Am schlimmsten ist die Ungewissheit – Stimmen der Partner im anglophonen Kamerun zu Corona

Foto: (c) Kamerun-Partnerschaft Breisgau-Hochschwarzwald. Gottesdienst in Kumbo (NW) mit Mundschutz und maximal 50 Besuchern

„Wir sind im Corona-Modus und hoffen einfach, dass sich die Lage möglichst schnell wieder normalisiert. Der „Brennpunkt“ ist ja auf dem neuesten Stand, wie es hier in Kamerun aussieht…und wir leben in diesem Takt – sicher noch entspannter, als in Europa. Das mit Home-Schooling ist nervig, aber gut, wir versuchen, die Kinder in Lernstimmung zu halten. Die politische Situation hier ist nach wie vor katastrophal – in allen Bereichen und auf allen Ebenen…. Es ist sehr schmerzhaft zu sehen, wie zu der politischen Krise jetzt die Sanitäre kommt und die Regierung nicht daran denkt, die Gewalt in der anglophonen Zone zurückzufahren – da geht der Krieg genau wie vorher weiter…
Danke für das Interview mit Dr. Gisela Schneider! Das ist sehr gut, mal keine Panikmache! Sehr wohltuend. Ich sehe das ähnlich, wie dort geschrieben… Hoffen wir also das  Beste!“

„Was die derzeitige Situation anbelangt: wir im Nordwesten haben bisher noch keinen Fall einer Coronainfektion gehabt, aber wir sind generell angewiesen worden, zu Hause zu bleiben, Masken zu tragen, unsere Hände zu waschen, einen Abstand zu anderen Menschen von mindestens 1-2 m einzuhalten und keine Besuche zu machen. So sind meine Frau und ich die meiste Zeit zu Hause. Wir verbringen einige Zeit auf unserem Feld (farm). Wir gehen am Morgen hinaus, arbeiten dort einige Zeit bis 1:00 Uhr mittags. Dann ruhen wir uns aus und verbringen den Abend unter uns.
Unsere Kinder sind nicht hier. Zwei sind in Nigeria, um weiter zu studieren. Die anderen beiden sind in Buea. So sind meine Frau und ich hier allein.  Wir versuchen unsere Sache gut zu machen. Im Hinblick auf unsere Arbeit: wir arbeiten auf dem Feld und schauen, dass wir unseren Alltag gut organisiert verbringen.
Im Hinblick auf die Gemeinde: Wir gehen momentan in kleinen Gruppen (aufgeteilt nach Stadtteilen) in die Kirche. Wir halten in der Kirche einen Abstand von 2 m voneinander. Wir danken Gott, dass unser Kirchengebäude groß genug ist. Wir waschen unsere Hände. An Ostern hatten wir zwei Gottesdienste und hoffen, dass die Verhältnisse bald wieder besser werden. Wir sind wirklich sehr vorsichtig. Wir halten uns daran, die Vorschriften über den Abstand zu anderen Menschen einzuhalten und hören auch genau dem zu, was staatlicherseits gesagt wird.
Wir informieren uns auch sehr gut über die Verhältnisse in Deutschland, Frankreich, Italien, in den USA und sind sehr betroffen angesichts der Nachrichten, die wir von dort erfahren. Wir sind mit den Vorgängen in Deutschland besonders eng verbunden durch das englischsprachige Programm von “Deutsche Welle“ und können dadurch auch etwas nachempfinden, was die Leuten in Deutschland gerade durchmachen. Wir sind bei guter Gesundheit. Herzliche Grüße. Gott möge euch segnen.“

Übersetzt von Uwe Stierlen und Johannes Stahl

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