Brennpunkt  .   Kamerun

Nothilfe für Kamerun – Basler Mission 21 engagiert sich für die Notleidenden

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Nothilfe und Wiederaufbau Kamerun

Nothilfe und Wiederaufbau Kamerun

Zu diesem dringlichen NOTHILFE-Projekt schreibt der Leiter der Internationalen Beziehungen von Mission 21 in Basel, Jochen Kirsch:

Nach intensiven Vorbereitungen starten wir nun ein umfassendes ökumenisches humanitäres Hilfsprogramm zur Unterstützung der notleidenden Bevölkerung im anglophonen Kamerun. Die Kirchen nehmen in diesem Konflikt eine zentrale Rolle ein: Sie sind für beide Konfliktparteien eine wichtige und unüberhörbare Stimme in der Anwaltschaft für die Wahrung der Menschenrechte und als Mahner für die Wiederherstellung einer Gesellschaftsordnung in Kamerun, die geprägt ist von der Suche nach Frieden in Gerechtigkeit. Sie sind daher wichtige und allseits anerkannte Mittler zwischen den Konfliktparteien.

Neben diesem anwaltschaftlichen Eintreten für die notleidende Bevölkerung haben einige Mainline-Kirchen auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene kurzfristig konkrete humanitäre Einzelaktionen gestartet, um die akute Notsituation der Flüchtlinge zu lindern. Diesen fehlt es jedoch noch an Nachhaltigkeit und Professionalität sowie einem gesamthaften ökumenischen Gepräge.

Vor diesem Hintergrund hat Mission 21 nun in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen (UNOCHA), der PCC, der katholischen Kirche, dem Verband baptistischer Kirchen (Cameroon Baptist Convention, CBC) sowie weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen ein ökumenisches Nothilfe und Wiederaufbauprogramm in Kamerun lanciert (Ecumenical Relief and Rehabilitation Programme: ERRP), um der notleidenden Bevölkerung umfassende und nachhaltige Hilfe zu leisten. Damit wird das kirchliche Engagement professionalisiert, Einzelaktionen werden zu einem synergetischen Ganzen ergänzt und koordiniert, und es wird sichergestellt, dass Hilfe jenseits konfessioneller oder religiöser Zugehörigkeiten nachhaltig dort ankommt, wo und wie sie am meisten gebraucht wird.

Basler Mission – Deutscher Zweig e.V.

Mitglied in der Evangelischen Mission in Solidarität e.V.
Vogelsangstr. 62
70197 Stuttgart
Kamerun Partnerschaftskoordinator
Pfr. Johannes Stahl
Tel.: +49 711 636 7825
Fax: +49 711 636 2005
stahl@ems-online.org

www.bmdz-online.org

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Antwort der Bundesregierung auf Stuttgarter Aufruf

Die Bundesregierung setzt sich für die Sicherung des Krankenhausbetriebs in Manyemen ein und für einen inklusiven Dialog von Regierungsvertretern und gemäßigten der Anglophonen ein. Das schreibt Günter Nooke, Afrika-Beauftragter der Bundesregierung, im Antwortschreiben auf den Stuttgarter Aufruf:

Stuttgarter Aufruf – Antwort der Bundesregierung von Günter Nooke Beauftragter der Bundesregierung für Afrika 2007 2018

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Quelle Bamenda – Live-Bericht

Quelle Bamenda July2018

 

Quelle Bamenda July 2018

Dear Relatives and Dear Friends.

Meine Lieben.

Greeting from Quelle-Bamenda.

Die PCC hat letzte Woche eine ganze Liturgie für die Situation in der Kamerun und vor allem der Anglophone Teil betroffen ist, zusammengestellt; die Leute waren in den verschiedenen Kirchen, um für den Frieden zu beten, andere beteten in ihren Häusern, denn letzte Woche hatten wir von Montag bis Mittwoch Ghosttown. Wir als Pfarrfrauen beteten im vergangenen Monat täglich um Mitternacht. Ich sagte einem Mitglied in der Gruppe, dass es für mich nicht gut möglich ist um Mitternacht nach dem ersten Schlaf aufzustehen. Wieso soll es um Mitternacht sein? Er, der Mann einer Pfarrerin, erklärte mir, dass das Gebet contra produktiv sei gegenüber den Mächten der Dunkelheit, die um Mitternacht am stärksten sind.

Wir fühlen sehr mit den Flüchtlingen, die vom Militär aus ihren Dörfern vertrieben werden, weg von ihren Feldern, wo das Mais und die Erdnüsse gepflanzt wurden und nun im hohen Gras ersticken. Frauen und Kinder, die Unterschlupf suchen bei Verwandten oder einfach von einer Kirchgemeinde aufgenommen werden. Ob da nicht eine Hungersnot im Anschluss kommen wird? Unsere Verwandten in Bamessing klagen, dass sie noch so viel Mais hätten und das Neue bald geerntet wird. Kein Platz für das Neue! Continue reading „Quelle Bamenda – Live-Bericht“

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Wahlen in Kamerun – Weltkirche zum Letzten Dinosaurier

In Kamerun wird im Herbst ein neuer Präsident gewählt. Trotz des blutigen Konflikts zwischen den englischsprachigen Regionen und der frankophon dominierten Zentralregierung spricht Vieles dafür, dass Präsident Paul Biya nach seinen 36 Amtsjahren wiedergewählt wird. Doch der Unmut in der jungen Bevölkerung wächst.

Wahlen in Kamerun Weltkirche BLOG Der letzte Dinosaurier

http://weltkirche.katholisch.de/Aktuelles/20180719_Der_letzte_Dinosaurier

 

 

 

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Manyemen wieder in Betrieb

Durch den „Stuttgarter Aufruf“ wurde der internationale Focus auf bedrohte Nothilfezentren wie das Regenwald-Krankenhaus Manyemen gelenkt. Jetzt konnte es den Betrieb wieder aufnehmen, wenn auch nur eingeschränkt.

Unser internationaler Mitarbeiter Martin Witmer, der bis Januar 2018 in Manyemen als technischer Experte tätig war, schildert im Interview die aktuelle Lage. Er erläutert, wie wichtig es ist, dass das Spital den Betrieb zumindest wieder eingeschränkt aufgenommen hat. Dennoch konstatiert er bürgerkriegsähnliche Zustände in Kamerun:

Kamerun_20180717_Laenderinfo_Manyemen_Nothilfeprojekt

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Stuttgarter Aufruf: Antwort Kanzleramt und Auswärtiges Amt in Berlin

Antwort von Kanzleramtsminister Prof. Dr. Helge Braun 06.07.2018:

Antwort Dr Helge Braun Berlin Menschenrechtssituation Kamerun 07-2018

Leider gleichlautend mit dem Schreiben von Prof. Dr. Helge Braun vom 8. Juni 2018:

Antwort Dr Helge Braun Berlin Menschenrechtssituation Kamerun 06-2018

Aussagekräftiger ist das Antwortschreiben aus dem Auswärtigen Amt auf eine Anfrage aus dem Kirchenkreis Witzenhausen:

Antwort Auswärtiges Amt Michael Grimm 1607-2018

ich danke Ihnen für Ihre Mail zur Lage in Kamerun. Ich wurde gebeten Ihnen baldmöglichst zu antworten.

Die Bundesregierung beobachtet die kritische Entwicklung der Lage in den anglophonen Regionen Kameruns von Beginn an.

Seit Oktober 2016 gibt es in den beiden anglophonen Regionen Kameruns (South-West und North-West) eine Protestbewegung gegen die Zentralregierung in Jaunde, in deren Verlauf es zu blutigen Zusammenstößen zwischen Protestierenden und Sicherheitskräften mit Toten und Verletzten gekommen ist. Auslöser waren Demonstrationen und Streiks von Juristen, Schülern und Studenten für eine stärkere Berücksichtigung der traditionellen Eigenheiten der anglophonen Regionen durch die Zentralregierung richteten, u.a. bei Sprache, Kultur und Rechtstradition.

Ein kleiner Teil der Protestbewegung fordert darüber hinaus eine staatliche Unabhängigkeit der beiden anglophonen Regionen. Daneben gibt es auch politische Gruppen, die einen kamerunischen Staat mit föderalen Strukturen fordern, wie er in der von 1961 bis 1972 geltenden Verfassung vorgesehen war. Eine klare Mehrheitsmeinung der Bevölkerung gibt es bisher nicht. Bemühungen der Regierung, im Rahmen einer verstärkten Dezentralisierung eine Lösung zu finden, sind bislang erfolglos geblieben.

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Batibo: Kamerunisches Militär tötet Onkel, Tante, Cousin und entführt ihre fünfjährige Tochter

Report on Batibo and Bambili Massacre 12 July 2018 – AGBOR-BALLA NKONGHO

Dear family, today in Batibo the military killed my aunt and husband, their first child and wife, and then took away alive my cousin’s little daughter of 5 yrs old. From Rev Asenek Cynthia

 

Ich sprach heute mit Rev. Mrs Asenek Cynthia am Telefon. Sie berichtete in Tränen aufgelöst, dass diese Nachricht sie gestern erreicht hat. Sie versucht jetzt alles, um ihren Vater in Batibo zu erreichen, aber der betroffene Teil von Batibo (North West Kamerun) sei vom Militär abgeriegelt, niemand dürfe in das Haus, in dem die Toten liegen.

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Krankenhaus – kein Ort der Zuflucht

Ein Pfarrer aus Batibo (Partnerschaft Öhringen) wird mit dem Bericht zitiert, dass vor vier Tagen das Batibo District Hospital angegriffen und Patienten, Krankenschwestern und der Arzt zusammengeschlagen wurden. Aus Manyemen berichtet ein Arzt, dass er nur seine Schulzeugnisse retten konnte und was er auf dem Leib trägt. Nun gilt seine größte Sorge seinem 18-jährigen Sohn, Absolvent der High School, Student der Wissenschaften, ein sehr guter Fußballer. Sein Leben sei in höchster Gefahr, er möchte ihn so schnell wie möglich außer Landes bringen, damit er nicht zum Opfer der Militärkugeln wird. Es sei jetzt alltäglich, dass man entlang der Straße Patronenhülsen sieht, und viele abgebrannte Häuser, stumme Zeugen des Todes. Es ist nachvollziehbar, dass in den Provinzen South-West und North-West eine große Angst sich breit macht, selbst vor Vertretern der kamerunischen Regierung, die angeblich Hilfe bringen, weil man sie so oft schon enttäuscht und verraten hat.

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Was haben wir mit der Jugend in Kamerun zu schaffen? BMDZ-Nachrichten 4-2018

Antje Böttcher, Partnerschaftsverantwortliche in Lörrach (Kirchenbezirk Markgräfler Land): „Wir sind eine Welt, ein Leib Christi […] Wir brauchen auch die Menschen im Süden, sie zeigen uns, wie an anderen Orten Christsein gelebt wird“.

Lesen Sie mehr zu den direkten Partnerschaftsbeziehungen mit Kamerun von 10 Kirchenbezirken in Baden, Württemberg und Hessen im aktuellen Nachrichtenblatt der Basler Mission Deutschland:

BMDZ Nachrichten 4-2018 Kamerun Partnerschaft

 

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