Brennpunkt  .   Kamerun

Manyemen wieder in Betrieb

Durch den „Stuttgarter Aufruf“ wurde der internationale Focus auf bedrohte Nothilfezentren wie das Regenwald-Krankenhaus Manyemen gelenkt. Jetzt konnte es den Betrieb wieder aufnehmen, wenn auch nur eingeschränkt.

Unser internationaler Mitarbeiter Martin Witmer, der bis Januar 2018 in Manyemen als technischer Experte tätig war, schildert im Interview die aktuelle Lage. Er erläutert, wie wichtig es ist, dass das Spital den Betrieb zumindest wieder eingeschränkt aufgenommen hat. Dennoch konstatiert er bürgerkriegsähnliche Zustände in Kamerun:

Kamerun_20180717_Laenderinfo_Manyemen_Nothilfeprojekt

Posted in Uncategorized

Stuttgarter Aufruf: Antwort Kanzleramt und Auswärtiges Amt in Berlin

Antwort von Kanzleramtsminister Prof. Dr. Helge Braun 06.07.2018:

Antwort Dr Helge Braun Berlin Menschenrechtssituation Kamerun 07-2018

Leider gleichlautend mit dem Schreiben von Prof. Dr. Helge Braun vom 8. Juni 2018:

Antwort Dr Helge Braun Berlin Menschenrechtssituation Kamerun 06-2018

Aussagekräftiger ist das Antwortschreiben aus dem Auswärtigen Amt auf eine Anfrage aus dem Kirchenkreis Witzenhausen:

Antwort Auswärtiges Amt Michael Grimm 1607-2018

ich danke Ihnen für Ihre Mail zur Lage in Kamerun. Ich wurde gebeten Ihnen baldmöglichst zu antworten.

Die Bundesregierung beobachtet die kritische Entwicklung der Lage in den anglophonen Regionen Kameruns von Beginn an.

Seit Oktober 2016 gibt es in den beiden anglophonen Regionen Kameruns (South-West und North-West) eine Protestbewegung gegen die Zentralregierung in Jaunde, in deren Verlauf es zu blutigen Zusammenstößen zwischen Protestierenden und Sicherheitskräften mit Toten und Verletzten gekommen ist. Auslöser waren Demonstrationen und Streiks von Juristen, Schülern und Studenten für eine stärkere Berücksichtigung der traditionellen Eigenheiten der anglophonen Regionen durch die Zentralregierung richteten, u.a. bei Sprache, Kultur und Rechtstradition.

Ein kleiner Teil der Protestbewegung fordert darüber hinaus eine staatliche Unabhängigkeit der beiden anglophonen Regionen. Daneben gibt es auch politische Gruppen, die einen kamerunischen Staat mit föderalen Strukturen fordern, wie er in der von 1961 bis 1972 geltenden Verfassung vorgesehen war. Eine klare Mehrheitsmeinung der Bevölkerung gibt es bisher nicht. Bemühungen der Regierung, im Rahmen einer verstärkten Dezentralisierung eine Lösung zu finden, sind bislang erfolglos geblieben.

Continue reading „Stuttgarter Aufruf: Antwort Kanzleramt und Auswärtiges Amt in Berlin“

Posted in Uncategorized

Batibo: Kamerunisches Militär tötet Onkel, Tante, Cousin und entführt ihre fünfjährige Tochter

Report on Batibo and Bambili Massacre 12 July 2018 – AGBOR-BALLA NKONGHO

Dear family, today in Batibo the military killed my aunt and husband, their first child and wife, and then took away alive my cousin’s little daughter of 5 yrs old. From Rev Asenek Cynthia

 

Ich sprach heute mit Rev. Mrs Asenek Cynthia am Telefon. Sie berichtete in Tränen aufgelöst, dass diese Nachricht sie gestern erreicht hat. Sie versucht jetzt alles, um ihren Vater in Batibo zu erreichen, aber der betroffene Teil von Batibo (North West Kamerun) sei vom Militär abgeriegelt, niemand dürfe in das Haus, in dem die Toten liegen.

Posted in Uncategorized

Krankenhaus – kein Ort der Zuflucht

Ein Pfarrer aus Batibo (Partnerschaft Öhringen) wird mit dem Bericht zitiert, dass vor vier Tagen das Batibo District Hospital angegriffen und Patienten, Krankenschwestern und der Arzt zusammengeschlagen wurden. Aus Manyemen berichtet ein Arzt, dass er nur seine Schulzeugnisse retten konnte und was er auf dem Leib trägt. Nun gilt seine größte Sorge seinem 18-jährigen Sohn, Absolvent der High School, Student der Wissenschaften, ein sehr guter Fußballer. Sein Leben sei in höchster Gefahr, er möchte ihn so schnell wie möglich außer Landes bringen, damit er nicht zum Opfer der Militärkugeln wird. Es sei jetzt alltäglich, dass man entlang der Straße Patronenhülsen sieht, und viele abgebrannte Häuser, stumme Zeugen des Todes. Es ist nachvollziehbar, dass in den Provinzen South-West und North-West eine große Angst sich breit macht, selbst vor Vertretern der kamerunischen Regierung, die angeblich Hilfe bringen, weil man sie so oft schon enttäuscht und verraten hat.

Posted in Uncategorized

Was haben wir mit der Jugend in Kamerun zu schaffen? BMDZ-Nachrichten 4-2018

Antje Böttcher, Partnerschaftsverantwortliche in Lörrach (Kirchenbezirk Markgräfler Land): „Wir sind eine Welt, ein Leib Christi […] Wir brauchen auch die Menschen im Süden, sie zeigen uns, wie an anderen Orten Christsein gelebt wird“.

Lesen Sie mehr zu den direkten Partnerschaftsbeziehungen mit Kamerun von 10 Kirchenbezirken in Baden, Württemberg und Hessen im aktuellen Nachrichtenblatt der Basler Mission Deutschland:

BMDZ Nachrichten 4-2018 Kamerun Partnerschaft

 

Posted in Uncategorized

FDP Antrag für Bundestagsbeschluss zur Krise in Kamerun – Drucksache 19/2997

Kamerun-Antrag Hoffmann, Drs. 1902997

Krise in Kamerun: An den Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zur federführenden Beratung wurde ein Antrag der FDP (19/2997) überwiesen, Prävention ernst zu nehmen und die Krise in Kamerun einzudämmen. Die Bundesregierung solle sich um eine Lösung des Konflikts zwischen der anglophonen Minderheit und der Zentralregierung gemeinsam mit den europäischen Partnern und dem Europäischen Auswärtigen Dienst bemühen. 

 https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2018/kw26-de-ueberweisungen/560250

Posted in Uncategorized

Listening to the People’s Mission

FINAL COMMUNIQUE 31 june 2018 AN

Es ist nicht so, dass es keine Kommission in Kamerun gäbe, die im Stande wäre, hinzugehen und mit den Menschen zu reden und zuzuhören, was die Menschen wirklich brauchen. Es ist nur leider so, dass ein umfassendes Dokument dieser Kommission von der Regierung entweder nicht zur Kenntnis genommen oder wissentlich ignoriert wird, was für die Betroffenen in South-West und North-West auf dasselbe hinaus läuft. Immerhin: hier ist der Bericht der Kommission, die Ende Mai in Bamenda Gespräche geführt hat zu den Gründen für die Anglophonen Krise und zu den Bedürfnissen der Anglophonen in Kamerun.

 

 

Posted in Uncategorized

Was passiert in Belo

Bericht zur Lage in Belo – 05-05-2018

Die Stimme einer jungen Frau in Kumba:

„Oh! sir, I could not help but weep and weep as I go through that article from Belo.
It is indeed a great shame that brothers are fighting against brothers and killing and destroying our country.

It is not happening only in Belo but our entire south west region too. The list of villages that their houses have been burnt and families that have been displaced it devastating. A lot of fighting and killing are still going on.
Even in Kumba we  we have left our beds and now sleep on the floor because we are running from bullet.

I wish our people can fine time to dialogue because it will go along. We must not fight against persons but injustice. Nonviolence should be our weapon.  But I weep over and over because the crisis has escalated and it is still growing worst“

I was busy today volunteering to register some of the internally displaced people in Kumba so that they can receive small gift  to help themselves with.“

Registrierung von Flüchtlingen aus dem kamerunischen Regenwald in Kumba/Kamerun:

Posted in Uncategorized

Kamerun brennt – und die Welt schaut zu

Posted in Uncategorized