreien Führer der Zivilgesellschaft. Wenn sich alle Parteien so behandeln, wie sie selbst behandelt werden möchten, dann ist eine Lösung möglich.

Wir begrüßen den sogenannten großen nationalen Dialog der kamerunischen Regierung vor einigen Monaten. Die Gewalt wurde jedoch nicht gestoppt. Wir glauben, dass die vorgeschlagenen Schweiz-geführten Gespräche den besten Weg bieten zu einer angemessenen politischen Lösung durch integrative Verhandlungen. Der Erfolg dieser Gespräche wird von entscheidender Bedeutung sein für den Weg Kameruns zur Gewährleistung des Friedens und Ihres Erbes als eines wirksamen Führers in einer unruhigen Region. Es ist unsere aufrichtige Hoffnung, dass alle interessierten Stakeholder an diesen Gesprächen teilnehmen und einen Geist der Zusammenarbeit, des Pragmatismus und des Realismus zeigen, um sicherzustellen, dass diese Verhandlungen von Erfolg gekrönt werden. Dies ist es, was die Menschen in Kamerun, Ihre Söhne und Töchter, Gottes Kinder, erwarten und verdienen. Nur wahrer Frieden wird allen katholischen Diözesen, Kliniken und Schulen, gesegneten Gemeindemitgliedern und Bürgern im Anglophonen dienen, um wieder sicher in Kamerun zu leben.

Hochachtungsvoll,

Bischof Siegfried Jwara, Apostolisches Vikariat, Ingwavuma, Kwa Zulu-Natal, Südafrika

Bischof John Keenan, Diözese Paisley, Schottland

Bischof Noel Simard, Diözese Valleyfield, Quebec, Kanada

Der ehrwürdigste Charles Hammawa Jalingo, Diözese des Staates Tabara, Nigeria

Bischof Mark Davies, Diözese Shrewsbury, England

Erzbischof Peter Loy Chong, Erzdiözese Suva, Fidschi

Bischof Bart van Roijen, Diözese Corner Brook und Labrador, Kanada

Bischof Thomas R Zinkula, Diözese Davenport, Iowa, USA

Bischof Terence Drainey, Diözese Middlesborough, England

Bischof Antonio R Tobias, emeritierter Novaliches, Philippinen

Bischof Albert Thevenot, Diözese von Prinz Albert, Saskatchewan, Kanada

Bischof Ray Browne, Diözese Kerry, Irland

Bischof Jose Cabantan, Diözese Malaybalay, Philippinen

Kardinal Soane Patita Mafi, Diözese Tonga, Südpazifik

Erzbischof Donald Bolen, Erzdiözese Regina, Saskatchewan, Kanada

Bischof Alphonsus Cullinan, Diözese Waterford et Lismore, Irland

cc: Seine Heiligkeit Papst Franziskus

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Viele Kinder unter den 22 Opfern bei Angriff auf das Dorf Ntumbo (NW)

Viele Kinder unter den 22 Opfern bei Angriff auf das Dorf Ntumbo

BBC. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden bei einem Angriff auf ein Dorf im Nordwesten Kameruns mindestens 22 Menschen getötet. Über die Hälfte der in Ntumbo Getöteten waren Kinder, und lokale Medien berichten, dass mehrere Opfer lebendig verbrannt wurden. Niemand hat die Verantwortung für den Vorfall am Freitag übernommen, aber eine der Oppositionsparteien beschuldigte die Armee. Die kamerunische Regierung, die seit mehr als drei Jahren gegen Separatisten in der Region kämpft, bestritt die Beteiligung an dem Angriff. James Nunan, ein Beamter der humanitären Koordinationsagentur der Vereinten Nationen (OCHA) bestätigte der BBC, dass eine schwangere Frau unter den Getöteten sei. Vierzehn Kinder, darunter neun unter fünf Jahren, seien ebenfalls unter den Toten, sagte er. Nunan sagte, der Vorfall habe die lokale Bevölkerung „erschreckt“. „Wer immer die Aggressoren sind, sie haben Drohungen ausgesprochen, dass noch mehr Gewalt bevorsteht“, sagte er. „Die Leute, mit denen wir gesprochen haben, sind extrem traumatisiert und hätten sich so eine Eskalation nicht vorstellen können.“ In einer Erklärung machte eine der wichtigsten Oppositionsparteien des Landes – die Bewegung für die Wiedergeburt Kameruns – das „diktatorische Regime“ und den Chef der kamerunischen Sicherheitskräfte für den Angriff verantwortlich. Agbor Mballa, eine führende Figur in der Separatistenbewegung, ist ebenfalls der Auffassung, dass „staatliche Verteidigungskräfte verantwortlich sind“. Ein Armeebeamter, der von der Nachrichtenagentur AFP zu dem Vorfall befragt wurde, wies die Anschuldigungen ohne weitere Angaben als „falsch“ zurück.

Der Konflikt konzentriert sich auf die Provinzen Südwest und Nordwest in Kamerun, wo der Großteil der Bevölkerung aufgrund alter kolonialer Beziehungen zu Großbritannien Englisch spricht. Bewaffnete Separatistengruppen entstanden 2017 als Reaktion auf das gewalttätige Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen friedliche Proteste. Separatisten haben die Unabhängigkeit für einen neuen Staat erklärt, den sie Ambazonia nennen, aber Kameruns Präsident Paul Biya hat die Gruppen als „Terroristen“ bezeichnet. Seit Ausbruch der Kämpfe sind mehr als 3.000 Menschen gestorben, und mindestens 700.000 Menschen wurden bereits aus ihren Häusern vertrieben. Kameruns Regierung wurde wiederholt Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen, US-Präsident Donald Trump hat daraufhin das Land von bestimmten Handelsprogrammen mit Amerika ausgeschlossen. Die Regierung sagt, Separatisten hätten Dutzende Zivilisten und Sicherheitskräfte getötet, aber es gibt keine offiziellen Zahlen für Zivilisten und Separatisten, die von Regierungskräften getötet wurden.

Übersetzung © Johannes Stahl

Originalbericht auf https://www.bbc.com/

Weitere Quellen:

https://www.france24.com/en/20200217-at-least-22-killed-in-attack-on-village-in-northwest-cameroon

https://www.thenational.ae/world/africa/cameroon-massacre-14-children-among-22-dead-in-anglophone-region-1.980295

https://www.arabnews.com/node/1628871/world

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Online-Petition: Gerichtsverhandlung Wilfried Siewe in Kamerun am 7. Februar 2020

Unsere Hoffnung, dass mit den Petitionsübergaben an Botschafter Stell in Hamburg und den Referatsleiter für Internationales Strafrecht, Herrn Hurnaus, in Berlin endlich Bewegung in Wilfrieds Fall kommt hat sich leider nicht bestätigt.

Ich habe mich zwischenzeitlich per Post an Bundesaußenminister Heiko Maas gewandt sich für die Freilassung Wilfrieds aktiv einzusetzen. Leider kam keine Antwort von Herrn Maas, sondern lediglich ein Schreiben aus dem Referat Internationales Strafrecht. Der Minister wisse von Wilfrieds Fall. Im Kern sagt der Brief jedoch, dass die von der BRD bisher geleistete konsularische Betreuung alles ist was derzeit getan werden kann und man warte den Gerichtstermin am 07.02.2020 ab.

1 Jahr warten wir bereits auf Wilfrieds Freilassung…

Vor Weihnachten haben wir mit einer Mahnwache vor dem Rathaus in Erlangen erneut auf Wilfrieds Situation aufmerksam zu machen. Der Oberbürgermeister der Stadt Erlangen, Florian Janik, hat eine kurze Rede gehalten und sich mit uns solidarisch gezeigt. Vor allem die Feiertage waren sehr schwer ohne Wilfried.

Bitte teilt die Petition weiterhin: change.org/wilfried

Ich halte euch weiter auf dem Laufenden.

Eure Layoko und Wilfrieds Freunde

Hintergrund und weitere Informationen:

https://www.frankenfernsehen.tv/mediathek/video/erlanger-in-kamerun-verhaftet-familie-und-freunde-kaempfen-fuer-wilfried-siewes-freiheit/

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Hunderte junger Männer vorsorglich in Gewahrsam – gegen „Kaution“ frei

Dienstag, 04.02.2020. Buea. Nach übereinstimmenden Berichten wurden heute in der Region Südwest Hunderte von Jungen Männern aus Muyuka, Ekona, Inkanta, Muea, Buea Town und benachbarten Dörfern zusammengetrieben und in verschiedenen Polizeistationen und Militärkasernen festgesetzt. Gegen Zahlung einer „Kaution“ zwischen 20 und 50 Tausend CFA (10-30 Tageslöhne, ca. 30-75 €) können sie freikommen.

Wie die zuverlässigen Quelle https://mimimefoinfos.com/ berichtet, haben Ambazonia-Kämpfer im Blick auf die anstehende Doppelwahl einen Generalstreik (Ghost town) angekündigt, der ab Freitag 7. Februar in den Regionen Nordwest und Südwest in Kamerun wirksam wird. Die Sperre soll die für den 9. Februar geplante Doppelwahl (twinvote) stören. Diese Drohungen und sogar Fälle von Folter haben jedoch die meisten Parteien nicht abgehalten, an den Wahlvorbereitungen teilzunehmen. Nur Tage vor der Wahl sollen in verschiedenen Teilen der unruhigen anglophonen Regionen massive Verhaftungen stattgefunden haben (siehe oben). In Wotutu in der Region Südwesten sollen nach den Worten eines Beobachters über 300 junge Männer festgenommen und weggebracht worden sein. „Die Suche nach jungen Männern geht noch weiter“, fügte er hinzu. Ähnliche Verhaftungen sollen auch in anderen Gegenden wie Kumbo in der Division Bui vorgenommen worden sein, nur wenige Tage nachdem Hunderte junger Männer in Bamenda ebenfalls verhaftet worden waren.

Gleichzeitig versuchen viele Einwohner im Anglophonen, ihre Heimat vor den Wahlen und befürchteten Unruhen zu verlassen. Für einen Passagier aus Bamenda ist „der Aufenthalt am Wahltag in der Stadt ein Risiko, das niemand gerne eingeht. Das Militär kann Sie an diesem Tag beschützen, aber was passiert danach, wenn Sie mit den Separatisten allein sind? Das Beste ist also, jetzt zu fliehen.“

Die massive Abwanderung von Menschen aus dem Nordwesten wirft Fragen auf. Die Bevölkerung fühlt sich nicht sicher und fragt sich, wen das vor kurzem von der Regierung im Nordwesten und Südwesten eingesetzte Militär eigentlich schützt.

Mimi Mefo Info.

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Heute war ein schwarzer Tag für die Menschen in Owe / SW Kamerun

Die Region Südwest (SW, französisch: Région du Sud-Ouest) ist eine Region in Kamerun, Hauptstadt ist Buea. 2015 hatte SW etwa 1.553.000 Einwohner. Zusammen mit der Nordwestregion ist es eine der beiden englischsprachigen Regionen Kameruns. Zu SW gehören Fako, Koupé-Manengouba, Lebialem, Manyu, Meme und Ndian. Die Region war bekannt für die erste englischsprachige Universität in Kamerun (University of Buea). Owe (Fako North Presbytery) liegt in der Nähe von Buea und hat ein gemäßigtes Klima. Quelle: Wikipedia

„Heute (Sonntag 2. Februar 2020) war ein schlechter Tag für unseren Ort. Um 5 Uhr morgens marschierte das Militär in Owe ein, verhaftete die meisten Jugendlichen und ließ sie mit Macheten schlagen. Sie brachen in mehrere Häuser ein und plünderten die wertvollsten Gegenstände. Dann zog das Militär nach Ikata, wo dasselbe passierte, aber noch schlimmer: einige Zivilisten wurden getötet, mindestens ein Haus brannte ab samt dem wertvollen Fahrrad des Schatzmeisters unserer Kirche. Die gesamte Bevölkerung von Owe und Ikata hat sich in den Regenwald gerettet. Wie lange soll das dauern? Herr, erbarme dich.
Aber wir haben das nackte Leben gerettet, heute Gottesdienst mit ein paar mutigen Frauen, jetzt sind wir zu Hause.“

Nachtrag 04.02: „Inzwischen sind zwei Drittel der Bevölkerung aus Owe geflohen.“

Dienstag, 28. Januar: „Das Militär ist um 3 Uhr morgens auf der Suche nach Amba Kämpfern in Owe eingedrungen, die Einwohner sind in die Wälder geflüchtet. Das Militär bricht jetzt im Nachbarort Ikata in die Häuser ein.“

BERICHT von den Partnern des Kirchenbezirks Lörrach (Südbaden) in SW Kamerun. Der Partnerbezirk in Kamerun ist die Presbytery Dikome.

Foto: https://www.revolvy.com/page/Dikome%252DBalue Mount Rata in den Rumpibergen

Von dort erreichen uns erschreckende Zahlen (Stand Januar 2020):

Anzahl der verbrannten Häuser: 604 Details: Big Ngbandi 305, Bakumba 88, Mofako Butu 73, Lokando One 8, Ileh 4, Dikome Balue 1, Kumbe Balue 47, Kotto Balue 1, Ikoi Ngolo 23, Ikoti Ngolo 25, Toko Ngolo 6 , Matoh Town 1, Mofako Meteke 18 und Masaka Essomba 4.

Insgesamt 659 betroffene Familien. 218 Kinder haben einen Elternteil verloren oder beide. Die Krise ist ursächlich für 123 Witwen im Kirchenbezirk. Die Anzahl der Binnenvertriebenen im Kirchenbezirk beträgt ungefähr 700. Die leben bei Verwandten. Doch das funktioniert nicht auf Dauer. Viele sind gezwungen, in ihre Heimatdörfer zurückzukehren, doch aufgrund fehlender Kapazitäten können die meisten dieser Dörfer diesen Zustrom nicht aufnehmen. Einige werden vielleicht nie mehr zurückkehren, weil ihre Häuser niedergebrannt, Farmen beschlagnahmt, das Leben bedroht, die Auswirkungen und Erinnerungen an ihre Angehörigen noch sehr frisch sind, besonders die Art, wie sie getötet, missbraucht, vergewaltigt, gefoltert oder verstümmelt wurden. Über 3.000 Menschen leben im Regenwald verstreut, hauptsächlich aus den Dörfern unseres Kirchenbezirks Dikome Balue und Toko Ngolo, zwei Verwaltungsbezirke, aus denen das Volk aus Angst vor Unsicherheiten des Militärs vollständig geflüchtet ist. Andere Orte wie Mofako Butu, Bakumba, Ikoi Ngolo und Ikoti Ngolo sind menschenleer, weildie Dörfer zu 75 Prozent oder ganz verbrannt sind.

Foto: privat
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Doppel-Wahlen am 9. Februar werfen schwere Schatten voraus

Bamali Bewohner in Angst, Amba Kämpfer ziehen umher und zünden Häuser an.
Quelle: Mimi Mefo Info

Bei vielen Einwohnern in Bamali, Ndop im Nordwesten Kameruns macht sich Angst breit, nachdem erneut Häuser in der Gegend niedergebrannt wurden.

„Die Spannungen nahmen zu“ sagen die Einheimischen, „nachdem das Militär das Haus eines mutmaßlichen Amba-Kämpfers in Brand gesteckt hatte. Als das Militär ging, kamen die Amba-Truppen nach Bamali und begannen, die Häuser derer zu anzuzünden, deren Kinder beim Militär sind“, erzählt ein Einheimischer.

„Amba-Jungs haben am Mittwoch, dem 29. Januar neun Häuser in Brand gesteckt. Die Dorfbewohner hätten aus Angst vor militärischen Vergeltungsmaßnahmen das Dorf geräumt“.

Heute morgen, sagt er am 30. Januar, sei das Militär zurückgekehrt und habe weitere Häuser niedergerissen. „Wenn das Militär in Bamali einmarschiert, wird das ganze Dorf niedergebrannt“, äußert der Einheimische seine Befürchtungen.

Vor den sogenannten Doppel-Wahlen im Februar wurden viele Häuser bei Überfällen auf Dörfer in den anglophonen Regionen niedergebrannt. Regierungssoldaten werden mehrere Todesfälle angelastet.

Bild: Archivbild

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Menschenrechte? Militär macht mit Unabhängigkeitskämpfern kurzen Prozess

Foto: privat. Gestern in Mbiame, das kamerunische Militär hinterlässt verbrannte Erde und verbrannte Leichen: „neutralize Amba Boys“.
Um eine Identifizierung zu verhindertn, werden die Leichen an Ort und Stelle verbrannt. Menschenrechte spielen in Kamerun offenbar keine Rolle: wer sollte derzeit in der Lage sein, strafwürdige Aktionen gewaltbereiter Gruppen und der Regierungssoldaten in Kamerun zu anden und die Rechte der Bevölkerung zu schützen? Eine unabhängige Justiz ist in Kamerun jedenfalls nicht in Sicht.

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Eine Chance für Bildung in Menchum (Northwest)?

VON MILDRED NDUM WUNG KUM

Menchum, eine der sieben Divisionen des Nordwestens, ist von der vorherrschenden anglophonen Krise in Kamerun keinesfalls verschont geblieben. In Anbetracht der seit vier Jahren andauernden Krise haben viele Schulen geschlossen. Im Bildungssektor zeigt das Gebiet wieder Dynamik, gleichzeitig hält sich die Empathie mit apatischen Lehrkräften in Grenzen.

Die Region Menchum im Nordwesten ist in großer Verzweiflung. Die Situation ist geprägt durch das Fehlen von Lehrern an Schulen, wohingegen eine beeindruckende Zahl an wissensbedürftigen Schulkindern Tag für die Tag die Schulen besucht. Wir haben die dritte Woche des zweiten Semesters des akademischen Jahres 2019/2020, und dennoch hat die Government High School Wum mit rund 400 eingeschriebenen Schülern weniger als 20 Lehrkräfte. Die Statistik des Schulbesuchs in GBHS Wum an einem ganz gewöhnlichen Tag ist:
Schüler:
Jungs: 08
Mädchen: 19
Gesamt: 27
Lehrer:
Männlich: 00 Weiblich: 00 Administratoren: 02.

„Die Belegschaftsstärke von GBHS Wum beträgt 60, aber nur 8 Mitarbeitende haben während des ersten Semesters 15 Schüler unterrichtet und bewertet“, teilte ein Lehrer mit. „Der Direktor von GBHS Wum ist seit September im Amt. Manchmal ist er der einzige auf dem Campus, der Studenten aktiv unterrichtet“, ergänzte eine weitere Quelle.

Als ich eine Schülerin der fünften Klasse von GHS Wum per Telefon kontaktierte, weinte sie über die Situation, in der sie sich befindet. „Wir Schüler arbeiten alleine, da wir keine Lehrer haben. Wir haben nur einen Geografielehrer und einen Geschichtslehrer. Unseren Schulleiter habe ich nicht in der Schule gesehen, uns wurde gesagt, dass die Lehrer im zweiten Semester kommen würden, aber noch immer ist keiner da. Die Schüler organisieren Nachholkurse und unterrichten sich selbst. Es ist wirklich schwierig, da ich die GCE-Prüfungen ablegen muss. „

Ein Schüler der fünften Klasse der GTHS klagt: „Es arbeiten sehr wenige Lehrer mit uns. Der einzige ernsthafte Lehrer an der Schule war der für Ingenieurwissenschaften. Die anderen sind nicht verbindlich, sie geben uns nur den Arbeitsplan und verschwinden dann wieder. Die Lehrerin für Bauwesen kam ein einziges mal und stellte sich vor. Sie hat uns gesagt, dass sie zurückkommt, um ihre Sachen mitzubringen, aber seitdem haben wir sie nicht mehr gesehen. Wir haben in den meisten unserer Fächer keinen Lehrer, nicht einmal in den Basisfächern wie Mathematik, Englisch und Französisch. Ich hoffe, dass ich für die Prüfung zum Internationalen Technischen Zertifikat zugelassen werde, aber die Lehrer sind nicht da, um uns vorzubereiten. „

„Mein Sohn ist in der ersten Klasse, ich gebe mir Mühe, ihm ein paar Dinge zu Hause beizubringen, weil sie seit Beginn des Schuljahres keine Lektion erhalten haben. Als Elternteil bin ich so enttäuscht von der Verwaltung, weil sie nichts gemacht hat. Dabei wäre es für jeden Lehrer möglich, diese Kinder zu unterrichten „, sagt ein empörter Elternteil.

Die aktuelle Malaise geht offenbar damit einher, dass keine Disziplinarmaßnahmen ergriffen wurden, als die Lehrer es versäumten, ihre Arbeit nach dem ersten Boykott wieder aufzunehmen. Das ermutigt Nachlässigkeit.

Wie gefährlich ist es für einen Lehrer, die Arbeit an der Schule wieder aufzunehmen? „Weder ein Schüler noch ein Lehrer wurden angegriffen. Viele Lehrer beschweren sich darüber, wenn sie nach Wum versetzt werden, aber das Paradoxe ist, dass sie es leicht finden, Wum zu verlassen. Ich sehe Lehrer Waren kaufen und verkaufen, sie machen alle Arten von Arbeit in Wum, aber sie kommen nicht, um zu unterrichten“, klagt ein anderer Elternteil.

 „Es wurde eine Vereinbarung getroffen, wonach ein Militärauto Lehrer befördern soll, die Angst haben, nach Wum zu reisen, aber die Lehrer tauchten am vereinbarten Treffpunkt erst gar nicht auf“, gab ein Schulverwalter bekannt.

Die Stichproben in Wum sind zeichenhaft für die Situation in Menchum, in der Studenten und Schüler mit erheblichen Bildungsdefiziten heranwachsen. Bildungseinrichtungen in den Unterabteilungen Menchum Valley und Furu-Awa sind aufgrund der Drohungen von separatistischen Kämpfern völlig geschlossen.

 „Die Regierung ergreift Maßnahmen, um abwesende Mitarbeiter zu sanktionieren … die Sicherheitslage ist unter Kontrolle“, war das Klischee, das von den Verantwortlichen bei Verwaltungssitzungen wiederholt wurde, statt dass sie dafür sorgten, dass die Lehrer zur Arbeit gingen.

Schülerinnen und Schüler, die sich nach dem Studium sehnen, sind frustriert über die Abwesenheit von Lehrern. Diejenigen, die dringend Bildung brauchen, haben keine andere Wahl, als für sich selbst zu sorgen.

In der gesamten Division Menchum mit mehr als fünfzehn weiterführenden Schulen sind nur fünf weiterführende Schulen funktionsfähig:

Johannes Paul II. Comprehensive College Wum JOPACC
GHS Wum
GBHS Wum
GHS Bafmeng
St. Gabriel Comprehensive College Bafmeng

Mittlerweile sind auch einige Grundschulen, hauptsächlich staatliche und konfessionelle, wieder in Betrieb. Dennoch ist besorgniserregend, wie die Bildung, die doch als vertrauenswürdigster Hoffnungsschimmer bekannt ist, durch die Abwesenheit von Lehrern vereitelt wird. Es ist daher notwendig, Menchum aus dem Zerfall zu retten, damit die künftigen Schatten unserer Zukunft nicht noch dunkler werden.

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Soll die Zivilbevölkerung ausgelöscht werden?

Schwere Verluste in Bali Nyonga: die Regierungstruppen durchsuchen weiterhin Quartiere nach mutmaßlichen Kämpfern für die Unabhängigkeit. „Bei einem der heutigen Überfälle auf Bali wurde ein Kind in Ba Tankohs Anwesen in Njenka Hausa lebendig verbrannt“, sagte ein Verwandter gegenüber Mimi Mefo Info. Ein weiterer schockierender Vorfall war das Verbrennen eines Geisteskranken, sein Name wird mit Charlie wiedergegeben.

„Ungefähr 200 Häuser sind niedergebrannt und haben allein in Bali Nyonga etwa 1.000 Menschen obdachlos gemacht. Was haben Lebensmittel, Haustiere (Schweine, Ziegen), Geschäfte mit dem Krieg zu tun, wenn nicht die Zivilbevölkerung getötet werden soll? “, fragte eine andere Quelle.



Eine Frau aus Bali im Nordwesten erzählte dem seriösen Infodienst Mimi Memo Info jetzt, wie weit ein Soldat ging, um ihr Leben zu retten:

Während einer der zahlreichen Razzien des kamerunischen Militärs vor Monaten in Bali sagte Rita (Name geändert), ihre Familie sei wie viele andere gezwungen gewesen, sich im Busch in Sicherheit zu bringen.

Nachdem sie ein paar Tage dort gewesen war, sei ihr Vater sei zurückgegangen, um zu sehen, ob die Soldaten das Dorf verlassen hatten und ob es sicher war, nach Hause zurückzukehren, aber er wurde erschossen.

Ihre Mutter und zwei ältere Brüder, fügt Rita hinzu, wurden ebenfalls von den Soldaten niedergeschossen, als sie sich auf den Weg ins Dorf machten. Nur sie allein und der 14 Monate alter Sohn ihres Bruders blieben zurück.

Inmitten des Durcheinanders stieß sie auf zwei Soldaten und wurde ins Bein und in den Arm getroffen. Während einer meinte, sie müsse getötet werden, sagte der andere, sie sollten sie gehen lassen. Rite schrie und forderte die Soldaten auf, wenigstens das Kind (den Sohn ihres Bruders) zu schonen, wenn sie schon sie töten wollten. Einer der Soldaten zog sein Gewehr heraus und erschoss seinen Kollegen, der auf Rita gezielt hatte. Er bat sie dann, den anderen zu erklären, dass der Kollege von ambazonischen Kämpfern getötet und sie im Kreuzfeuer verletzt worden war. So kam es und Rita wurde sofort ins Krankenhaus eingeliefert, als die anderen Soldaten eintrafen.

Obwohl sie diesen Soldaten seitdem nicht mehr wieder sah, ist Rita dankbar dafür, dass er zu solchen Mitteln gegriffen hatte, um ihr Leben zu retten, und fügt hinzu: „nicht jeder Soldat lässt sich in einer solchen Situation von seinem Gewissen leiten“.



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Weltgemeinschaft nimmt Kamerun ins Gebet

Die Geschwister in Kamerun haben kürzlich über eine Reihe „barbarischer und unmenschlicher Handlungen wie Schüsse, Tötungen, kolossale und kollaterale Zerstörung von Eigentum durch das Abbrennen von Häusern in einigen Ortschaften und Dörfern im Nordwesten und Südwesten [der anglophonen] Regionen“ des Landes berichtet.

Ein ordinierter Pastor der Presbyterianischen Kirche in Kamerun (PCC) wurde nach einem Gottesdienst auf dem Grundstück der Kirche „misshandelt, eingesperrt, später entlassen und ins Krankenhaus eingeliefert“.

Als Mitglied des Ökumenischen Forums zur Krise des anglophonen Kameruns schließt sich die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WGRK) in Solidarität unseren Schwestern und Brüdern in Kamerun an, die sich diesen täglichen Brutalitäten gegenübersehen. Und die WGRK schließt sich der PCC, einer Mitgliedskirche, an und sagt: „Diese barbarischen und unmenschlichen Handlungen verletzen die Heiligkeit des menschlichen Lebens und sind Gotteslästerung“.

Bitte beten Sie mit uns für unsere Schwestern und Brüder in Kamerun, damit die Gewalt aufhört und eine dauerhafte, gerechte und friedliche Lösung gefunden werden kann.

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AUFRUF der Kirchenleitung PCC – Presbyterian Church in Kamerun

Übersetzung siehe unten
Foto: PCC

21. Januar 2020

AUFRUF der PCC – Presbyterian Church in Kamerun
Hört auf mit dieser Gewalt! Hört auf, Gottes Kinder zu töten! Hört auf, die Erde zu zerstören!
 Seit Wochen gibt es Berichte und grafische Darstellungen von barbarischen und unmenschlichen Handlungen wie Schüssen, Tötungen, kolossalen und kollateralen Zerstörungen von Eigentum durch das Verbrennen von Häusern in verschiedenen Orten und Dörfern im Nordwesten und Südwesten von Kamerun, nämlich: in Babubock und Eyandong in Kupe Muanenguba; Ku-Bome in Mbengwi; Mbiame in Bui; Mbenjom in Awing; Guzang in Batibo; Bali-Kumbat in Ngoketunjia; Buabua und Kimbirivers in Bum. Es gibt eindeutige Hinweise auf die Täterschaft solcher Brutalität und Entmenschlichung von Angehörigen des kamerunischen Militärs, aber auch bewaffnete Kämpfer und Viehtreiber, insbesondere in der Gegend von Bum.

Am vergangenen Sonntag wurde in Sang in Bali-Nyongha ein ordinierter Pfarrer der Presbyterianischen Kirche in Kamerun (PCC) in pastoraler Kleidung nach dem Gottesdienst auf dem Kirchengelände festgenommen. Dieser Pastor erlitt schwere Gewalt, er wurde eingesperrt, später freigelassen und ins Krankenhaus eingeliefert. Diese Akte der Barbarei und Unmenschlichkeit verletzen die Heiligkeit menschlichen Lebens und sind eine Lästerung Gottes.

Darüber hinaus widersprechen diese unmenschlichen Handlungen den Resolutionen und dem Geist des guten Willens im Rahmen des sogenannten Nationalen Dialogs und machen ihn unwirksam. Als Gemeinde Gottes und im Einklang mit unserer prophetischen Stimme verurteilen wir nachdrücklich die Täter dieser Gewaltakte an Gottes Volk und seinen Landsleuten in den Regionen Nordwesten und Südwesten. Diese Gewaltakte schaden den fragilen Bemühungen vor Ort, die Normalität von Menschen und Aktivitäten wiederherzustellen. Es ist nun klar, dass die Begründung für die Durchführung der Wahlen am 9. Februar 2020 in den Regionen Nordwest und Südwest unter solchen Umständen nicht verständlich ist, denn sie lässt keine uneingeschränkte Beteiligung der Bevölkerung zu.

Die Regierung der Republik Kamerun muss jetzt Verantwortung für die Situation vor Ort übernehmen. Sie muss entschlossen vorgehen, um die Resolution des Großen Nationalen Dialogs so umzusetzen, dass ein Ende der Gewalt, ein Gefühl der Gerechtigkeit und eine friedliche Atmosphäre erreicht werden. Wir wiederholen noch einmal die Tatsache, dass Gewalt oder militärische Macht nicht der Ausweg aus dieser Krise sind. Gleichzeitig drücken wir mit diesen Worten die Tränen und Schmerzen der lokalen Bevölkerung aus, die in den Händen bewaffneter Gruppen täglich Belästigungen, Entführungen und Erpressungen erleiden.

Genug ist genug, hört auf mit dieser Gewalt, hört auf, Gottes Kinder zu töten und hört auf, die Erde zu zerstören. Es fördert nichts Gutes und legitimiert keinen Weg und bringt auch keine Fortschritte in der menschlichen Zivilisation. Um Gottes willen können wir eine dauerhafte Lösung für diese Krise finden und Gottes Kindern, der Gerechtigkeit und dem Frieden eine Chance geben und uns den ständigen Blutfluss ersparen!

„Der Friede Gottes, der allen menschlichen Verstand überwindet, bewahre dein Herz und deinen Verstand in der Erkenntnis und Liebe Gottes und seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn. Der Segen Gottes, des Allmächtigen, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, komme über dich und bleibe immer bei dir.“ Amen.

Um des Glaubens willen,

RT. Rev. Fonki Samuel Forba
Moderator, PCC

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Bali-Nyonga: Militär schiesst, legt Feuer, macht Unzählige obdachlos

Foto: PCC. Der schwer verletzte Pfarrer der kamerunischen Partnerkirche, Rev Ndang Walters Nja’ah von der Wainama Parish in Bui Presbytery, ist jetzt in Behandlung

Nach unbestätigten Berichten war zuvor von Unabhängigkeitskämpfern (Ambas) ein Militär-Lastwagen gesprengt worden. Als Vergeltung wird ein ganzer Ort zerstört und die Bewohner in die Flucht getrieben.
Genügen der Regierung Paul Biya etwa 530.000 kamerunische Flüchtlinge im eigenen Land (IDP) immer noch nicht?
Auch im Regenwald (SW, Partnerschaft Markgräfler Land) ist die Bevölkerung massiv unter Druck. Sowieso schon gestraft durch mangelnde Infrastruktur, keine Strasse, kein Strom, jetzt auch kein Mobilnetz für die Geflüchteten im Busch, keine Gesundheitsstation, kein Geld, keine Kollekte für die Kirche, kein Gehalt für die Pastoren, keine Transportmöglichkeiten.
In der ersten Januarwoche fällt das Militär in West Bakossi ein, brechen Häuser auf, nehmen Geld und Wertsachen mit. Die Bewohner rennen um ihr Leben, das Dorf Bakolle Kupemaneguba ist jetzt leer.
Beinahe täglich verursachen Amba-Kämpfer und Biyas Männer neue Tragödien, Hilfsorganisationen und Gelder lässt der Diktator nur zögerlich ins Land. Warum kein offizieller Protest der UN? Warum scheut Deutschland ein klares Wort für Menschenwürde und Gerechtigkeit? Warum zögert die Bundeskanzlerin der Nation, die ab 1884 kamerunische Gebiete mit Waffen in ihre Gewalt brachte?

Haustiere und Lebensmittelversorgung der Bevölkerung werden systematisch zerstört (Quelle: privat)

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Auseinandersetzungen zwischen Amba und Militär verursachen neue Flüchtlingsströme

Auf www.unocha.org wird vom Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen anschaulich, wie stark das Gebiet der Partnerkirche PCC in NW/SW Kamerun von Flüchtlingsströmen zu Jahresbeginn 2020 betroffen ist. Inzwischen liegen gesicherte Berichte vor, dass neuerliche Auseinandersetzungen zwischen Unabhängigkeitskämpfern (Amba) und kamerunischem Militär (BIR) im Raum Bali-Nyonga zu massiven Verwüstungen und Vertreibungen der Einwohner geführt hat (siehe extra Bericht)
Quelle: UN OCHA http://brennpunktkamerun.org/wp-content/uploads/2020/01/Cameroon-Massive-population-displacement-North-West-Flash-update-20-December-2019.pdf
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Von allen Seiten unter Druck – Bericht eines zweifach Entführten in Kamerun

Die Bevölkerung leidet doppelt im Bürgerkrieg, denn der Gegner ist nicht nur das Militär der Regierung, sondern auch die eigenen Unabhängigkeitskämpfer. Je länger der Konflikt dauert, desto mehr kommen Geschäftsleute, Handwerker und jeder, der Geld haben könnte, in die Schusslinie des Konflikts. Frieden braucht Gerechtigkeit und Rechtsstaatlichkeit – dafür setzen wir uns ein!

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Gute Nachricht zum Neuen Jahr: Gemeinsam für neue Jobs in Kamerun

„Nach Schätzungen der Weltbank überweisen Mitglieder der afrikanischen Diaspora in Deutschland jährlich 1,2 Mrd. € in ihre Herkunftsländer, um damit Familie, Freunde und Bekannte zu unterstützen. Genau dort setzt Widu an als Online Plattform zur Förderung von Kleinunternehmen in Kamerun und Ghana mit der Diaspora in Deutschland. Die Plattform ist seit 14. November unter widu.africa als Umsetzung des Marshallplans für und mit Afrika durch gezielte Förderung und Finanzierung von Kleinunternehmen Online. Die vom BMZ und GIZ ins Leben gerufene initiative fördert konkret die Schaffung von nachhaltigen Arbeitsplätzen durch „Beschäftigungsförderung im informellen Sektor in Afrika durch die Hebelung von Diaspora Geldtransfers“. Private Gelder, so genannte „Remittances“ aus Deutschland werden durch öffentliche Zuschüsse gehebelt. „Es sollen mehr Mittel in Investitionen und weniger in den Konsum fließen.“ Zuschüsse des BMZ werden im Verhältnis 2:1:1 zu den Beiträgen der Diaspora Klein-Unternehmen in Kamerun zur Verfügung gestellt.
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Bon Secours Kamerun e.V. – Hilfe, die ankommt

Ein kleiner aber feiner Hilfsverein in Meckenheim bei Bonn leistet seit über 10 Jahren effektiv und effizient Hilfe zur Selbsthilfe in Kamerun. Durch die anglophone Krise kam zum Schwerpunkt „Medizinische Hilfe“ ein zweites Standbein dazu, nicht weniger wichtig und äußerst nachhaltig: Bildungsangebote für Geflüchtete Familien, Schulbesuch für die Kinder von Flüchtlingen. Mit verhältnismäßig geringem Mitteleinsatz helfen Kamerunerinnen und Kameruner ihren Landsleuten, Bon Secours Kamerun e.V. unterstützt sie dabei nachhaltig und wirkungsvoll.
Foto: BonSecours.de Bon Secours Kamerun e.V. hat seine im September 2019 angelaufene Kampagne, die Flüchtlingskindern in Bafoussam und an vielen anderen Orten die Rückkehr zur Schule ermöglicht, gut dokumentiert. Hier der ausführliche Projektbericht, weitere folgen im vierteljährlichen Rhythmus.
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Frieden lernen – Teach peace

„Sysy House of Fame“ ist eine Nichtregierungsorganisation (NGO) in Kamerun, die eine nachhaltige Entwicklung durch die Einbindung von Gemeinschaften in Kunst, Kultur und Technologie vorantreibt. Sysy House of Fame ist zu einer wachsenden Stimme in Fragen der Qualität der Bildung (SDG 4), der Gleichstellung der Geschlechter (SDG 5) und von Frieden, Gerechtigkeit und starken Institutionen (SDG 16) geworden. Die Gründerin und treibende Kraft von Sysy House of Fame ist uns persönlich bekannt und verdient jede Aufmerksamkeit und Unterstützung,
Foto: Sysy House of Fame www.maikemsdairy.com/category/education/

Im Nordwesten Kameruns hat Sysy House of Fame in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen, Draufsicht und Yems Shows das Projekt „Girls in Arts“ organisiert, um Mädchen und Frauen, die vom bewaffneten Konflikt betroffen sind, die Möglichkeit zu geben, ihre Erfahrungen im Schattentheater zu erzählen Geschichten, ohne den Mitgliedern der Gemeinschaften zu schaden.

Mit verschiedenen Themen wie Verlust, Liebe, Schmerz, Bürde und Frieden setzt sich Sysy House of Fame für die Rückkehr des Friedens in den beiden englischsprachigen Regionen Kameruns ein.

Für Njobati Sylvie (27), Gründerin von Sysy House of Fame, ist „das Schattentheater eine umfassende und ansprechende Möglichkeit, die Menschen zu erreichen, insbesondere die jungen Menschen, die sich leicht radikalisieren lassen.“

Foto: Sysy House of Fame

Die Konzeption des Schattentheaters, das der Gemeinschaft helfen möchte, durch Kunst einen Bildungsabschluss zu erreichen, basiert auf wahren Lebensgeschichten der Mädchen und Frauen.

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Die verzweifelte Suche nach Bildung: Home Schooling und geheime Schulen

FOTO: BBC Was BBC berichtet, bestätigen uns die Partner im Anglophonen Kamerun aus verschiedenen übereinstimmenden Quellen. Einzelne Schulen gehen insgeheim wieder in Betrieb, viele Eltern ermöglichen ihren Kindern via Homeschooling Zugang zu Unterricht und Prüfungsvorbereitungen, wenn sie die Kinder nicht längst auf teure Privatschulen im französisch sprachigen Kamerun geschickt haben. Wer auf diese Weise wieder in den Genuss von Bildung kommt, gehört zu den Glücklichen. Hundertausende Kinder im englischsprachigen Kamerun warten seit mehr als drei Jahren darauf, wieder zur Schule gehen zu können. Ihr Recht auf Bildung kümmert den Präsidenten Paul Biya ebenso wenig wie Emmanuel Macron oder Angela Merkel.
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Deutsche Welle: Kanadische Universität dokumentiert Gewalt gegen die anglophone Bevölkerung in Kamerun

https://www.dw.com/en/universities-to-track-atrocities-in-anglophone-cameroon/a-51620438
Die University of Toronto in Kanada hat sich mit Universitäten in anderen Teilen Afrikas und der Welt zusammengetan, um eine Datenbank einzurichten. Der Lead liegt bei Dr. Christopher Fomunyoh, Senior Associate für Afrika am gemeinnützigen National Democratic Institute in Washington.

„Dies ist eine sehr willkommene Initiative der University of Toronto in Kanada und vieler anderer Universitäten, einschließlich der University of California Berkeley, der University of Essex und der University of Pretoria in Südafrika. Die Tatsache, dass diese renommierten Universitäten der Krise in Kamerun Aufmerksamkeit schenken und entschlossen sind, auch die begangenen Gräueltaten zu dokumentieren und Beweise für diese Gräueltaten zu sichern, ist eine wunderbare Entwicklung. Ich denke, es zeigt, dass diese Krise internalisiert wird und dass diejenigen, die Gräueltaten begehen, letztendlich zur Rechenschaft gezogen werden. Die Beweise werden jetzt nicht nur von Konfliktparteien, Einzelpersonen, NGOs oder kirchlichen Gruppen und Menschenrechtsgruppen vor Ort gesammelt, sondern auch von akademischen Institutionen auf internationaler Ebene. Es wird sichergestellt, dass keine Straflosigkeit herrscht und die Täter zur Rechenschaft gezogen werden.“

Dr. Christopher Fomunyoh

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Bistum Limburg leistet beispielhafte Hilfe für Kumbo (North West Kamerun)

Eine ausgezeichnete Hilfe vor Ort leistet das katholische Bistum Limburg über die Partner und Caritas im Nordwesten Kameruns. Die Abteilung Weltkirche des Bistums hat außerdem ein informatives Faltblatt erstellt, das die Fakten des Kamerun-Konflikts kurz und prägnant zusammenfasst und konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigt (siehe unten).

Fotos und Bericht: https://weltkirche.bistumlimburg.de/

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Deutsche Welle: Einreiseverbot für Kamerunische Journalistin

Wie verrückt: hat Australien Angst vor der schwarzen Frau? Hätten die australischen Einreise-Behörden genau hingesehen, hätten sie den Hut ziehen müssen vor dieser mutigen Journalistin: Frau Mimi Mefo ist erst kürzlich aus Kamerun nach Deutschland gezogen, wo sie bei der DW zunächst ein Praktikum absolvierte und anschließend einen Vertrag als freie Mitarbeiterin unterschrieb. Dort leistet sie eine hervorragende Arbeit, um die bedrückende Situation von Frauen und Mädchen in Kamerun bekannt zu machen und die Sicht der Opfer von Bürgerkriegen weltweit in die Medien zu bringen. Mefo hatte im Dezember 2018 international für Schlagzeilen gesorgt, als sie in ihrem Heimatland Kamerun für vier Tage festgenommen worden war. Mehr dazu bei DW.
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Folter nach Schulbesuch

Wissen wir eigentlich, was es für ein Vorrecht ist, dass unsere Kinder Tag für Tag die Schule besuchen können? Viele Bürgerinnen und Bürger in Deutschland wünschten, das wäre in Kamerun auch möglich und unsere Bundeskanzlerin würde nach drei Jahren endlich Stellung beziehen zum Krieg der dortigen Regierung gegen ihre eigene englischsprachige Bevölkerung.

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Ein notwendiges Zeichen der Demut – Kamerun im Deutschlandfunk Kultur

Es ist noch immer möglich, in Deutschland über Kamerun zu berichten, ohne die anglophone Krise mit einem Wort auch nur zu erwähnen. Das ist traurig und unangemessen für die Betroffenen im englischsprachigen Kamerun, die sehr darauf warten, dass in Deutschland dieser unselige Bürgerkrieg der kamerunischen Regierung gegen seine eigene Bevölkerung endlich öffentlich wahrgenommen und politisch thematisiert wird. Dennoch ist dieser Artikel hörens- und lesenswert, nicht nur für Deutsche…

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„Nach dem Dialog ist der Konflikt zunehmend brutaler geworden“

Diese Stimme aus dem Land darf als repräsentativ gelten für die Ängste und Sorgen großer Teile der Bevölkerung in Kamerun:

„Ein großer nationaler Dialog. Hunderte Kameruner aus dem ganzen Land und aus der Diaspora hat die Regierung eingeladen, um die so genannte anglophone Krise zu lösen, bei der seit 2016 mehr als 3000 Menschen gestorben und rund eine halbe Million zu Flüchtlingen geworden sind.

Nach dem Dialog ist der Konflikt zunehmend brutaler geworden. Die so genannte Amba-Boys, kämpfen im Busch gegen die Armee. Menschen werden ermordet, eingeschüchtert und entführt. Beide Seiten, Separatisten und Armee, laden Schuld auf sich.

Erstens denke ich, die Regierung hat keinen guten Willen, um eine Lösung zu finden. Föderalismus ist eines der Schlüsselwörter der Krise. Denn die Gründe für die Krise liegen in der schlechten Regierungsführung: die Menschen werden nicht an Entscheidungen beteiligt.

Zweitens ist die Freilassung von Sessoko Ayuk Tabe und seinen Leuten ein Schlüssel für einen Ausweg aus der Krise. Aber er wird noch immer im Staatsgefängnis festgehalten.

Drittens: die Lösung liegt bei Paul Biya und nicht im Parlament.“ 

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Danke für Ihre Gebete. Wir benötigen sie mehr denn je!

„Vielen Dank für alle Gebete für Kamerun. Die Woche des sogenannten Nationalen Dialogs war sehr blutig für uns in Bali. Das Militär drang mit Panzerwagen in den gesamten Ort ein und tötete viele Menschen, darunter einige unserer Mitglieder der PCC. Die Leute fliehen in den Regenwald und ins Farmland. Wir brauchen Eure Gebete mehr denn je. Gott segne Euch.“

Partnerschaftsnachricht am Sonntag 6. Oktober 2019 aus Bali/Northwest Cameroon
Beispiel für Fürbitten für die Partner in Kamerun und weltweit zum download.
Quelle: Pfr. i.R. Ludwig Damian (BMDZ)
Predigtskizze für einen Partnerschaftssonntag oder einen Gottesdienst der Information und Fürbitte für die Partner in Kamerun zum download.
Quelle: Pfr. Christian Neie-Marwede, Dekanat Witzenhausen (EKKW).
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Biya unter Druck: Militärgericht ordnet Freilassung von Kamto an

Ein Gericht in Yaoundé hat heute die Freilassung des Oppositionsführers Maurice Kamto angeordnet. Er war monatelang von Diktator Paul Biya gefangen gehalten worden, angeblich weil er Demonstrationen für Demokratie und Menschenrechte in Kamerun organisiert hatte. Mit ihm kamen mehr als 100 inhaftierte Mitglieder seiner Partei MRC (Movement for the Rebirth of Cameroon) frei.

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Communiqué WCC und WCRC zur anglophonen Krise

Intensiv haben Direktpartnerschaften und Kirchenbezirke, die über die Basler Mission mit der presbyterianischen Kirche in Kamerun (PCC) verbunden sind, darauf hingearbeitet. „Dass der ökumenische Rat der Kirchen und der Weltbund der reformierten Kirchen ein ökumenisches Forum zur anglophonen Krise ins Leben ruft, ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem echten Dialog für Frieden durch Gerechtigkeit in Kamerun“, freut sich Partnerschaftskoordinator Pfarrer Johannes Stahl (Basler Mission Deutschland / EMS Stuttgart). Information, Prävention, Begegnung/Networking und Stärkung der Partner in Kamerun und Deutschland für Frieden durch Gerechtigkeit sind für die BMDZ seit Beginn der Krise in Kamerun wesentliche Aufgaben.

World Council of Churches (WCC)
World Communion of Reformed Churches (WCRC)
All African Conference of Churches (AACC)
African Communion of Reformed Churches (ACRC)
Basel Mission German Branch
Presbyterian Church (U.S.A) Presbyterian Mission
United Evangelical Mission (UEM)
Presbyterian Church in Cameroon (PCC)

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Ökumenischer Rat der Kirchen und reformierter Weltbund stärken Presbyterianischer Kirche in Kamerun in der anglophonen Krise den Rücken

Basler Mission Deutschland und andere sind Teil einer Friedens-Initiative der Weltkirche in der anglophonen Krise in Kamerun. Die Basler Partnerkirche PCC als eine der am stärksten betroffenen Kirchen erfährt Rückenwind und setzt sich für den Friedensprozess und Dialog in Kamerun ein.
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Dialogversprechen ohne Zusagen provoziert neue Gewalt

https://www.dw.com/en/africalink-on-air-11-september-2019/av-50390145

Pfarrer Johannes Stahl im Interview Deutsche Welle zur Aufrichtigkeit des Dialogangebots von Paul Biya
Rechtsanwalt und Gründer des Zentrums für Menschenrechte und Demokratie in Afrika (CHRDA) und Präsident des Konsortiums der Anglophonen Zivilgesellschaft in Kamerun Dr. Agbor Felix Nkongho Balla, fordert die internationale Gemeinschaft auf, die Menschenrechtsverletzungen in Kamerun zu stoppen.
„Biya’s Dialog hat das Ziel, die Internationale Gemeinschaft ruhig zu stellen, und nicht, die Krise in Kamerun zu lösen“ – stellt Wanah Immanuel Bumakor, Sprecher von ACT in Kamerun, nach der Präsidentenrede zur Anglophonen Krise fest.
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Fünf Fallstricke: Rede des Präsidenten zur Krise im Anglophonen Kamerun

Die mit Spannung erwartete Rede des Diktators Paul Biya geriet zur Provokation, weil er weder auf die eklatanten Menschenrechtsverletzungen der Militärs noch die berechtigten Forderungen der Separatisten einging. Als Reaktion kündigten die Separatisten neue Anschläge und Generalstreiks an: die Lage in Kamerun eskaliert.

Rede von Biya im Wortlaut (englisch)

Article on „Pitfalls“ of Biya in english Language

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Gottesdienstbesucherin in Bambui von Kugeln getroffen

Am Sonntag, 8. September 2019 starb Mrs Bih Justina in Bambui / Tubah Presbytery auf dem Weg zum Gottesdienst. Nach Augenzeugenberichten geriet sie in einen Schusswechsel zwischen Militärs und Sezessionisten. Das Militär in Kamerun lässt nicht erkennen, dass seine Aufgabe darin besteht, das Leben der Zivilisten zu beschützen. Dieses unmenschliche Verhalten ist eine der Hauptursachen, weshalb die anglophone Bevölkerung dem frankophonen Präsidenten Paul Biya eine friedliche Lösung nicht zutraut.
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