Brennpunkt  .   Kamerun

Online-Petition: Gerichtsverhandlung Wilfried Siewe in Kamerun am 7. Februar 2020

Unsere Hoffnung, dass mit den Petitionsübergaben an Botschafter Stell in Hamburg und den Referatsleiter für Internationales Strafrecht, Herrn Hurnaus, in Berlin endlich Bewegung in Wilfrieds Fall kommt hat sich leider nicht bestätigt.


Ich habe mich zwischenzeitlich per Post an Bundesaußenminister Heiko Maas gewandt sich für die Freilassung Wilfrieds aktiv einzusetzen. Leider kam keine Antwort von Herrn Maas, sondern lediglich ein Schreiben aus dem Referat Internationales Strafrecht. Der Minister wisse von Wilfrieds Fall. Im Kern sagt der Brief jedoch, dass die von der BRD bisher geleistete konsularische Betreuung alles ist was derzeit getan werden kann und man warte den Gerichtstermin am 07.02.2020 ab.

1 Jahr warten wir bereits auf Wilfrieds Freilassung…

Vor Weihnachten haben wir mit einer Mahnwache vor dem Rathaus in Erlangen erneut auf Wilfrieds Situation aufmerksam zu machen. Der Oberbürgermeister der Stadt Erlangen, Florian Janik, hat eine kurze Rede gehalten und sich mit uns solidarisch gezeigt. Vor allem die Feiertage waren sehr schwer ohne Wilfried.

Bitte teilt die Petition weiterhin: change.org/wilfried

Ich halte euch weiter auf dem Laufenden.

Eure Layoko und Wilfrieds Freunde

Foto von der Mahnwache in Erlangen (v.l.n.r) : OB Florian Janik, Ehefrau, Stadtrat Jose Ortega

Hintergrund und weitere Informationen:

https://www.frankenfernsehen.tv/mediathek/video/erlanger-in-kamerun-verhaftet-familie-und-freunde-kaempfen-fuer-wilfried-siewes-freiheit/

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Hunderte junger Männer vorsorglich in Gewahrsam – gegen „Kaution“ frei

Dienstag, 04.02.2020. Buea. Nach übereinstimmenden Berichten wurden heute in der Region Südwest Hunderte von Jungen Männern aus Muyuka, Ekona, Inkanta, Muea, Buea Town und benachbarten Dörfern zusammengetrieben und in verschiedenen Polizeistationen und Militärkasernen festgesetzt. Gegen Zahlung einer „Kaution“ zwischen 20 und 50 Tausend CFA (10-30 Tageslöhne, ca. 30-75 €) können sie freikommen.

Wie die zuverlässigen Quelle https://mimimefoinfos.com/ berichtet, haben Ambazonia-Kämpfer im Blick auf die anstehende Doppelwahl einen Generalstreik (Ghost town) angekündigt, der ab Freitag 7. Februar in den Regionen Nordwest und Südwest in Kamerun wirksam wird. Die Sperre soll die für den 9. Februar geplante Doppelwahl (twinvote) stören. Diese Drohungen und sogar Fälle von Folter haben jedoch die meisten Parteien nicht abgehalten, an den Wahlvorbereitungen teilzunehmen. Nur Tage vor der Wahl sollen in verschiedenen Teilen der unruhigen anglophonen Regionen massive Verhaftungen stattgefunden haben (siehe oben). In Wotutu in der Region Südwesten sollen nach den Worten eines Beobachters über 300 junge Männer festgenommen und weggebracht worden sein. „Die Suche nach jungen Männern geht noch weiter“, fügte er hinzu. Ähnliche Verhaftungen sollen auch in anderen Gegenden wie Kumbo in der Division Bui vorgenommen worden sein, nur wenige Tage nachdem Hunderte junger Männer in Bamenda ebenfalls verhaftet worden waren.

Gleichzeitig versuchen viele Einwohner im Anglophonen, ihre Heimat vor den Wahlen und befürchteten Unruhen zu verlassen. Für einen Passagier aus Bamenda ist „der Aufenthalt am Wahltag in der Stadt ein Risiko, das niemand gerne eingeht. Das Militär kann Sie an diesem Tag beschützen, aber was passiert danach, wenn Sie mit den Separatisten allein sind? Das Beste ist also, jetzt zu fliehen.“

Die massive Abwanderung von Menschen aus dem Nordwesten wirft Fragen auf. Die Bevölkerung fühlt sich nicht sicher und fragt sich, wen das vor kurzem von der Regierung im Nordwesten und Südwesten eingesetzte Militär eigentlich schützt.

Mimi Mefo Info.

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