Verantwortliche der Religionen fordern Waffenstillstand und Rückkehr zu Normalität

Das neue Jahr beginnt hoffnungsvoll in Kamerun. Verantwortliche der großen Religionen haben sich mit einem eindringlichen Apell an die Regierung und Separatisten gewandt, sie sprechen vielen Menschen aus den betroffenen Gebieten NW und SW aus dem Herzen.

Menschen singen, lachen, tanzen. Das hat man lange nicht gesehen in den beiden Unruheprovinzen Nordwest (NW) und Südwest (SW) in Kamerun. Grüne Zweige stehen für Hoffnung auf Frieden, für leben und leben lassen, für Freude und Dankbarkeit. Viele Menschen in SW und NW schwenken grüne Zweige in diesen Tagen, seit die Verantwortlichen der großen Kirchen und Moscheen in Kamerun mutig für Waffenstillstand, Friedensgespräche und Gerechtigkeit eintreten.

Rt Rev Samuel F. Fonki, Moderator (Bischof) der Presbyterianischen Kirche in Kamerun PCC und Vorsitzender des kamerunischen protestantischen Kirchenrats CEPCA, wurde jüngst am 17. Dezember 2020 zum Präsident des Rates für interreligiösen Dialog in Kamerun gewählt. Die Presbyterianische Kirche in Kamerun PCC spielt eine wichtige Rolle im Friedensprozess. Sie erfährt wesentlichen Rückhalt und Impulse vom Ökumenischen Forum zur Anglophonen Krise in Kamerun (EFACC), der die Kräfte von Weltkirchenrat WCC, Reformierter Weltbund WCRC, Afrikanischer Kirchenrat AACC, Basler Mission deutscher Zweig BMdZ und Mission 21 bündelt. Die im EFACC entwickelte Perspektive einer starken Stimme für den Frieden durch die religiösen Verantwortlichen in Kamerun erfährt immer größeren Zuspruch und Unterstützung durch ein breites Bündnis aus Kirchen und Moscheen im englisch- und auch im französischsprachigen Kamerun. Es wird erwartet, dass Regierung und Separatisten auf Dauer eine starke Stimme nicht überhören, die mehr als zwei Drittel der Bevölkerung repräsentiert.

Kumba (Foto: PCC)
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