Brennpunkt  .   Kamerun

Draufsicht Bamenda – Friedens- und Filmprojekt. Sehenswert!


Die Stimmen junger Menschen beklagen den Frieden angesichts der sozio-politischen Spannungen, welche die englischsprachigen Regionen Kameruns infolge des kolonialen Erbes erschüttert haben. Diese jungen Leute rufen die Gewalttäter auf poetische Weise auf zu friedlichen Mitteln, um die Krise zu beenden. Wie Ghandhi glauben sie, dass FRIEDEN MÖGLICH ist. #PeaceIsPossible „Let’s Keep Peace“ ist eine Produktion von Draufsicht Bamenda und der Young African Leaders Initiative Nigeria Cohort Three. – Von der aktuellen soziopolitischen Krise geplagt, zeigen junge Menschen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten ihre Ansichten.

Es ist eine Tatsache, dass unbewaffnete Zivilisten, die nicht wissen, wie diese Krise tatsächlich begann, den Preis in harter Währung bezahlen. Sie sterben jeden einzelnen Tag. Wir jungen Leute glauben, dass der Frieden uns aus den Fesseln derer, die uns jeden Tag töten, befreien kann. Wir beten für Frieden. Das ist die einzige Lösung für dieses Problem, an dem wir ertrinken. Leben sind verloren, Eigentum und Arbeitsplätze wurden uns genommen. Frieden ist der einzige Weg, der dieses Problem lösen kann. Tod und Geburt sind sich zu nahe gekommen, der Tod ist an die Stelle der Geburt getreten. Ich lache und bin glücklich mit meinen Jungs, aber das Nächste was ich sehe ist Blut, weil unschuldige als Verdächtige gelten. Sie töten unsere Männer, entführen unsere Kinder und stürzen uns in tiefsten Schmerz. Die Mutter Erde weint. Wie lange werde ich weiter schlucken? Sie gehen als Lebende weg, aber als Leichen kommen sie zurück. Ich höre noch immer mein Baby weinen! Es zerreißt mich, dass ich es nicht erreichen kann, denn zwischen meinem Baby und mir ist der Tod!

Die Autorität, mit der sie vorgeben. Ihr Land zu schützen, ist dieselbe Autorität, die meinen Körper und meine Blöße schützen müsste. Aber der Schütze geht frei, mein Volk bezahlt die, die schießen, mit ihrem Leben. Zivilisten leiden wie Gras unter den Auswirkungen Ihrer Elefantenshows. Können die Elefanten nicht aufhören, auf uns herumzutrampeln? Sie flüstern uns ein: Waffen zu tragen, eine Pistole halten sei Stärke und keine Feigheit, aber wir lassen uns nicht täuschen. Waffen legt ab, nehmt allen Mut zusammen und redet endlich miteinander. Stoppt den Krieg! Kommt zusammen! Gemeinsam treten wir ein für Frieden.

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I have a dream – eine Million Unterschriften für Frieden und Gerechtigkeit in Kamerun

Diesen Traum möchten wir nicht nur träumen, sondern Wirklichkeit werden lassen – gemeinsam mit Ihnen. Dafür brauchen wir Menschen, die Menschen gewinnen und mit uns daran arbeiten, dieses große Ziel bis 1. Juli 2019 zu erreichen. Zum Hintergrund

Unterschriftenliste zum Download

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Rechtsanwalt Dr. Agbor-Balla setzt sich in Kamerun für Menschenrechte ein

Die deutsche Stimme hat in Kamerun Gewicht, sagt Dr Agbor-Balla vom Zentrum für Menschenrechte und Demokratie in Afrika (CHRDA). Die unabhängige, nicht regierungs- oder parteigebundene und nichtkommerzielle Organisation setzt sich ein für Schutz und Ausbreitung von Menschenrechten und Demokratie als politische Kultur in Afrika.

„Ich wünsche mir, dass Kirchen in Deutschland Hebammen sind für einen sicheren Gesprächsraum (Anglophone leadership Conference) als Startschuss für einen inclusiven Gesprächsprozess für Gerechtigkeit und Frieden in Kamerun. Ich wünsche mir außerdem, dass Kirche und Gesellschaft in Deutschland und der Schweiz den Druck aufrecht erhalten auf die kamerunische Regierung wegen schlechter Regierungsführung (bad governance) und für die nachhaltige Etablierung der Menschenrechte im Anglophonen Kamerun.“ Auf Einladung von Dr. Joy Alemazung von Engagement Global und Partnerschaftsreferent Pfr. Johannes Stahl von der Basler Mission Deutschland sprach Dr. Nkongho Felix Agbor-Balla, Rechtsanwalt aus Buea (South West Cameroon) jetzt mit Partnerschaftsverantwortlichen in Stuttgart über die kritische Lage im englischsprachigen Kamerun. Johannes Stahl hat Auszüge aus dem Gespräch dokumentiert.

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Sinnlose Aggression gegen Local Chief in Menchum: sieben tot, zwei schwer verletzt

Donnerstag der 14. März 2019 war ein schwarzer Tag für Wum (Menchum Division, Nordwest-Provinz, Kamerun – Partnerschaftsdekanat des Kirchenbezirks Göppingen bei Stuttgart)
Regierungssoldaten zündeten das Haus von KGR Bong Eric an, Vorsitzender der Kirchengemeinde PC Zonghonchia,Kesu Parish. Sie töteten vier Kinder auf seiner Kaffeeplantage und warfen ihre Leichen in das Feuer. Anschließend griff das Militär in der Nachbarschaft in Ko’ho den Palast des Chiefs an, töteten drei Menschen und warfen auch sie ins Feuer. Ihre Kugeln trafen auch zwei ältere Frauen, die eine ins Gesäß, die andere in das Bein, das so zerstört war, dass es amputiert werden musste. Ihr Menschen, die ihr Gottes Ebenbild seid, betet für die Menschen in der Kesu Gemeinde im Dekanat Menchum. Jetzt fliehen viele Menschen in den Busch auf der verzweifelten Suche nach Sicherheit. Dabei ist es Regenzeit und es ist fürchterlich, ohne Schutz vor Nässe und Kälte Tag und Nacht in den Wäldern draußen zu sein. Ich weine um mein Volk, es ist hart für uns, ich möchte glauben, dass Gott die Antwort weiß.“

Edward Cheng, ehemaliger Bürgermeister von Wum, Vorsitzender Partnerschaftskomitee Menchum.

Trotz aller internationaler Ermahnung und der Beteuerung der kamerunischen Regierung, ihre Militärs zu professionellem Verhalten zu animieren, kam es in der vergangenen Woche wieder zu Ausschreitungen gegen Zivilpersonen. Berichte aus Menchum und Bui erwähnen Greueltaten von Militärs gegen zwei Frauen (Queens) am Hof des Traditionellen Oberhaupts Chief Achuo Eric of Kooh Kesughu. Sein Palast wurde so schwer zerstört, dass das ehrwürdige Oberhaupt der Region nun ohne Obdach ist – ein in der Tradition Kameruns beispielloser Vorgang von Würdelosigkeit und Entehrung. Am Donnerstag seien außerdem mehrere Menschen in Wum Menchum Division zu Tode gekommen, von denen die Regierung vermutete, dass sie mit den Separatisten gemeinsame Sache machten. Aus der benachbarten Region Bui (Kumbo) wird berichtet, dass wiederum Häuser brannten, diesmal acht an der Zahl, was die etwa zehnfache Zahl von Obdachlosen bedeutet, die damit alles verloren haben. Laut Zentrum für Menschenrechte und Demokratie in Afrika (CHRDA) bedeutet der Verlust von Geburtsurkunden, Schulzeugnissen, Universitätsdiploma, Heiratsurkunden und Pässen, die allesamt durch einen Hausbrand unwiederbringlich verloren sind, faktisch die Entzivilisierung der Betroffenen: sie sind damit „Freiwild“ und können nicht mehr in die Stadt und in das zivilisierte Leben zurück kehren. Es sei nichts anderes als ein Vernichtungsfeldzug der kamerunischen Regierung gegen die eigene Bevölkerung.

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