Brennpunkt  .   Kamerun

Resolution an Kanzlerin und Landeskirche – Kirchenkreis Witzenhausen EKKW

Der Partnerschaftsausschuss vom Kirchenkreis (Dekanat) im hessischen Witzenhausen / Hessisch-Lichtenau hat durch die Bezirkssynode eine Resolution zur Krise in Kamerun verabschiedet. Es ist zu wünschen, dass viele Kirchenkreise in Deutschland diesem Beispiel folgen

Resolution zu den Menschenrechtsverletzungen im Gebiet unserer Partnerkirche im anglophonen Teil Kameruns28

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Kamerun schlittert in einen Bürgerkrieg – Badische Zeitung

Ein lesenswertes Interview der BZ (Badische Zeitung) mit dem Partnerschaftsexperten und Landeskirchlichen Beauftragten für Mission und Ökumene in Südbaden, Pfarrer Eberhard Deusch

Badische Zeitung Kamerun schlittert in einen Bürgerkrieg

http://www.badische-zeitung.de/ausland-1/kamerun-schlittert-in-einen-buergerkrieg–156910776.html

Pfarrer Eberhard Deusch, Vorstand Basler Mission Deutschland

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Mehrheit in Kamerun ist für Frieden – Druck auf Paul Biya steigt

Der Moderator der PCC verfügt als Präsident des Kirchenbundes in Kamerun über eine gewichtige Stimme. Nun ist es Rt. Rev. Samuel F. Forba gelungen, die Katholische Kirche und den Muslimischen Bund in Kamerun an einen Tisch zu bekommen. Als die religiösen Führer Kameruns repräsentieren sie eine große Mehrheit der kamerunischen Bevölkerung, die nur eines möchte: Frieden und Gerechtigkeit. Der Druck auf Paul Biya im Land ist groß, aber auch die internationale Gemeinschaft, allen voran Frankreich, muss jetzt zusammen stehen und die kamerunische Regierung zu Frieden und Gerechtigkeit verpflichten.

19 SeptDeclaration des Leaders religieux sur la crise sociopolitique NO et SO ANG

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Kein Respekt! Fons-Palast in Bafut von Armee beschossen

Am 17. September 2018 sind mehrere
gepanzerte Militärfahrzeuge auf den Platz vor dem Palace gefahren,
nachdem sie das geschlossene Gate (Eingangstor) zerstört hatten. Nach
Schüssen in die Luft sind Uniformierte in den Palast vorgedrungen und
haben mehrere Gebäude beschossen. Auf den Bildern sind klar die
Einschüsse an Mauern und Dächern zu sehen. Die Bilder vom Inneren
einiger Frauenhäuser zeigen, dass von aussen durch die geschlossenen
Türen geschossen wurde. Glücklicherweise waren keine Opfer zu beklagen.
Am 18. September hatte ich früh am Morgen ein
Telefongespräch mit dem Fon. Er bestätigte, was die Bilder zeigen.

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Stop the Blood shed! Song aus Kamerun für Frieden und Dialog

Ein beeindruckendes Zeugnis davon, was die junge Generation im Anglophonen Kamerun sich wünscht: Hört auf mit Waffen, Gewalt und sinnlosem Blutvergießen: redet, redet, lasst uns reden und in Frieden miteinander leben.

Das Video enthält authentische Bilder von Opfern der Gewalt in Kamerun, die für Kinderaugen nicht geeignet sind. Das Musik-Video ist eine Botschaft verzweifelter Hoffnung angesichts soviel sinnloser Gewalt.

 

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77 zivile Opfer der kamerunischen Armee Juni/Juli 2018, Namen und Orte dokumentiert

Alleine in den beiden Monaten Juni und Juli 2018 starben durch die Gewalt der kamerunischen Armee mindestens 77 unbeteiligte Zivilisten im anglophonen Kamerun. Eine kleine aber mutige Gruppe von Menschenrechtlern in Kamerun hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Morde mit Namen der Opfer zu dokumentieren, so dass die Kriegsverbrecher eines Tages in Den Haag zur Verantwortung gezogen werden können. Die dazugehörigen Bilder der entstellten Opfer können hier nicht veröffentlicht werden, sie sind auf Nachfrage zugänglich. Richten Sie bei berechtigtem Interesse Ihre Anfrage an Stahl@ems-online.org 

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How can you shoot your mother?

Gestern Abend bei einem sommerlichen Grillfest in einem wunderschönen Pfarrgarten in Sontheim an der Brenz. Hochrangige Gäste aus Bali Nyonga sind da und erzählen von der aktuellen Situation in Kamerun. Die beinahe romantische Atmosphäre steht in krassem Gegensatz zu der Wirklichkeit in Kamerun, von der die beiden berichten.

Die Frau wurde vor einigen Tagen in ihrem Jeep, den ihr Mann steuerte, von einer Kugel in den Oberschenkel getroffen. Sie sagt: „Ich habe nicht gesehen, wer geschossen hat. Ich habe den Schmerz gespürt und dann das Blut gesehen. Mir wurde schlecht. Mein Mann ist raus und hat geschrien. Ich habe ein Stück Stoff abgerissen und mir den Oberschenkel abgebunden. Ich hatte solche Angst, dass ich verblute. Die Schüsse kamen wie aus dem Nichts, ohne Vorwarnung. Ich sah dann zwei junge Militärs am Straßenrand. Ich habe sie angeschrien: ‚Was macht ihr da? Warum schießt ihr? Schaut her, ich bin verwundet. Ich bin eine Frau! Wie könnt Ihr es wagen, auf Eure Mutter zu schießen? Warum schießt ihr auf Eure Mutter?‘

Ich weiß nicht, ob sie es waren, die geschossen haben. Sie schauten jedenfalls betroffen. Ich hoffe, sie denken nächstes Mal nach, bevor sie abdrücken. Es waren blutjunge Soldaten. Bei den Amba Boys sind Teenager unter Waffen, das muss man sich vorstellen. Wir Mütter weinen um unsere Jungs beim Militär und wir Mütter weinen um unsere Jungs bei den Amba Boys. Es müssten mehr Mütter und Väter aufstehen und gegen das Schießen sprechen. Gewalt ist keine Lösung!“

Der Ehemann ist Schulleiter. Er berichtet, dass zwei Drittel der Schülerinnen und Schüler das letzte Schuljahr absolviert haben. Für ihn ist das ein Erfolg. Andere Schulen mussten schließen. Dort ist es den Amba-Boys gelungen, viele Eltern in Angst zu versetzen und sie davon abzuhalten, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Das hält er für keine gute Strategie. Er sagt: „Viele Ambazonier leben im Ausland. Sie stacheln die bewaffneten Freiheitskämpfer in Kamerun auf, die setzen Eltern unter Druck. Sie sorgen für Feuerüberfälle auf Schulen und verbreiten Angst und Schrecken. Ihre eigenen Kinder gehen in den USA, in Brüssel, Helsinki oder Stuttgart zur Schule. Viele Kinder hier im Anglophonen Kamerun haben seit zwei Jahren keine Schule mehr von innen gesehen. Die jungen Burschen gehen in die Wälder, weil sie keine Jobs finden und Krieg interessant finden. Sie werden bewaffnet und kämpfen gegen das Militär. Es wäre besser, wenn sie zur Schule gehen. Das sage ich nicht, weil ich Lehrer bin. Unser Volk hat keine Zukunft, wenn die Schulen geschlossen sind.
Wir haben unseren Schülerinnen und Schülern das Handy verboten. Sie bekommen auf das Handy schlimme Nachrichten und kommen auf schlechte Gedanken. Handys sind an unserer Schule tabu, damit sich die Schüler auf das Lernen konzentrieren. In diesem Schuljahr haben ohne Ausnahme alle Absolventen ihr Examen bestanden. Das ist ein riesiger Erfolg. Das macht mich stolz.“

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Flucht aus Tombel – ein Augenzeuge berichtet

Telefon-Mitschrift am 13. August 2018 mit Abel, Landwirt in Tombel (Bakossi, Southwest Region), ca 60 Jahre.

Von Dr. Nepomuk Riva (Hannover).
Kontakt:
nepomuk.riva@hmtm-hannover.de

 Es geht uns hier nicht gut. Es geht nicht gut.

Vor über einem Monat gab es eine Schießerei in Tombel, überall waren Schüsse, Schüsse… Meine Enkel waren gerade bei mir in den Ferien. Ich musste gemeinsam mit ihnen fliehen. Wir rannten um unser Leben, rannten, rannten… Ich weiß nicht, wer geschossen hat, es interessiert mich nicht, wer geschossen hat, wir rannten einfach um unser Leben.

Ich bin jetzt in Cola auf der Frankophonen Seite von Bakossi, im Haus meiner Tochter. Erinnerst Du Dich an meine Tochter? Sie ist hier verheiratet, hat selbst eine Tochter, sie trägt den Namen Deiner Frau. Meine ganze Familie ist hier untergekommen. Wir sind 23 Menschen in einem Haus, kannst Du Dir das vorstellen? Ich schlafe auf dem Fußboden.

Wir haben buchstäblich nichts. Ein Deutscher, mit dem ich seit den 1990er Jahren bekannt bin, hat etwas Geld geschickt. Ich habe davon Reis gekauft für die Familie. Wir leben jetzt von Reis, kannst Du Dir das vorstellen? Die Gemeinde gibt uns etwas Fufu. Wir konnten nichts retten. Ich schlafe auf dem Fußboden. Continue reading „Flucht aus Tombel – ein Augenzeuge berichtet“

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9 Tote bei Überfall auf das Dorf Pete bei Kumba

Nach bestätigten Berichten wurden in Pete, einem Dorf bei Kumba, 9 Menschen getötet, abgeschlachtet wie Tiere. Es ist unklar, wer die Täter sind. Zeugen sprechen von Militär. Andere trauen es den Amba-Boys zu. Eine unabhängige Untersuchung wird es wohl nie geben. Die Lage in SouthWest ist außer Kontrolle. Uns liegt ein Videofilm vor mit so abscheulichen Bildern, dass man nur einen Bildschirmausdruck zeigen kann.
„Senseless slaughter of the underprivileged“ – so der Originalton aus Kamerun, ja so muss man es wohl nennen.

Die Jugendgruppenleiterin (Christian Youth Fellowship der Presbyterian Church in Cameroon, CYF) eines der 9 Opfer schreibt:

„Mein Herz ist gebrochen, ein Mitglied unserer Jugendgruppe wurde umgebracht zusammen mit 8 weiteren Familienmitgliedern in seinem Haus. Der einzige, der überlebt hat, ist sein Vater, der zu der Zeit auf seiner Farm (Gemüsegarten, liegt oft außerhalb des Ortes) war. Princewil, der getötete Junge, war noch ein Kind, das ich habe aufwachsen sehen. Ich habe ihn von der Sunday School zu den Young Presbyteriens (YP) begleitet und habe ihn auch zur CYF gebracht. Ein junges, sehr aktives und vielversprechendes Mitglied unserer Jugendgruppe. Mein Gott, warum?“
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Anschlag Mbonge Krankenhaus – Patienten bei lebendigem Leib verbrannt

Das Morden im Anglophonen Kamerun geht unvermindert weiter. Dabei ist den Bildern nicht anzusehen, ob die Untaten vom kamerunischen Militär oder von den sogenannten Amba Boys, also den Unabhängikeitskämpfern begangen wurden. In unbestätigten Berichten heißt es, kamerunische Soldataten hätten in der Kleinstadt Mbonge in Südwest Kamerun Häuser angezündet. Dabei wurden viele Zivilisten getötet und verletzt. Selbst das kleine Kreiskrankenhaus von Mbonge wurde nicht verschont. Bilder zeigen verbrannte Leichen in den Trümmern des Spitals, vermutlich haben es kranke Patienten nicht mehr rechtzeitig geschafft, das brennende Krankenhaus zu verlassen. Von der kamerunischen Regierung wird die Stereotype verbreitet, Unabhängigkeitskämpfer würden in Militäruniformen schlüpfen und solche Untaten begehen. Eine unabhängige Untersuchung wäre unerlässlich, doch die Regierung betrachtet den Bürgerkrieg in Kamerun noch immer als internen Konflikt und wünscht keine Einmischung.

Mbonge Hospital Burnt, Patients Burnt Alive

The genocide in Ambazonia continues unabated. Today the 02.08.18 the Cameroun military attacked the small town of Mbonge in Southern Cameroons burning houses, killing and injuring many Civilians. Even the small district hospital of Mbonge was not spared. As can be seen from the picture, some sicked patient who could not escaped the attack were burnt alive in their sick beds.

There’s a question mark to this. Doubt whether is the military or the ambas.

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Nothilfe für Kamerun – Basler Mission 21 engagiert sich für die Notleidenden

Unterstützen Sie jetzt das Nothilfeprojekt in Kamerun.

Herzlichen Dank!

Spenden: Evangelische Bank eG

DE91 5206 0410 0000 0011 80   BIC: GENODEF1EK1

Nothilfe und Wiederaufbau Kamerun

Nothilfe und Wiederaufbau Kamerun

Zu diesem dringlichen NOTHILFE-Projekt schreibt der Leiter der Internationalen Beziehungen von Mission 21 in Basel, Jochen Kirsch:

Nach intensiven Vorbereitungen starten wir nun ein umfassendes ökumenisches humanitäres Hilfsprogramm zur Unterstützung der notleidenden Bevölkerung im anglophonen Kamerun. Die Kirchen nehmen in diesem Konflikt eine zentrale Rolle ein: Sie sind für beide Konfliktparteien eine wichtige und unüberhörbare Stimme in der Anwaltschaft für die Wahrung der Menschenrechte und als Mahner für die Wiederherstellung einer Gesellschaftsordnung in Kamerun, die geprägt ist von der Suche nach Frieden in Gerechtigkeit. Sie sind daher wichtige und allseits anerkannte Mittler zwischen den Konfliktparteien.

Neben diesem anwaltschaftlichen Eintreten für die notleidende Bevölkerung haben einige Mainline-Kirchen auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene kurzfristig konkrete humanitäre Einzelaktionen gestartet, um die akute Notsituation der Flüchtlinge zu lindern. Diesen fehlt es jedoch noch an Nachhaltigkeit und Professionalität sowie einem gesamthaften ökumenischen Gepräge.

Vor diesem Hintergrund hat Mission 21 nun in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen (UNOCHA), der PCC, der katholischen Kirche, dem Verband baptistischer Kirchen (Cameroon Baptist Convention, CBC) sowie weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen ein ökumenisches Nothilfe und Wiederaufbauprogramm in Kamerun lanciert (Ecumenical Relief and Rehabilitation Programme: ERRP), um der notleidenden Bevölkerung umfassende und nachhaltige Hilfe zu leisten. Damit wird das kirchliche Engagement professionalisiert, Einzelaktionen werden zu einem synergetischen Ganzen ergänzt und koordiniert, und es wird sichergestellt, dass Hilfe jenseits konfessioneller oder religiöser Zugehörigkeiten nachhaltig dort ankommt, wo und wie sie am meisten gebraucht wird.

Basler Mission – Deutscher Zweig e.V.

Mitglied in der Evangelischen Mission in Solidarität e.V.
Vogelsangstr. 62
70197 Stuttgart
Kamerun Partnerschaftskoordinator
Pfr. Johannes Stahl
Tel.: +49 711 636 7825
Fax: +49 711 636 2005
stahl@ems-online.org

www.bmdz-online.org

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Antwort der Bundesregierung auf Stuttgarter Aufruf

Die Bundesregierung setzt sich für die Sicherung des Krankenhausbetriebs in Manyemen ein und für einen inklusiven Dialog von Regierungsvertretern und gemäßigten der Anglophonen ein. Das schreibt Günter Nooke, Afrika-Beauftragter der Bundesregierung, im Antwortschreiben auf den Stuttgarter Aufruf:

Stuttgarter Aufruf – Antwort der Bundesregierung von Günter Nooke Beauftragter der Bundesregierung für Afrika 2007 2018

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Quelle Bamenda – Live-Bericht

Quelle Bamenda July2018

 

Quelle Bamenda July 2018

Dear Relatives and Dear Friends.

Meine Lieben.

Greeting from Quelle-Bamenda.

Die PCC hat letzte Woche eine ganze Liturgie für die Situation in der Kamerun und vor allem der Anglophone Teil betroffen ist, zusammengestellt; die Leute waren in den verschiedenen Kirchen, um für den Frieden zu beten, andere beteten in ihren Häusern, denn letzte Woche hatten wir von Montag bis Mittwoch Ghosttown. Wir als Pfarrfrauen beteten im vergangenen Monat täglich um Mitternacht. Ich sagte einem Mitglied in der Gruppe, dass es für mich nicht gut möglich ist um Mitternacht nach dem ersten Schlaf aufzustehen. Wieso soll es um Mitternacht sein? Er, der Mann einer Pfarrerin, erklärte mir, dass das Gebet contra produktiv sei gegenüber den Mächten der Dunkelheit, die um Mitternacht am stärksten sind.

Wir fühlen sehr mit den Flüchtlingen, die vom Militär aus ihren Dörfern vertrieben werden, weg von ihren Feldern, wo das Mais und die Erdnüsse gepflanzt wurden und nun im hohen Gras ersticken. Frauen und Kinder, die Unterschlupf suchen bei Verwandten oder einfach von einer Kirchgemeinde aufgenommen werden. Ob da nicht eine Hungersnot im Anschluss kommen wird? Unsere Verwandten in Bamessing klagen, dass sie noch so viel Mais hätten und das Neue bald geerntet wird. Kein Platz für das Neue! Continue reading „Quelle Bamenda – Live-Bericht“

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Wahlen in Kamerun – Weltkirche zum Letzten Dinosaurier

In Kamerun wird im Herbst ein neuer Präsident gewählt. Trotz des blutigen Konflikts zwischen den englischsprachigen Regionen und der frankophon dominierten Zentralregierung spricht Vieles dafür, dass Präsident Paul Biya nach seinen 36 Amtsjahren wiedergewählt wird. Doch der Unmut in der jungen Bevölkerung wächst.

Wahlen in Kamerun Weltkirche BLOG Der letzte Dinosaurier

http://weltkirche.katholisch.de/Aktuelles/20180719_Der_letzte_Dinosaurier

 

 

 

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Manyemen wieder in Betrieb

Durch den „Stuttgarter Aufruf“ wurde der internationale Focus auf bedrohte Nothilfezentren wie das Regenwald-Krankenhaus Manyemen gelenkt. Jetzt konnte es den Betrieb wieder aufnehmen, wenn auch nur eingeschränkt.

Unser internationaler Mitarbeiter Martin Witmer, der bis Januar 2018 in Manyemen als technischer Experte tätig war, schildert im Interview die aktuelle Lage. Er erläutert, wie wichtig es ist, dass das Spital den Betrieb zumindest wieder eingeschränkt aufgenommen hat. Dennoch konstatiert er bürgerkriegsähnliche Zustände in Kamerun:

Kamerun_20180717_Laenderinfo_Manyemen_Nothilfeprojekt

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Stuttgarter Aufruf: Antwort Kanzleramt und Auswärtiges Amt in Berlin

Antwort von Kanzleramtsminister Prof. Dr. Helge Braun 06.07.2018:

Antwort Dr Helge Braun Berlin Menschenrechtssituation Kamerun 07-2018

Leider gleichlautend mit dem Schreiben von Prof. Dr. Helge Braun vom 8. Juni 2018:

Antwort Dr Helge Braun Berlin Menschenrechtssituation Kamerun 06-2018

Aussagekräftiger ist das Antwortschreiben aus dem Auswärtigen Amt auf eine Anfrage aus dem Kirchenkreis Witzenhausen:

Antwort Auswärtiges Amt Michael Grimm 1607-2018

ich danke Ihnen für Ihre Mail zur Lage in Kamerun. Ich wurde gebeten Ihnen baldmöglichst zu antworten.

Die Bundesregierung beobachtet die kritische Entwicklung der Lage in den anglophonen Regionen Kameruns von Beginn an.

Seit Oktober 2016 gibt es in den beiden anglophonen Regionen Kameruns (South-West und North-West) eine Protestbewegung gegen die Zentralregierung in Jaunde, in deren Verlauf es zu blutigen Zusammenstößen zwischen Protestierenden und Sicherheitskräften mit Toten und Verletzten gekommen ist. Auslöser waren Demonstrationen und Streiks von Juristen, Schülern und Studenten für eine stärkere Berücksichtigung der traditionellen Eigenheiten der anglophonen Regionen durch die Zentralregierung richteten, u.a. bei Sprache, Kultur und Rechtstradition.

Ein kleiner Teil der Protestbewegung fordert darüber hinaus eine staatliche Unabhängigkeit der beiden anglophonen Regionen. Daneben gibt es auch politische Gruppen, die einen kamerunischen Staat mit föderalen Strukturen fordern, wie er in der von 1961 bis 1972 geltenden Verfassung vorgesehen war. Eine klare Mehrheitsmeinung der Bevölkerung gibt es bisher nicht. Bemühungen der Regierung, im Rahmen einer verstärkten Dezentralisierung eine Lösung zu finden, sind bislang erfolglos geblieben.

Continue reading „Stuttgarter Aufruf: Antwort Kanzleramt und Auswärtiges Amt in Berlin“

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Batibo: Kamerunisches Militär tötet Onkel, Tante, Cousin und entführt ihre fünfjährige Tochter

Report on Batibo and Bambili Massacre 12 July 2018 – AGBOR-BALLA NKONGHO

Dear family, today in Batibo the military killed my aunt and husband, their first child and wife, and then took away alive my cousin’s little daughter of 5 yrs old. From Rev Asenek Cynthia

 

Ich sprach heute mit Rev. Mrs Asenek Cynthia am Telefon. Sie berichtete in Tränen aufgelöst, dass diese Nachricht sie gestern erreicht hat. Sie versucht jetzt alles, um ihren Vater in Batibo zu erreichen, aber der betroffene Teil von Batibo (North West Kamerun) sei vom Militär abgeriegelt, niemand dürfe in das Haus, in dem die Toten liegen.

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Krankenhaus – kein Ort der Zuflucht

Ein Pfarrer aus Batibo (Partnerschaft Öhringen) wird mit dem Bericht zitiert, dass vor vier Tagen das Batibo District Hospital angegriffen und Patienten, Krankenschwestern und der Arzt zusammengeschlagen wurden. Aus Manyemen berichtet ein Arzt, dass er nur seine Schulzeugnisse retten konnte und was er auf dem Leib trägt. Nun gilt seine größte Sorge seinem 18-jährigen Sohn, Absolvent der High School, Student der Wissenschaften, ein sehr guter Fußballer. Sein Leben sei in höchster Gefahr, er möchte ihn so schnell wie möglich außer Landes bringen, damit er nicht zum Opfer der Militärkugeln wird. Es sei jetzt alltäglich, dass man entlang der Straße Patronenhülsen sieht, und viele abgebrannte Häuser, stumme Zeugen des Todes. Es ist nachvollziehbar, dass in den Provinzen South-West und North-West eine große Angst sich breit macht, selbst vor Vertretern der kamerunischen Regierung, die angeblich Hilfe bringen, weil man sie so oft schon enttäuscht und verraten hat.

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Was haben wir mit der Jugend in Kamerun zu schaffen? BMDZ-Nachrichten 4-2018

Antje Böttcher, Partnerschaftsverantwortliche in Lörrach (Kirchenbezirk Markgräfler Land): „Wir sind eine Welt, ein Leib Christi […] Wir brauchen auch die Menschen im Süden, sie zeigen uns, wie an anderen Orten Christsein gelebt wird“.

Lesen Sie mehr zu den direkten Partnerschaftsbeziehungen mit Kamerun von 10 Kirchenbezirken in Baden, Württemberg und Hessen im aktuellen Nachrichtenblatt der Basler Mission Deutschland:

BMDZ Nachrichten 4-2018 Kamerun Partnerschaft

 

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FDP Antrag für Bundestagsbeschluss zur Krise in Kamerun – Drucksache 19/2997

Kamerun-Antrag Hoffmann, Drs. 1902997

Krise in Kamerun: An den Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zur federführenden Beratung wurde ein Antrag der FDP (19/2997) überwiesen, Prävention ernst zu nehmen und die Krise in Kamerun einzudämmen. Die Bundesregierung solle sich um eine Lösung des Konflikts zwischen der anglophonen Minderheit und der Zentralregierung gemeinsam mit den europäischen Partnern und dem Europäischen Auswärtigen Dienst bemühen. 

 https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2018/kw26-de-ueberweisungen/560250

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Listening to the People’s Mission

FINAL COMMUNIQUE 31 june 2018 AN

Es ist nicht so, dass es keine Kommission in Kamerun gäbe, die im Stande wäre, hinzugehen und mit den Menschen zu reden und zuzuhören, was die Menschen wirklich brauchen. Es ist nur leider so, dass ein umfassendes Dokument dieser Kommission von der Regierung entweder nicht zur Kenntnis genommen oder wissentlich ignoriert wird, was für die Betroffenen in South-West und North-West auf dasselbe hinaus läuft. Immerhin: hier ist der Bericht der Kommission, die Ende Mai in Bamenda Gespräche geführt hat zu den Gründen für die Anglophonen Krise und zu den Bedürfnissen der Anglophonen in Kamerun.

 

 

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Was passiert in Belo

Bericht zur Lage in Belo – 05-05-2018

Die Stimme einer jungen Frau in Kumba:

„Oh! sir, I could not help but weep and weep as I go through that article from Belo.
It is indeed a great shame that brothers are fighting against brothers and killing and destroying our country.

It is not happening only in Belo but our entire south west region too. The list of villages that their houses have been burnt and families that have been displaced it devastating. A lot of fighting and killing are still going on.
Even in Kumba we  we have left our beds and now sleep on the floor because we are running from bullet.

I wish our people can fine time to dialogue because it will go along. We must not fight against persons but injustice. Nonviolence should be our weapon.  But I weep over and over because the crisis has escalated and it is still growing worst“

I was busy today volunteering to register some of the internally displaced people in Kumba so that they can receive small gift  to help themselves with.“

Registrierung von Flüchtlingen aus dem kamerunischen Regenwald in Kumba/Kamerun:

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Kamerun brennt – und die Welt schaut zu

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