Kriegshandlungen in Kumbo. Wum/Menchum. Die Menschen leiden wie Hunde, die Zivilbevölkerung hungert

Die Nachrichten aus Nordwest Kamerun reißen nicht ab. Verzweifelte Hilferufe erreichen uns aus Kumbo, wo es in der letzten Woche wieder zu Schusswechseln, Brandanschlägen, Folter und Diebstahl durch die Angehörige der kamerunischen Armee kam. Zivilisten geraten in das Kreuzfeuer, Straßensperren der Unabhängigkeitskämpfer verhindern, dass Lebensmittel in die Stadt und das Hinterland transportiert werden können. „Wir wissen nicht, was wir essen sollen, wenn es nicht bald aufhört“, schreibt ein junger Mann aus Kumbo. Auch ehemalige Freiwillige, die in Kumbo viele Freunde haben, erreichen ähnliche Nachrichten. Fast dasselbe passiert in der Menchum Region, in Esu und Weh, wie die Partner des Kirchenbezirks Göppingen berichten. Häuser werden wahllos niedergebrannt, weil das Militär dort Rebellen vermutet. Die Angst ist grenzenlos. Wie kann unsere Bundesregierung hier einfach zusehen? Wie kann Präsident Macron und mit ihm die Staatschefs der sogenannten wichtigsten Länder dieser Welt der Toten der Weltkriege gedenken und zum Frieden aufrufen, aber weiter Rohöl und Rohstoffe aus Kamerun importieren und das Regime dort mit Millionen Euro versorgen? Wie kann die Schweiz und die Bundesrepublik den altersschwachen Kamerun-Präsidenten Paul Biya seit über 30 Jahren in Genf und Baden Baden residieren und kuren lassen, während sein Volk vor die Hunde geht? Sind wir noch zu retten?

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