Brennpunkt . Kamerun……………

Biya spricht anlässlich des Nationalen Feiertags von Freude über Unterstützung aus China

Aus der Rede des kamerunischen Staatsoberhauptes anlässlich des Nationalen Feiertags am 20. Mai 2020: „…wir haben die Freude, Unterstützung und Ermutigung von befreundeten Ländern, internationalen Organisationen, nationalen und ausländischen Geschäftsführern sowie verschiedenen Persönlichkeiten wie Herrn Jack MA von der Alibaba Foundation zu erhalten“

Die Erwähnung des chinesischen Milliardärs und Philantropen ist Twitter eine Meldung wert und stößt in chinesischen Medien auf ein freudiges Echo.

Hier die Corona-Rede des Präsidenten im Wortlaut (englisch)

Paul Biya coronavirus speech auf Pidgin: Seven tins di Cameroon president tok for e Covid-19 broadcast (BBC)

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PCC in Zeiten von Corona: Sonntags sechs Gottesdienste und unter der Woche täglich in einem der sieben Stadtteile

Was können wir in der Krise von den Süd-Partnern lernen? Die Partnerkirche PCC in Kamerun findet kreative Wege, um Abstandsgebot und das Bedürfnis nach Gemeinschaft und Gottesdienst zu verbinden. Aus der Partnerschaft Breisgau-Hochschwarzwald/Kumbo (NW) erreicht uns dieser Bericht:

„Seit einem Monat veranstalten wir jeden Sonntag sechs Gottesdienste. Drei Gottesdienste zwischen 7.00 und 8.30 Uhr parallel in drei verschiedenen Räumen: Kirche, Sonntagsschul-Halle und Mehrzweckhalle. Von 8.30 bis 10.00 Uhr parallel drei weitere Gottesdiensten, so können trotz Abstandsgebot alle Gemeindeglieder einen Gottesdienst besuchen. Innerhalb der Woche gibt es zusätzlich kleine Gottesdienste in sieben  verschiedenen Stadtvierteln. Wir beachten die Sicherheitsvorschriften zu sozialer Distanz, Händewaschen, Tragen von Gesichtsmasken und die Verwendung von Desinfektionsmitteln. Die Gottesdienste sind nicht so lebendig wie bisher, aber wir bleiben in Kontakt miteinander und feiern Gottesdienst, weil es ein elementares Bedürfnis der Menschen ist.“

Rev. Thomas Mokoko, Oberkirchenrat in Buea für Kommunikation, predigt in der Kapelle der Kirchenleitung PCC über Freiheit: „Forgive, let it go“ (Brief an die Kolosser Kapitel 3 Verse 12-17)

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Vernetzt für Frieden durch Gerechtigkeit

Der Zivile Friedensdienst ist seit Jahren für Frieden, Gerechtigkeit und Konfliktbewältigung in Kamerun engagiert

Das Cameroon Community Media Network (CCMN) wurde 2015 von der Presbyterian Church in Cameroon und dem ZFD gegründet. Erklärtes Ziel: Einen ausgewogenen, unabhängigen Journalismus fördern und damit ein Gegengewicht zum einseitigen, oft sensationsheischenden Journalismus in Kamerun schaffen.

Die Plattform „Zivile Konfliktbearbeitung“ vernetzt internationale Workshops und Player mit dem Ziel, Gewalt zu überwinden und Wege zum konstruktiven Miteinander in Konflikten zu finden.

Das „Ökumenische Forum für Kamerun“ ist eine Initiative der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WCRC) und des Weltkirchenrates (WCC) in Verbindung mit der Afrikanischen Kirchenkonferenz (AACC), um als Gemeinschaft der Kirchen den betroffenen Kirchen und Menschen im anglophonen Konflikt in Kamerun beizustehen. Am 17. März fand in Yaoundé ein Treffen mit dem Prime Minister der Republik Kamerun statt, den Bericht finden Sie hier.

Koordiniert wird das Forum von Dr. Dr. Armin Zimmermann (Rheinfelden) und Antje Boettcher (Direktpartnerschaft Markgräfler Land – Dikome).

Aktuelle Kampagne der Frauen aus dem englischsprachigen Kamerun in Europa für FRIEDEN, GERECHTIGKEIT und FREIHEIT
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Afrikanische Kirchen waren auf COVID-19 vorbereitet

Genf. ÖRK. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist in großer Sorge über die Auswirkungen, die die neue Coronavirus-Pandemie auf dem afrikanischen Kontinent haben könnte. Die Kirchen in Afrika haben sich aber längst auf die Invasion des stummen und tödlichen Virus vorbereitet. Hier das statement von Dr. Fidon Mwombeki, Generalsekretär der Gesamtafrikanischen Kirchenkonferenz, unten auch auf deutsch:

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Falsche Propheten – Afrika befragt den globalen Norden angesichts der Pandemie

Angesichts der aufkeimenden Corona-Krise schien der westlichen Welt klar, wer das leichteste Opfer dieser globalen Pandemie sein würde: Afrika. Andere wiesen nüchtern darauf hin, dass die Menschen dieses Kontinents wie kaum jemand anders Erfahrung hätten im Umgang mit Virus und Pandemie. Nun melden sich hörenswerte Stimmen aus dem afrikanischen Kontinent zu Wort mit der Frage, warum ausgerechnet das Land, von dem aus die Bill&Melinda-Gates-Stiftung aus versucht, die Welt zu retten, weltweit am schlimmsten von der Pandemie betroffen ist: die USA.

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Auswärtiges Amt: wir verfolgen mit Sorge die Entwicklung der Pandemie in Afrika. Bundesregierung teilt Besorgnis der Direktpartnerschaften zu Covid-19 in Kamerun

Die Kamerun-Direktpartnerschaften BMDZ in Süd- und Mitteldeutschland haben sich am 30. März 2020 mit einem Aufruf zu Solidarität an die Bundesregierung in Berlin gewandt. Auslöser war ein entsprechender Aufruf des entwicklungspolitischen Sprechers der FDP im Bundestag Christoph Hoffmann. Der Aufruf der Kamerun-Direktpartnerschaften im Bereich der Landeskirchen in Baden, Württemberg und Kurhessen-Waldeck zur Solidarität mit Afrika hat in Berlin ein starkes Echo ausgelöst. Hier die Antwort vom Auswärtigen Amt (AA), der Bundesregierung über das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) sowie der Vorsitzenden Unterausschuss für globale Gesundheit MdB Heike Baerens:

Auswärtiges Amt:
„Wir verfolgen mit Sorge die Entwicklung der Pandemie in Afrika“

„Wir müssen in politischer Hinsicht die notwendigen Schlüsse aus der Pandemie ziehen und die globale Ordnung im Sinne von mehr Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Solidarität mitgestalten. Die anstehende EU-Ratspräsidentschaft bietet dazu eine gute Gelegenheit.“
Vorsitzende Unterausschuss Globale Gesundheit im Bundestag, MdB Heike Baehrens, Wahlkreis Göppingen

Aufruf der Kamerun Direktpartnerschaften BMDZ zu Solidarität mit Afrika in Zeiten einer globalen Pandemie:

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Bafut: zwei Amba-Generäle tot? Gesundheitsstation verwüstet

Ende April führte das kamerunische Militär in Bafut (NW Kamerun) eine Operation durch, welche die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzte und deren Folgen jetzt widersprüchlich dargestellt werden. Spricht zB Cameroon Info Net von einer „erfolgreichen“ Mission gegen Separatisten mit 53 Terroristen, die vom Militär ausgeschaltet worden seien, berichtet der seriöse und gut vernetzte Nachrichtendienst Mimi Mefo Info von zahlreichen Opfern unter der Zivilbevölkerung, von sinnloser Zerstörung einer wichtigen Gesundheitsstation und von Vergewaltigung durch das Militär. Die einen sagen, Bafut sei „befreit“, die anderen sehen einen erneuten Akt der Willkür des kamerunischen Militärs ähnlich dem unlängst von der UNO sanktionierten Massaker von Ngarbuh am 14. Februar. Übereinstimmend sagen die verschiedenen Quellen, dass das ehemalige Touristen-Ressort „Saddle Hill Ranch“ in Bafut, das bislang von sogenannten Amba-Boys als Rückzugsort genutzt wurde, jetzt als Militärbasis diene.

Stolz präsentieren Vertreter der kamerunischen Armee Gewehre und Ausrüstung, die man ermordeten Separatisten in Bafut abgenommen habe. Mimi Mefo Info und andere seriöse Quellen berichten stattdessen über den mehrere Tage andauernden Militäreinsatz in Bafut (NW Kamerun) als eine Kette von massiven Verstößen gegen die Menschenrechte und den Schutz der Zivil-Bevölkerung.
Hier wird so schnell niemand mehr behandelt: ein Bild der Verwüstung bietet die Gesundheitsstation Mankwi nach der jüngsten Militäroperation gegen „Terroristen“. Foto: (c) Mimi Mefo Info

Bafut: eine ältere Frau im Spital berichtet Mimi Mefo Info aktuell, Angehörigen des Militärs hätten sie vergewaltigt

Ein ehemaliger Soldat packt aus. Mimi Mefo Info hat mit ihm gesprochen:

Die von der Untersuchungskommission in Aussicht gestellte Bestrafung der Täter des Massakers von Ngarbuh wirbelt in Kamerun gerade viel Staub auf. Was steckt dahinter, fragen sich viele und stellen kritische Fragen, so wie ein ehemaliger Soldat des kamerunischen Militärs, mit dem wir in Kontakt sind. Nennen wir ihn Louis. Er äußert offen sein Misstrauen und glaubt, dass die Regierung diesmal keine Wahl hatte, weil die Augen der Vereinten Nationen auf sie gerichtet waren angesichts der erdrückenden Beweise gegen Angehörige des kamerunischen Militärs.

Louis spricht aus, was sich gerade viele fragen: „warum hat die Regierung das Massaker an 40 jungen, unschuldigen Jungen, Mädchen und einigen alten Eltern in Ekona durch die 21. BIM-Task Force geheim gehalten, die im Jahr 2018 rund um das Betonproduktionszentrum Satom und auf den Bananenplantagen teilweise lebendig begraben wurden?“. Und er führt weitere Fälle von Rechtsverletzungen an, die von der Armee organisiert wurde, zu der er einst gehörte.

Eine der „verheimlichten“ Aktionen der Regierung, von denen Louis spricht, ist „das Massaker von Muyenge, bei dem Kinder und viele andere wie Hunde von der BSA-Einheit (Wasser/Land-Bataillon) aus Tiko hingerichtet wurden, einige davon lebendig begraben, nur um keine Spuren zu hinterlassen. Das ganze Dorf“, erklärt er, „wurde niedergebrannt, nur das Haus des Chiefs von Muyenge blieb übrig, aber auch das war beschädigt.“

„Haben sie auch vergessen, dass Zivilisten in Muyenge, die am Flußlauf beim Palast gerade Trink- und Badewasser holten, abgeschlachtet wurden als Vergeltung, weil zwei Soldaten des kamerunischen Militärs getötet worden waren?“ fragt er weiter. „Warum hat die Regierung geschwiegen nach der Ermordung von Baby Martha durch das in Muyuka neben der Polizeistation stationierte Militär?“

„Manche meiner ehemaligen Kollegen in der Armee sind böse, herzlos und dämonisch. Wie können sie unbewaffnete Menschen töten? Gibt es keine Gefängnisse, in die man die stecken könnte, von denen die Armeee behauptet, Terroristen zu sein? “ Inzwischen weint Louis. Leise fügt er hinzu: „Es ist viel mehr passiert, als irgendjemand weiß, und es ist Zeit für das Militär, Frieden mit der Zivilbevölkerung zu schließen.

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